Samstag, 3. September 2016

Mendelssohn: Lieder ohne Worte books 5-8 (BIS)

Noch einmal Lieder ohne Worte. Felix Mendelssohn Bartholdy erschuf dieses Genre, indem er seiner Schwester Fanny einst „sechs Lieder ohne Worte“ zum Geburtstag schenkte. Die Romantiker waren überzeugt, dass Musik mehr sagt als Worte: „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, formulierte es E.T.A. Hoffmann. Und so kompo- nierte Frédéric Chopin Klavierstücke, die er Ballade nannte – und Franz Liszt Orchesterwerke, die als Symphonische Dichtungen Musik- geschichte schrieben. 
Mendelssohns Lieder ohne Worte begeistern das Publikum – damals wie heute. Zu Lebzeiten veröffentlichte der Komponist sechs Hefte mit je sechs Werken; zwei weitere erschienen nach seinem Tode, und gedruckt wurden zusätzlich diverse Einzelstücke. Sie sind bei Profi-Pianisten ebenso beliebt wie bei Amateuren, und erklingen im Konzert ebenso wie beim häuslichen Musizieren. 
Auf dieser CD spielt der niederländische Pianist Ronald Brautigam die Lieder ohne Worte der Hefte fünf bis acht, dazu fünf Einzelstücke und die Sechs Kinderstücke op. 72. Komplettiert wird die CD durch zwei Werke aus dem Notenalbum für Eduard Benecke, den Sohn des Onkels von Mendels- sohns Frau Cécile, dessen Gast der Musiker bei seinem Englandaufenthalt 1842 gewesen war. 
Zu hören ist erneut die Kopie eines Pleyel-Flügels von 1830 aus der Werk- statt von Paul McNulty. Das Original befindet sich im Musée de la musique in Paris. Die Aufnahme vermittelt einen Eindruck davon, wie die Lieder ohne Worte zu Lebzeiten des Komponisten geklungen haben könnten. 

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