Der Pianist Paul Badura-Skoda hat gemeinsam mit dem Orchestre Symphonique de Cannes unter Chef- dirigent Wolfgang Dörner zwei Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) eingespielt. Der Titel „Mozart on the Beach“ freilich, den Gramola dem Album gegeben hat, täuscht. Denn die Aufzeichnung fand im Februar 2015 statt – und zu dieser Jahreszeit dürfte man auch an der Côte d'Azur eher im Mantel die Strandpromenade entlang flanieren.
Zu hören sind das Konzert Nr. 21 in C-Dur KV 467, und das Konzert Nr. 9 in Es-Dur KV 271, komponiert für Louise Victoire Jenamy, Pianistin und Tochter des Tanzmeisters Jean Georges Noverre, der mit Familie Mozart befreundet war. Ein Lesefehler machte daraus das „Jeunehomme-Konzert“, und als solches ist es heute weithin bekannt. Paul Badura-Skoda erweist sich einmal mehr als ein Tastenmagier; dem Orchester zu lauschen, das ist hingegen nicht durchweg ein Genuss.
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Mittwoch, 16. November 2016
Mittwoch, 31. August 2016
Lanner: Viennese Dances (Naxos)
Joseph Lanner 1801 bis 1843) gilt, gemeinsam mit Johann Strauß (Vater), als der Erfinder des Wiener Walzers. Schon mit zwölf Jahren spielte er als Geiger in einem Orchester; mit 17 Jahren gründete er sein eigenes Ensemble – das zunächst mit zwei Geigen und einer Gitarre auskommen musste. Es kam eine Bratsche hinzu, gespielt von Johann Strauß (Vater), dann ein Violoncello...
Bald schon konnten aber sowohl Strauss als auch Lanner mit einem deutlich größeren Orchester auf- spielen. Denn der Walzer kam in Mode, und wurde bald selbst bei Hofe getanzt. Wer herausfinden will, wie sich ein Hofball-Walzer von dem der Bürger unterschied, der sollte sich einfach diese CD anhören. Wolfgang Dörner zeigt mit dem Orchestre de Cannes zudem, dass Tanzmusik seinerzeit ziemlich originell, ja, mitunter richtig witzig gewesen ist. Man höre nur den Mitternachtswalzer, geschrieben für das Abschiedskonzert von Lanners übel erkranktem Lehrmeister Michael Pamer. Dieses Werk steckt voller musikalischer Anspielungen; man höre nur, wie Bratschen und Pauken an die – ab Mitternacht verschlossene – Türe klopfen.
Lanner verstand sich auf Glanz und Gloria ebenso wie gut wie auf Poesie und Grazie. 1829 wurde er zum Musikdirektor der k.k. Redoutensäle berufen; außerdem wirkte er als Kapellmeister des zweiten Wiener Bürgerregimentes. Am Karfreitag 1843 starb er an Typhus – zwei Tage nach seinem 42. Geburtstag. Und auch wenn wir heute nicht mehr jeden seiner Späße verstehen – seine Werke wie Tarantel-Galopp, Hexentanz-Walzer, Steyrische Tänze oder aber Die Schönbrunner bereiten noch heute Vergnügen.
Bald schon konnten aber sowohl Strauss als auch Lanner mit einem deutlich größeren Orchester auf- spielen. Denn der Walzer kam in Mode, und wurde bald selbst bei Hofe getanzt. Wer herausfinden will, wie sich ein Hofball-Walzer von dem der Bürger unterschied, der sollte sich einfach diese CD anhören. Wolfgang Dörner zeigt mit dem Orchestre de Cannes zudem, dass Tanzmusik seinerzeit ziemlich originell, ja, mitunter richtig witzig gewesen ist. Man höre nur den Mitternachtswalzer, geschrieben für das Abschiedskonzert von Lanners übel erkranktem Lehrmeister Michael Pamer. Dieses Werk steckt voller musikalischer Anspielungen; man höre nur, wie Bratschen und Pauken an die – ab Mitternacht verschlossene – Türe klopfen.
Lanner verstand sich auf Glanz und Gloria ebenso wie gut wie auf Poesie und Grazie. 1829 wurde er zum Musikdirektor der k.k. Redoutensäle berufen; außerdem wirkte er als Kapellmeister des zweiten Wiener Bürgerregimentes. Am Karfreitag 1843 starb er an Typhus – zwei Tage nach seinem 42. Geburtstag. Und auch wenn wir heute nicht mehr jeden seiner Späße verstehen – seine Werke wie Tarantel-Galopp, Hexentanz-Walzer, Steyrische Tänze oder aber Die Schönbrunner bereiten noch heute Vergnügen.
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