Freitag, 23. November 2012
Haydn: The Cello Concertos; Krijgh (Capriccio)
Die niederländische Cellistin Harriet Krijgh, Jahrgang 1991, hat die beiden Violoncello-Konzerte von Joseph Haydn eingespielt. Und man muss sagen, das ist ihr ganz hervorragend gelungen. Die junge Musikerin überzeugt mit einem schönen Ton, Dynamik und kluger Phrasierung. So gelingt es ihr insbesondere auch beim D-Dur-Konzert, dem eine gewisse Schwerfälligkeit nachgesagt wird, Haydns wundervolle Melodien in den Vordergrund zu stellen. Krijgh setzt auf Eleganz und Leichtigkeit - und gestaltet zusammen mit der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius Traunfellner die beiden Konzerte so, wie man sie gern öfter hören würde. Der jungen Cellistin gelingt damit eine Referenzaufnahme, und ich bin sicher, das wird nicht die letzte sein. Bravi!
Donnerstag, 22. November 2012
A Baroque Christmas (Ricercar)
Ein Weihnachtskonzert ganz besonderer Art hat das Label Ricercar in dieser Drei-CD-Box zusammengestellt: Aus dem eigenen Programm sowie den Katalogen von Zig-Zag-Territoires, Fonti Musicali und der Manufac- ture d'orgues Thomas erklingen Werke aus der Barockzeit, und zwar aus Deutschland, England, Italien und Frankreich.
Zu hören sind zahlreiche bekannte Ensembles wie Vox Luminus, Ricercar Consort, La Pastorella, La Fenice oder Choeur de Chambre de Namur, und auch die Namensliste der beteiligten Solisten ist lang und illuster. Entsprechend hoch ist das Niveau, auf dem hier musiziert wird.
Es wird nicht verwundern, dass die Weihnachtsgeschichte gerade in dem auf Inszenierung und Theatralik versessenen Barockzeitalter viele Komponisten in ganz Europa inspiriert hat. Die Hirtenmusik, die Engelschöre und das jeweilige regionale Brauchtum lieferten dafür eine Fülle von Anregungen. Die drei CD machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede hörbar - und erweisen sich so, ganz nebenbei, als kleine Lektion in europäischer Musikgeschichte. Dazu trägt auch das Beiheft mit seinen Informationen bei. Wer also etwas lernen will, der hat dazu Gelegenheit - und wer einfach nur genießen möchte, der darf sich ebenfalls freuen.
Zu hören sind zahlreiche bekannte Ensembles wie Vox Luminus, Ricercar Consort, La Pastorella, La Fenice oder Choeur de Chambre de Namur, und auch die Namensliste der beteiligten Solisten ist lang und illuster. Entsprechend hoch ist das Niveau, auf dem hier musiziert wird.
Es wird nicht verwundern, dass die Weihnachtsgeschichte gerade in dem auf Inszenierung und Theatralik versessenen Barockzeitalter viele Komponisten in ganz Europa inspiriert hat. Die Hirtenmusik, die Engelschöre und das jeweilige regionale Brauchtum lieferten dafür eine Fülle von Anregungen. Die drei CD machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede hörbar - und erweisen sich so, ganz nebenbei, als kleine Lektion in europäischer Musikgeschichte. Dazu trägt auch das Beiheft mit seinen Informationen bei. Wer also etwas lernen will, der hat dazu Gelegenheit - und wer einfach nur genießen möchte, der darf sich ebenfalls freuen.
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