Auf dieser CD spürt das Ensemble Profeti della Quinta unterschiedli- chen Entwicklungen des italienischen Madrigals nach. Dazu haben sie ein Programm zusammengestellt, das neben Werken von Cipriano de Rore (1515/16 bis 1565) Kompositionen von Luzzasco Luzzaschi (1545 bis 1604), Carlo Gesualdo (1566 bis 1613), Scipione Lacorcia (um 1590 bis 1620), Giovanni Girolamo Kapsber- ger (um 1580 bis 1651) und Claudio Monteverdi (1567 bis 1643) enthält.
Ori Harmelin, Renaissancelaute und Erzlaute, sorgt mit zwei Instrumentalstücken für eine Atempause im ansonsten recht turbulenten musikalischen Geschehen. Denn die Madrigale jener Zeit erweisen sich als anspruchsvolle Kompositionen, die die Spielräume des theoretisch Zulässigen mitunter ziemlich verwegen ausloten.
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Dienstag, 14. Mai 2019
Freitag, 29. Juli 2016
L'arpa Barberini (Accent)
Diese CD ist einem ganz besonderen Instrument gewidmet: Die „Arpa Barberini“, angefertigt um 1620, ist bis heute nahezu unverändert erhalten geblieben. Nicht nur die aufwendige Verzierung macht diese Harfe außergewöhnlich. So wird die Säule, vergoldet und üppig mit Putten geschmückt, vom Wappen der Barberini gekrönt. Die Saiten der Harfe sind zudem in drei Reihen angeordnet, was das chromatische Spiel in allen Tonarten ermöglicht.
Das kostbare Instrument ist erhalten; es befindet sich heute im Museo Nazionale degli Strumenti Musicali in Rom. Margret Köll musiziert auf einer 2007 angefertigten Kopie, wenn sie auf dieser CD gemeinsam mit der Sopranistin Roberta Invernizzi Musik von Komponisten vorstellt, die mit dem Hof der Barberini in Verbindung zu bringen sind. Die Auswahl ist groß, denn die Barberini waren reich und mächtig; die Familie stellte etliche Kardinäle und sogar einen Papst, Urban VIII. Er verstand sich als Förderer der Künste und der Wisssenschaft, bewahrte seinen Jugendfreund Galileo Galilei vor dem Scheiterhaufen und weihte 1626 den Petersdom ein.
Das kostbare Instrument ist erhalten; es befindet sich heute im Museo Nazionale degli Strumenti Musicali in Rom. Margret Köll musiziert auf einer 2007 angefertigten Kopie, wenn sie auf dieser CD gemeinsam mit der Sopranistin Roberta Invernizzi Musik von Komponisten vorstellt, die mit dem Hof der Barberini in Verbindung zu bringen sind. Die Auswahl ist groß, denn die Barberini waren reich und mächtig; die Familie stellte etliche Kardinäle und sogar einen Papst, Urban VIII. Er verstand sich als Förderer der Künste und der Wisssenschaft, bewahrte seinen Jugendfreund Galileo Galilei vor dem Scheiterhaufen und weihte 1626 den Petersdom ein.
Samstag, 25. August 2012
Italian Virtuosi of the Chitarrone - Jakob Lindberg (BIS)
Der Chitarrone gehört zur Familie der Lauten – auch wenn er mit seinem „Giraffenhals“ etwas exo- tisch wirkt. Entstanden ist dieses Instrument aus der Bestrebung, die menschliche Stimme optimal zu begleiten. Denn zum Ende des 16. Jahrhunderts galt dem Text besondere Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch die Auseinander- setzung mit den Dramen der Antike. Die Melodie diente dazu, den Text mit den Mitteln der Musik auszudeuten. Diese Bestrebung sollte nun auch die Instrumentalbegleitung unterstützen – und der Chitarrone war das ideale Instrument dafür.
„Von der Verwendung beim Gesang abgesehen, spielte niemand Chitarrone“, berichtete der Lautenist Alessandro Piccinini in seiner Intavolatura di liuto et di chitarrone, libro primo, gedruckt 1623 in Bologna. „Doch nachdem ich den Hals für die tiefen Saiten ange- bracht hatte, entwickelten viele Virtuosen eine Vorliebe für die Klangfülle und komfortable Besaitung und begannen, den Chitarrone als Solo-Instrument zu verwenden (...); nach einigem Üben wurden einige von ihnen exzellente Spieler, und so begann der Ruhm des Chitarrone.“
Auf dieser CD stellt der schwedische Lautenist Jakob Lindberg, Pro- fessor für Laute am Royal College of Music in London, neben Werken von Piccinini auch einige Stücke von Giovanni Girolamo Kapsberger (um 1580 bis 1651) und Bellerofonte Castaldi (1581 bis 1649) vor. Die Werke, die Lindberg ausgewählt hat, zeigen, welche verblüffenden Effekte auf dem Chitarrone möglich waren – hinreichende Finger- fertigkeit vorausgesetzt. So erweist sich die Aufnahme als spannendes Porträt eines so gut wie ausgestorbenen Instrumentes, vorgestellt von einem herausragenden Instrumentalisten.
„Von der Verwendung beim Gesang abgesehen, spielte niemand Chitarrone“, berichtete der Lautenist Alessandro Piccinini in seiner Intavolatura di liuto et di chitarrone, libro primo, gedruckt 1623 in Bologna. „Doch nachdem ich den Hals für die tiefen Saiten ange- bracht hatte, entwickelten viele Virtuosen eine Vorliebe für die Klangfülle und komfortable Besaitung und begannen, den Chitarrone als Solo-Instrument zu verwenden (...); nach einigem Üben wurden einige von ihnen exzellente Spieler, und so begann der Ruhm des Chitarrone.“
Auf dieser CD stellt der schwedische Lautenist Jakob Lindberg, Pro- fessor für Laute am Royal College of Music in London, neben Werken von Piccinini auch einige Stücke von Giovanni Girolamo Kapsberger (um 1580 bis 1651) und Bellerofonte Castaldi (1581 bis 1649) vor. Die Werke, die Lindberg ausgewählt hat, zeigen, welche verblüffenden Effekte auf dem Chitarrone möglich waren – hinreichende Finger- fertigkeit vorausgesetzt. So erweist sich die Aufnahme als spannendes Porträt eines so gut wie ausgestorbenen Instrumentes, vorgestellt von einem herausragenden Instrumentalisten.
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