Wenn es um die Musik geht, ist Leipzig noch immer eine Stadt, über die man staunen kann. Angeblich singen Kinder ja heutzutage nicht mehr – doch in Leipzig gibt es neben dem berühmten Thomanerchor nach wie vor eine ganze Reihe weiterer hervorragender Ensembles, denen der Nachwuchs offenbar auch nicht ausgeht. Da wären beispielsweise der Gewandhaus-Kinderchor, der MDR Kinderchor oder die Schola Cantorum Leipzig, die jeweils neben den eigentlichen Konzertchören noch eine ganze Reihe von Nachwuchs- ensembles unterhalten. Sie können dafür immer wieder neu unter zahlreichen Bewerbern auswählen.
Zu den leistungsstärksten Kinderchören im deutschsprachigen Raum gehört auch der Kinderchor der Oper Leipzig – und dieser hat nun bei Genuin eine wunderbare CD veröffentlicht. Die Kinder unternehmen darauf unter Leitung von Sophie Bauer eine musikalische Reise mit Spielliedern aus aller Welt. Und sie unterhalten das Publikum, mitunter begleitet von vier erwachsenen Musikern, mit ausgesprochen witzigen Liedern, die großen wie kleinen Zuhörern Vergnügen bereiten. Die Chorsätze sind pfiffig statt bieder-kindertümelnd. Und gesungen wird klangschön, intonationssicher und mit Begeisterung. Eine CD, die sogar auf längeren Autofahrten nicht nur bei den kleinen Mitfahrern für gute Laune sorgt – garantiert!
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Donnerstag, 31. Mai 2018
Donnerstag, 21. Februar 2013
Brom und Filuh (Querstand)
Das Akkordeon Brom und die Flöte Filuh fallen in Schweden von einem Lkw. Anschließend verirren sie sich in der Wildnis. Von den Abenteuern, die sie dabei erleben, erzählt die Altenburger Kinder- buchautorin Elisabeth Dommer. Unterstützt wird sie vom Leipziger Gewandhaus-Kinderchor - und diese CD enthält die Lieder, die die Chorkinder dazu beitragen.
Die CD beginnt und endet mit schmissigen Klängen der beiden Protagonisten; Werner Osten, Akkordeon, und Karin Grossmann, Blockflöte, spielen sie schwungvoll und mit Humor. Es folgen mehr oder minder bekannte Kinderlieder in anspruchsvollen, klang- schönen Arrangements. Begleitet werden die jungen Sänger durch das Gewandhaus-Bläserquintett. Man darf vermuten, dass die Musik von Frank-Steffen Elster stammt (leider finden sich dazu keine Angaben). Er leitet den Kinderchor, und es ist bekannt, dass er auch kompo- niert.
Die Aufnahme stammt vom Jahreswechsel 2005/06. Damals klang der Chor sehr homogen, sauber und ausgewogen, aber leider auch ein bisschen gebremst und langweilig. Klagen muss man auch über die mangelhafte Textverständlichkeit. Doch die jungen Chorsänger, die damals an dieser Aufnahme mitgewirkt haben, dürften mittlerweile aus dem Schulalter bereits herausgewachsen sein.
Es bleibt unter dem Strich eine schöne, hörenswerte Kinder-CD, die sich wohltuend von dem handelsüblichen Umtata unterscheidet, das heute als Kindermusik verkauft wird - man hat mitunter den Ein- druck, es soll die lieben Kleinen gleich auf die volkstümliche Hit- parade hin konditionieren. Wer ein Kontrastprogramm sucht - hier ist es.
Die CD beginnt und endet mit schmissigen Klängen der beiden Protagonisten; Werner Osten, Akkordeon, und Karin Grossmann, Blockflöte, spielen sie schwungvoll und mit Humor. Es folgen mehr oder minder bekannte Kinderlieder in anspruchsvollen, klang- schönen Arrangements. Begleitet werden die jungen Sänger durch das Gewandhaus-Bläserquintett. Man darf vermuten, dass die Musik von Frank-Steffen Elster stammt (leider finden sich dazu keine Angaben). Er leitet den Kinderchor, und es ist bekannt, dass er auch kompo- niert.
Die Aufnahme stammt vom Jahreswechsel 2005/06. Damals klang der Chor sehr homogen, sauber und ausgewogen, aber leider auch ein bisschen gebremst und langweilig. Klagen muss man auch über die mangelhafte Textverständlichkeit. Doch die jungen Chorsänger, die damals an dieser Aufnahme mitgewirkt haben, dürften mittlerweile aus dem Schulalter bereits herausgewachsen sein.
Es bleibt unter dem Strich eine schöne, hörenswerte Kinder-CD, die sich wohltuend von dem handelsüblichen Umtata unterscheidet, das heute als Kindermusik verkauft wird - man hat mitunter den Ein- druck, es soll die lieben Kleinen gleich auf die volkstümliche Hit- parade hin konditionieren. Wer ein Kontrastprogramm sucht - hier ist es.
Sonntag, 27. Mai 2012
Kinderlieder Vol. 3 (Carus)
Die Allgegenwart von Radio, Fern- seher und Internet lässt Familien verstummen. Das Singen, noch für die Generation unserer Großeltern selbstverständlicher Begleiter in jeder Lebenslage, wurde durch die Berieselung aus der Konserve ersetzt. Man kann darüber klagen - aber ändern wird man das nicht.
Und weil immer mehr Eltern und auch Erzieher die Lieder gar nicht mehr kennen, die unsere Altvor- deren in Freud und Leid oder auch in geselliger Runde angestimmt haben, gerät das Singen als Kultur- technik zusehends in Vergessenheit.
Das ist eine schreckliche Vorstellung, und um diesen Prozess zu stoppen, haben Musikprofis um den Sänger Cornelius Hauptmann 2008 das Liederprojekt gestartet. Es soll das Singen mit Kindern fördern, indem für sie nicht nur eine Auswahl der schönsten Lieder auf CD erscheint, sondern parallel dazu auch ein höchst solide aus- gestattetes Beiheft - mit den kompletten Texten, für die Erwachsenen. Im Internet (www.liederprojekt.org) finden sich zusätzliche Infor- mationen, wie beispielsweise die Noten. Diese gibt es auch in Liederbuch-Editionen. Die Künstler engagieren sich sehr für dieses Benefizprojekt - und für jede verkaufte CD geht eine Spende an Pro- jekte, die das Singen mit Kindern fördern.
Gestartet ist das Liederprojekt 2009 mit Wiegenliedern. Ein Jahr später gab es dann eine Volkslieder-Edition, und nun beschließt diese dritte CD eine Serie, die die schönsten deutschen Kinderlieder vor- stellt. Das sind nicht unbedingt nur traditionelle Lieblingsstücke - auf dieser CD gibt es einiges, was unsere Großeltern noch nicht kannten, was aber Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sehr viel Spaß machen dürfte.
Die meisten Lieder werden in schmissigen, modernen Arrangements von Kinderchören gesungen. Da erscheinen die wenigen Lieder, bei denen "echte" Sänger zu hören sind, die mit trainierten Stimmen und Klavierbegleitung antreten, um ihre Lieblingslieder vorzustellen, beinahe wie Fremdkörper. Doch das Konzept scheint zu funktionie- ren: Unsere beiden Knöpfe jedenfalls singen, wenn die "Großen" nicht zuschauen, bald schon begeistert mit, und können sich bei einigen Liedern schier kringeln vor Vergnügen.
Und weil immer mehr Eltern und auch Erzieher die Lieder gar nicht mehr kennen, die unsere Altvor- deren in Freud und Leid oder auch in geselliger Runde angestimmt haben, gerät das Singen als Kultur- technik zusehends in Vergessenheit.
Das ist eine schreckliche Vorstellung, und um diesen Prozess zu stoppen, haben Musikprofis um den Sänger Cornelius Hauptmann 2008 das Liederprojekt gestartet. Es soll das Singen mit Kindern fördern, indem für sie nicht nur eine Auswahl der schönsten Lieder auf CD erscheint, sondern parallel dazu auch ein höchst solide aus- gestattetes Beiheft - mit den kompletten Texten, für die Erwachsenen. Im Internet (www.liederprojekt.org) finden sich zusätzliche Infor- mationen, wie beispielsweise die Noten. Diese gibt es auch in Liederbuch-Editionen. Die Künstler engagieren sich sehr für dieses Benefizprojekt - und für jede verkaufte CD geht eine Spende an Pro- jekte, die das Singen mit Kindern fördern.
Gestartet ist das Liederprojekt 2009 mit Wiegenliedern. Ein Jahr später gab es dann eine Volkslieder-Edition, und nun beschließt diese dritte CD eine Serie, die die schönsten deutschen Kinderlieder vor- stellt. Das sind nicht unbedingt nur traditionelle Lieblingsstücke - auf dieser CD gibt es einiges, was unsere Großeltern noch nicht kannten, was aber Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sehr viel Spaß machen dürfte.
Die meisten Lieder werden in schmissigen, modernen Arrangements von Kinderchören gesungen. Da erscheinen die wenigen Lieder, bei denen "echte" Sänger zu hören sind, die mit trainierten Stimmen und Klavierbegleitung antreten, um ihre Lieblingslieder vorzustellen, beinahe wie Fremdkörper. Doch das Konzept scheint zu funktionie- ren: Unsere beiden Knöpfe jedenfalls singen, wenn die "Großen" nicht zuschauen, bald schon begeistert mit, und können sich bei einigen Liedern schier kringeln vor Vergnügen.
Samstag, 12. November 2011
Kinderleicht (Carus)
Eine kluge Ergänzung zum Kinder- lieder-Projekt. Gerade die Klein- sten singen gerne. Sie sind noch nicht der Meinung, dass Singen "uncool" ist. Um den Großen zu zeigen, was Minis jenseits von Alle meine Entchen und Hänschen klein Spaß macht, hat der Carus Verlag diese CD produziert, die von einem Lieder-Bilderbuch begleitet wird. Darin finden Eltern und Erzieher auch Tips, was man mit den Lie- dern noch anfangen kann - von Tanz- und Spielideen bis zu Rezep- ten für Leckereien, die nicht nur den Kleinen schmecken dürften. Die CD enthält 20 Lieder zum Hören und Mitsingen. Sie werden vom Kinderchor SingsalaSing unter Leitung von Klaus K. Weigele schwung- voll vorgestellt. Und anschließend gibt's die hübschen Arrangements von Markus Munzer-Dorn noch einmal ohne Singstimmen - Einladung zum Mitsingen!
Freitag, 11. November 2011
Kinderlieder, Vol. 1 (Carus)
Schmissig kommen sie daher, die Kinderlieder; unsere beiden Minis haben diese CD sofort in ihr Herz geschlossen. Dabei stört es sie wenig, wenn ab und zu ein "richtig" vom Profi gesungenes Lied erklingt - nur zuviele davon sollten es bitte nicht sein. Den Kindern gefällt es, dass hier Kinderstimmen erklin- gen. Und die knackigen Arrange- ments lassen die kleinen Füßchen mitwippen. Das macht Lust darauf, die CD gleich noch einmal anzu- hören, und die Lieder mit- und nachzusingen.
Das wiederum ist das Anliegen des Liederprojektes, das nun nach den Wiegenliedern (2009) und den Volksliedern (2010) schon die dritte Sammlung mit deutschem Liedgut vorlegt. Die Benefiz-Initiative soll das Singen mit Kindern fördern. Um Erwachsenen dabei zu helfen, steht jeweils ein umfangreiches Medienangebot zur Verfügung. Es reicht von der CD über Notenhefte und Klavierband - alles übrigens schön illustriert - bis hin zum kostenlosen Online-Angebot unter www.liederprojekt.org. So findet jeder unkompliziert den Zugang zu Noten und Texten. Auch Rundfunksender und zahlreiche Tages- zeitungen unterstützen das Projekt.
Das Engagement, das die Musiker für das Singen mit Kindern zeigen, ist beeindruckend. Alle Aufnahmen entstehen extra für die jeweilige CD, und die kleinen und großen Künstler verzichten zugunsten des Projektes auf ihre Gage. Zusätzlich kommen pro verkaufter CD zwei Euro Spendengelder dem Liederprojekt zugute.
Das wiederum ist das Anliegen des Liederprojektes, das nun nach den Wiegenliedern (2009) und den Volksliedern (2010) schon die dritte Sammlung mit deutschem Liedgut vorlegt. Die Benefiz-Initiative soll das Singen mit Kindern fördern. Um Erwachsenen dabei zu helfen, steht jeweils ein umfangreiches Medienangebot zur Verfügung. Es reicht von der CD über Notenhefte und Klavierband - alles übrigens schön illustriert - bis hin zum kostenlosen Online-Angebot unter www.liederprojekt.org. So findet jeder unkompliziert den Zugang zu Noten und Texten. Auch Rundfunksender und zahlreiche Tages- zeitungen unterstützen das Projekt.
Das Engagement, das die Musiker für das Singen mit Kindern zeigen, ist beeindruckend. Alle Aufnahmen entstehen extra für die jeweilige CD, und die kleinen und großen Künstler verzichten zugunsten des Projektes auf ihre Gage. Zusätzlich kommen pro verkaufter CD zwei Euro Spendengelder dem Liederprojekt zugute.
Montag, 9. November 2009
Die schönsten Kinderlieder; Heike Makatsch & derhundmarie (Diogenes)
Volkstümliche Hitparade für das Kinderzimmer: Fröhliche Rums-Wums-Arrangements, und dazu ein Gesang, dass man schon vom Anhören Halsschmerzen bekommt. Die lieben Kleinen freilich sehen das etwas anders: "Grün ja grün sind alle meine Kleider", jodelt es wenig später begeistert aus den Betten.
Ich fürchte, dass ich diese CD noch oft werde ertragen müssen. Nun ja. Geschmack ist bekanntlich relativ. Und nach einer Woche "bitte nochmal" ist man zudem geneigt, selbst dann aus dem Zimmer zu flüchten, wenn Nigel Kennedy die Lerche aufsteigen lässt...
Ich fürchte, dass ich diese CD noch oft werde ertragen müssen. Nun ja. Geschmack ist bekanntlich relativ. Und nach einer Woche "bitte nochmal" ist man zudem geneigt, selbst dann aus dem Zimmer zu flüchten, wenn Nigel Kennedy die Lerche aufsteigen lässt...
Sonntag, 28. Juni 2009
Wenn Mutti früh zur Arbeit geht - Kinderlieder aus der DDR (Barbarossa)
Zu DDR-Zeiten wurde im Kindergarten viel gesungen. Außerdem gab es eine enorme Menge Kinderchöre - die Kinder auf dieser CD singen durchweg exzellent! - und ein riesiges Repertoire Kinderlieder. Manches davon, wie "Hör ich die Soldaten singen", lässt einen heute gruseln. Aber wenn bei "Der Volkspolizist" die Flöte laut loskichert, dann weiß jeder, der Ohren hat, wie ernst seinerzeit manch patriotischer Akzent genommen wurde, den die "Volksbildung" dem Liedgut aufgebürdet hat. Diese CD enthält aber nicht nur Schmunzelnummern wie "Zum Frauentag" oder "Im Selbstbedienungsladen", sondern auch Klassiker wie das Bummi-Lied, "Der Schaffner hebt den Stab" oder "Wir gehen heute wandern". Und deshalb lieben unsere Kinder sie. Also: Mehr davon! - und wenn es geht, etwas weniger Museum, und etwas mehr Spaß zum Mitsingen.
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