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Montag, 23. Juni 2014

Saxophone Cinema (MDG)

Was für ein Sound! In dem Ensem- ble Selmer Saxharmonic musi- zieren zwölf der besten klassischen Saxophonisten Deutschlands. Auf dieser CD sind sie mit Filmmusik zu hören, und zwar auf sämtlichen Instrumenten der Saxophon-Familie, vom Sopranino bis zum Bass. Dabei überraschen sie mit spektakulären Klangeffekten – man höre nur die „Mundharmonika“ in der berühmten Musik zu Spiel mir das Lied vom Tod, komponiert von Ennio Morricone. Doch auch die Titelmelodien von Paulchen Panther oder Star Wars kommen in der Bearbeitung für zwölf Saxophone grandios zur Geltung. Es ist kaum zu glauben, wie farbenreich und klanglich flexibel diese Instrumente hier präsentiert werden. Und die Musiker agieren unter der Leitung von Milan Turković wie aus einem Atem, der Effekt ist wirklich phänomenal – diese Aufnahme macht süchtig, unbedingt mehr davon! 

Dienstag, 5. Februar 2013

Cellocinema (Genuin)

Eckart Runge und Jacques Ammon, im Konzertleben präsent unter dem Namen Celloprojekt, haben sich auf ihrer neuen CD der Filmmusik zugewandt. Das Violoncello sieht der Cellist als das ideale Medium für ein solches Unterfangen: "Vom innigen Singen der Diva über säuselnden Flöten oder krächzenden Quäken gestopfter Trompeten bis hin zu kreischenden Todesschreien, heulendem Wind oder dem Knarren einer alten Tür lassen sich diesem Instrument wie keinem anderen alle denkbaren Klänge des Lebens entlocken", begeistert sich Runge im Beiheft. 
Glücklicherweise ist sein Cello-Spiel deutlich besser als seine Grammatik. Und so arbeiten sich Runge und der Pianist Ammon gemeinsam durch die Filmgeschichte - von Charlie Chaplin, der übrigens selbst Cello spielte, über Astor Piazzolla, Klassiker wie Carlos Gardel, Nino Rota oder Enrico Morricone bis hin zu Dmitri Schostakowitsch, der immerhin 39 Filmmusiken komponierte, bis hin zu Dick Dale oder Tom Waits. Der Zuhörer wird erinnert an Kino-Ereignisse wie Modern Times, Psycho oder Pulp Fiction - und freut sich über die pfiffigen Arrangements, die zum überwältigenden Teil von den beiden Musikern selbst geschrieben worden sind. Bravi! 

Sonntag, 13. März 2011

Adriano del Sal - Guitar Recital (Naxos)

Einer der derzeit besten jungen Gitarristen hat bei Naxos seiner erste CD eingespielt: Adriano Del Sal, ausgebildet von Stefano Viola und Paolo Pegoraro an der Fran- cisco Tárrega Accademia in Porde- none und am J. Tomadini Konser- vatorium in Udine, besuchte zu- sätzlich Meisterklassen bei bedeu- tenden Solisten, wie David Russell, Manuel Barrueco, Stefano Grondo- na, Angelo Giardino, Alberto Ponce und Carlo Marchione.
Del Sal hat bereits zwölf wichtige Wettbewerbe gewonnen, so den Julián Arcas Wettbewerb in Almería, den Michele Pittaluga Wettbewerb in Alessandria und den Francisco Tárrega Wettbewerb im spanischen Benecasim. Er erhielt zudem den Preis La chitarra d’oro als weltweit bester Nachwuchsgitarrist. 

Del Sal spielt eine Konzertgitarre des deutschen Gitarrenbauers Matthias Dammann, Neuhaus am Inn. Dieses Instrument klingt wirklich exzellent, wie diese CD zeigt, die in erster Linie Virtuosen- literatur von Francisco Tárrega, Fernando Sor, Federico Moreno Torroba und Joaquín Rodrigo enthält. Zum Schluss, und als beson- deres Bonbon gibt's Filmmusik aus The Mission - Gabriel's Oboe von Ennio Morricone in einem Arrangement für die Konzertgitarre. Adriano Del Sal beeindruckt mit einer herausragenden Technik, die keinerlei Schwierigkeiten zu kennen scheint. Wer klassische Gitar- renmusik liebt, der sollte sich diesen Namen merken.