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Dienstag, 5. Februar 2013

Cellocinema (Genuin)

Eckart Runge und Jacques Ammon, im Konzertleben präsent unter dem Namen Celloprojekt, haben sich auf ihrer neuen CD der Filmmusik zugewandt. Das Violoncello sieht der Cellist als das ideale Medium für ein solches Unterfangen: "Vom innigen Singen der Diva über säuselnden Flöten oder krächzenden Quäken gestopfter Trompeten bis hin zu kreischenden Todesschreien, heulendem Wind oder dem Knarren einer alten Tür lassen sich diesem Instrument wie keinem anderen alle denkbaren Klänge des Lebens entlocken", begeistert sich Runge im Beiheft. 
Glücklicherweise ist sein Cello-Spiel deutlich besser als seine Grammatik. Und so arbeiten sich Runge und der Pianist Ammon gemeinsam durch die Filmgeschichte - von Charlie Chaplin, der übrigens selbst Cello spielte, über Astor Piazzolla, Klassiker wie Carlos Gardel, Nino Rota oder Enrico Morricone bis hin zu Dmitri Schostakowitsch, der immerhin 39 Filmmusiken komponierte, bis hin zu Dick Dale oder Tom Waits. Der Zuhörer wird erinnert an Kino-Ereignisse wie Modern Times, Psycho oder Pulp Fiction - und freut sich über die pfiffigen Arrangements, die zum überwältigenden Teil von den beiden Musikern selbst geschrieben worden sind. Bravi! 

Dienstag, 11. September 2012

Fellini! E più (Gramola)

Die Österreichischen Salonisten wenden sich auf dieser CD der Filmmusik zu. Gerrit Wunder, ein erfahrener Filmkomponist, hat bekannte Melodien für das En- semble arrangiert. Peter Gillmayr und Kathrin Lenzenweger, Violine, Judith Bik, Violoncello, Roland Wiesinger, Kontrabass, Peppone Ortner, Klarinette und Saxophon und Wieland Nordmeyer am Klavier spielen Stücke, die so populär sind, dass sie wahrscheinlich jedermann mitpfeifen könnte. 
Auch wenn sie auf dem Cover nicht so aussehen - aber die Musiker sind bestens ausgebildet und etabliert. Man darf dieses Bild also als einen zusätzlichen Beleg für ihre Spielfreude ansehen, und die CD wird dann wohl auch den letzten Skeptiker überzeugen. Allerdings wird der Sound stark durch den einzigen Bläser dominiert; der Zuhörer sehnt sich bald nach Abwechslung. Hier hat diese CD, bei aller Musizierlust, Schwächen.