Posts mit dem Label Pahud werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pahud werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. August 2021

Mozart & Flute in Paris (Warner Classics)


 „Die Stücke auf diesem Album repräsentieren verschiedene goldene Zeitalter der Flöte“, sagt Emmanuel Pahud. Auch wenn die moderne Flöte eine deutsche Erfindung war – aber gespielt wurde das Instrument wohl nirgendwo so schön wie in Frankreich. 

Auf diesem Doppelalbum erklingen zum einen zwei Werke aus dem Jahr 1778, die Mozart bei einem Besuch in Paris schrieb: Die Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Horn und Fagott wird durch das Ensemble Les Vents Français in einer rekonstruierten Fassung von Robert D. Levin vorgestellt, und das Konzert für Flöte und Harfe spielt Pahud gemeinsam mit Anneleen Lenaerts. 

Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart führt die zweite CD. Sie beginnt mit Dreamtime von Philippe Hersant (*1948), 2014 von Pahud und dem Orchestre de Chambre de Paris uraufgeführt. Auch die anderen Werke sind in Paris entstanden, und zeigen die besondere Beziehung der französischen Musik zur Flöte: Komponisten wie Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921), Gabriel Fauré (1845 bis 1924), Cécile Chaminade (1857 bis 1944) und Francis Poulenc (1899 bis 1963) haben für das Instrument großartige Stücke geschaffen, und Emmanuel Pahud präsentiert sie mit Eleganz, Leichtigkeit, technischer Brillanz und herrlichem Flötenton. Der Flötist musiziert gemeinsam mit dem Klarinettisten Paul Meyer sowie dem Orchestre de Chambre de Paris unter Leitung von Francois Leleux. 


Sonntag, 21. Februar 2010

Fantasy - A night at the opera; Emmanuel Pahud (EMI Classics)

Diese CD sollte wohl besser
"A flute at the opera" über- schrieben werden. Denn sie bringt eine lange Reihe nur Insidern vertraute, halsbrecherische Opernparaphrasen für dieses Instrument. 
Bearbeitungen von populären Opernpartien für Flöte waren ausgesprochen beliebt. Sie dienten zwei sehr verschiedenen Zwecken - und waren dementsprechend auch extrem unterschiedlich angelegt. Da war die brave Paraphrase für die Hausmusik - klangschön, aber mit einiger Übung vom Laien gut zu spielen. Und da gab es jene Bearbeitungen, die Flötisten eigens dafür geschaffen haben, um dem Publikum anhand von Melodien, die jedermann vertraut waren, ihre Virtuosität sowie die Klangschönheit des eigenen Tones vorzuführen. Solche Stücke, gern "Fantaisie brillante sur..." genannt, erkunden die Möglichkeiten des Instrumentes, und gehen oft bis an die Grenzen der Spielbarkeit. Die Blütezeit dieser Art von Literatur war ohne Zweifel das 19. Jahr- hundert. Doch diese Stücke sind für jeden Flötisten noch heute eine Herausforderung.
Emmanuel Pahud spielt auf der vorliegenden CD zum einen Glucks Selige Geister, wie einen Gruß aus der Zeit vor Theobald Boehm. Und er zeigt, was die Virtuosengeneration, der Boehms Ringklappenflöte erstmals zur Verfügung stand, mit dem Instrument anzufangen wusste. Ihren Stil imitieren auch die beiden jüngeren Bearbeitungen. Wir erleben Stücke aus Verdis Opern La Traviata und Rigoletto, aus Bizets Carmen, Mozarts Zauberflöte, von Webers Freischütz sowie die Arie des Lenski aus Tschaikowskis Eugen Onegin. Bei einigen Stücken spielt Pahud gemeinsam mit Juliette Hurel; es begleitet - und das darf man hier durchaus als Kompliment lesen - das Rotterdam Philhar- monic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin.