Das Tafelmusik Baroque Orchestra, 1979 gegründet und seit 1981 ge- leitet von Jeanne Lamon, ist Kana- das gefeiertes Originalklang-En- semble. Das Orchester mit Sitz in Toronto musiziert auf historischen Instrumenten oder ihren Nach- bauten.
1993/94 hat Tafelmusik Bachs Brandenburgische Konzerte ein- gespielt. Dabei erweist sich, das das Ensemble bei Flöten, Strei- chern und Cembalo gut bis exzellent besetzt ist. Der Klang der Blechbläser und der Oboen aber ist, vorsichtig gesagt, gewöhnungs- bedürftig - mein Fall ist das nicht. Überhaupt lässt die Aufnahme streckenweise Spielfreude, Leidenschaft und Dynamik vermissen. Das ist alles ganz solide, aber auch nicht mehr. Es fehlt an Würze, an Akzenten und oftmals auch an Gestaltungsideen. Und so rettet auch das schön gemachte, sehr informative Booklet diese Doppel-CD nicht. Schade.
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Sonntag, 29. April 2012
Montag, 28. März 2011
Biber: Mystery Sonatas (Sono Luminus)
"I first discovered Biber's Mystery Sonatas when I was a graduate student at Indiana University, and hearing them inspired me to be- come a baroque violinist", erklärt Julia Wedmann. Die kanadische Geigerin hat bereits etliche CD vor- gelegt; jetzt gab ihr das Label Sono Luminus die Möglichkeit, Bibers bedeutendes Werk einzuspielen.
Die Rosenkranz-Sonaten, wie sie auch genannt werden, vollziehen in insgesamt 15 Sonaten die fünf freudenreichen, fünf schmerzhaf- ten und fünf glorreichen Geheimnisse der Gottesmutter Maria nach. Die abschließende Passacaglia hingegen schildert die Begleitung des gläubigen Menschen durch seinen Schutzengel.
Eines muss man Wedmann lassen: Ihre Version der Mysteriensonaten ist sehr gut fundiert, ja, geradezu basslastig. Das Continuo ist mit Felix Deak, Violoncello und Viola da gamba, Lucas Harris, Theorbe und Erzlaute, Charlotte Nediger, Orgel und Cembalo, sowie Julia Seager Scott, Harfe, überaus opulent ausgestattet. In der Art und Weise, wie diese Instrumente jeweils eingesetzt werden, vermag ich aber kein System zu erkennen.
Auch sonst wird nicht ersichtlich, dass der Inhalt des Geheimnisses sich in irgendeiner Art und Weise auf die Interpretation auswirkt. Sorry, aber für diese Pseudo-Barockmusik, die kein bisschen rheto- risch, dafür aber sehr breiig-gefühlig gespielt wird, kann ich mich nicht begeistern. Wer hören will, wie dieser Zyklus klingen kann, wenn er mit Verstand vorgetragen wird, dem sei beispielsweise die Aufnahme mit Reinhard Goebel und Musica Antiqua Köln empfohlen.
Die Rosenkranz-Sonaten, wie sie auch genannt werden, vollziehen in insgesamt 15 Sonaten die fünf freudenreichen, fünf schmerzhaf- ten und fünf glorreichen Geheimnisse der Gottesmutter Maria nach. Die abschließende Passacaglia hingegen schildert die Begleitung des gläubigen Menschen durch seinen Schutzengel.
Eines muss man Wedmann lassen: Ihre Version der Mysteriensonaten ist sehr gut fundiert, ja, geradezu basslastig. Das Continuo ist mit Felix Deak, Violoncello und Viola da gamba, Lucas Harris, Theorbe und Erzlaute, Charlotte Nediger, Orgel und Cembalo, sowie Julia Seager Scott, Harfe, überaus opulent ausgestattet. In der Art und Weise, wie diese Instrumente jeweils eingesetzt werden, vermag ich aber kein System zu erkennen.
Auch sonst wird nicht ersichtlich, dass der Inhalt des Geheimnisses sich in irgendeiner Art und Weise auf die Interpretation auswirkt. Sorry, aber für diese Pseudo-Barockmusik, die kein bisschen rheto- risch, dafür aber sehr breiig-gefühlig gespielt wird, kann ich mich nicht begeistern. Wer hören will, wie dieser Zyklus klingen kann, wenn er mit Verstand vorgetragen wird, dem sei beispielsweise die Aufnahme mit Reinhard Goebel und Musica Antiqua Köln empfohlen.
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