Lucie Horsch gehört ohne Zweifel zu den Stars im Blockflötenuniversum. Die Niederländerin, gerade einmal 19 Jahre alt, beeindruckt nicht nur durch unglaublich flinke Finger und ihre brillante Technik. Auch ihr musikalisches Gestaltungsvermögen ist erstklassig, wie die vorliegende CD beweist.
Das Album lädt die Zuhörer ein zu einer Rundreise durch Europa im Zeitalter des Barock. Die Flötistin startet diese virtuelle Tour in Utrecht, mit einer Melodie aus Jacob van Eycks berühmter Sammlung Der Fluyten Lust-hof. Die Reise führt dann über Deutschland – wo die Musikerin auch Georg Friedrich Händel verortet –, über Italien und Frankreich bis nach England, und von dort wieder zurück in die Niederlande.
Begleitet wird die junge Solistin auf ihrem virtuosen Ausflug in die Musikgeschichte höchst souverän von der Academy of Ancient Music, der Flötistin Charlotte Barbour-Condini sowie dem Lautenisten Thomas Dunford. Zu hören sind neben bekannten Melodien wie Dido's Lament von Henry Purcell, Händels berühmtem Arrival of the Queen of Sheba, der Erbarme-dich-Arie aus der Matthäuspassion, dem Konzert BWV 1059R und der Badinerie von Johann Sebastian Bach oder van Eycks Engels Nachtegaeltje auch Entdeckungen, wie die Welterstaufnahme eines Konzertes von Jaques-Christoph Naudot.
Posts mit dem Label Horsch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Horsch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 21. Juni 2019
Montag, 31. Oktober 2016
Lucie Horsch - Vivaldi (Decca)
Wenn ein großes Klassik-Label eine Blockflötistin unter Vertrag nimmt, dann ist dies ein Ereignis – zumal, wenn die Musikerin erst 17 Jahre alt ist. Doch mit Lucie Horsch ist Decca ohne Zweifel ein Glücksgriff gelun- gen. Ihr Debütalbum widmet die junge Niederländerin Antonio Vival- di: „Ich finde seine Musik wundervoll – sie ist rhythmisch, leicht, voller Energie. Und seine langsamen Sätze sind unheimlich schön“, zitiert das Beiheft die Solistin.
Die Aufnahme umfasst vier Konzerte des Italieners – das Concerto per flautino RV 443, das Concerto RV 441, die bekannten Konzerte mit den Beinamen La notte RV 439 und La tempesta di mare RV 433, und dazu das Andante aus dem Konzert für zwei Mandolinen RV 532 in einer reizvollen Version für Flöte, Violoncello und Chitarrone. Ergänzt wird das Programm durch Transkriptionen zweier Arien und den ersten Satz aus dem „Früh- ling“ der Vier Jahreszeiten, umgeschrieben für die Blockflöte im Jahr 1775 von Jean-Jacques Rousseau.
Wie Lucie Horsch diese Musik spielt, das aber ist in der Tat ein Ereignis. Ihre Technik ist brillant, und sie interpretiert Vivaldis Musik mit Schwung und Leidenschaft. Es ist hinreißend, mit welcher Sicherheit die junge Flötistin musikalische Formen gestaltet, phrasiert, verziert. Hier präsen- tiert sich eine große Virtuosin, von der wir, hoffentlich, noch sehr viel hören werden.
Die Aufnahme umfasst vier Konzerte des Italieners – das Concerto per flautino RV 443, das Concerto RV 441, die bekannten Konzerte mit den Beinamen La notte RV 439 und La tempesta di mare RV 433, und dazu das Andante aus dem Konzert für zwei Mandolinen RV 532 in einer reizvollen Version für Flöte, Violoncello und Chitarrone. Ergänzt wird das Programm durch Transkriptionen zweier Arien und den ersten Satz aus dem „Früh- ling“ der Vier Jahreszeiten, umgeschrieben für die Blockflöte im Jahr 1775 von Jean-Jacques Rousseau.
Wie Lucie Horsch diese Musik spielt, das aber ist in der Tat ein Ereignis. Ihre Technik ist brillant, und sie interpretiert Vivaldis Musik mit Schwung und Leidenschaft. Es ist hinreißend, mit welcher Sicherheit die junge Flötistin musikalische Formen gestaltet, phrasiert, verziert. Hier präsen- tiert sich eine große Virtuosin, von der wir, hoffentlich, noch sehr viel hören werden.
Abonnieren
Kommentare (Atom)

