Als in den 90er Jahren die Phil- harmonic Hall der Stadt Liverpool wegen Baufälligkeit für einen längeren Zeitraum als Konzertsaal ausfiel, machte das Orchester- management aus der Not eine Tugend – und stellte ein Zirkuszelt auf. Diesem ungewöhnlichen Spielort wurde dann auch das Programm angepasst. So ist unter anderem diese CD mit Filmmusik entstanden.
Carl Davis folgt mit dem Philhar- monia Orchestra den Spuren von James Bond. Der Hörer wird erstaunt feststellen, dass die Musik zwar durch das Bond-Thema von Monty Norman und den Sound von John Barry geprägt ist, der die Musik für eine ganze Reihe von Bond-Filmen geschaffen hat. Doch grundsätzlich sind die Klänge, die Agent 007 durch seine Abenteuer geleiten, höchst individuell gestaltet. Das fällt hier, wo sie so geballt erklingen, viel stärker auf als im Kino, wo man sich natürlich auf die Handlung konzentiert. Das macht die CD doppelt spannend – und hörenswert musiziert wird obendrein. Meine Empfehlung!
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Samstag, 7. September 2013
Montag, 3. Oktober 2011
The Beatles for Orchestra (Carl Davis Collection)
Das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra spielt Songs von den Beatles - und man staunt, denn die Musiker aus der "Geburtsstadt" der Band machen das richtig gut. Natürlich ist es nicht besonders schwierig, die Welthits der Beatles schmissig für Sinfonieorchester zu arrangieren; bei vielen Songs hatte die Band ohnehin bereits "klassi- sche" Instrumente eingesetzt. Das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra aber musiziert unter Carl Davis derart engagiert und pfiffig, dass man die bekannten Stücke von She loves you bis A day in the life immer wieder mit Vergnügen anhört - gute Laune garantiert.
Freitag, 24. Juni 2011
Mozart: Così fan tutte (Opus Arte)
Von Mozarts Da-Ponte-Opern war einzig diese erstaunlich lange aus dem Spielbetrieb verschwunden. Das skandalöse Geschehen und die mitunter allzu beredte Musik moch- ten die Opernhäuser, die üblicher- weise ja nicht gerade in dem Ruf stehen, ein Hort der Prüderie zu sein, dem zahlenden Publikum offenbar nicht zumuten. Als Così fan tutte dann doch auf die Bühne zurückkehrte, wurde gestrichen, was der Bleistift hergab. Selbst diese Aufnahme enthält noch Kürzungen, die nur aus dieser Tradition heraus verständlich sind.
Es handelt sich dabei um den Mitschnitt einer Vorstellung am Royal Opera House, Covent Garden, vom 27. Januar 1981 durch die BBC. Die Besetzung ist ganz erstaunlich – weniger deshalb, weil die beiden Schwestern Fiordiligi und Dorabella durch die Opernstars Kiri Te Kanawa und Agnes Baltsa gesungen werden, als vielmehr deshalb, weil alle Sänger derart gut und lebendig gemeinsam musizieren. Auch das Zusammenwirken mit dem Orchester klappt nahezu perfekt. Man spürt, dass Dirigent Sir Colin Davis sehr viel Sorgfalt auf Vorbereitung und Einstudierung verwendet hat.
Seine Hand hat die gesamte Einspielung geprägt. So erscheinen viele Details der musikalischen Gestaltung erstaunlich modern, auch wenn einige der Tempi, die Davis gewählt hat, uns heute inakzeptabel lang- sam vorkommen mögen. Ein wichtiges Dokument, das nicht nur musikhistorisch spannend, sondern auch sehr anhörenswert ist.
Montag, 5. Juli 2010
Mozart: Flötenkonzert Oboenkonzert (BR Klassik)
Noch eine Einspielung von Mozarts Flöten- und Oboenkonzert! Doch diese CD anzuhören, hat sich ge- lohnt. Denn Irena Grafenauer, die Soloflötistin des Symphonie- orchesters des Bayerischen Rund- funks, spielt Mozarts einziges Flötenkonzert KV 313 mit gerade- zu traumwandlerischer Stilsicher- heit und durchweg schönem Ton. Bei der hier erstmals veröffent- lichten Aufnahme aus dem Jahre 1981 - sie war damals gerade einmal 24 Jahre alt - wird sie von ihren Kolleginnen und Kollegen unter der Leitung von Günter Wand begleitet. Sein markanter, schnörkelloser, zugleich aber ausgespro- chen eleganter Mozart harmoniert exzellent mit der kantablen Linienführung der Solistin.
Aus dem Jahre 2001 stammt die Aufnahme von Mozarts Oboenkon- zert KV 314, gespielt vom damaligen Solo-Oboisten des Orchesters, Francois Leleux. Am Pult: Sir Colin Davis, Chefdirigent des Orchesters von 1983 bis 1992. Diese Aufnahme überzeugt durch ihre Delikatesse, ihren Witz - und durch die traumschöne Kantilene im Adagio. Als Zugabe enthält die CD Mozarts Symphonie Nr. 32 G-Dur, KV 318, aufgenommen 1985.
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