Rechtzeitig vor Ostern legt das Label Erato eines der schönsten Werke der Kirchenmusik in einer neuen Aufnahme vor – das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi (1710 bis 1736). Um es gleich vorwegzunehmen: Wer diese CD angehört hat, der wird kaum noch eine andere Einspielung gelten lassen. Dies ist ohne Zweifel die neue Referenzaufnahme. Und das liegt vor allem auch an den Sängern, die keine Schwierigkeiten damit haben, mit eigentlich der Oper entlehnten Ausdrucksmitteln für die angemessene Andacht zu sorgen.
Die russische Sopranistin Julia Lezhneva harmoniert klanglich perfekt mit Countertenor Philippe Jaroussky. Es ist phänomenal, wie die beiden Sänger nicht nur ihre Verzierungen, sondern auch ihr Timbre aufeinander abstimmen. Wer die Partien nicht kennt, der hat mitunter Mühe, zu erkennen, wer gerade singt.
Und weil's so schön ist, hat Barock-Experte Diego Fasolis die CD gleich noch durch zwei weitere Werke Pergolesis ergänzt: Das Confitebor tibi Domine und das üppig orchestrierte Laudate pueri Dominum; beide Stücke bieten nicht nur anspruchsvolle Solo-Partien, sondern auch dankbare Aufgaben für die Musiker des Ensembles I Barocchisti sowie den Coro della Radiotelevisione svizzera. Auf die nachfolgende Aufnahme der Missa Romana sowie des Dixit Dominus, die Fasolis im Beiheft ankündigt, darf man bereits gespannt sein.
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Montag, 24. März 2014
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Vivaldi: Sacred works for soprano and concertos (Channel Classics)
So möchte man die Musik von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) gern öfters hören. Das Ensemble Florilegium, schlank besetzt mit bis zu zehn Musikern, musiziert wundervoll; die drei Konzerte, die Florilegium für diese CD ausge- wählt hat, gehören zudem nicht zu den Vivaldi-Hits, die man schon mitpfeifen kann. Das macht die Aufnahme doppelt reizvoll. Die Konzerte bilden aber nur einen Rahmen für das Laudate Pueri
RV 601 und die Motette Nulla in mundo RV 630, gesungen von Elin Manahan Thomas. Und das macht die Sopranistin großartig. Ihre gut geführte Stimme, die selbst durch rasante Koloraturen nie in Bedrängnis zu bringen ist, fügt sich geradezu orchestral ein in das brillante Ensemble. So intensiv ist die Interaktion zwischen Sängern und Instrumentalisten selten zu erleben. Grandios!
RV 601 und die Motette Nulla in mundo RV 630, gesungen von Elin Manahan Thomas. Und das macht die Sopranistin großartig. Ihre gut geführte Stimme, die selbst durch rasante Koloraturen nie in Bedrängnis zu bringen ist, fügt sich geradezu orchestral ein in das brillante Ensemble. So intensiv ist die Interaktion zwischen Sängern und Instrumentalisten selten zu erleben. Grandios!
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