Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) überrascht immer wieder – schier unerschöpflich erscheint das Reservoir der Melodien, die der Komponist erschaffen hat. Und wenn man meint, man müsste doch so langsam seine Werke kennen, dann wird sich irgendwo erneut ein klingendes Wunderland auftun. „Während meine langjährigen Beschäftigung mit Telemanns Violinwerken bin ich immer wieder zu den Frankfurter Sona- ten zurückgekehrt“, berichtet Stephan Schardt. „Es wunderte mich, daß die Geiger diese geistrei- chen Sonaten weitgehend unbeachtet gelassen haben. Dabei sind sie Telemanns erstes gedrucktes Werk und die einzige Sammlung, die sie sich nicht mit den Flötisten teilen.“ Schardt hat die Frankfurter Sona- ten gemeinsam mit Elisabeth Wand, Violoncello, und Sonja Kemnit- zer, Cembalo, vielfach komplett in Konzerten vorgestellt. „Dabei hat sich die Qualität und Vielseitigkeit der Stücke erneut bestätigt, so daß wir uns zu dieser Ersteinspielung entschlossen haben.“
Das lohnt sich, ohne Zweifel. Wenn Bach der Anfang und das Ende aller Musik ist, dann steht Telemann für die breite Mitte. Seine Musik ist elegant und melodiös, sie bereitet dem Hörer ebenso Vergnügen wie den Musizierenden - besonders dann, wenn sie so gekonnt und inspiriert vorgetragen wird wie auf dieser CD. Unterschätzen sollte man die Stücke freilich nicht, das schreibt auch Schardt in dem sehr informativen Beiheft zu dieser CD: „Viele Geiger halten Telemanns Violinmusik für leicht, weil er exzessive Virtuosität ablehnte. Bei näherem Studium erweist sich das als großer Irrtum.“
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Montag, 17. Februar 2014
Montag, 5. Juli 2010
Mozart: Flötenkonzert Oboenkonzert (BR Klassik)
Noch eine Einspielung von Mozarts Flöten- und Oboenkonzert! Doch diese CD anzuhören, hat sich ge- lohnt. Denn Irena Grafenauer, die Soloflötistin des Symphonie- orchesters des Bayerischen Rund- funks, spielt Mozarts einziges Flötenkonzert KV 313 mit gerade- zu traumwandlerischer Stilsicher- heit und durchweg schönem Ton. Bei der hier erstmals veröffent- lichten Aufnahme aus dem Jahre 1981 - sie war damals gerade einmal 24 Jahre alt - wird sie von ihren Kolleginnen und Kollegen unter der Leitung von Günter Wand begleitet. Sein markanter, schnörkelloser, zugleich aber ausgespro- chen eleganter Mozart harmoniert exzellent mit der kantablen Linienführung der Solistin.
Aus dem Jahre 2001 stammt die Aufnahme von Mozarts Oboenkon- zert KV 314, gespielt vom damaligen Solo-Oboisten des Orchesters, Francois Leleux. Am Pult: Sir Colin Davis, Chefdirigent des Orchesters von 1983 bis 1992. Diese Aufnahme überzeugt durch ihre Delikatesse, ihren Witz - und durch die traumschöne Kantilene im Adagio. Als Zugabe enthält die CD Mozarts Symphonie Nr. 32 G-Dur, KV 318, aufgenommen 1985.
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