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Sonntag, 25. Februar 2018

Mozart: Piano Concertos; Uchida (Decca)

Mit dieser CD komplettiert Mitsuko Uchida ihre Einspielung der Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791). Es handelt sich dabei um einen Konzert-Live-Mitschnitt, der im Februar 2016 aufgezeichnet worden ist. Die Pianistin hat sich dafür entschieden, das G-Dur-Konzert KV 453 mit dem C-Dur-Konzert KV 503 zu kombinieren. Und sie leitet das Cleveland Orchestra vom Klavier aus selbst. Das funktioniert bestens; die Solistin und die Orchestermusiker harmonieren wunderbar. Mitsuko Uchida spielt einen modernen Steinway, und sie verzichtet auf historisch korrektes Musizieren. Ihr Mozart ist nicht Museum, sondern Moderne – und er klingt außerordentlich elegant und feinsinnig. Das wird nicht jedem gefallen, aber es hat eine ganz eigene Qualität, ohne Zweifel. 

Freitag, 4. März 2011

Mozart: Piano Concertos No. 20 & 27; Uchida (Decca)

Mitsuko Uchida spielt gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra eines der beiden Moll-Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, Nr. 20 in d-Moll, KV 466, kombi- niert mit seinem letzten Klavier- konzert Nr. 27 in B-Dur, KV 595. Ein Programm der Gegensätze - denn während das erste der beiden Werke hochdramatisch daher- kommt, erscheint das zweite mit seiner sorgsam gearbeiteten, sehr delikaten Orchestrierung eher melancholisch, freilich mit einer Prise Hoffnung. Man kann darüber spekulieren, ob es ein Zufall ist, dass das Hauptthema des letzten Satzes sehr ähnlich klingt wie die Melodie des Liedes Sehnsucht nach dem Frühling
Uchida setzt auch hier wieder auf die große Linie, sowohl in ihrem eigenen Spiel als auch im Zusammenwirken mit dem Orchester, das sie vom Flügel aus leitet . Wer Mozart sanglich mag, der wird von dieser Aufnahme begeistert sein. 

Freitag, 14. Januar 2011

Schumann: Fantasie, Davidsbündlertänze; Uchida (Decca)

Eine wahre Flut von Aufnahmen brachte das vergangene Jahr, in dem des 200. Geburtstages von Robert Schumann (1810 bis 1856) gedacht wurde. Diese hier gehört zu den wenigen, die man nicht sofort wieder vergessen wird: Mitsuko Uchida spielt die Davids- bündlertänze op. 6 und die Fantasie in C-Dur op.17, die Schumann 1836 komponierte, um einen Beitrag zur Finanzierung eines Beethovendenkmals in Bonn zu leisten, und dann bis zum Er- scheinen 1839 mehrfach überarbeitete. Auch die Davidsbündler- tänze hat er mehrmals revidiert. Das macht die Annäherung an diese Werke nicht einfacher. 
Uchida jedenfalls hat die Quellen sorgsam studiert. Sie spielt Schumann erstaunlich energisch und streng. Doch gerade durch den Verzicht auf jegliches Brimborium gelingt es ihr, die Tiefe - und auch die Abgründe - dieser Werke aufzuzeigen. So hat man das noch nicht gehört. 

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Mozart: Piano Concertos No. 23, K488 & No. 24, K491; Mitsuko Uchida (Decca)


Mitsuko Uchida hat gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra zwei berühmte und bekannte Klavierkonzerte Mozarts eingespielt. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Pianistin führt ihre Mitmusiker vom Steinway aus.
Uchida atmet "ihren" Mozart. Sie lässt den Flügel wie auch die Orchesterinstrumente singen. Betont wird die musikalische Phrase, das Sangliche; mitunter wird recht "gefühlig" musiziert. Auch hätte man sich etwas mehr dynamische Differenzierung gewünscht.
Mozart kommt hier recht romantisch daher. Das sei nicht verschwiegen. Doch all das verzeiht man Uchida gern, denn in erster Linie bewirkt ihre Interpretation, dass das Werk durchhörbar wird bis ins kleinste Detail. Die Mittelstimmen erklingen ausgesprochen klar und deutlich; und auch die Bläser erfreuen mit manch delikater Linie. Viele schöne Melodien, die üblicherweise gerne im allgemeinen Orchesterklang untergehen. Je öfter man diese CD anhört, desto mehr derartige "Kleinigkeiten" entdeckt man - und man ist erfreut. Wer schon Weihnachtsgeschenke sucht - hier ist eines, das empfohlen werden kann.