Als Director Musices der Hansestadt Hamburg war Georg Philipp Telemann verpflichtet, pro Woche zwei Kantaten zu schreiben, dazu jährlich eine Passion und zusätzlich Festmusiken für besondere Anlässe. Fleiß und Kreativität wurden dem Komponisten dann allerdings zum Verhängnis – spätere Generationen schalten ihn einen Vielschreiber, und erklärten seine Werke für unbedeu- tend und nichtssagend.
Dies ist der Grund dafür, dass Telemanns Werk noch immer zu großen Teilen unerschlossen ist. In den letzten Jahren haben sich, glücklicherweise, etliche bedeutende Solisten und Ensembles dem Schaffen des Meisters zugewandt. So zeigt auch diese CD mit den großartigen Solisten Miriam Feuersinger, Franz Vitzthum und Klaus Mertens sowie dem stimmstarken Collegium vocale Siegen und der Hannoverschen Hofkapelle unter Kirchenmusikdirektor Ulrich Stötzel, dass dieses harte Urteil der Musikgeschichte keine Berechtigung hat. Zu hören sind die festlichen, groß besetzten Kantaten Der Herr lebet, Ehr und Dank sey Dir gesungen und Der Geist giebt Zeugnis – und sie sind wundervoll. Unbedingt anhören!
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Dienstag, 16. Juni 2015
Mittwoch, 2. Mai 2012
Telemann: Cantatas (Hänssler)
Festkantaten für Ostern, Himmel- fahrt und Pfingsten stellt diese Einspielung vor. Sie sind Bestand- teil eines Kantatenjahrganges, den Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) für das Kirchenjahr 1716/17 komponierte und 1720 ergänzte.
Die Hannoversche Hofkapelle, die diese Werke gemeinsam mit dem Collegium vocale Siegen unter Lei- tung von Ulrich Stötzel vorstellt, hat damit eine attraktive Aufgabe. Denn Telemann ließ sich für diese Kantaten vom italienischen Stil inspirieren - das bedeutet anspruchsvolle Instrumentalpartien mit konzertierenden Elementen, die mit den Chören und den Vokalso- listen wetteifern. Stefanie Wüst, Sopran, Angela Froemer, Alt, Georg Poplutz, Tenor und Jens Hamann, Bass, haben keine Schwierigkeiten mit der musikalischen Auslegung der Kantatentexte, die von Tele- manns bevorzugtem Textdichter Erdmann Neumeister stammen, und das jeweilige Bibelwort auf das gläubige Individuum beziehen. Und das hat, den Feiertagen entsprechend, reichlich Anlass zu Jubel und Jauchzen.
Die Hannoversche Hofkapelle, die diese Werke gemeinsam mit dem Collegium vocale Siegen unter Lei- tung von Ulrich Stötzel vorstellt, hat damit eine attraktive Aufgabe. Denn Telemann ließ sich für diese Kantaten vom italienischen Stil inspirieren - das bedeutet anspruchsvolle Instrumentalpartien mit konzertierenden Elementen, die mit den Chören und den Vokalso- listen wetteifern. Stefanie Wüst, Sopran, Angela Froemer, Alt, Georg Poplutz, Tenor und Jens Hamann, Bass, haben keine Schwierigkeiten mit der musikalischen Auslegung der Kantatentexte, die von Tele- manns bevorzugtem Textdichter Erdmann Neumeister stammen, und das jeweilige Bibelwort auf das gläubige Individuum beziehen. Und das hat, den Feiertagen entsprechend, reichlich Anlass zu Jubel und Jauchzen.
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