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Freitag, 29. Juni 2018

Lost in Temptation - Alliage Quintett (Sony)

„The only way to get rid of tempta- tion is to yield to it“, notierte einst Oscar Wilde. An dieses Zitat musste ich beim Anhören der aktuellen CD des Alliage Quintetts denken. Die Musiker spielen nicht nur inhaltlich mit Verlockungen, die bekanntlich schon so manchen Helden vom rechten Wege hinweg geführt haben. Auch klanglich hat diese Reise durch die Musikgeschichte ganz enorme Reize. Ob Songs aus Kurt Weills Dreigroschenoper oder die Suite aus The Fairy Queen von Henry Purcell – das Alliage Quintett zeigt, wie abwechslungsreich vier Saxophone und ein Klavier bzw. ein Cembalo in geschickten Arrangements kombiniert werden können. Auch klanglich sind diese Blasinstrumente unglaublich flexibel. Insofern ist diese CD in der Tat eine Versuchung, der man unbedingt nachgeben sollte. Es lohnt sich! 

Dienstag, 30. August 2016

Fantasia - Alliage Quintett & Sabine Meyer (Sony)

Was denn – das sollen wirklich nur vier Saxophone plus ein Klavier sein? Das Alliage Quintett überrascht mit sattem orchestralen Sound; Daniel Gauthier, Magdalena Lapaj, Asya Fateyeva und Sebastian Pottmeier können allerdings auch verblüffend schlank und lieblich musizieren, ebenso wie Jang Eun Bae am Klavier. 
Auf ihrem neuen Album Fantasia laden die zweifachen Echo-Klassik-Preisträger zu einer musikalischen Märchenreise ein – und dafür haben sie sich mit der Klarinettistin Sabine Meyer zusammengetan. Die CD beginnt mit den Polowetzer Tänzen aus Alexander Borodins Fürst Igor, für diese Besetzung arrangiert von Stéphane Gassot und Camille Pépin. 
Ebenso populär ist Der Feuervogel von Igor Strawinsky, hier zu hören in einer Bearbeitung von Sebastian Gottschick. Goethes Zauberlehrling inspirierte einst Paul Dukas zu einer Komposition; sie erklingt auf dieser CD in einem Arrangement von Rainer Schottstädt. Ihm ist es beispiels- weise kongenial gelungen, den wankenden Besen, im Original hörbar gemacht durch Fagott und Klarinette, auf Bariton-Saxophon und Klarinette zu übertragen. 
Die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein arrangierte Itai Soboi speziell für die sechs Musiker. Die Fünf Stücke für Orchester von Dmitri Schostakowitsch entstammen seinen Filmmusiken und Balletten; davon existiert eine Fassung für zwei Violinen und Klavier von Schostakowitschs Freund Levon Atovmian. Das Alliage Quintett setzte diese mit Blasinstru- menten um, in unterschiedlichen Besetzungen. Die Aufnahme verbindet kammermusikalische Intimität und Raffinesse mit magischem Orchester- klang. Faszinierend!