Georg Philipp Telemann war nicht nur als Komponist sehr kreativ. Auch als Geschäftsmann war er recht erfolgreich. So bot er regelmäßig seine Werke jedem Interessenten zur Subskription an: Musikverlag im Abonnement. Wie man aus den Subskriptionslisten erfahren kann, nutzten dieses Angebot musikalisch gebildete Laien ebenso gerne wie Telemanns Kollegen. Mit vielen von ihnen stand der Musiker ohnehin in regem Austausch.
Mit ihrer neuen CD bei Tyxart gibt Tabea Debus Einblick in das Netzwerk, das Telemann seinerzeit pflegte. Für diese Einspielung kombinierte sie daher Werke Telemanns und seiner Zeitgenossen. Die junge Blockflötistin greift dabei nicht nur auf originale Werke des Komponisten für das Instrument zurück, sondern stellt auch eigene Arrangements nach Werken von Bach, Händel, Blavet und Telemann vor. Engagiert begleiten sie bei diesem Spaziergang durch die Musikgeschichte Claudia Norz und Henry Tong, Violine, Jordan Bowron, Viola, Jonathan Rees, Violoncello und Viola da gamba sowie Tom Forster, Cembalo. Sehr gelungen!
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Dienstag, 22. Oktober 2019
Dienstag, 9. Januar 2018
Cantata per Flauto (Tyxart)
„Singen ist das
Fundament zur Music in allen Dingen. Wer die Composition ergreifft /
muß in seinen Sätzen singen. Wer auf Instrumenten spielt / muß des
Singens kündig seyn. Also präge man das Singen jungen Leuten
fleißig ein“, reimte einst Georg Philipp Telemann. Über
Jahrhunderte betonten Musiker wie Musiktheoretiker, dass auch für
Instrumentalisten die Imitation der menschlichen Stimme das Ideal
darstellt.
Auf dieser CD singt nun Tabea Debus mit ihren Blockflöten. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen. So beginnt die CD mit einer Cantata per Flauto von Johann Adolph Hasse (1699 bis 1783). Dieser beherrscht es in der Tat großartig, seine Stücke sanglich zu gestalten – kein Wunder, denn er war mit Faustina Bordoni verheiratet, einer berühmten Opernsängerin, für die Hasse auch komponierte.
Zwei Stücke von Adam Jarzębski erweisen sich als Diminuitionen, kunst- volle Auszierungen von Gesangsstücken. Außerdem bietet das Programm Variationen über ein Lied des englischen Lautenisten John Dowland von Jacob van Eyck, Konzerte von Domenico Natale Sarro und Georg Philipp Telemann, An Evening Hymn von Henry Purcell sowie zwei zeitgenössische Kompositionen von Calliope Tsoupaki und Thorsten Töpp. Diese lassen dann auch die Musiker singen.
Die junge Blockflötistin Tabea Debus musizierte bei diesem Aufnahme- projekt gemeinsam mit Hongxia Cui, Katrin Ebert, Kerstin Fahr, Barock- violine, Johanna Brückner, Barockviola, Lea Rahel Bader, Barockcello und Viola da gamba, Niklas Sprenger, Kontrabass, Kohei Ota, Theorbe und Barockgitarre sowie Johannes Lang, Cembalo und Orgel. Schon an dieser umfangreichen Liste ist zu ersehen, dass dieses Ensemble weit mehr leistet, als nur einen Continuo-Part. Sie machen diese CD ausgesprochen abwechslungs- und farbenreich; allerdings wünscht man sich gelegentlich etwas mehr Sensibilität von begleitenden Streichern, damit die Flöte gebührend zur Geltung kommt.
Auf dieser CD singt nun Tabea Debus mit ihren Blockflöten. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen. So beginnt die CD mit einer Cantata per Flauto von Johann Adolph Hasse (1699 bis 1783). Dieser beherrscht es in der Tat großartig, seine Stücke sanglich zu gestalten – kein Wunder, denn er war mit Faustina Bordoni verheiratet, einer berühmten Opernsängerin, für die Hasse auch komponierte.
Zwei Stücke von Adam Jarzębski erweisen sich als Diminuitionen, kunst- volle Auszierungen von Gesangsstücken. Außerdem bietet das Programm Variationen über ein Lied des englischen Lautenisten John Dowland von Jacob van Eyck, Konzerte von Domenico Natale Sarro und Georg Philipp Telemann, An Evening Hymn von Henry Purcell sowie zwei zeitgenössische Kompositionen von Calliope Tsoupaki und Thorsten Töpp. Diese lassen dann auch die Musiker singen.
Die junge Blockflötistin Tabea Debus musizierte bei diesem Aufnahme- projekt gemeinsam mit Hongxia Cui, Katrin Ebert, Kerstin Fahr, Barock- violine, Johanna Brückner, Barockviola, Lea Rahel Bader, Barockcello und Viola da gamba, Niklas Sprenger, Kontrabass, Kohei Ota, Theorbe und Barockgitarre sowie Johannes Lang, Cembalo und Orgel. Schon an dieser umfangreichen Liste ist zu ersehen, dass dieses Ensemble weit mehr leistet, als nur einen Continuo-Part. Sie machen diese CD ausgesprochen abwechslungs- und farbenreich; allerdings wünscht man sich gelegentlich etwas mehr Sensibilität von begleitenden Streichern, damit die Flöte gebührend zur Geltung kommt.
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