Das Fauré Quartett ist für seine Experimentierfreudigkeit bekannt. In diesem Falle haben sich die Musiker durch Sergej Alexandrowitsch Kussewitzki inspirieren lassen: Der legendäre Dirigent und Komponist, Gründervater des ebenso legendären Tanglewood Music Festival, wollte einst Werke russischer Komponisten in den USA vorstellen. Und so ließ er durch Ottorino Respighi für das Boston Symphony Orchestra eine Bearbeitung von Sergej Rachmaninows Études-Tableaux anfertigen. Maurice Ravel beauftragte er mit einer Orchesterfassung des Klavierzyklus' Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgski.
In beiden Fällen war dies ein großer Wurf; die Bilder einer Ausstellung wurden in Ravels farbenreicher Orchesterversion bald populärer als das Original. Für das Fauré Quartett hat jetzt Pianist Dirk Mommertz – bei den Bildern gemeinsam mit Grigory Gruzman – Bearbeitungen beider Werke für Klavierquartett geschaffen.
Dabei ergänzen die Streicher den Klavierklang. Und musizieren können die Vier, sie spielen großartig, kühn, ausdrucksstark, und perfekt aufeinander abgestimmt. Manchmal bringt das verblüffende Effekte. So war Das Alte Schloss wohl nie grusliger. Aber insgesamt bleibt das Arrangement oftmals sehr nah am Original, und man fragt sich: Wozu dann das Ganze?
Montag, 4. März 2019
Sonntag, 3. März 2019
Telemann: Quartette (Gramola)
Was für eine charmante Aufnahme! Reinhard Czasch, Lehrer für Travers- flöte und historische Aufführungs- praxis an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, hat gemeinsam mit Kollegen vier Quar- tette von Georg Philipp Telemann eingespielt. Diese Werke sprühen geradezu von Experimentierfreude und Klanglust; sie wissen noch nichts von motivisch-thematischer Arbeit und Sonatenhauptsatzform – und wirken verspielter und abwechs- lungsreicher als ihre zumeist sehr ernsthaften Verwandten aus der Zeit der Wiener Klassik.
Auch bei der Besetzung war Telemann flexibel. So erklingen im Quartett d-Moll TWV 43:d1 Blockflöte, zwei Traversflöten und Basso continuo. Das Quartett G-Dur, TWV 43:G2 – ebenfalls aus der Tafelmusik – schrieb der Komponist für Traversflöte, Oboe, Violine und Basso continuo. Das a-Moll-Quartett TWV 43:a3 ist mit Blockflöte, Oboe, Violine und Continuo besetzt. Und das Quartett in A-Dur TWV43:A1, aus den Pariser Quartetten, komponierte Telemann für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo.
Entsprechend umfangreich ist die Liste der Mitwirkenden – zu hören sind Michael Posch, Blockflöte, Marie-Céline Labbé und Reinhard Czasch, Traversflöte, Andreas Helm, Barockoboe, Ulrike Engel, Barockvioline, Pierre Pitzl, Viola da gamba, Jörg Zwicker, Barockcello, Jennifer Harris, Barockfagott und Erich Traxler, Cembalo. Der Name, den sich dieses Ensemble gegeben hat, ist durchaus Programm; die ganze CD ist heiter, liebenswürdig, erfreulich und ergötzlich. Mein Tipp: Einfach genießen!
Auch bei der Besetzung war Telemann flexibel. So erklingen im Quartett d-Moll TWV 43:d1 Blockflöte, zwei Traversflöten und Basso continuo. Das Quartett G-Dur, TWV 43:G2 – ebenfalls aus der Tafelmusik – schrieb der Komponist für Traversflöte, Oboe, Violine und Basso continuo. Das a-Moll-Quartett TWV 43:a3 ist mit Blockflöte, Oboe, Violine und Continuo besetzt. Und das Quartett in A-Dur TWV43:A1, aus den Pariser Quartetten, komponierte Telemann für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo.
Entsprechend umfangreich ist die Liste der Mitwirkenden – zu hören sind Michael Posch, Blockflöte, Marie-Céline Labbé und Reinhard Czasch, Traversflöte, Andreas Helm, Barockoboe, Ulrike Engel, Barockvioline, Pierre Pitzl, Viola da gamba, Jörg Zwicker, Barockcello, Jennifer Harris, Barockfagott und Erich Traxler, Cembalo. Der Name, den sich dieses Ensemble gegeben hat, ist durchaus Programm; die ganze CD ist heiter, liebenswürdig, erfreulich und ergötzlich. Mein Tipp: Einfach genießen!
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