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Mittwoch, 26. Januar 2022

In Search Of (Avi-Music)


Seit zehn Jahren sind die Pianisten Gülru Ensari und Herbert Schuch ein Paar - und gefunden haben sie sich nicht nur fürs Leben, sondern auch auf dem Konzertpodium. Zwar musizieren die beiden noch immer solistisch, und sind auch begehrte Kammermusikpartner. Doch als Duo haben sie bereits zwei erfolgreiche Alben zusammen eingespielt, „Go East“ und „Dialogues“. 

Dabei war schon zu erkennen, dass die Künstler höchst unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen mitbringen - was ihre Partnerschaft aber offensichtlich beflügelt. Die Geburt ihrer Tochter Kayra hat Gülrü Ensari und Herbert Schuch nun veranlasst, sich auf die Suche nach Kindheitserinnerungen zu begeben. 

„Wir hatten beide einen Plattenspieler zuhause“, meint Gülru Ensari – doch das war es dann offensichtlich auch schon fast mit dem Gemeinsamkeiten. Im Beiheft ist beschrieben, dass Herbert Schuch seine Kindheit in Ceauşescu-Rumänien verbracht hat und zunächst „im Grünen“ aufgewachsen ist. Er gehört zur Minderheit der Banater Schwaben, und seine Familie liebte ungarische Operettenmelodien. 

Gülru Ensari kam in Istanbul zur Welt – einer Metropole zwischen Orient und Okzident. Auch ihre Kindheit war erfüllt von Musik, klassischer westlicher Musik, denn ihre Mutter war Pianistin, und deshalb wuchs sie mit Brahms, Dvořák und Tschaikowski auf. 

Erinnern konnten sich beide an Pjotr Tschaikowskis Ballett Der Nussknacker, dass sie schon als Kinder geliebt haben. Es erklingt hier in einer Fassung für zwei Klaviere von Nicolas Economou. Außerdem haben die Pianisten ausgewählte Ungarische Tänze von Johannes Brahms mit Antonin Dvořáks Slawischen Tänzen kombiniert – wobei sie den Hörer trotz orchestraler Vielfarbigkeit mit präzise herausgearbeiteten musikalischen Strukturen beglücken. „Uns interessierte die Begegnung, der Dialog, das Zusammenbringen von Unterschieden“, erklärt Herbert Schuch. „So wie es sich auch in unserer persönlichen Geschichte zeigt.“ Und im Klavierspiel des Duos, das auch im beim gemeinsamen Musizieren darauf besteht, Individualität produktiv einzubringen. 

Die Aufnahme schließt mit dem Auftragswerk Sarmal („Spirale“) des türkischen Komponisten Oğuzhan Balcı. Gülru Ensaris Mutter hat den Geiger oft am Klavier begleitet. Später, als auch Gülru Klavier studierte, stand er ihr als Konzertmeister und Dirigent bei Orchesterkonzerten zur Seite. Sein Stück Sarmal entfaltet einen regelrechten Sog, wie ein Gedankenwirbel; man kann dabei meditieren oder aber der eigenen Kindheit nachsinnen. Aus starken Wurzeln erwächst Neues, wie diese CD zeigt. Überaus spannend!
 

Sonntag, 16. Mai 2021

Fremde Heimat (Oehms Classics)


 Das Wandern und der Wanderer sind zentrale Sujets der deutschen Romantik. Der Reiz der großen weiten Welt, die Entdeckungslust und der Verlust von Heimat – das sind Erfahrungen, die nicht nur die Dichter, sondern auch Komponisten zu großartigen Werken bewegt haben. Rafael Fingerlos hat eine Liedauswahl zusammengestellt, die vom frohen Aufbruch über die Begegnung mit der Fremde bis hin zur Entfremdung vom Beschreiten des Lebensweges erzählt. 
Die CD macht deutlich, dass abseits von Schuberts Winterreise viel zu entdecken ist. Rafael Fingerlos gelingen zudem sensible, tiefgreifende Liedinterpretationen – und Sascha El Mouissi begleitet den Bariton feinfühlig am Klavier. 

Samstag, 16. Januar 2021

Masterpieces Among Peers (Tyxart)


 Zwei Spätwerke kombiniert das Namirovsky-Lark-Pae Trio auf diesem Album: Es erklingen die überarbeitete Version des Klaviertrios Nr. 1 op. 8 von Johannes Brahms (1833 bis 1897) und das Klaviertrio Nr. 2, H. 178 von Frank Bridge (1879 bis 1941). 

Diese Zusammenstellung „mag auf den ersten Blick als eine seltsame Wahl erscheinen“, räumt Misha Namirovsky ein. Doch das Anliegen des Pianisten ist es, gemeinsam mit Tessa Lark, Violine, und Deborah Pae, Violoncello, sowohl das Publikum als auch die Musikerkollegen auf Bridges Komposition aufmerksam zu machen. 

Deshalb stellt das Ensemble bei seinem CD-Debüt sein Klaviertrio neben Brahms‘ beliebtes und bekanntes Werk. Die Aufnahme vermag in jeder Hinsicht zu überzeugen. 


Mittwoch, 16. September 2020

Grigory Sokolov. Beethoven - Brahms - Mozart. (Deutsche Grammophon)

Grigory Sokolov ist als Pianist noch immer eine Klasse für sich. Seit vielen Jahren spielt der Musiker ausschließlich Solo-Recitals. Er tritt nur in Mitteleuropa auf, und er meidet Medienrummel ebenso wie Marketingstrategen. Er gibt keine Interviews, und er stellt seine Programme so zusammen, wie er es für richtig hält. 
Viele Jahre lang hat Sokolov keinerlei Aufnahmen erlaubt. Es ist ein großer Gewinn, dass er nun zumindest ausgewählte Live-Mitschnitte für eine Veröffentlichung freigibt. 
Denn seine Konzentration auf die Musik, seine brillante Technik und seine bewundernswerte Autonomie ermöglichen ihm Interpretationen von enormer Tiefe und Klarheit. Sokolov musiziert mit höchster Präzision; seine Artikulation ist atemberaubend, Nuancen- und Farbenreichtum seines Spiels sind faszinierend. Das ist Klavierkunst auf allerhöchstem Niveau, wie aus einer anderen Welt. 
Diese Box enthält die Sonate in C-Dur op. 2 Nr. 3 sowie die Bagatellen op. 119 von Ludwig van Beethoven, sowie die Klavierstücke op. 118 und 119 von Johannes Brahms und sieben wunderbare Zugaben. Diese wählt Sokolov stets mit derselben Sorgfalt aus wie die „großen“ Stücke. 
Zu hören sind in diesem Falle das Impromptu in As-Dur D 935/2 von Franz Schubert, Les Sauvages von Jean-Philippe Rameau, das Intermezzo in b-Moll op. 117/2 von Johannes Brahms, Le Rappel des Óiseaux, ebenfalls von Rameau, das Prelude in gis-Moll op. 32/12 von Sergej Rachmaninoff, Schuberts  Allegretto in c-Moll D 915 und Des pas sur la neige aus den Préludes von Claude Debussy. Als Zugabe gibt es außerdem eine DVD, mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. 

Samstag, 27. Juni 2020

Brahms (Sony)

Mit Chormusik hat sich Johannes Brahms (1833 bis 1897) zeitlebens beschäftigt. Er hat selbst sehr verschiedene Chöre geleitet, und eine Vielzahl von weltlichen und geistlichen Chorwerken komponiert. 
Die Mitglieder des Rundfunkchores Berlin schätzen diese Kompositionen sehr. Gijs Leenaars, Chefdirigent und künstlerischer Leiter, freut sich darüber, dass nun mit dieser CD einen Herzenswunsch des Ensembles verwirklicht wurde. Das Album hat ein interessantes Konzept: „Ich finde, eine große Stärke des Rundfunkchores Berlin ist seine Wandlungsfähigkeit“, so der Chorleiter, „sowohl als großes Instrument für Chorsinfonik, bei der die richtige Balance zwischen Orchester und Vokalstimmen eine Herausforderung darstellt, als auch für die A-cappella-Arbeit, bei der die eigene fein trainierte Klangvorstellung sehr wichtig ist.“ 
Brahms fordert beides – und die Profis aus Berlin haben für diese CD ein Programm zusammengestellt, das den ganzen Reichtum seines Schaffens auf allerhöchstem Niveau präsentiert. Es beginnt mit dem Schicksalslied op. 54, einer der bedeutendsten Kompositionen für Chor und Orchester von Johannes Brahms, gefolgt von der A-cappella-Motette Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen op. 74 Nr. 1. Zu hören sind auch die Nänie op. 82 für gemischten Chor und Orchester, die Drei Gesänge op. 42 für sechsstimmigen Chor a cappella, Es tönt ein voller Harfenklang op. 17 Nr. 1 für dreistimmigen Frauenchor, Horn und Harfe sowie das Geistliche Lied op. 30 für gemischten Chor und Streichorchester in einem Arrangement von Sir John Gardiner. 
Die meisten dieser Stücke sind selten zu hören, weil Laienchöre damit heutzutage üblicherweise heillos überfordert wären. Umso mehr freut man sich über die farben- und nuancenreiche Interpretation dieser Pretiosen der Chorliteratur durch den Berliner Rundfunkchor; das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin übernimmt den Orchesterpart. Exzellent!

Dienstag, 18. Februar 2020

Schumann: Spanisches Liederspiel, Brahms: Liebesliederwalzer (Orfeo)

Ein Mitschnitt von einem wirklich grandiosen Liederabend: 1974 haben Edith Mathis, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Walter Berry bei den Salzburger Festspielen Robert Schumanns Spanisches Liederspiel op. 74 und Johannes Brahms‘ Liebeslieder-Walzer op. 52 vorgetragen. Am Klavier begleitete das Solistenquartett zunächst Erik Werba, zu dem sich dann Paul Schilhawsky gesellte. Exzellente Interpreten, die ausgesprochen lebhaft gestalten und dazu noch mit einer Musizierlust agieren, die man selbst am Lautsprecher förmlich mitfühlen kann. Ein Zeugnis erstklassiger Gesangskultur – vielen Dank an das Label Orfeo, das diese Aufnahme nun wieder zugänglich macht. Hörgenuss vom Allerfeinsten.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Clara Schumann and her Family (MDG)

Eine ganz besondere CD hat die Pianistin Ira Maria Witoschynskyj im Gedenken an eine berühmte Kollegin bei Dabringhaus und Grimm veröffentlicht: Mit ihrem Aufnahme- projekt erkundete sie das familiäre Umfeld von Clara Schumann, der bedeutendsten Pianistin des 19. Jahrhunderts, deren 200. Geburtstag in diesem Jahr von der Musikwelt gefeiert wurde. 
Clara Schumann (1819 bis 1896) war eine Ausnahmekünstlerin, die sich nicht so recht in das biedermeierliche Bild von Familie einfügen lässt. Denn mit ihrem Klavierspiel ernährte sie ihre Familie, den komponierenden Gatten Robert oftmals inklusive – Konzertreisen also statt Kinder, Küche, Kirche. Und zunehmend wird auch ihr eigenes Schaffen geschätzt. 
Diese CD, entstanden anlässlich des 100. Todestages von Clara Schumann 1996, gilt dennoch dem familiären Umkreis der Musikerin. Denn dort gibt es noch immer einiges zu entdecken; Ira Maria Witoschynskyj hat das Programm dafür gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Joachim Draheim mit großer Sorgfalt vorbereitet und begeistert fast durchweg mit Ersteinspielungen. 
Die Werke von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms und Claras Halbbruder Woldemar Bargiel (1828 bis 1897) ergeben ein ungemein erhellendes Bild ihrer kompositorischen Kompetenz und der künstlerischen Atmosphäre im engsten Kreis ihrer Familie. Clara Schumann tritt uns darin nicht nur als Virtuosin, Komponistin, Arrangeurin und als Assistentin Robert Schumanns, sondern auch als Widmungsempfängerin, Schwester, Freundin, Ehefrau und Mutter entgegen. Hinreißend, voller Überraschungen, und obendrein exquisit gespielt. Brava!

Donnerstag, 28. November 2019

Brahms: Violin Concerto / Double Concerto (Naxos)

Dass Tianwa Yang auch Standardrepertoire kann, zeigt sie beim Violinkonzert von Johannes Brahms (1833 bis 1897). Dieses spielt sie wirklich phänomenal; sie musiziert technisch brillant, klug strukturiert und mit herrlichem, beseelten Ton. Unterstützt wird sie dabei durch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Antoni Wit, das in der bewährten Akustik der Berliner Jesus-Christus-Kirche seinen Part zu dieser Aufnahme beiträgt, die an Klangschönheit kaum zu übertreffen ist. Auf der CD erklingt zudem Brahms' populäres Doppelkonzert, das Tianwa Yang gemeinsam mit dem Berliner Cellisten Gabriel Schwabe interpretiert. Wie diese beiden Solisten miteinander in den Dialog treten, das ist einfach großartig. Eine Einspielung, die bis zur letzten Note spannend bleibt. 

Montag, 28. Oktober 2019

Mireille Mathieu - Mes Classiques (Sony)

Wohl jeder Klassikfreund hat seine Lieblingsmelodien, und mitunter lässt man sich vielleicht auch dazu hinreißen, laut mit dem Orchester mitzusingen. Doch während Sie und ich das in den heimischen vier Wänden tun, möglicherweise beim Putzen oder aber unter der Dusche, hat ein Weltstar ein Album daraus gemacht: Mit „Mes Classiques“ erfüllt sich Mireille Mathieu einen Lebenstraum und zollt ihren liebsten klassischen Werken Tribut. Sie wählte bekannte Melodien von Komponisten wie Tschaikowsky, Mozart, Brahms, Schubert, Fauré und Händel aus und ließ sie von Textern und Arrangeuren zu Liedern umarbeiten. 
Wer also schon immer einmal hören wollte, wie Mireille Mathieu, mit ihrer charakteristischen Stimme, das Thema aus Tschaikowskis erstem Klavierkonzert, César Francks Panis Angelicus oder aber Händels berühmte Arie Lascia ch'io pianga anstimmt, dem sei dieses Album empfohlen. Wir lauschen respektvoll (gesungen wird immerhin in sieben verschiedenen Sprachen!) und freuen uns über das Beiheft mit vielen Fotos, die die Sängerin in großer Robe in der Prager Burg zeigen. 

Sonntag, 30. Juni 2019

Brahms: Ein deutsches Requiem (Capriccio)

Wiederentdeckung einer älteren Aufnahme, die ich persönlich hoch schätze: Capriccio hat eine Interpretation von Brahms Ein deutsches Requiem wieder veröffentlicht, die Herbert Kegel 1985 mit dem damaligen Rundfunkchor und Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig eingespielt hat. Solisten waren Mari Anne Häggander und Siegfried Lorenz. 
Es ist dies eine kantige, schwermütige, mitunter auch schroffe Interpretation; zu Brahms' Werk aber passt diese Lesart in ihrer Konsequenz ausgezeichnet. Die beiden Leipziger Ensembles haben unter der Leitung ihres langjährigen Chefdirigenten eine grandiose Einspielung erarbeitet, die wohl für alle Zeit Maßstäbe setzt. Für den Kapellmeister freilich, der hier im Zenit seines Schaffens zu erleben ist, war es eine bittere Zeit: 1985 wurde Herbert Kegel in Dresden, gegen seinen Willen und seine Ambitionen, in Rente geschickt. Fünf Jahre später schied er aus dem Leben. 

Montag, 20. Mai 2019

Blue Hour (Deutsche Grammophon)

Musik für die blaue Stunde präsentiert Andreas Ottensamer auf dieser CD. Um die ganz besondere Stimmung jener kurzen Zeitspanne zwischen dem Sonnenuntergang und der nächtlichen Dunkelheit in Klängen zu vermitteln, wählte der Klarinettist romantische Musik von Johannes Brahms, Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy. 
Kernstück des Albums ist Webers Klarinettenkonzert Nr. 1 in f-Moll. Ottensamer musiziert gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern, dirigiert von Mariss Jansons. Man kennt sich, und man schätzt sich – Ottensamer, der einer Klarinettistendynastie entstammt, ist seit 2001 Soloklarinettist des Orchesters. 
Mindestens ebenso interessant sind aber die anderen Stücke des Programmes, die Ottensamer zusammen mit der Pianistin Yuja Wang vorträgt. Schon bei Brahms' Intermezzo in A-Dur, in einem Arrangement von Nicolai Popov, zeigt sich, welch betörende Gesangslinien die Klarinette in den Abendhimmel zu schicken vermag. Diese Sanglichkeit sowie ein faszinierendes Spektrum an Klangfarben fasziniert auch bei Mendelssohns Liedern ohne Worte, die Andreas Ottensamer selbst für Klarinette und Klavier bearbeitet hat – allerdings in einem dynamischen Prozess, wie der Musiker im Beiheft berichtet: „Ich hatte zunächst ein Arrangement gemacht, das von der Struktur her durchaus funktionierte“, so Ottensamer. „Dann habe ich es gemeinsam mit Yuja durchgespielt und geprobt und dabei sind nochmal komplett neue Ideen und Ansätze entstanden. Zum Beispiel dachte ich zunächst bei einer bestimmten Passage, es wäre schön, wenn das Klavier die Melodie übernimmt. Aber als wir das zusammen probten, entschieden wir, diese Linie zusammen unisono zu spielen. An anderer Stelle erwies es sich wiederum als interessanter, wenn Yuja allein übernimmt. Diese Flexibilität ist ein Luxus, den man nur hat, wenn man selbst arrangiert.“ 
Aus den Originalnoten spielte Ottensamer hingegen Brahms' Lied Wie Melodien zieht es mir, den Text stets vor Augen. „Dieser Text ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr blumig, es geht um Blüten, Düfte, um den Hauch – was sich ja wunderbar verbindet mit dem Klarinettenton“, so der Musiker. Johannes Brahms ist für Ottensamer ohnehin der romanti- sche Komponist. 
Wie das Klarinettenkonzert, so schrieb Weber seinerzeit auch das Grand Duo für Klarinette und Klavier für den grandiosen Solisten Heinrich Joseph Baermann. Ottensamer sieht darin eine Hommage an die italieni- sche Oper: „Was mir besonders gefällt, ist, dass Weber im Seitenthema des ersten Satzes einen Gassenhauer zitiert. Der Text lautet: 'Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht'. Die Melodie ist dieselbe, aber in einem anderen Metrum. Und daran sieht man den Charme, den Weber immer hat, der aber oft untergeht in der Wahrnehmung“, so der Musiker. „Gerade für die Klarinettisten gilt dieses Stück als hochseriöses Kernstück des Repertoires. Da entsteht dann die Gefahr, dass man die Leichtigkeit und den Witz vergisst.“ 
Ottensamer nimmt daher das Werk eher heiter und beschwingt als gewichtig-pathetisch. Gemeinsam mit Yuja Wang schwelgt er in herrlichen Melodielinien, lässt die Töne schweben – und bevor der Zuhörer gar zu sehr in schwärmerische Stimmung gerät, würzen die beiden Musiker ihren Vortrag dann ab und zu auch mit einer winzigen Prise Ironie. Sehr gelungen! 

Samstag, 18. Mai 2019

Balladen im Wandel der Zeit (Gramola)

Die Ballade gilt in erster Linie als eine Gattung des romantischen Zeitalters. So sind auch auf dieser CD etliche populäre Kompositionen aus jenen Jahren zu hören, wie Die beiden Grenadiere von Robert Schumann, Der König von Thule oder Erlkönig von Franz Schubert. Der Balladenspezialist Carl Loewe ist mit Prinz Eugen, Odins Meeresritt und Die Uhr vertreten. Robert Holzer, Bass, und sein Klavierpartner Thomas Kerbl haben für ihr Programm aber auch weniger bekannte Vertonungen ausgewählt, wie Prometheus, Grenzen der Menschheit oder Kreuzzug von Schubert oder Verrat von Johannes Brahms. Dazu kommen Raritäen wie Der König von Thule von Heinrich Marschner, Der Feuerreiter von Hugo Wolf und Die Ballade vom Bettelvogt von Wilhelm Weismann. 
Doch wie einen Rahmen platzieren Holzer und Kerbl noch zwei wesentlich ältere Stücke an Anfang und Ende ihrer CD. Hier erklingt auch die Drehleier, die Eberhard Kummer versiert spielt. Damit verweisen die Musiker auf den Ursprung der Ballade, die ja sehr viel älter ist – man darf getrost davon ausgehen, dass schon in grauer Vorzeit wandernde Sänger ihre Verse zu Strophen zusammengefasst und sie so vorgetragen haben. Man darf sich das als eine Art singende Zeitung vorstellen; spektakuläre Geschichten haben die Leute ganz sicher zu allen Zeiten gern angehört. Robert Holzer und Thomas Kerbl erzählen diese souverän; der Sänger singt nicht nur gut, sondern er spricht auch hervorragend, was heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. 

Mittwoch, 13. Februar 2019

Swan Songs (Avi-Music)

Der Sage nach stimmen Schwäne vor ihrem Tode ein letztes Lied an – und sie singen traurig, aber zugleich wunderschön. Ein berühmtes Beispiel für ein solches Werk ist der letzte Liederzyklus von Franz Schubert; er wurde nach dem Tode des Komponisten von seinem Verleger unter dem Titel „Schwanengesang“ veröffentlicht. 
Für diese CD hat Christian Immler einige dieser Lieder ausgewählt, und dazu noch weitere Werke zusammengetragen, die jeweils am Ende eines bewegten Lebens entstanden sind. Zu hören sind die Vier ernsten Gesänge, die Johannes Brahms ein Jahr vor seinem Tod im Andenken an die verstorbene Clara Schumann geschrieben hat. Bei den Liedern von Schubert und Brahms wird der Bariton am Klavier beleitet von Christoph Berner. 
Samuel Barber schrieb seine Drei Lieder op. 45 für Dietrich Fischer-Dieskau. Sie „haben mich schon seit meiner Studienzeit wegen ihrer Vielschichtigkeit, textlichen Raffinesse und melancholisch-morbiden Schönheit angesprochen“, meint Immler: „Das zweite Lied ‘A Green Lowland of Pianos’, das Barber als ‘das Lustige’ (‘a funny one’) beschrieben hat, transportiert uns elegant zu einer surrealer Kulisse in einem anderen Universum, wo eben des Abends ganz selbstverständlich ‘Herden schwarzer Klaviere den Fröschen’ lauschen!“ Entsprechend kurios ist die musikalische Gestaltung; die beiden anderen allerdings wirken ziemlich melancholisch. Pianist ist hier Danny Driver. 
Leonard Bernsteins Schwanengesang Arias and Barcarolles, aus dem Jahre 1988, ist voll Energie und Lebensfreude. Immler singt gemeinsam mit Mezzo-Sopranistin Anna Stéphany und begleitet von dem Klavierduo Danny Driver und Silvia Fraser diese abwechslungsreichen Miniaturen, ja, fast Miniatur-Opern. Das ist zunächst großes Drama, ganz wie am Broadway – doch dann klingt alles ruhig und innig aus. Ein sehr persönlicher Beitrag zum Bernstein-Jubiläum; voll Ehrfurcht erinnert sich Immler übrigens noch heute daran, wie er als 14jähriger Solist des Tölzer Knabenchores in Salzburg Bernstein das Solo aus Mahlers 4. Sinfonie vorsingen durfte. 

Sonntag, 3. Februar 2019

Alla Zingarese (Cedille)

Wenn sich Osten und Westen begegnen, dann geschehen mitunter erstaunliche Dinge. Wer hätte, beispielsweise, vermutet, dass zwei Geiger aus Shanghai und aus der Tschechischen Republik gemeinsam Zigeunerklänge erkunden? 
Yuan-Qing Yu und Pavel Šporcl kennen sich schon seit vielen Jahren; sie haben beide an der Southern Methodist University studiert, und sich damals ein Studio geteilt. Die Chinesin musiziert heute als Zweite Konzertmeisterin des Chicago Symphonie Orchestra sowie im Civitas Ensemble; ihr tschechischer Kollege ist in die Heimat zurückgekehrt, und hat dort das Gipsy Way Ensemble gegründet. Die Zigeunermusik schätzen beide – und mit dieser Doppel-CD gehen sie auf die Suche nach Spuren, die das reiche musikalische Erbe des über die halbe Welt verstreut lebenden Volkes in der klassischen Musik hinterlassen hat. 
In attraktiven Arrangements spielen die beiden Ensembles gemeinsam. Die Besetzung ist unkonventionell: Civitas besteht aus Yuan-Qing Yu, Violine, Kenneth Olsen, Violoncello, J. Lawrie Bloom, Klarinette und Bassklarinette sowie Winston Choi, Klavier. Das Gipsy Way Ensemble bilden Pavel Šporcl, Geige, Zoltán Sándor, Viola, Ján Rigó, Kontrabass und Tomáš Vontszemü, Cimbalom. Sie alle sind an ihren Instrumenten Virtuosen, und so begeistert diese CD nicht zuletzt durch Spontanität und Farbenreichtum. Brahms – warum nicht einmal ganz anders?

Herbert Kegel (Capriccio)

Den Dirigenten Herbert Kegel (1920 bis 1990) ehrt eine Sammelbox des Labels Capriccio. Er war ein Schüler von Karl Böhm, und wurde 1949 Chorleiter und Kapellmeister beim Sender Leipzig. 1953 wurde Kegel dann Chefdirigent des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters. 
Mit „seinem“ Orchester widmete er sich vor allem der zeitgenössischen Musik. Er bereitete sich akribisch vor, und verlangte auch von den Musikern und Sängern Präzision. Seine Proben – sie konnten durchaus zehn Stunden und mehr dauern – sind eine Legende; für die Musizierenden waren sie sicherlich vor allem eine Tortur. Doch seine Aufnahmen zeigen, warum die Künstler diese Strapazen auf sich nahmen: „Oft hat man den Eindruck – selbst bei Stücken, die man schon viele Male gehört hat und daher zu kennen glaubt – als hätte man jahrelang durch eine Milchglasscheibe geblickt und Kegels Interpretation habe den Schmierfilm vom Glas entfernt, sodass man nun ganz neue Details wahrnimmt, die man so noch nie zuvor gehört hatte“, beschreibt Rainer Aschemeier in seinem Geleitwort diesen Effekt. Die Orff-Einspielungen Kegels beispielsweise sind Ereignisse, ebenso seine Interpretationen der Mahler-Sinfonien. 
1977 wurde Kegel Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Das war ein großer Fehler, denn seine Ausflüge in die Moderne waren bei dem konservativen Dresdner Publikum nicht willkommen. Im Elbtal wollte man die Klassiker hören – und so erklingt auch auf diesen acht CD in erster Linie Beethoven. Neben den neun Sinfonien erklingen das Tripelkonzert – mit Peter Rösel, Klavier, Christian Funke, Violine und Jürnjakob Timm, Violoncello – und die Chorfantasie. Dazu gibt es eine CD mit allerlei kurzen Stücken, von Gluck über Glinka bis hin zu Sibelius. Komplettiert wird die Box durch Kegels legendäre Aufnahme des Brahms-Requiems aus dem Jahre 1985. Hier dirigiert er noch einmal „seine“ Leipziger Klangkörper. 
Im gleichen Jahr wurde Kegel in den Ruhestand verabschiedet. Es war zunächst ein Unruhestand, mit zahlreichen Projekten. Doch während man ihn in Japan verehrte und schätzte, verlor Kegel in der Heimat immer mehr an Bedeutung. Zur Wendezeit war der Dirigent dann nur noch ein Rentner – und tief depressiv. Im November 1990 wählte er den Freitod, was damals wenig interessierte. Seine Aufnahmen aber werden nun schrittweise wieder zugänglich. Auch diese CD-Box zeigt, wie wertvoll Herbert Kegels Arbeit war. 

Montag, 7. Januar 2019

Fritz Wunderlich - Lieder (SWR Music)

Der SWR hat in seine Archive gegriffen, und in dieser 3-CD-Box zahlreiche Aufnahmen zusammen- gestellt, die Fritz Wunderlich als Liedersänger zeigen. So enthält die Kollektion jene legendäre Live-Aufnahme von Robert Schumanns Dichterliebe, aufgezeichnet auf den Schwetzinger Festspielen 1965, die das enorme Gestaltungsvermögen des Tenors in beeindruckender Weise dokumentiert. Dazu hat freilich auch sein Klavierbegleiter Hubert Giesen mit beigetragen, der eine Klasse für sich ist – und der mit Wunderlich intensiv zu arbeiten pflegte. So kamen jene feinen Nuancen zustande, die bis heute begeistern. 
Mit Hubert Giesen hat Fritz Wunderlich auch eine großartige Interpretation von Franz Schuberts Liederzyklus Die schöne Müllerin eingespielt, und dazu einige weitere Lieder von Schubert und Ludwig van Beethoven. Außerdem finden sich in dieser Kollektion Lieder von Johannes Brahms, Hugo Wolf und Richard Strauss; am Klavier begleiten dabei Josef Müller-Mayen und Rolf Reinhardt den Sänger. Insgesamt bietet diese Edition einen Überblick über Wunderlichs Liedgesang, von den Anfängen bis kurz vor seinem viel zu frühen, tragischen Tod. Faszinierend! 

Sonntag, 6. Januar 2019

Brahms: Hungarian Dances (Delos)

Ungarische Tänze von Johannes Brahms – mit Violine? Das macht neugierig. Zwei Musiker haben sich nun zusammengetan, um diese erstklasssige Bearbeitung zu erkunden: Sabrina-Vivian Höpcker ist wie der Komponist in Hamburg geboren und hat in ihrer Familie ungarische und böhmische Vorfahren. Ihr Klavierpartner Fabio Bidini sagt: „Since I was a small child, I loved the original version oft ther Hungarian Dances for piano four-hands and played them often. The transcription for violin and piano was a real surprise for me.“ 
Natürlich ist die ursprüngliche Variante für den Pianisten ergiebiger – aber die Transkription für Violine und Klavier von Joseph Joachim erweist sich doch als ausgesprochen reizvoll. Der berühmte Geiger, mit Brahms eng befreundet, betont in seiner Version das Ungarische. Seine Bearbeitungen sind nicht in erster Linie Virtuosenfutter, auch wenn der Violinpart technisch ohne Zweifel höchst anspruchsvoll ist. Diese Stücke haben Schmelz und Seele, man verzeihe mir den Ausdruck, und das ist es auch, was Sabrina-Vivian Höpcker so begeistert, dass sie sich für das Coverphoto dieser Aufnahme sogar ins Trachtengewand gekleidet hat. Die Geigerin liebt diese Musik, was man der Aufnahme anhört. Sie spielt mit Leidenschaft und einer Prise Melancholie, perfekt begleitet durch Fabio Bidini. Was für ein Start ins Neue Jahr! 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Stille und Nacht (Oehms Classics)

Ein Nachtrag sei gestattet aus dem vergangenen Jahr: Der Salzburger Bariton Rafael Fingerlos, aufge- wachsen in der Stille-Nacht-Gemeinde Mariapfarr im Lungau, und sein Klavierpartner Sascha El Mouissi haben ein ausgesprochen originelles Programm rings um die Begriffe „Stille“ und „Nacht“ zusammengestellt. Es erklingen Lieder von Robert Fürstenthal, Richard Strauss, dem Ehepaar Schumann, Johannes Brahms, Carl Bohm und Franz Schubert – wobei es eher die weniger populären Werke sind, die Fingerlos und El Mouissi ausgewählt haben. 
Dabei ist ihnen sogar eine Weltersteinspielung gelungen – Rudolf Polsterers Lied Die Zeit steht still markiert die Schwelle vom ziemlich weltlichen ersten Teil zum Schlusssegment, das dann mit den Vater-unser-Liedern von Peter Cornelius und dem bekannten Die Könige aus den Weihnachtsliedern des Komponisten ins geistliche Repertoire wechselt. 
Klarer Höhepunkt der CD: Das nunmehr 200 Jahre alte Lied Stille Nacht von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber, in Originalfassung für zwei Männerstimmen und Gitarre. Sie wird gespielt von David Bader, und Tenor Bernhard Berchtold singt gemeinsam mit Rafael Fingerlos die heimliche Weihnachtshymne Österreichs mit allen sechs Strophen – hinreißend, anrührend, ganz schlicht. 

Donnerstag, 15. November 2018

Herz-Tod (Decca)

Die Liebe und der Tod – das sind die Themen, denen sich der Bassist Günther Groissböck gemeinsam mit seinem Klavierbegleiter Gerold Huber mit dieser Einspielung zuwendet. Ausgewählt hat der Sänger dafür die Vier ernsten Gesänge von Johannes Brahms, die Michelangelo-Lieder von Hugo Wolf, die Rückert-Lieder von Gustav Mahler – und die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner. 
Sie sind hier zum ersten Male auf CD mit einer Männerstimme zu hören. „Mich hat die Klangsprache der Wesendonck-Lieder schon immer fasziniert, da sie eben dem Tristan an vielen Stelle so nahesteht“, erläutert Günther Groissböck in einem Interview, das im Beiheft nachzulesen ist: „Außerdem habe ich im Text keine verbindliche Geschlechtszugehörigkeit entdeckt, sodass ich mir einfach gedacht habe: Warum denn nicht mal diese ,gender-neutralen' Lieder als Mann singen, weil es ja auch Titel wie ,Schmerzen' oder ,Stehe still' gibt, zu denen etwas draufgängerisches Testosteron sehr gut passt, wie ich finde.“ 
Der Österreicher ist ein gefragter Wagner-Sänger. Sein Bass ist prachtvoll, aber der Liedgesang wirkt mitunter etwas kühl und zurückhaltend; in der Textausdeutung erscheint mir beispielsweise Hans Hotter viel stärker. Gerold Huber allerdings erweist sich einmal mehr als kongenialer Klavierpartner. Es ist beeindruckend, mit welchem Feingefühl er mit dem Sänger in einen Dialog tritt, wie sensibel er auf jede Nuance im Ausdruck reagiert. So wird aus dem Klavierpart weit mehr als eine Begleitung. Huber zeigt immer wieder, wieviel der Pianist zum Gesamtkunstwerk Lied beitragen kann. 

Montag, 8. Oktober 2018

Benjamin Schmid (Oehms Classics)

Benjamin Schmid feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag – und Oehms Classics würdigte den Musiker mit einer 20-CD-Edition. Sie erweist sich als faszinierendes Porträt eines Geigers, der seine Virtuosität stets in den Dienst des Ausdrucks stellt. Selbst wenn er Virtuosenliteratur spielt, wird daraus niemals eine Zirkusnummer; Schmid beherrscht die Technik derart souverän, dass er sie nicht zur Schau stellen muss. 
Seine musikalischen Interessen sind weit gespannt. So finden sich in dieser Box Aufnahmen etlicher bedeutender Violinkonzerte, von Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu Karol Szymanowski, von Johannes Brahms bis zu Karl Goldmark und von Antonio Vivaldi bis Erich Korngold. Auch das Violinkonzert von Peter Tschaikowski und die Romanze op. 11 von Antonín Dvořák sind zu hören. 
Die drei Violinsonaten op. 30 von Ludwig van Beethoven hat Benjamin Schmid gemeinsam mit Alfredo Perl eingespielt, und ausgewählte Sonaten für Klavier und Violine von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Ariane Haering. 
Zwei bislang unveröffentlichte Aufnahmen verweisen auf die Favoriten des Jubilars: My Favourite Paganini und Bach: Reflected. Große Bedeutung für den Violinisten haben insbesondere die Werke Johann Sebastian Bachs, die in der Box umfassend vertreten sind, wobei Schmid die Sonaten und Partiten für Violine solo durch die 6 Sonaten für Solovioline op. 27 von Eugène Ysaÿe kontrastiert. Außerdem schätzt Schmid die Musik von Niccolò Paganini, die er gern in den legendären Arrangements von Fritz Kreisler vorträgt. 
Kreislers Virtuosenstücke nimmt der Geiger auch als Anlass und Ausgangspunkt zu einem inspiriert beswingten Ausflug in Richtung Jazz. Auch Bach: Reflected zeigt, dass sich der Geiger in der Welt der Improvisation durchaus zu Hause fühlt. Und Hommage à Grappelli führt direkt in die Tradition der großen Vorbilder Stephane Grapelli und Django Reinhardt. Benjamin Schmid erweist sich auch im Reich der eher jazzigen Klänge als ein Souverän. Wir gratulieren!