Was spielt ein Ensemble, das ein Bläserquintett ebenso aufbieten kann wie exzellente Streicher sowie einen Pianisten?
MidtVest ist ein ganz erstaunliches kammermusikalisches Chamäleon, und für sein Debütalbum bei Naxos hat das dänische Ensemble spezielle Arrangements von zwei berühmten Serenaden ausgewählt. Die Gran Partita KV 361 von Wolfgang Amadeus Mozart erklingt in einer zeitgenössischen Bearbeitung von Christian Friedrich Gottlieb Schwencke (1767 bis 1822) für Oboenquintett. Mozarts Musik inspirierte auch Antonín Dvořák zu seiner wunderschönen Serenade op. 44, hier in einer Version für fünf Bläser und vier Streicher, von dem tschechischen Kontrabassisten František Hertl.
Dieses Programm ist Geschmackssache; aber musiziert wird grandios. MidtVest spielt ohne Frage in der Ausnahmeklasse. Das macht die CD zum Ereignis.
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Donnerstag, 19. März 2020
Samstag, 23. Juli 2016
Mozart: Gran Partita (Linn)
Die Serenade KV 361 von Wolfgang Amadeus Mozart, besser bekannt als Gran Partita, hat das Royal Academy of Music Soloists Ensemble unter Trevor Pinnock eingespielt. Das Programm wird ergänzt durch das Notturno Nr. 8 in G-Dur, Hob. II:27 von Joseph Haydn. Beide Stücke sind, wenn man so will, gehobene Unter- haltungsmusik für eine Gesellschaft, die sich im Freien versammelt – im Schlosspark beispielsweise. Und so locker werden sie durch das Solisten- ensemble der Londoner Musikhoch- schule auch musiziert; allerdings halte ich die Wahl der Tempi nicht durchweg für gelungen.
Sonntag, 14. März 2010
Thaous Ensemble - Gran Partita (K&K)
"Musik im Schloss" nennt sich eine Veranstaltungsreihe, die in der Schlosskirche von Bad Homburg beheimatet ist.
Dieser wunderschöne, intime Konzertsaal mit seiner Bürgy-Orgel, liebevoll saniert durch eine Bürgerinitiative, hat es den Tonmeistern Andreas Otto Grimminger und Josef-Stefan Kindler spürbar angetan. Mit ihrem Label K&K dokumentieren sie in der Serie "Castle Concerts" Konzerte in diesem phantastischen Raum - so auch dieses mit dem Thaous Ensemble.
Dieser wunderschöne, intime Konzertsaal mit seiner Bürgy-Orgel, liebevoll saniert durch eine Bürgerinitiative, hat es den Tonmeistern Andreas Otto Grimminger und Josef-Stefan Kindler spürbar angetan. Mit ihrem Label K&K dokumentieren sie in der Serie "Castle Concerts" Konzerte in diesem phantastischen Raum - so auch dieses mit dem Thaous Ensemble.
Das Bläseroktett hat sich ganz jener höfischen Tradition verschrieben, die zu Mozarts Zeiten als Harmoniemusik bezeichnet wurde: Unterhaltungsmusik, üblicherweise ziemlich anspruchsvoll, die von je zwei Oboen, Klarinetten, Fagotten und Hörnern vorgetragen wird.
Mozart zeigte mit seiner Gran Partita, dass sich das Serenaden-Oktett mühelos zu einem Bläserorchester erweitern lässt - und dass sich aus scheinbar banalen Strukturen urplötzlich Melodiebögen erheben können, die einem den Atem verschlagen. Die Mitglieder des Thaous Ensembles zelebrieren seine Musik mit angemessenem Pathos. Als eine echte Entdeckung und Überraschung aber erweist sich die Sonatina No. 1 für 16 Blasinstrumente in F-Dur, AV 135, von Richard Strauss. Was für ein kleines Juwel - und es wird auch ganz traumhaft vorgetragen. Meine Empfehlung!
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