Was denn – das sollen wirklich nur vier Saxophone plus ein Klavier sein? Das Alliage Quintett überrascht mit sattem orchestralen Sound; Daniel Gauthier, Magdalena Lapaj, Asya Fateyeva und Sebastian Pottmeier können allerdings auch verblüffend schlank und lieblich musizieren, ebenso wie Jang Eun Bae am Klavier.
Auf ihrem neuen Album Fantasia laden die zweifachen Echo-Klassik-Preisträger zu einer musikalischen Märchenreise ein – und dafür haben sie sich mit der Klarinettistin Sabine Meyer zusammengetan. Die CD beginnt mit den Polowetzer Tänzen aus Alexander Borodins Fürst Igor, für diese Besetzung arrangiert von Stéphane Gassot und Camille Pépin.
Ebenso populär ist Der Feuervogel von Igor Strawinsky, hier zu hören in einer Bearbeitung von Sebastian Gottschick. Goethes Zauberlehrling inspirierte einst Paul Dukas zu einer Komposition; sie erklingt auf dieser CD in einem Arrangement von Rainer Schottstädt. Ihm ist es beispiels- weise kongenial gelungen, den wankenden Besen, im Original hörbar gemacht durch Fagott und Klarinette, auf Bariton-Saxophon und Klarinette zu übertragen.
Die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein arrangierte Itai Soboi speziell für die sechs Musiker. Die Fünf Stücke für Orchester von Dmitri Schostakowitsch entstammen seinen Filmmusiken und Balletten; davon existiert eine Fassung für zwei Violinen und Klavier von Schostakowitschs Freund Levon Atovmian. Das Alliage Quintett setzte diese mit Blasinstru- menten um, in unterschiedlichen Besetzungen. Die Aufnahme verbindet kammermusikalische Intimität und Raffinesse mit magischem Orchester- klang. Faszinierend!
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Dienstag, 30. August 2016
Dienstag, 2. September 2014
Classiques francais (Genuin)
Wer französische Musik des
19. Jahrhunderts vorstellen möch- te, der wird in erster Linie an die Bühne denken, an Ballette und Opern. Das meint Thomas Clamor, künstlerischer Leiter der Sächsi- schen Bläserphilharmonie – und hat einige gelungene Arrange- ments für diese CD zusammen- getragen, die die Musiker wohl ebenso begeistert haben dürften wie das Publikum.
So hat Paul Dukas (1865 bis 1935) das Ballett La Péri mit einer Fan- fare eröffnet, die überaus exotisch wirkt. Damit eröffnen die Bläser, die in Bad Lausick bei Leipzig ihre künstlerische Heimstatt haben, das Programm. Von Georges Bizet (1838 bis 1875) erklingt Musik aus der Oper Carmen, bekannte Melodien, die wohl jedermann mitpfeifen kann, sowie eine Orchestersuite mit Musik zu Alphonse Daudets Stück Das Mädchen aus Arles. Während das Schauspiel schnell in Verges- senheit geraten ist, sind Bizets stimmungsvolle Klänge noch heute des öfteren im Konzert zu hören. Wenig bekannt hingegen ist die Musik von Jean René Désiré Francaix (1912 bis 1997). Le gai Paris – Das fröhliche Paris – kombiniert französischen Charme mit einem vir- tuosen Trompetenpart, der von Sven Geipel gekonnt vorgetragen wird. Den Abschluss bilden zwei populäre Werke von Maurice Ravel (1875 bis1937), die Pavane pour une infante défunte sowie der be- rühmte Boléro, als finaler Klangrausch.
19. Jahrhunderts vorstellen möch- te, der wird in erster Linie an die Bühne denken, an Ballette und Opern. Das meint Thomas Clamor, künstlerischer Leiter der Sächsi- schen Bläserphilharmonie – und hat einige gelungene Arrange- ments für diese CD zusammen- getragen, die die Musiker wohl ebenso begeistert haben dürften wie das Publikum.
So hat Paul Dukas (1865 bis 1935) das Ballett La Péri mit einer Fan- fare eröffnet, die überaus exotisch wirkt. Damit eröffnen die Bläser, die in Bad Lausick bei Leipzig ihre künstlerische Heimstatt haben, das Programm. Von Georges Bizet (1838 bis 1875) erklingt Musik aus der Oper Carmen, bekannte Melodien, die wohl jedermann mitpfeifen kann, sowie eine Orchestersuite mit Musik zu Alphonse Daudets Stück Das Mädchen aus Arles. Während das Schauspiel schnell in Verges- senheit geraten ist, sind Bizets stimmungsvolle Klänge noch heute des öfteren im Konzert zu hören. Wenig bekannt hingegen ist die Musik von Jean René Désiré Francaix (1912 bis 1997). Le gai Paris – Das fröhliche Paris – kombiniert französischen Charme mit einem vir- tuosen Trompetenpart, der von Sven Geipel gekonnt vorgetragen wird. Den Abschluss bilden zwei populäre Werke von Maurice Ravel (1875 bis1937), die Pavane pour une infante défunte sowie der be- rühmte Boléro, als finaler Klangrausch.
Donnerstag, 15. August 2013
Portrait (Genuin)
10 for Brass – das sind zwölf exzellente junge Blechbläser, die sich der Kammermusik ver- schrieben haben. Martin Gierden, Anne Heinemann, Rudolf Lörinc, Lukas Paulenz und Andre Schoch, Trompete, Swantje Vesper und Felix Wilmsen, Horn, Jan Donner, Matthias Haakh, Johannes Weidner und Florian Zerbaum, Posaune, sowie Alexander Tischendorf, Tuba, musizieren seit 2010 gemeinsam in dieser Formation. Sie studieren überwiegend an verschiedenen deutschen Musik- hochschulen. Einige der jungen Bläser haben bereits Engagements bei namhaften Orchestern.
Die Musiker wurden mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet; so haben sie 2011 beim Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium erhalten. Ihre Konzerte kommen beim Publikum wie bei der Presse gut an – kein Wunder, dass sie nun auch eine CD vorlegen wollen. Das erste Album hat das Blechbläser-Ensemble teilweise über Crowd- funding finanziert.
Die Mühe hat sich gelohnt, denn das Debüt ist gelungen. Die Werke, die die Zwölf dafür ausgewählt haben, reichen von Giovanni Gabrieli bis zu Duke Ellington, und von Händels bekannter Ankunft der Königin von Saba bis zur Bruckner-Etüde für das tiefe Blech aus der Feder von Enrique Crespo, dem langjährigen Spiritus rector von German Brass. Die Bläser von 10 for Brass begeistern mit ihrem satten, runden, harmonischen Ensembleklang. Ihr Spiel ist wirklich perfekt, und ihre Spielfreude überträgt sich auf den Hörer; allerdings dürfen sie gern noch etwas mehr Temperament entwickeln. Wer Bläsermusik liebt, der sollte dieses Album auf keinen Fall verpassen – es lohnt sich!
Die Musiker wurden mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet; so haben sie 2011 beim Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium erhalten. Ihre Konzerte kommen beim Publikum wie bei der Presse gut an – kein Wunder, dass sie nun auch eine CD vorlegen wollen. Das erste Album hat das Blechbläser-Ensemble teilweise über Crowd- funding finanziert.
Die Mühe hat sich gelohnt, denn das Debüt ist gelungen. Die Werke, die die Zwölf dafür ausgewählt haben, reichen von Giovanni Gabrieli bis zu Duke Ellington, und von Händels bekannter Ankunft der Königin von Saba bis zur Bruckner-Etüde für das tiefe Blech aus der Feder von Enrique Crespo, dem langjährigen Spiritus rector von German Brass. Die Bläser von 10 for Brass begeistern mit ihrem satten, runden, harmonischen Ensembleklang. Ihr Spiel ist wirklich perfekt, und ihre Spielfreude überträgt sich auf den Hörer; allerdings dürfen sie gern noch etwas mehr Temperament entwickeln. Wer Bläsermusik liebt, der sollte dieses Album auf keinen Fall verpassen – es lohnt sich!
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