Sagenhaft! 25jähriges Bühnenjubiläum feierte kürzlich das Vokalensemble Singer Pur. Gegründet wurde die Formation durch fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin; heute gehören dazu Claudia Reinhard, Sopran, Rüdiger Ballhorn, Markus Zapp und Manuel Warwitz, Tenor, Reiner Schneider-Waterberg, Bariton und Marcus Schmidl, Bass.
Auf den ersten öffentlichen Auftritt des Ensembles am 8. März 1992 bei einem Benefizkonzert in der Kölner Philharmonie folgte eine internationale Karriere; bis heute sang das Sextett in über 50 Ländern. Und es wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik, dem Caecilia- prijs und gleich dreimal mit dem Echo Klassik.
Das Repertoire von Singer Pur erstreckt sich vom späten Mittelalter bis hin zu Jazz und Pop. Allen Fans des Ensembles, die das Jubiläumskonzert am 8. März 2017 im Münchner Prinzregententheater nicht erleben konnten, legt die erfolgreiche A-cappella-Formation nun eine CD auf den Jubiläums-Gabentisch: Sagenhaft! widmet sich Märchen, Mythen und Legenden.
Dabei hat das Sextett nicht aus den bekannten Vertonungen ausgewählt, sondern zielgerichtet nach bislang unentdeckten Perlen ausgeschaut. Und so manches Stück ist auch eigens für Singer Pur entstanden. Da gibt es etliches, was zu erkunden ist – man höre nur Max und Moritz in der musikalischen Version Wolf Kerscheks. Köstlich! Gesungen wird wie immer perfekt, präzis im Ensemble-Vortrag und natürlich auf Punkt und Komma sauber. Gratulation also! und möge es Singer Pur auch in Zukunft an guten Ideen und schönen Tönen nicht mangeln.
Dienstag, 2. Mai 2017
Montag, 1. Mai 2017
Carissimi: Eight Motets (Naxos)
Als Garrick Comeaux im Jahre 2005 in die USA zurückkehrte, nachdem er 25 Jahre in Italien und in Deutsch- land gelebt hatte, bedeutete dies auch den Neustart für das Consortium Carissimi, das Comeaux 1996 in Rom gegründet hatte. Das Ensemble widmet sich dem Werk von Bonifazio Graziani (1604/05 bis 1664) und Giacomo Carissimi (1605 bis 1674).
Da wohl keine Originalmanuskripte der Stücke ihres Namensgebers erhalten geblieben sind, sind die bei der Beschäftigung mit der Musik Carissimis auf zeitgenössische Abschriften angewiesen. Mehr als zweihundert Musikstücke wurden ihm so zugeschrieben; allerdings hat die Forschung inzwischen festgestellt, dass die Überlieferung dabei in etlichen Fällen irrt.
Auf dieser CD sind die Sänger und Musiker mit acht Motetten zu hören, bei denen es ziemlich sicher ist, dass sie von Carissimi stammen. Der Komponist begann seine Ausbildung als Chorknabe an der Kathedrale von Tivoli; dort wirkte er dann auch als Kantor und Organist, bis er 1628 Kapellmeister an der Kathedrale von Assisi und wenig später am Collegium Germanicum et Hungaricum wurde, einem renommierten Priesterseminar der Jesuiten in Rom, dessen Kirche die Basilica minor Sant'Apollinare ist. Er hatte zudem viele Schüler, darunter Marc-Antoine Charpentier, Antonio Cesti, Christoph Bernhard sowie Johann Kaspar Kerll.
Da wohl keine Originalmanuskripte der Stücke ihres Namensgebers erhalten geblieben sind, sind die bei der Beschäftigung mit der Musik Carissimis auf zeitgenössische Abschriften angewiesen. Mehr als zweihundert Musikstücke wurden ihm so zugeschrieben; allerdings hat die Forschung inzwischen festgestellt, dass die Überlieferung dabei in etlichen Fällen irrt.
Auf dieser CD sind die Sänger und Musiker mit acht Motetten zu hören, bei denen es ziemlich sicher ist, dass sie von Carissimi stammen. Der Komponist begann seine Ausbildung als Chorknabe an der Kathedrale von Tivoli; dort wirkte er dann auch als Kantor und Organist, bis er 1628 Kapellmeister an der Kathedrale von Assisi und wenig später am Collegium Germanicum et Hungaricum wurde, einem renommierten Priesterseminar der Jesuiten in Rom, dessen Kirche die Basilica minor Sant'Apollinare ist. Er hatte zudem viele Schüler, darunter Marc-Antoine Charpentier, Antonio Cesti, Christoph Bernhard sowie Johann Kaspar Kerll.
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