Samstag, 19. November 2011

Johann Ludwig Bach: Trauermusik (Capriccio)

Johann Ludwig Bach (1677 bis 1731), der "Meininger Bach", war der Sohn des Organisten Johann Jacob Bach aus Thal bei Eisenach. Er lernte am Gymnasium in Gotha, und wurde 1699 als "Hoboist und Laquai" Mitglied der Meininger Hofkapelle. 1711 wurde er zum Kapellmeister ernannt, und er wirkte in dieser Position bis an sein Lebensende. 
Nur wenige seiner Werke sind überliefert. So sind 18 seiner Kantaten erhalten, weil Johann Sebastian Bach, der seinen weitläufigen Verwandten sehr schätzte, sie 1726 in Leipzig aufführte. Auch die Missa brevis Allein Gott in der Höh sei Ehr fand sich im Nachlass des Thomaskantors. Elf Motetten von Johann Ludwig Bach wurden in zwei Sammelbänden in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar aufbewahrt. 
Das ambitionierteste Werk, das uns heute vorliegt, ist jedoch die Trauermusik, die der Kapellmeister 1724 für seinen Dienstherrn, Herzog Ernst Ludwig von Sachsen-Meiningen komponierte. Der Text dafür beruht auf einem Strophenlied, dass der Herzog, der eher Dichtkunst und Frömmigkeit zuneigte als der Staatskunst und dem Militär, für diesen Zweck selbst verfasst hatte. Diese Trauermusik steht auch im Mittelpunkt der vorliegenden Drei-CD-Box, die Aufnahmen aus dem Jahre 1998 wieder zugänglich machen. Damals hatte Hermann Max mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert sowie einer Vielzahl exzellenter Solisten diesen musikalischen Schatz gehoben. Die Box enthält zudem eine Auswahl aus den Motetten und Kantaten sowie die Missa brevis

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