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Samstag, 10. Oktober 2015
Souvenirs - Musiktage with Rudens Turku & friends (Oehms Classics)
Souvenirs heißt eine neue CD aus dem Hause Oehms Classics. Sie enthält Aufnahmen, die in einem Zeitraum von drei Jahren entstanden sind, als ein klingendes Andenken an Konzerte bei den Starnberger bzw. Seefelder Musiktagen. Dieses Musikfest, ins Leben gerufen und geleitet von dem Geiger Rudens Turku, bringt alljährlich gestandene Musiker, Studierende und Dozenten sowie natürlich das Publikum zusammen. Einige Ausschnitte aus dem umfangreichen Programm, das neben Konzerten auch beispielsweise Meisterkursen und Vorträge beinhaltet, sind nun auf dieser CD zu hören. Die Auswahl der Stücke hat sehr viel Charme, und die Liste der Mitwirkenden ist ebenso lang wie illuster. Zu hören sind András Adorján, Flöte, Rudens Turku und Lena Neudauer, Violine, Franz Halasz, Gitarre, Malte Refardt, Fagott, Wen-Sinn Yang, Violoncello und Yumiko Urabe sowie Adrian Oetiker, Klavier. Diese exzellenten Musiker bereiten dem Zuhörer ein grandioses Musikfest; die Programmfolge wirkt fast wie ein Hauskonzert – aber was für eines! Unbedingt anhören!
Freitag, 4. Mai 2012
Kuhlau: Oeuvres pour Flutes (Premiers Horizons)
Dies ist der Mitschnitt eines denkwürdigen Konzertes, das am 18. Dezember 1987 im Münchner Herkulessaal stattgefunden hat. Das Programm ist spannend, denn es erklingen ausgesprochene Rari- täten, vorgestellt von renommier- ten Solisten.
Zu hören sind Jean-Pierre Rampal (1922 bis 2000), seine Schüler András Adorján, William Bennett und Ransom Wilson, Michel De- bost, Hiroshi Hari, Aurèle Nicolet, das Kuhlau-Kvartet, bestehend aus den dänischen Flötisten Toke Lund Christiansen, Bent Larsen, Ole Birger Pedersen und Henrik Svitzer, sowie die Harfenistin Sonja Gislinge. Elf Flötisten also sind zu diesem Kuhlaufest aufgeboten - und die Musik, die sie spielen, ist wundervoll.
Sie stammt von Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau (1786 bis 1832). Er kam in dem norddeutschen Städtchen Uelzen als Sohn eines Militär- musikers zur Welt, erhielt seine musikalische Ausbildung in Braun- schweig und in Hamburg, und floh schließlich 1810 nach Dänemark, um nicht in Napoleons Armee dienen zu müssen. In Kopenhagen wirkte er zunächst als Kammermusicus und Flötist in der Hofkapelle. 1813 wurde er dänischer Staatsbürger, und er gilt als der dänische Nationalkomponist seiner Zeit. Insbesondere seine Bemühungen um die dänische Oper führten dazu, dass Kuhlau gefeiert, zum Professor und königlich dänischen Hofkomponisten ernannt und vom Kapell- dienst befreit wurde.
Jedem Flötisten ist sein Name bekannt, denn Kuhlau schuf zahlreiche Werke für Flöte - darunter herrliche Duette, Trios und sogar ein bedeutendes Quartett. Um den Komponisten zu ehren, haben die Flötisten etliche davon neu arrangiert - denn beispielsweise das Trio G-Dur op. 119 lässt sich nicht nur mit zwei Flöten und Klavier auffüh- ren, wie von Kuhlau einst vorgesehen, sondern durchaus auch durch ein Flötenensemble - wenn es denn so virtuos ist, wie das hier konzer- tierende. Die Musiker, die an dieser Einspielung mitgewirkt haben, stellt allerdings kein noch so anspruchsvolles Arrangement vor Pro- bleme. Sie spielen stets vorbildlich, klangschön und mit einer Homo- genität, die sehr beeindruckt.
Zu hören sind Jean-Pierre Rampal (1922 bis 2000), seine Schüler András Adorján, William Bennett und Ransom Wilson, Michel De- bost, Hiroshi Hari, Aurèle Nicolet, das Kuhlau-Kvartet, bestehend aus den dänischen Flötisten Toke Lund Christiansen, Bent Larsen, Ole Birger Pedersen und Henrik Svitzer, sowie die Harfenistin Sonja Gislinge. Elf Flötisten also sind zu diesem Kuhlaufest aufgeboten - und die Musik, die sie spielen, ist wundervoll.
Sie stammt von Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau (1786 bis 1832). Er kam in dem norddeutschen Städtchen Uelzen als Sohn eines Militär- musikers zur Welt, erhielt seine musikalische Ausbildung in Braun- schweig und in Hamburg, und floh schließlich 1810 nach Dänemark, um nicht in Napoleons Armee dienen zu müssen. In Kopenhagen wirkte er zunächst als Kammermusicus und Flötist in der Hofkapelle. 1813 wurde er dänischer Staatsbürger, und er gilt als der dänische Nationalkomponist seiner Zeit. Insbesondere seine Bemühungen um die dänische Oper führten dazu, dass Kuhlau gefeiert, zum Professor und königlich dänischen Hofkomponisten ernannt und vom Kapell- dienst befreit wurde.
Jedem Flötisten ist sein Name bekannt, denn Kuhlau schuf zahlreiche Werke für Flöte - darunter herrliche Duette, Trios und sogar ein bedeutendes Quartett. Um den Komponisten zu ehren, haben die Flötisten etliche davon neu arrangiert - denn beispielsweise das Trio G-Dur op. 119 lässt sich nicht nur mit zwei Flöten und Klavier auffüh- ren, wie von Kuhlau einst vorgesehen, sondern durchaus auch durch ein Flötenensemble - wenn es denn so virtuos ist, wie das hier konzer- tierende. Die Musiker, die an dieser Einspielung mitgewirkt haben, stellt allerdings kein noch so anspruchsvolles Arrangement vor Pro- bleme. Sie spielen stets vorbildlich, klangschön und mit einer Homo- genität, die sehr beeindruckt.
Sonntag, 14. Februar 2010
Haydn: Cellokonzerte 1&2, Kraft Cellosonate (Berlin Classics)
"Keiner kann alles: schäkern und erschüttern, Lachen erregen und tiefe Rührung, und alles gleich gut als Haydn." Dieser Ausspruch Mozarts mag insbesondere für das D-Dur-Cellokonzert gelten. Es verweist in seiner formalen Brillanz bereits auf die Klassik - und enthält, bei aller Dramatik, doch so manche galante Wendung, manches Augenzwinkern. Jens Peter Maintz lässt dieses Werk, das bis heute im Konzertsaal zu den Standards gehört, auf das C-Dur-Konzert Haydns folgen - und überrascht zwischendurch noch mit einer Ersteinspielung: Die Cellosonate op. 2/2 von Anton Kraft zeigt uns jenen Cellisten, der zwölf Jahre lang als erster Violoncellist in der von Haydn geleiteten Hofkapelle Esterházys wirkte - und für den wohl auch Haydns D-Dur-Konzert geschrieben worden ist. Er war ein hochgeschätzter Instrumentalsolist, und er hatte Kompositions-unterricht bei Haydn.
Seine Sonate erweist sich als ein ebenso virtuoses wie kraftvolles Stück, ganz in der Tradition der barocken Continuo-Sonate. Maintz hat das Continuo hier lediglich mit einem zweiten Cello besetzt; ihm sekundiert sehr solide Dávid Adorján. Die Konzerte begleitet die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die dabei hörbar den Vorstellungen des Solisten folgt: Kein romantisches Pathos, kein Vibrato; hier wird behende musiziert, nicht wuchtig. Das bringt mitunter Probleme. Denn in den Kadenzen, die Maintz auswählte, erweist er seinen Vorbildern und Lehrern Referenz. Das passt nicht immer zu seinem ansonsten so leichtfüßigen und beschwingten Vortrag. Er interpretiert die Stücke mit hellem, sanften Ton - sehr gediegen, sehr elegant, aber mitunter ein bisschen langweilig.
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