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Donnerstag, 9. September 2021

Segreti Accenti (Quartz)


 Seit vielen Jahren beschäftigt sich das Duo Cantar alla Viola mit einer Aufführungspraxis, die zur Zeit der Renaissance üblich war: Eine Singstimme, kombiniert mit einem Streichinstrument, dessen Klang sich perfekt mit dem der menschlichen Stimme mischt. 

Fernando Marín spielt verschiedene historische Fideln: Zu hören sind eine Viella nach einem aragonesischen Vorbild aus dem Jahre 1361, eine Vihuela de arco nach einem mitteleuropäischen Modell aus dem Jahre 1541, der Nachbau einer spanischen Vihuela de arco um 1550 sowie eine Viola da gamba nach einem englischen Vorbild vom Ende des 16. Jahrhunderts. Sämtliche Streichinstrumente hat Javier Martinéz angefertigt; die Saiten stammen von Joan Xandrich. 

Die Musiker erwecken damit eine Musizierweise wieder zum Leben, die heute eigentlich nur noch auf Bildern aufzufinden ist. Doch die Lieder und Instrumentalstücke von Renaissance-Komponisten wie Luca Marenzio, Luzzascho Luzzaschi, oder Magister Piero sind alle Mühen wert. Und man lauscht mit Vergnügen dem charaktervollen Sopran von Nadine Balbeisi, im Dialog mit den historischen Streichinstrumenten. Wunderschön! 


Freitag, 8. Juni 2012

Bach: Flute Sonatas (Quartz)

Aufnahmen von Bachs Flötensona- ten gibt es in großer Zahl. Diese hier ist klangschön, aber ansonsten unspektakulär. Elizabeth Walker spielt eine Holzflöte - aber dieses Instrument von Harry Seeley für die Flute Makers Guild aus den 60er Jahren ist ansonsten mit einer modernen Mechanik und einer Mundlochplatte nebst Kamin aus Metall ausgestattet. Insofern ist dies eine moderne Querflöte, deren Klang ein bisschen weicher ausfällt, als man das von einer "normalen" Böhmflöte gewohnt ist. 
Michael Overbury am Cembalo und Christopher Poffley am Violon- cello übernehmen den Basso continuo. Sie sind beide ausgewiesene Experten für "Alte" Musik, und Poffleys Amati-Cello klingt auch wirklich sehr schön. Ob das ausreicht, sich diese CD zuzulegen, das mag jeder nach Geschmack und Sympathie entscheiden.