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Montag, 18. April 2016
Rossini - Haydn: Cello Duets (MDG)
Vor einem knappen Vierteljahr- hundert haben David Geringas und Emil Klein Celloduette von Gioacchino Rossini und Joseph Haydn eingespielt. Die beiden Ausnahmecellisten – Geringas ist ein Rostropowitsch-Schüler, Klein wiederum war Geringas' Schüler – zelebrieren sowohl die virtuosen Eskapaden Rossinis als auch die eleganten Duette Haydns mit Sinn für Theatralik, mit Finesse und mit enormer Spielfreude. Besten Dank an das Label Dabringhaus und Grimm, das diese erstklassige Aufnahme nunmehr wieder zugänglich gemacht hat. Grandios!
Dienstag, 16. April 2013
Division-Musick (Ramée)
Im Barock war es üblich, Musik aufwendig und virtuos mit Ver- zierungen auszustatten. Diese Ornamente wurden durch die Musiker improvisiert; wie sie ausgeführt wurden, das kann, je nach Vermögen der Musizierenden und abhängig von Ort und Zeit, höchst unterschiedlich klingen.
Diese CD stellt eine spezielle Variante solcher Auszierungen vor, die im 17. Jahrhundert in England, vor allem in der Gambenmusik, gebräuchlich und sehr beliebt war.
Den Namen Divison-Musick gab ihr Christopher Simpson (um 1605 bis 1669), der 1659 sogar ein Lehrbuch veröffentlichte, um Schülern den Zugang zu dieser speziellen Kunst zu erleichtern - The Division-Viol, or the Art of Playing upon a Ground. Darin erläutert Simpson, wie man über einer Bassmelodie, dem sogenannten Ground, zunächst einfache und langsame Melodien improvisiert, und daraus dann durch Diminution äußerst virtuose, schnelle und komplexe Klang- gebilde entwickelt.
Und weil nicht jeder Musiker in dieser Kunst gleichermaßen versiert war, haben einige Spezialisten solche kunstvollen Divisions auch bis ins Detail notiert. Wer heute diese Kunst kennenlernen will, der findet dort eine außerordentlich wertvolle Quelle. Jane Achtmann und Irene Klein, Gambenduo Musicke & Mirth, stellen auf dieser CD einige solcher Werke mustergültig vor. Dabei werden sie durch Amandine Beyer, Violine, und Johannes Strobl, Virginal und Orgel, unterstützt. Und man muss sich nicht unbedingt für die Details der historischen Verzierungspraxis interessieren, um dem Zauber dieser wunder- vollen Musik zu verfallen.
Diese CD stellt eine spezielle Variante solcher Auszierungen vor, die im 17. Jahrhundert in England, vor allem in der Gambenmusik, gebräuchlich und sehr beliebt war.
Den Namen Divison-Musick gab ihr Christopher Simpson (um 1605 bis 1669), der 1659 sogar ein Lehrbuch veröffentlichte, um Schülern den Zugang zu dieser speziellen Kunst zu erleichtern - The Division-Viol, or the Art of Playing upon a Ground. Darin erläutert Simpson, wie man über einer Bassmelodie, dem sogenannten Ground, zunächst einfache und langsame Melodien improvisiert, und daraus dann durch Diminution äußerst virtuose, schnelle und komplexe Klang- gebilde entwickelt.
Und weil nicht jeder Musiker in dieser Kunst gleichermaßen versiert war, haben einige Spezialisten solche kunstvollen Divisions auch bis ins Detail notiert. Wer heute diese Kunst kennenlernen will, der findet dort eine außerordentlich wertvolle Quelle. Jane Achtmann und Irene Klein, Gambenduo Musicke & Mirth, stellen auf dieser CD einige solcher Werke mustergültig vor. Dabei werden sie durch Amandine Beyer, Violine, und Johannes Strobl, Virginal und Orgel, unterstützt. Und man muss sich nicht unbedingt für die Details der historischen Verzierungspraxis interessieren, um dem Zauber dieser wunder- vollen Musik zu verfallen.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Schütz: Zwölf geistliche Gesänge (Carus)
Der Dresdner Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann setzt mit der nunmehr vierten CD seine Schütz-Gesamteinspielung fort. Das Ensemble hat sich diesmal den Zwölf geistlichen Gesängen zuge- wandt, einem Zyklus, den Heinrich Schütz (1585 bis 1672) dem Zeug- nis seines Schülers Christoph Kittel zufolge "in seinen Neben Stunden aufgesetzet" hat. Kittel hat diese Werke 1657 zusammengetragen und herausgegeben, "um damit die ihm untergebenen Kapellknaben zu exercieren", wie er im Vorwort schreibt.
Die vierstimmigen Motetten sind überwiegend für den Gebrauch im Gottesdienst bestimmt; die letzten drei Gesänge hingegen für die Hauskirche, für die häusliche Andacht. Schütz würde sich sicherlich darüber freuen, dass Aller Augen warten auf dich, Herre und Danket dem Herren, auch bezeichnet mit Das Benedicite vor dem Essen und das Deo gratias nach dem Essen, noch heute im Alumnat des Dresd- ner Kreuzchores als Tischgesänge erklingen.
Der Dresdner Kammerchor singt diese eher pädagogisch angelegten Werke mit anmutiger Schlichtheit. Den Continuo-Part übernahmen Irene Klein, Viola da Gamba, und Sebastian Knebel, Orgel. Man höre nur das innige Aller Augen, das von dem Ensemble geradezu be- rückend schön vorgetragen wird. Rademann und seinen brillanten Chorsängern ist hier ohne Zweifel erneut eine Referenzaufnahme gelungen; auf die Fortsetzung dieser Edition darf man sehr gespannt bleiben. Bravi!
Die vierstimmigen Motetten sind überwiegend für den Gebrauch im Gottesdienst bestimmt; die letzten drei Gesänge hingegen für die Hauskirche, für die häusliche Andacht. Schütz würde sich sicherlich darüber freuen, dass Aller Augen warten auf dich, Herre und Danket dem Herren, auch bezeichnet mit Das Benedicite vor dem Essen und das Deo gratias nach dem Essen, noch heute im Alumnat des Dresd- ner Kreuzchores als Tischgesänge erklingen.
Der Dresdner Kammerchor singt diese eher pädagogisch angelegten Werke mit anmutiger Schlichtheit. Den Continuo-Part übernahmen Irene Klein, Viola da Gamba, und Sebastian Knebel, Orgel. Man höre nur das innige Aller Augen, das von dem Ensemble geradezu be- rückend schön vorgetragen wird. Rademann und seinen brillanten Chorsängern ist hier ohne Zweifel erneut eine Referenzaufnahme gelungen; auf die Fortsetzung dieser Edition darf man sehr gespannt bleiben. Bravi!
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