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Mittwoch, 11. November 2015

Handel Collection (Brilliant Classics)

Eine umfangreiche Box mit Werken von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) ist jüngst bei Brilliant Classics erschienen: Die Händel Edition fasst auf immerhin 65 CD wichtige Kompositionen des weitgereisten Hallensers zusammen. Dabei sind nahezu alle Bereiche seines Schaffens exemplarisch vertreten – bis auf die Opern, die hier ausgespart sind. Von den Oratorien sind neben Messiah und La Resurrezione in dieser Box Jephtha, Israel in Egypt, Judas Maccabaeus, Samson, Theodora, Saul, Solomon und Semele enthalten. Darüber hinaus bietet die Box eine Auswahl an Kantaten und Duetten, Oden, Te Deums und Anthems, zahlreiche Orchesterwerke und Konzerte, die vollständige Kammermusik und sämtliche Stücke für Tasteninstru- mente. 
Zu hören sind beispielsweise die Feuerwerks- und die Wassermusik, die Cembalo-Suiten, die Concerti grossi und die Orgelkonzerte, das Dettinger Te Deum, das Utrechter Te Deum, die Ode for St. Cecilia’s Day, Alexan- der’s Feast und die Krönungshymnen. Doch auch selten aufgeführte frühe deutsche Arien und italienische Kantaten sind in der Box zu finden. 
Die Liste der mitwirkenden Sänger und Instrumentalisten ist lang und illuster. Neben großen Namen, wie Arleen Auger, Alfred Deller oder Susanne Rydén und bekannten Ensembles wie Concerto Köln, Stuttgarter Kammerorchester, Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig, RIAS-Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin oder English Chamber Orchestra sind auch von der Kritik hochgelobte Newcomer wie Erik Bosgraaf, Roberto Loreggian, Massimo Gabba, das Ensemble Contrasto Armonico unter Marco Vitale und das Ensemble Harmonices Mundi unter Claudio Astronio zu hören. Ein Großteil der Aufnahmen der Edition entstand vollständig digital, die älteren Einspielungen wurden durch ein Remastering klanglich aufgewertet. Und selbst wer schon eine ganze Reihe von Aufnahmen der Händelschen Werke sein eigen nennt, der wird in dieser Schatztruhe noch Überraschendes finden. 

Mittwoch, 26. März 2014

Händel: Water Music, Concerto grosso op. 6,11 (MDG)

Als Georg Friedrich Händel den Auftrag erhielt, die Wassermusik zu komponieren, muss ihm dies wie ein Geschenk des Himmels erschienen sein. Denn soeben war er mit seiner Opern-Gesellschaft am Haymarket-Theater geschei- tert. Es war zugleich der erste Auftrag Georgs I. Der König freilich wusste, was er an dem Musiker hatte, denn Händel war bereits sein Kapellmeister gewesen, als er noch Kurfürst Georg Ludwig zu Hanno- ver war. 
Nachdem er 1714 den englichen Thron bestiegen hatte, lebte Georg I. eher bescheiden. Höfischer Glanz und Prunk waren seine Sache nicht. Als der King am 17. Juni 1717 das Schiff bestieg, um jene sagenhafte Bootspartie auf der Themse zu starten, die in die Musikgeschichte eingehen sollte, war dies möglicherweise seine Antwort auf die auf- wendige Hofhaltung seines Ältesten, des Prince of Wales. 
Händels Musik für diese prachtvolle Ausfahrt hat die Zeiten über- dauert. Sie gehört noch heute zu den absoluten Publikumsfavoriten, und wurde nun nebst dem Concerto grosso op. 6,11 HWV 329 durch die Hannoversche Hofkapelle bei Dabringhaus und Grimm einge- spielt. Dieses Ensemble begeistert sowohl durch Expertise in der historischen Aufführungspraxis als auch durch seine hinreißende Musizierlust. Mit dieser CD gibt es nun endlich sein Debüt im Bereich der Instrumentalmusik. 
Die Frage, in welcher Folge die einzelnen Tanzsätze aufzuführen seien, haben die Musiker pragmatisch entschieden – zugunsten der klang- lichen Abwechslung. Händel selbst schätzte Überraschungseffekte, und hat sie in seinen Werken gern eingesetzt. So hatte der Komponist seinerzeit eigens für die Wassermusik zwei Jagdhörner aus Deutsch- land importiert. Diese Instrumente, die gleich für zwei Leidenschaften des Adels standen, die Jagd und die musikalische Repräsentation, waren auf dem Kontinent bald sehr beliebt, in England aber damals noch unüblich. 

Montag, 10. August 2009

Händel: Wassermusik - Concerto Köln (Berlin Classics)

Am 17. Juli 1717 ließ sich George I. von England von Whitehall nach Chelsea rudern. Und wer in London damals auf sich hielt, der setzte alles daran, den König auf dieser Lustpartie zu begleiten. Diese freilich wäre längst vergessen, wenn nicht auch ein Schiff mit Musikern unterwegs gewesen wäre, die drei eigens zu diesem Anlass komponierte Suiten spielten. Sie gefielen dem König so gut, dass er sie zweimal wiederholen ließ, berichten die Zeitungen.
Nicht nur dem König sagten die knackigen Musikstücke zu - Händels "Wassermusik", benannt nach dem Anlass ihrer Erstaufführung, gehört sozusagen zu den Klassikern der U-Musik. Und das Concerto Köln, bekannt als Spezialist für historische Aufführungspraxis, bläst und fegt in der vorliegenden Interpretation erstaunlich viel Staub davon. So lustvoll musiziert, so beschwingt dahingleitend, so leicht, spritzig und elegant hat man das noch nicht gehört. Da sitzt jeder Ton, da stimmt jeder Bogenstrich, und auch die Hörner zeigen sich jeglicher Herausforderung bestens gewachsen. Und als Zugabe bringt die CD noch zwei Sinfonien in B-Dur, entstanden wohl in jungen Jahren. Sehr erfreulich!