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Samstag, 2. Januar 2021

Clarinet Concertos - Nielsen & Lindberg (Berlin Classics)


 Musik aus Skandinavien widmet sich Sebastian Manz auf diesem Album. Zu hören sind Klarinettenkonzerte des dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865 bis 1931) und des finnischen Komponisten Magnus Lindberg (*1958). Komplettiert wird das Programm durch eine Rarität, Nielsens farbenreiche Serenata in vano

Gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern stellt Manz diese komplexen, anspruchsvollen Werke vor, die auf nordische Landschaften verweisen. Nielsens Klarinettenkonzert spielte der Solist bereits 2008 erfolgreich im Finale des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Dirigent dieser Aufnahme ist Dominik Beykirch. 

Das Konzert von Lindberg, das an den Solisten extreme Anforderungen stellt, dirigierte der Komponist selbst. Manz leistet hier, ebenso wie die Deutsche Radio Philharmonie, Außerordentliches. 


Mittwoch, 19. Februar 2014

Trombone Unit Hannover - Full Power (Genuin)

Welche Klänge kann man einer Posaune entlocken? Antwort auf diese Frage gibt die Trombone Unit Hannover mit dieser CD. Das Ensemble besteht aus acht jungen Posaunisten. Sie haben fast alle an der Musikhochschule Hannover bei Jonas Bylund studiert, und musizieren heute in bedeutenden Orchestern. 
Im Jahre 2008 haben sich Frede- ric Belli, Mateusz Dwulecki, Lars Karlin, Angelos Kritikos, Tomer Maschkowski, Tobias Schiessler, Mateusz Sczendzina und Michael Zühl zusammengefunden, um am Deutschen Musikwettbewerb teilzunehmen – den sie dann 2011 im zweiten Anlauf tatsächlich gewonnen haben. „Die Zusammenstellung der Werke auf dieser CD ist ziemlich spannend. Sie zeigt die vielen Facetten und Stilrichtungen der neuen, heutigen Musik“, erklärt Dwulecki im Beiheft. Der Sound, der dabei entsteht, ist ebenso viel- fältig, mitunter auch verblüffend. 

Samstag, 25. August 2012

Italian Virtuosi of the Chitarrone - Jakob Lindberg (BIS)

Der Chitarrone gehört zur Familie der Lauten – auch wenn er mit seinem „Giraffenhals“ etwas exo- tisch wirkt. Entstanden ist dieses Instrument aus der Bestrebung, die menschliche Stimme optimal zu begleiten. Denn zum Ende des 16. Jahrhunderts galt dem Text besondere Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch die Auseinander- setzung mit den Dramen der Antike. Die Melodie diente dazu, den Text mit den Mitteln der Musik auszudeuten. Diese Bestrebung sollte nun auch die Instrumentalbegleitung unterstützen – und der Chitarrone war das ideale Instrument dafür.
„Von der Verwendung beim Gesang abgesehen, spielte niemand Chitarrone“, berichtete der Lautenist Alessandro Piccinini in seiner Intavolatura di liuto et di chitarrone, libro primo, gedruckt 1623 in Bologna. „Doch nachdem ich den Hals für die tiefen Saiten ange- bracht hatte, entwickelten viele Virtuosen eine Vorliebe für die Klangfülle und komfortable Besaitung und begannen, den Chitarrone als Solo-Instrument zu verwenden (...); nach einigem Üben wurden einige von ihnen exzellente Spieler, und so begann der Ruhm des Chitarrone.“
Auf dieser CD stellt der schwedische Lautenist Jakob Lindberg, Pro- fessor für Laute am Royal College of Music in London, neben Werken von Piccinini auch einige Stücke von Giovanni Girolamo Kapsberger (um 1580 bis 1651) und Bellerofonte Castaldi (1581 bis 1649) vor. Die Werke, die Lindberg ausgewählt hat, zeigen, welche verblüffenden Effekte auf dem Chitarrone möglich waren – hinreichende Finger- fertigkeit vorausgesetzt. So erweist sich die Aufnahme als spannendes Porträt eines so gut wie ausgestorbenen Instrumentes, vorgestellt von einem herausragenden Instrumentalisten.

Samstag, 15. Januar 2011

Orpheus in England - Dowland & Purcell (BIS)

Eigentlich wollte Dame Emma Carolyn Kirkby, Jahrgang 1949, nicht Sängerin werden. Sie studier- te in Oxford Altphilologie, und arbeitete nach dem Examen als Lehrerin. Gesungen hatte sie zum Vergnügen, und zwar bevorzugt jenes Repertoire, das man heute gern als "Alte" Musik bezeichnet - Werke aus der Zeit der Renaissance und des Barock. 
So sang sie bald auch in Ensembles wie dem Taverner Choir oder dem Consort of Musicke. 1974 gab sie ihr Debüt als Solistin. Damit gehört sie zu den Pionieren der histori- schen Aufführungspraxis - und mit der vorliegenden CD beweist sie, dass sie die Entscheidung gegen das Lehramt und für die Musik bis heute nicht bereut. Ihre Stimme klingt noch immer frisch und unver- braucht, und Kirkby hat hörbar Vergnügen an den Werken von John Dowland und Henry Purcell - der beiden großen englischen Musiker, die von ihren Zeitgenossen als Orpheus Britannicus gepriesen wur- den. Sie musiziert gemeinsam mit Jakob Lindberg, der nicht nur in den zahlreichen Solostücken durch sein rasantes Lautenspiel be- geistert. Die beiden entdecken auch an den Klagegesängen durchaus theatralische Momente, und kosten sie mit Hingabe aus. So munter waren die doch eher melancholischen Werke lang nicht zu hören.