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Donnerstag, 5. Juni 2014

Hoffmann: Missa / Miserere (cpo)

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776 bis 1822) ist ohne Zweifel einer der ganz großen Schriftsteller der deutschen Romantik. Der Jurist und spätere preußische Kammergerichtsrat liebäugelte allerdings zeitlebens mit einer ganz anderen Muse. Nicht nur seine Figuren wie der Kapellmeister Johannes Kreisler bezeugen seine Leidenschaft für die Musik. Auch seine Namenswahl – eigentlich hatte Hoffmann die Vornamen Ernst Theodor Wilhelm – sowie viele eigene Kompositionen geben Auskunft darüber, wo er seine Vorbilder sah. 
Hoffmann, obwohl selbst evangelisch, hat seine Kirchenmusik kurioserweise für den Gebrauch im katholischen Gottesdienst geschrieben. Entsprechend prächtig klingt sie auch, mitunter wie eine Kombination aus Mozart und Palestrina – doch es ist keine Kopie der großen Meister, es bleibt immer Hoffmann. Der Romantiker war ein versierter Komponist; man staunt, dass er mit seinen Werken zu Lebzeiten nicht mehr Erfolg hatte. Dass er musikalisch durchaus eigene Wege ging, zeigt nun eine CD aus dem Hause cpo. Sie enthält die Messe in d-Moll sowie das Miserere, in einer sehr schönen Einspielung mit einer handverlesenen Sängerriege sowie dem WDR Rundfunkchor und dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Rupert Huber. 

Sonntag, 10. April 2011

Durante: Vespro breve, Miserere (Tactus)

Über Kindheit und Jugend Fran- cesco Durantes (1684 bis 1755) wissen wir so gut wie nichts. Vermutet wird, dass ihn nach dem Tode seines Vaters 1699 sein Onkel Angelo Durante mit nach Neapel nahm. Er war primo maestro und Rektor des Conservatorio di Sant'Onofrio; sein Neffe Francesco jedenfalls erhielt dort bis 1705 Unterricht im Violinspiel, in Kon- trapunkt und Komposition. In diesem Jahr präsentierte er in Neapel sein erstes und einziges Werk für die Bühne; den Rest seines Lebens scheint er ausschließlich für Kirche und Kammer komponiert zu haben. Das war keinesfalls selbstverständlich, war doch die Oper damals das Maß aller Dinge, und die Italiener waren geradezu verrückt nach Opern. 
1728 wurde Durante Nachfolger des Cembalisten Gaetano Greco als primo maestro am Conservatorio dei Poveri di Gesú Cristo. 1742 folgte er Nicola Porpora in gleicher Funktion am Conservatorio di Santa Maria di Loreto. Er muss diese Schule hervorragend geführt haben, denn daraus sind zahlreiche Musiker hervorgegangen, deren Namen bis heute bekannt sind. 1745 wurde er zusätzlich primo maestro am Conservatorio di Sant'Onofrio; im Wettbewerb um den Posten des Hofkapellmeisters unterlag er im gleichen Jahr Giuseppe de Majo. 
Diese CD stellt eine Vespro breve a quattro con violini e basso conti- nuo vor, sowie ein fünfstimmiges Miserere, das Durante 1754 für die Kirche San Nicolò in Bari geschrieben hat. Es sind ausgesprochen expressive Werke, die der Komponist mit großer Sorgfalt und nach der damals neuesten Mode gestaltet hat. Das ist nicht gerade einfach zu singen - und das Ensemble vocale Il Dodicino ist dieser Herausfor- derung leider nicht durchweg gewachsen. Da sind viele unschöne Töne zu hören; knapp daneben ist aber doch vorbei. Es begleitet das Ensemble strumentale Sagittario unter Giovanni Acciai, die Orgel spielt Davide Pozzi. 

Samstag, 19. September 2009

Johann Adolf Hasse: Miserere / Salve Regina / Te Deum (Berlin Classics)


Hasse gehörte zu den Stars des 18. Jahrhunderts. Heute sind seine Werke nahezu vergessen - zu unrecht, wie die vorliegende CD beweist. Diese Musik ist wunderbar. Einmal mehr zeigt Ludwig Güttler mit seinen "Virtuosi Saxoniae", dass in den europäischen Archiven noch viele Schätze schlummern, deren Wiederentdeckung lohnt. Das "Salve Regina" beispielsweise ist überaus anspruchsvoll. Die Altistin Elisabeth Wilke aber hat an den hohen Anforderungen hörbar Vergnügen. Auch Katherina Müller, Ulrike Staude, Gerald Hupach und Wolf Matthias Friedrich sowie das Ensemble "Ars Vocalis", bestehend aus Mitgliedern des Chores der Semperoper Dresden, musizieren engagiert und klangschön. Eine Aufnahme, die man nur empfehlen kann.