Posts mit dem Label Legenden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Legenden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 30. März 2017

Ani & Nia Sulkhanishvili Piano Duo (Oehms Classics)

Die Zwillingsschwestern Ani und Nia Sulkhanishvili haben sich schon in jungen Jahren dem Klavier ver- schrieben. Hört man sie heute als Klavierduo musizieren, dann mag man kaum glauben, dass sie nicht schon als Kinder gemeinsam gespielt haben. 
Doch erst in ihrem 13. Lebensjahr entdeckten die Mädchen durch einen Zufall die Petite suite von Claude Debussy – für Klavier zu vier Händen. Und dieses Erlebnis hat sie so begeistert, dass die beiden Georgierinnen ihre Professorin überzeugten, sie fortan nicht nur solistisch, sondern auch als Klavierduo zu unterrichten. 
Mittlerweile haben die jungen Damen etliche Wettbewerbe gewonnen. Beim 64. Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2015 in München haben die Schwestern den zweiten Platz belegt – und konnten mit ihrer außergewöhnlichen Darbietung zudem Oehms Classics für eine CD-Produktion gewinnen. 
Zu hören sind die Legenden für Klavier zu vier Händen op. 59 von Antonín Dvořák und die Rhapsodie espagnole von Maurice Ravel, ebenfalls in einer Fassung für Klavier zu vier Händen. Die beiden Werke entstammen nicht nur geographisch betrachtet höchst unterschiedlichen Gegenden. So trifft Böhmen auf Spanien, wie es allerdings ein Franzose sah. Auch klanglich sind sie höchst verschieden, und Dvořáks Musik erscheint vom Charakter her lang nicht so orchestral wie Ravels Werk. 
Ani und Nia Sulkhanishvili gestalten daher auch ihre Interpretation sehr differenziert. Vom feinsten Pianissimo bis zum knalligen Akzent und mit einer großen Palette an Klangfarben spüren sie den Absichten der beiden Komponisten nach. Von diesem Klavierduo wird in Zukunft ohne Zweifel noch so manches zu hören sein. 

Donnerstag, 3. November 2016

Dvorák: Slavonic Dances - Legends - Notturno - Miniatures - Prague Waltzes (Eloquence)

Orchesterwerke von Antonin Dvořák hat Ivan Fischer im Jahre 1999 mit dem Budapest Festival eingespielt. Auf einer Doppel-CD, nun bei Elo- quence wiederveröffentlicht, finden sich die Slawischen Tänze op. 46 und 72, die Legenden op 59, das Notturno in B-Dur op. 40, die Miniaturen op. 75A sowie die Prager Walzer. Die Aufnahme begeistert durch die Spiel- kultur der Musiker, die zwar an Temperament nicht sparen, aber zugleich auch immer sensibel und elegant agieren. Obendrein gefällt mir der transparente Klang; immer- hin war dies eine der ersten Mehrkanalaufnahmen im SACD-Format. In jeder Hinsicht lohnenswert!