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Montag, 14. November 2016

Vojago - Vulkan Quartett (Tyxart)

Gehobene Salonmusik ist die Spezia- lität des Vulkan Quartetts, gegründet 2009 durch den Tenor Arpad Vulkan gemeinsam mit drei Musikerkollegen des Theaters Regensburg. Sándor Galgóczi spielt von Anbeginn in diesem Ensemble die Geige; zur Besetzung gehören heute zudem der Pianist und Arrangeur Hans Martin Gräbner sowie der Kontrabassist Frank Wittich. Auf dieser CD präsentiert das Vulkan Quartett ein Programm, das sich durch eine große Portion südliche Sonne und Temperament auszeichnet. Ein besonderer Schwerpunkt sind dabei, neben Hits aus Italien, Werke von Carlos Gardel. 

Samstag, 6. August 2016

Pasión Tango - Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke (Ars Produktion)

Ein Cellist und ein Pianist spielen zusammen Tango – und wie! Wenn Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke diese Musik gestalten, dann hat man mitunter den Eindruck, jeder könnte Gedanken und Gefühle des anderen lesen. Doch bis zu dieser CD war es ein langer Weg: „2003 traten Andreas Woyke und ich mit Astor Piazzollas Grand Tango zum ersten Mal gemeinsam auf“, berichtet Kleinhapl. Das war meine erste intensivere Auseinandersetzung mit Tangos und Astor Piazzolla. Dieses so unglaublich energiegeladene Stück ließ uns nie mehr los, löste eine Sehnsucht nach mehr aus. Die große Frage war aber immer: wie sollten wir zu Arrangements anderer Tangos für unsere Besetzung kommen, die so stark sind, dass sie neben dem Grand Tango bestehen können?“ 
Die Antwort verblüfft: Es ergab sich. In Caracas lernte Kleinhapl beim Musizieren mit dem Simón Bolívar Orchester den venezolanischen Kompo- nisten Federico Ruíz kennen. Er schrieb ein hinreißendes Arrangement von Piazzollas Adiós Nonino, die Österreicherin Dorothee Badent arrangierte Milonga del ángel. Auch der in Hollywood arbeitende Gerrit Wunder schuf Bearbeitungen speziell für die beiden Musiker. „Die Ideen flogen wie in einem Ping-Pong-Spiel zwischen uns hin und her“, so der Cellist. „Aus den Arrangements unserer Komponistenfreunde wurden sehr rasch unsere eigenen. (..) Entstanden ist dabei wahrscheinlich so etwas wie eine Mischung aus südamerikanischer Inspiration mit bewusst nicht verleug- neten europäischen Wurzeln – jedenfalls aber zumindest für uns selbst ein Rausch der Energien, Klangfarben und Stimmungen.“ Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass Woyke und Kleinhapl ganz phantastisch mit- einander musizieren. Unbedingt anhören!

Dienstag, 5. Februar 2013

Cellocinema (Genuin)

Eckart Runge und Jacques Ammon, im Konzertleben präsent unter dem Namen Celloprojekt, haben sich auf ihrer neuen CD der Filmmusik zugewandt. Das Violoncello sieht der Cellist als das ideale Medium für ein solches Unterfangen: "Vom innigen Singen der Diva über säuselnden Flöten oder krächzenden Quäken gestopfter Trompeten bis hin zu kreischenden Todesschreien, heulendem Wind oder dem Knarren einer alten Tür lassen sich diesem Instrument wie keinem anderen alle denkbaren Klänge des Lebens entlocken", begeistert sich Runge im Beiheft. 
Glücklicherweise ist sein Cello-Spiel deutlich besser als seine Grammatik. Und so arbeiten sich Runge und der Pianist Ammon gemeinsam durch die Filmgeschichte - von Charlie Chaplin, der übrigens selbst Cello spielte, über Astor Piazzolla, Klassiker wie Carlos Gardel, Nino Rota oder Enrico Morricone bis hin zu Dmitri Schostakowitsch, der immerhin 39 Filmmusiken komponierte, bis hin zu Dick Dale oder Tom Waits. Der Zuhörer wird erinnert an Kino-Ereignisse wie Modern Times, Psycho oder Pulp Fiction - und freut sich über die pfiffigen Arrangements, die zum überwältigenden Teil von den beiden Musikern selbst geschrieben worden sind. Bravi! 

Dienstag, 11. September 2012

Fellini! E più (Gramola)

Die Österreichischen Salonisten wenden sich auf dieser CD der Filmmusik zu. Gerrit Wunder, ein erfahrener Filmkomponist, hat bekannte Melodien für das En- semble arrangiert. Peter Gillmayr und Kathrin Lenzenweger, Violine, Judith Bik, Violoncello, Roland Wiesinger, Kontrabass, Peppone Ortner, Klarinette und Saxophon und Wieland Nordmeyer am Klavier spielen Stücke, die so populär sind, dass sie wahrscheinlich jedermann mitpfeifen könnte. 
Auch wenn sie auf dem Cover nicht so aussehen - aber die Musiker sind bestens ausgebildet und etabliert. Man darf dieses Bild also als einen zusätzlichen Beleg für ihre Spielfreude ansehen, und die CD wird dann wohl auch den letzten Skeptiker überzeugen. Allerdings wird der Sound stark durch den einzigen Bläser dominiert; der Zuhörer sehnt sich bald nach Abwechslung. Hier hat diese CD, bei aller Musizierlust, Schwächen.