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Montag, 24. März 2014

Rafael Aguirre - Guitar Recital (Naxos)

Rafael Aguirre gehört zu den welt- weit führenden Gitarrenvirtuosen. Er hat etliche internationale Wett- bewerbe gewonnen. Bei Naxos ist kürzlich seine zweite CD erschie- nen, mit Werken spanischer Komponisten sowie von den Klängen der iberischen Halbinsel beeinflusster Musik. So hat der Zauber spanischer Nächte offenbar Claude Debussy sehr beeindruckt, wie zwei Werke des Komponisten auf dieser CD zeigen. Aguirre spielt nicht nur temperamentvoll, son- dern auch sehr präzise und differenziert. Hörenswert! 

Sonntag, 4. November 2012

Pepe Romero - Spanish Nights (Deutsche Grammophon)

"Mit diesem Album habe ich ver- sucht, das Spanien meiner Jugend lebendig werden zu lassen", er- läutert Pepe Romero im Beiheft. "Ich habe Werke von Komponisten aus dieser Zeit ausgewählt, die meine Heimat meisterlich nach- zeichnen." 
Pepe Romero, ein Sohn des großen Gitarristen Celedonio Romero, kam 1944 in Málaga zur Welt. Wie seine Brüder Celin und Angel wuchs er mit der Gitarre auf; mit sieben Jahren gab er sein erstes Konzert. 1957 wanderte die Familie nach Amerika aus. Dort wurden die Romeros als Gitarrenensemble ebenso berühmt wie als Solisten. Mittlerweile musiziert die dritte Generation in dem Familienquartett. 
Im Laufe seines Lebens hat Pepe Romero tausende Konzerte gegeben, mit vielen Orchestern und Dirigenten. Er hat viele Werke uraufge- führt. Und er hat viele Menschen für die klassische Gitarrenmusik begeistert. Auf dieser CD versammelt der Gitarrenvirtuose Werke, die befreundete Komponisten geschaffen haben, und die ihn an Stationen seines Lebens erinnern. Insofern ist "Spanish Nights" möglicherweise das persönlichste Album des Gitarristen. Dass Romero vom ersten bis zum letzten Ton grandios musiziert, versteht sich ohnehin von selbst. 

Dienstag, 10. Juli 2012

Anabel Montesinos (Naxos)

Anabel Montesinos gehört ohne Zweifel zu den besten Gitarren- virtuosen der jungen Generation. Sie begann ihre musikalische Aus- bildung im Alter von fünf Jahren, und widmet sich seit ihrem sechsten Lebensjahr der Gitarre. Mit zwölf hat Montesinos auf Mallorca ihr erstes Solokonzert gespielt. Übermütig ist sie durch diese Wunderkind-Karriere nicht geworden, wie man sieht. Die Musikerin, Jahrgang 1984, hat an den Conservatorios Superiores de Música in Tarragona und in Alicante studiert, und mittlerweile eine Vielzahl von Wettbewerben gewonnen, darunter den renommierte Francisco Tárrega Gitarrenwettbewerb 2002 und den Michele Pitta- luga Wettbewerb in Alessandria 2010. Und sie hat Konzerterfahrung gesammelt; so musizierte sie gemeinsam mit Pac de Lucia im schwedischen Uppsala. Auf dieser CD präsentiert sie sich - wie sollte es anders sein - mit Gitarrenmusik aus Spanien von Fernando Sor über Enrique Granados, dessen Werke sie in eigenen Arrangements vorstellt, bis hin zu Joaquín Rodrigo. Die Stimmung der Musik ist zumeist elegisch bis melancholisch. Doch die Brillanz, mit der Montesinos hier musiziert, sorgt beim Zuhörer für gute Laune. Um die spanische Gitarrentradition jedenfalls muss man nicht bangen.

Samstag, 10. Dezember 2011

recital - Takeo Sato (Raccanto)

Takeo Sato begann bereits im Kin- desalter, Gitarre zu spielen. Den ersten Unterricht gab ihm sein Vater, der Gitarrenbauer Kazuo Sato. Schon vor Beginn seines Musikstudiums hat Takeo Sato einige der wichtigsten Wettbewer- be gewonnen; dennoch hat der junge Musiker sehr viel Zeit und Sorgfalt in seine weitere Ausbil- dung investiert. 
Dieser Aufwand war nicht vergeb- lich, wie seine Debüt-CD beweist. Sie zeigt einen handwerklich überaus souveränen und musikalisch reifen, ausdrucksstarken Solisten, der sich sowohl in der sogenannten Alten Musik als auch in der Moderne sicher bewegt. Es bereitet Freude, diesem jungen Gitarristen zuzuhören. Sato spielt übrigens ein phantastisches Instrument aus der Werkstatt seines Vaters. Diese Gitarre begeistert, weil sie so herrlich singen kann - und durch ein enormes Spektrum an Klangfarben, das der Solist abrufen kann. 

Sonntag, 13. März 2011

Adriano del Sal - Guitar Recital (Naxos)

Einer der derzeit besten jungen Gitarristen hat bei Naxos seiner erste CD eingespielt: Adriano Del Sal, ausgebildet von Stefano Viola und Paolo Pegoraro an der Fran- cisco Tárrega Accademia in Porde- none und am J. Tomadini Konser- vatorium in Udine, besuchte zu- sätzlich Meisterklassen bei bedeu- tenden Solisten, wie David Russell, Manuel Barrueco, Stefano Grondo- na, Angelo Giardino, Alberto Ponce und Carlo Marchione.
Del Sal hat bereits zwölf wichtige Wettbewerbe gewonnen, so den Julián Arcas Wettbewerb in Almería, den Michele Pittaluga Wettbewerb in Alessandria und den Francisco Tárrega Wettbewerb im spanischen Benecasim. Er erhielt zudem den Preis La chitarra d’oro als weltweit bester Nachwuchsgitarrist. 

Del Sal spielt eine Konzertgitarre des deutschen Gitarrenbauers Matthias Dammann, Neuhaus am Inn. Dieses Instrument klingt wirklich exzellent, wie diese CD zeigt, die in erster Linie Virtuosen- literatur von Francisco Tárrega, Fernando Sor, Federico Moreno Torroba und Joaquín Rodrigo enthält. Zum Schluss, und als beson- deres Bonbon gibt's Filmmusik aus The Mission - Gabriel's Oboe von Ennio Morricone in einem Arrangement für die Konzertgitarre. Adriano Del Sal beeindruckt mit einer herausragenden Technik, die keinerlei Schwierigkeiten zu kennen scheint. Wer klassische Gitar- renmusik liebt, der sollte sich diesen Namen merken.