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Dienstag, 26. Mai 2015
Charpentier & Lully: Te Deum (Alpha)
Zur Zeit des Barock war der soge- nannte ambrosianische Lobgesang, das Te Deum, in der höfischen und staatlichen Repräsentation sehr beliebt. Mit dem prunkvoll vertonten Hymnus wurden Krönungen und Geburten ebenso wie militärische Siege und Friedensverträge gefeiert. In der Collection Versailles bei Alpha sind nun zwei wirklich berühmte Te Deum-Vertonungen erschienen – die bekannten Kompositionen von Jean-Baptiste Lully und Marc-Antoine Charpentier. Vincent Dumestre hat sie mit den Ensembles Le Poeme Harmonique und der Capella Cracoviensis sowie den Gesangssolisten Amel Brahim-Djelloul, Aurore Bucher, Reinoud van Mechelen und Jeffrey Thompson eingespielt; die Aufnahme ist ein Live-Mitschnitt aus der Cha- pelle Royale du Château de Versailles. Man staunt – doch offensichtlich sind die beiden populären Werke hier tatsächlich zum ersten Male auf einer CD vereint. Die beiden Vertonungen in der Manier der französischen Grand Motet geben dem Hörer einen Begriff jener legendären Pracht, mit der einst am Hofe des Sonnenkönigs gefeiert wurde. Dumestre allerdings vermeidet bei seiner Interpretation schwerfälligen Pomp und übertriebenes Pathos. Er betont statt dessen die kriegerischen und die tänzerischen Aspekte der Musik, und lässt zudem ausgesprochen flott musizieren. Rasanter habe ich Lullys Te Deum noch nie gehört – doch das Orchester ist dem Tempo gewachsen, und hat hörbar Vergnügen an diesem etwas anderen Zugang zu den höfischen Protokollklängen. Grandios! Das muss man gehört haben.
Montag, 19. August 2013
Händel: Théatre intime (Editions Hortus)
Flötenmusik von Georg Friedrich Händel steht im Mittelpunkt dieser CD des Ensembles Les Lunes du Cousin Jacques. Benoit Toigo spielt die Blockflöten versiert, auch wenn er an die ganz großen Virtuosen nicht heranreicht. Er macht daraus eine Stärke – und legt mehr Wert auf sangliche Gestaltung als auf die Auszierung und Variation der rasanten Passagen.
Das Continuo ist mit Frédéric Hernandez, Cembalo, Diego Salamanca, Theorbe, und Annabelle Brey, Violoncello, stark besetzt. Das ermöglicht klangliche Differenzierung. Das Programm, das die Musiker zusammengestellt haben, setzt ohnehin auf Abwechslung. Dazu tragen auch Son d'Egitto und Non posso dir di più, zwei italienische Solo-Lieder, sowie Nel dolce dell'oblio, eine Kantate für Sopran, Blockflöte und Basso continuo, bei, vorgetragen von Aurore Bucher. Eine CD, die man gern anhört.
Das Continuo ist mit Frédéric Hernandez, Cembalo, Diego Salamanca, Theorbe, und Annabelle Brey, Violoncello, stark besetzt. Das ermöglicht klangliche Differenzierung. Das Programm, das die Musiker zusammengestellt haben, setzt ohnehin auf Abwechslung. Dazu tragen auch Son d'Egitto und Non posso dir di più, zwei italienische Solo-Lieder, sowie Nel dolce dell'oblio, eine Kantate für Sopran, Blockflöte und Basso continuo, bei, vorgetragen von Aurore Bucher. Eine CD, die man gern anhört.
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