Sechs Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart hat Mirijam Contzen gemeinsam mit Reinhard Goebel und der Bayerischen Kammerphilharmonie eingespielt. Das ist eine interessante Konstella- tion, weil Goebel nicht nur ein wandelndes Musiklexikon ist. Er war selbst ein brillanter Geiger, und wenn er heute ein Orchester leitet, dann dirigiert er, als stünde er noch immer am ersten Pult. Goebel hat die Quellen kritisch studiert und stellt den fünf „etablierten“ Violinkonzerten KV 207, 211, 216, 218 und 219 das Konzert KV 271a zur Seite. Auch wenn dazu kein Autograph vorhanden ist, ist er davon überzeugt, dass es „echt“ ist – und begründet dies im Beiheft mit nachvollziehbaren Argumenten.
Goebel betrachtet Mozarts Violinkonzerte als „gegeigte Szenen“ – Opernausschnitte also. Und so lässt er auch die Solistin mit dem Orchester musizieren wie eine Singstimme, die mit dem Orchesterpart in den Dialog tritt. Mirijam Contzen präsentiert sich selbstbewusst; sie hat auch alle Kadenzen selbst geschrieben. Musiziert wird perfekt abgestimmt, sehr durchhörbar und mit sorgsamer Phrasierung. Jede einzelne Stimme kommt dadurch zur Geltung; so fein nuanciert ist das nur sehr selten zu hören. Meine unbedingte Empfehlung!
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Sonntag, 6. April 2014
Mittwoch, 16. März 2011
Mozart in Italien (Oehms Classics)
Reichlich zwei Jahre reiste der junge Mozart mit seinem Vater durch Italien. Er spielte in den Schlössern, Kirchen und Salons, hörte Konzerte und besuchte Opernaufführungen, und lernte eine Vielzahl von Kollegen kennen. Über ihre Arbeit und ihre Erleb- nisse berichteten Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart in zahlreichen Briefen.
Reinhard Goebel hat daraus eine Idee für ein traumhaftes Konzept- album gemacht, und bestätigt damit einmal mehr seinen Ruf als grandioser Entdecker, der am Rande des musikalischen Mainstreams schon so manches zu Unrecht vergessene Werk wieder ausgegraben hat. Und so erinnert diese CD an Johann Adolph Hasse, Thomas Linley, Veneziano Rauzzini und Franz Lamotte - und sie endet natürlich mit einem Werk von Mozart, der Sinfonia in D-Dur KV 111/120, Ouvertüre und Finale zu Ascanio in Alba, der Serenata zur Vermählung von Erzherzog Ferdinand, dem zweitjüngsten Sohn von Maria Theresia.
Zu hören sind die brillante junge Geigerin Mirijam Contzen und die Bayerische Kammerphilharmonie, dirigiert von Reinhard Goebel - und es ist ein großes Vergnügen, den jungen Musikern zu lauschen, die sehr engagiert spielen. Eine wundervolle CD, die den Mitwirken- den einige Auszeichnungen und Preise bringen dürfte. Bravi!
Reinhard Goebel hat daraus eine Idee für ein traumhaftes Konzept- album gemacht, und bestätigt damit einmal mehr seinen Ruf als grandioser Entdecker, der am Rande des musikalischen Mainstreams schon so manches zu Unrecht vergessene Werk wieder ausgegraben hat. Und so erinnert diese CD an Johann Adolph Hasse, Thomas Linley, Veneziano Rauzzini und Franz Lamotte - und sie endet natürlich mit einem Werk von Mozart, der Sinfonia in D-Dur KV 111/120, Ouvertüre und Finale zu Ascanio in Alba, der Serenata zur Vermählung von Erzherzog Ferdinand, dem zweitjüngsten Sohn von Maria Theresia.
Zu hören sind die brillante junge Geigerin Mirijam Contzen und die Bayerische Kammerphilharmonie, dirigiert von Reinhard Goebel - und es ist ein großes Vergnügen, den jungen Musikern zu lauschen, die sehr engagiert spielen. Eine wundervolle CD, die den Mitwirken- den einige Auszeichnungen und Preise bringen dürfte. Bravi!
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