Zum 150. Geburtstag von Enrique Granados (1867 bis 1916) veröffentlichte Naxos eine Drei-CD-Box mit Orchester- musik des spanischen Komponisten. Granados gehörte, ebenso wie Isaac Albéniz und Manuel de Falla, zu den Erneuerern der spanischen Musik. Die Komponisten, allesamt Schüler von Felipe Pedrell, nutzten dabei vor allem das Vorbild der Volksmusik.
Die Aufnahmen in dieser Box waren ursprünglich 2016 auf drei einzelnen CD erschienen. Man staune, aber es sind zahlreiche Weltersteinspielungen dabei. Die Interpretationen durch das Orquestra Simfònica de Barcelona i National de Catalunya unter Leitung von Pablo González wurden von Kritikern weltweit hochgelobt. Und auch ich kann mir einen authentischeren Vortrag kaum vorstellen.
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Donnerstag, 3. Mai 2018
Freitag, 30. Januar 2015
Junhong Kuang (Naxos)
In Iserlohn, wo ein ausgesprochen renommiertes Gitarren-Symposion stattfindet, wurde er bestaunt: Beim
5. Internationalen Gitarrenwettbe- werb, dem höchstdotierten in Deutschland, erregte Junhong Kuang schon bei seinem Debüt 2012 Aufsehen. Damals belegte er den dritten Platz, obwohl er gerade einmal zwölf Jahre alt war. Mit
14 Jahren durfte der junge Virtuose in Iserlohn bereits im Eröffnungs- konzert spielen, und belegte im Wettbewerb Platz zwei. Das ist ein ziemliches Wunder, denn das Festival gilt als eine Art Familientreffen der weltbesten Gitarristen, und zugleich als Sprungbrett für eine internationale Konzertkarriere.
Junhong Kuang, der aus Tibet stammt, übt seit seinem sechsten Lebens- jahr auf dem Instrument. Irgendwann hat er allerdings beschlossen, dass er nicht, wie sein Vater, Rockgitarrist werden möchte. So spielte er 2009 am Sichuan-Konservatorium in Chengdu vor – und seitdem besucht er vormittags dort die Schule, und am Nachmittag übt er, viele Stunden täglich. Das hat sich ausgezahlt. Denn mit Unterstützung durch seinen Professor Xu Bao ist aus dem Jungen ein virtuoser Gitarrist geworden, der in bedeutenden Konzertsälen gastiert und zudem etliche wichtige Wettbewerbserfolge vorzuweisen hat. So hat er mittlerweile selbst in der Carnegie Hall in New York gespielt, wo ihn das Publikum mit Standing Ovations feierte. Sein Debütalbum ist nun im Rahmen der Laureate Series bei Naxos erschienen. Wer es nicht weiß, der wird gar nicht bemerken, dass die anspruchsvolle Gitarrenmusik auf dieser CD, von Bach bis Castelnuovo-Tedesco, durch einen Jungen vorgetragen wird. Junhong Kuang spielt technisch unglaublich perfekt, und mit tief empfundenem Ausdruck. Bravo!
5. Internationalen Gitarrenwettbe- werb, dem höchstdotierten in Deutschland, erregte Junhong Kuang schon bei seinem Debüt 2012 Aufsehen. Damals belegte er den dritten Platz, obwohl er gerade einmal zwölf Jahre alt war. Mit
14 Jahren durfte der junge Virtuose in Iserlohn bereits im Eröffnungs- konzert spielen, und belegte im Wettbewerb Platz zwei. Das ist ein ziemliches Wunder, denn das Festival gilt als eine Art Familientreffen der weltbesten Gitarristen, und zugleich als Sprungbrett für eine internationale Konzertkarriere.
Junhong Kuang, der aus Tibet stammt, übt seit seinem sechsten Lebens- jahr auf dem Instrument. Irgendwann hat er allerdings beschlossen, dass er nicht, wie sein Vater, Rockgitarrist werden möchte. So spielte er 2009 am Sichuan-Konservatorium in Chengdu vor – und seitdem besucht er vormittags dort die Schule, und am Nachmittag übt er, viele Stunden täglich. Das hat sich ausgezahlt. Denn mit Unterstützung durch seinen Professor Xu Bao ist aus dem Jungen ein virtuoser Gitarrist geworden, der in bedeutenden Konzertsälen gastiert und zudem etliche wichtige Wettbewerbserfolge vorzuweisen hat. So hat er mittlerweile selbst in der Carnegie Hall in New York gespielt, wo ihn das Publikum mit Standing Ovations feierte. Sein Debütalbum ist nun im Rahmen der Laureate Series bei Naxos erschienen. Wer es nicht weiß, der wird gar nicht bemerken, dass die anspruchsvolle Gitarrenmusik auf dieser CD, von Bach bis Castelnuovo-Tedesco, durch einen Jungen vorgetragen wird. Junhong Kuang spielt technisch unglaublich perfekt, und mit tief empfundenem Ausdruck. Bravo!
Donnerstag, 31. Januar 2013
Ida Presti & Alexandre Lagoya, Vol. 2 (Idis)
Da wir gerade über Ida Presti geschrieben haben - bei Idis sind auch Aufnahmen wiederver- öffentlicht worden, die sie im Duo mit Alexandre Lagoya (1927 bis 1999) eingespielt hat. Der Ehe- mann der Gitarristin war ein Schüler von Andrés Segovia.
Das Paar musiziert ausgesprochen harmonisch; Presti und Lagoya spielen wie aus demselben Ge- danken und dem gleichen Atem- zug. Wer diese Aufnahmen gehört hat, der ahnt, warum die beiden großartigen Musiker als Gitarrenduo ebenso berühmt waren, wie zuvor als Solisten.
Das Paar musiziert ausgesprochen harmonisch; Presti und Lagoya spielen wie aus demselben Ge- danken und dem gleichen Atem- zug. Wer diese Aufnahmen gehört hat, der ahnt, warum die beiden großartigen Musiker als Gitarrenduo ebenso berühmt waren, wie zuvor als Solisten.
Dienstag, 10. Juli 2012
Anabel Montesinos (Naxos)
Anabel Montesinos gehört ohne Zweifel zu den besten Gitarren- virtuosen der jungen Generation. Sie begann ihre musikalische Aus- bildung im Alter von fünf Jahren, und widmet sich seit ihrem sechsten Lebensjahr der Gitarre. Mit zwölf hat Montesinos auf Mallorca ihr erstes Solokonzert gespielt. Übermütig ist sie durch diese Wunderkind-Karriere nicht geworden, wie man sieht. Die Musikerin, Jahrgang 1984, hat an den Conservatorios Superiores de Música in Tarragona und in Alicante studiert, und mittlerweile eine Vielzahl von Wettbewerben gewonnen, darunter den renommierte Francisco Tárrega Gitarrenwettbewerb 2002 und den Michele Pitta- luga Wettbewerb in Alessandria 2010. Und sie hat Konzerterfahrung gesammelt; so musizierte sie gemeinsam mit Pac de Lucia im schwedischen Uppsala. Auf dieser CD präsentiert sie sich - wie sollte es anders sein - mit Gitarrenmusik aus Spanien von Fernando Sor über Enrique Granados, dessen Werke sie in eigenen Arrangements vorstellt, bis hin zu Joaquín Rodrigo. Die Stimmung der Musik ist zumeist elegisch bis melancholisch. Doch die Brillanz, mit der Montesinos hier musiziert, sorgt beim Zuhörer für gute Laune. Um die spanische Gitarrentradition jedenfalls muss man nicht bangen.
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