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Donnerstag, 20. Mai 2021

Vivaldi x2 (Avie Records)

 


 Barockmusik ist oft zugleich Experimentalmusik – neue Formen, neue Instrumente und jede Menge spannende Klangfarben waren zu erkunden, und die Komponisten waren dabei sehr erfindungsreich: Warum ein Violinkonzert schreiben, wenn man auch eines für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott, Violine und Violoncello komponieren kann? 

Im Werk von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) finden sich dafür viele schöne Beispiele, und auf dieser CD präsentiert das Ensemble La Serenissima um Konzertmeister Adrian Chandler eine abwechslungsreiche Auswahl von – mindestens – Doppelkonzerten. Musiziert wird brillant und mit Esprit. Viel Vergnügen! 

Dienstag, 31. Dezember 2019

Handel: Apollo e Dafne (Linn)

Apollo e Dafne, eine Kantate von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759), komponiert von diesem bei seinem Aufenthalt in Italien, steht im Mittelpunkt dieser CD. Das Ensemble Marsyas unter Leitung von Peter Whelan kombinierte sie mit der Ouvertüre zu Il pastor fido und einigen weiteren, eher selten gespielten, Musikstücken des Komponisten. Gesangssolisten sind Mhairi Lawson, Sopran, und Callum Thorpe, Bass.

Samstag, 5. November 2016

Telemann: Recorder Sonatas & Fantasies; Thorby (Linn)

„I am full of admiration for the warmth and conviviality of Tele- mann's writing, the easy beauty of his melodies, and the knowing playfulness and ingenuity, across many national styles, that lovingly and effortlessly pervade his structu- ral and rhetorical compositional devices“, schreibt Pamela Torby im Geleitwort zu dieser Doppel-CD. Sie hat eine Auswahl an Sonaten sowie die Fantasien für Flöte solo von Georg Philipp Telemann eingespielt. 
„I am lucky to be living in a new century that has seen a third golden age – after the Renaissance and Baroque – of recorder instrument-making and playing“, merkt die britische Flötistin an. „So I have seized the moment to record the fantasias on a wide range of recorders of many sizes, instruments known to players in the eighteenth century but only recently again perfected by modern makers. As an alternative to playing the set on a single instrument, I have tried to adopt an overarching progression of keys and recorders whose character, I felt, complemented each fantasia by turn (the original keys are in brackets).“ So groß ist die Vielfalt dann freilich nicht – es erklingen drei Altblockflöten, angefertigt von Luca de Paolis nach Denner und Bressan, sowie von Frederick Morgan nach Bressan/Stanesby, und zwei Voice-Flöten von Luca de Paolis nach Denner und Bressan. 
Auch sonst lässt diese Aufnahme ein wenig Abwechslung und vor allem Esprit vermissen. Auch in den Sonaten, wo Pamela Thorby gemeinsam mit Peter Whelan, Fagott, Alison McGillivray, Violoncello), Elizabeth Kenny, Laute und Gitarre, und Marcin Świątkiewicz, Cembalo und Orgel, musi- ziert, klingt alles sehr brav und ein bisschen langweilig. Das hat Telemann so nicht verdient. 

Montag, 31. Oktober 2016

The Proud Bassoon (Linn)

„What does the bassoon have to be proud of? After all, isn't it the clown of the orchestra? It is too easy for caricatures like the goofy lumbering theme in Dukas' Sorcerer's Apprentice and the grandfather in Prokofiev's Peter and the Wolf to override the more serious aspects of the bassoon's musical persona“, so kommentiert das Beiheft diese Aufnahme. „These images colour our perception of the eighteenth-century bassoon, which had every right to claim the epithet ,proud'.“ 
Auf dieser CD beweist Fagottist Peter Whelan, tatkräftig und klangschön unterstützt vom Ensemble Marsyas, dass sein Instrument durchaus auch für sehr anspruchsvolle Solo-Partien geschaffen worden ist. Dazu hat er ein Programm zusammengestellt, das von Les Gentils Airs – ou Airs Connus, ajustée en duo, pour basson seul accompagné d'un clavecin, zusammengestellt in Paris von den Gebrüdern Leclerc, bis hin zu Eileen Aroon with variations set by Mr. (Matthew) Dubourg (1707 bis 1767), einem Geiger aus Dublin, reicht. Zu hören sind zudem ein Konzert von François Couperin (1668 bis 1733) und Sonaten für das Fagott von Joseph Bodin de Boismortier (1685 bis 1755), Johann Friedrich Fasch (1688 bis 1758) und Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767). 
Es sind sehr unterschiedliche Werke, entstanden für die Hofmusik, die Oper oder den häuslichen Gebrauch – doch sie geben Peter Whelan Gelegenheit, zu demonstrieren, wie virtuos man auf dem Barockfagott musizieren kann – das als eher schwierig gilt. Whelan spielt phänomenal, durch alle Register, und dabei zeigt er auch, welche tollen Klangfarben es zu bieten hat – das stolze Fagott. 

Montag, 8. Dezember 2014

Fasch: Quartets and Concertos (Linn)

Johann Friedrich Fasch (1688 bis 1758) gehört ohne Zweifel zu jenen Komponisten, die bislang noch nicht so wahrgenommen werden, wie sie es verdient hätten. Die Werke des Mu- sikers, der ab 1722 als Hofkapell- meister in Zerbst angestellt war, wurden von seinen Zeitgenossen sehr geschätzt. Obwohl nur ein Teil seines Schaffens überliefert ist, halten die Archive doch noch manche Über- raschung bereit. 
So hat das Ensemble Marsyas kürz- lich bei Linn Records eine CD mit Quartetten und Konzerten des Komponisten vorgelegt. Diese rundum gelungene Einspielung überwältigt mit bezaubernden Klangfarben, die Fasch in vielen Schattierungen einzu- setzen wusste. Der Hofkapellmeister setzte dazu auch die Instrumente in abwechslungsreichen Kombinationen ein. Neben den traditionellen Instrumenten höfischer Virtuosen der damaligen Zeit, wie Geigen, Gamben oder (Block-)Flöten, verwendete Fasch auch Innovationen wie Oboe und Fagott. So enthält diese CD ein wundervolles Quartett für Horn, Oboe, Violine und Continuo. Andere Quartette besetzte Fasch sogar mit zwei Oboen, obligatem Fagott und Continuo. Doch auch die Blockflöte bedachte er mit hörenswerten Partien. 
Das Ensemble Marsyas, unterstützt durch Pamela Thorby, Blockflöte, und Peter Whelan, Fagott, musiziert mit Präzision und Hingabe. Die Musiker beeindrucken durch die Feinfühligkeit, mit der sie diese musikalischen Juwelen zum Leuchten und Funkeln bringen. Eine der schönsten CD des Jahres!