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Donnerstag, 11. August 2016

Vivaldi: Complete Concertos & Sonatas Opp. 1-12 (Brilliant Classics)

Zwölf seiner Werke hat Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) zu Lebzeiten drucken lassen – Konzerte, Sonaten und Triosonaten für Violine, Oboe und Flöte. Es sind berühmte Sammlungen darunter: Il Cimento dell'Armonia e dell'Inventione mit den bekannten Vier Jahreszeiten, L'Estro Armonico, La Stravaganza und La Cetra. Diese Notenausgaben waren sehr gefragt und weit verbreitet; sie bewirkten, dass Vivaldis Musik in ganz Europa große Beachtung fand. 
Federico Guglielmo hat mit seinem Ensemble L'Arte dell'Arco zwischen 2010 und 2014 diese Werke Vivaldis komplett neu eingespielt. An diesem Projekt beteiligt waren zudem der Cellist Francesco Galligioni, der Oboist Pier Luigi Fabretti und der Flötist Mario Folena. Musiziert wird historisch-informiert, aber ohne Manieris- men; zwar sind die Tempi zumeist flott und die Artikulation ist energisch und pointiert, doch es wird nicht übertrieben, und am olympischen Wettstreit mit dem Ziel schneller-krasser-individueller beteiligt sich Guglielmo erfreulicherweise nicht. Den Musikern war es vielmehr wichtig, einen homogenen Klangeindruck zu erzielen. 
Das Ergebnis ist eine grundsolide, zeitlos gültige Interpretation, die dennoch nicht langweilig wird. Als Notenmaterial nutzten die Musiker ausschließlich die neuesten kritischen Ausgaben des Istituto Italiano Antonio Vivaldi der Fondazione Giorgio Cini in Venedig; einige Varianten sind hier daher in Ersteinspielung zu hören. Im Beiheft finden sich ausführliche Erläuterungen von Federico Guglielmo zu den einzelnen Werken. Die Box mit immerhin 20 (!) CD enthält als Bonus sechs Cello-Sonaten Vivaldis, die 1740 ohne Opuszahl in Paris veröffentlicht worden sind. 

Dienstag, 29. März 2016

Vivaldi: L'Estro Armonico (Channel Classics)

1711 veröffentlichte Antonio Vivaldi bei Estienne Roger in Amsterdam zwölf Violinkonzerte unter dem Titel L'Estro Armonico. Dieses Opus 3 machte den Musiker endgültig berühmt – und inspirierte viele seiner Kollegen. So arrangierte Johann Sebastian Bach etliche dieser Konzer- te für Tasteninstrumente. Auch heute noch spielen Musiker die Werke gern: „Vivaldi hat mich vor allem stets als wunderbare Unterhaltung berührt“, schreibt Rachel Podger im Beiheft zu dieser CD. „Seine musikalischen Formen und Figurationen scheinen dazu geschaffen, sowohl zu gefallen als auch zu überraschen.“ 
Die Geigerin musiziert hier gemeinsam mit dem Ensemble Brecon Baroque, das sie 2007 für das Brecon Baroque Festival gegründet hat. Zu den Mit- wirkenden gehören bei dieser Aufnahme zwei ihrer Schüler, die mittler- weile selbst sehr erfolgreich ihre Projekte verfolgen – die Geiger Johannes Pramsohler und Bojan Čičić. Sabine Stoffer komplettiert die Riege der Instrumentalisten, die insbesondere mit den Konzerten für vier Violinen beeindruckt. Das sind noch immer Raritäten, die leider nur selten zu hören sind. Und man freut sich über den Schwung und die Intensität, mit der das Ensemble Vivaldis Musik vorträgt. Sehr gelungen!