Ein einzigartiges Familientrio waren The Clarinotts: Ernst Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, musizierte in diesem Ensemble gemeinsam mit seinen Söhnen Daniel, ebenfalls Soloklari- nettist der Wiener Philharmoniker, und Andreas, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker. Doch im Juli 2017 erlag Ernst Ottensamer, der seit dem Jahre 2000 in Wien auch als Professor lehrte, einem Herzinfarkt.
So wird dies wohl die letzte CD des Klarinettentrios bleiben – und wer sich die Aufnahmen anhört, wird schnell feststellen, was dies für ein Verlust ist. Denn die Musiker schätzten nicht nur die Wiener Klarinette, sondern auch andere Mitglieder der Instrumentenfamilie, wie das Bassetthorn. Und nicht nur bei den Klang- farben, sondern auch beim Repertoire bevorzugten sie Abwechslung; so erklingen neben Originalkompositionen für Klarinettentrio durchaus auch Arrangements populärer Melodien – in diesem konkreten Falle stammen sie von Rainer Schottstädt, der sie für das Trio di Clarone geschrieben hat.
Es steht also sein Divertimento zu Mozarts Don Giovanni neben Stücken von Edison Denisov, die Miniatur Die Floristin von Henry Ploy neben dem Scherzo fantastique von Alfred Prinz und den Acht Trios von Georg Druschetzky oder das Klarinettentrio von Joseph Friedrich Hummel neben Schottstädts Fledermaus-Bearbeitung. Einzigartig wird dieses bunte Programm durch die Clarinotts, die durchweg betörend musizieren. So harmonisch, so pointiert und so farbenreich sind Klarinetten wirklich selten zu hören.
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Sonntag, 14. Oktober 2018
Donnerstag, 21. Februar 2013
Mozart: Violin Sonatas arranged for flute and piano (Naxos)
Schaut man in sein Werkverzeich- nis, dann hat Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) die Flöte nur sehr gelegentlich mit Kompo- sitionen bedacht - was Flötisten bedauern. Denn seine beiden Flötenkonzerte, das Konzert für Flöte und Harfe, das Flötenquar- tett KV 285 sowie das berühmte Andante KV 315 sind durchaus gelungen, wenn man bedenkt, dass Mozart über die Flöte schrieb, sie sei "ein instrument, das ich nicht leiden kan".
Sucht man weiter nach Flötenmusik des Komponisten, so finden sich noch einige Sonaten, die er als Achtjähriger in London geschrieben hat. Sie waren für Violine oder Flöte und ein Tasteninstrument bestimmt, und Königin Charlotte gewidmet. Patrick Gallois, ein Schüler von Jean-Pierre Rampal und derzeit einer der besten Virtuosen auf diesem Instrument, hat aus den Sonaten für Klavier, zumeist in Begleitung einer Violine, die Mozart nach seiner Salzburger Kündigung geschaffen hat, vier ausgewählt, und für Flöte und Klavier bearbeitet.
Damit ist ihm ein großer Wurf gelungen, denn sie klingen nun, als wären sie tatsächlich für Flöte entstanden - und stellen eine enorme Bereicherung des schmalen Repertoires dar. Gallois hat die vier Werke gemeinsam mit der Pianistin Maria Prinz bei Naxos eingespielt. Es ist eine gelungene CD, klangschön, elegant und virtuos. Schön wäre es, wenn er nun auch noch die Noten publizieren würde.
Sucht man weiter nach Flötenmusik des Komponisten, so finden sich noch einige Sonaten, die er als Achtjähriger in London geschrieben hat. Sie waren für Violine oder Flöte und ein Tasteninstrument bestimmt, und Königin Charlotte gewidmet. Patrick Gallois, ein Schüler von Jean-Pierre Rampal und derzeit einer der besten Virtuosen auf diesem Instrument, hat aus den Sonaten für Klavier, zumeist in Begleitung einer Violine, die Mozart nach seiner Salzburger Kündigung geschaffen hat, vier ausgewählt, und für Flöte und Klavier bearbeitet.
Damit ist ihm ein großer Wurf gelungen, denn sie klingen nun, als wären sie tatsächlich für Flöte entstanden - und stellen eine enorme Bereicherung des schmalen Repertoires dar. Gallois hat die vier Werke gemeinsam mit der Pianistin Maria Prinz bei Naxos eingespielt. Es ist eine gelungene CD, klangschön, elegant und virtuos. Schön wäre es, wenn er nun auch noch die Noten publizieren würde.
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