Sieben CD enthält diese Box, und sie enthält Aufnahmen mit der Cellistin Esther Nyffenegger und dem Pianisten Gérard Wyss aus den 70er Jahren, sowie eine CD, die im Jahre 2000 aufgezeichnet wurde, und bei der Annette Weis- brod am Klavier zu hören ist.
Versammelt ist nahezu die gesamte Cello-Literatur, die auf Haydn und Boccherini gefolgt ist. Ob man Beethovens Sonaten "romantisch" nennen sollte, das mögen Musik- historiker entscheiden. Sie werden hier jedenfalls durch seine drei Variationen-Werke komplettiert. Es folgen Brahms' Sonaten, sowie eine Cello-Sonate von Ernst von Dohnànyi und einige Fantasiestücke von Robert Fuchs - die beiden Komponisten gehörten zum Brahms-Freundeskreis. Enthalten sind weiter Schuberts Arpeggione-Sonate, die Cello-Sonaten von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Fünf Stücke im Volkston von Robert Schumann, eine Cello-Sonate von Chopin, eine von Grieg und eine von Cèsar Franck, die eigentlich eine Violin- sonate war. Den Abschluss bilden Sonaten von Richard Strauss und Hans Pfitzner, beides Frühwerke, sowie Märchen und Presto von Leos Janácek.
Die Interpretationen sind Geschmackssache. Ich muss gestehen, dass ich bereits vor dem Beethoven kapituliert habe. Er wird durch das Klavier dominiert; ein derartiges Pathos und einen solchen Mangel an Feingefühl und Humor muss man nicht mögen.
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Dienstag, 3. April 2012
Freitag, 24. Juni 2011
Concerti per Flauto del Signor Vivaldi „Giorno e Notte“ (Divox)
Conrad Steinmann, ohne Zweifel einer der besten Blockflötisten der Welt, hat gemeinsam mit Chiara Banchini und Stefanie Pfister, Violine, David Courvoisier, Viola, Gaetano Nasillo, Violoncello, Michael Chanu, Kontrabass, Karl-Ernst Schröder, Theorbe und Jörg-Adreas Bötticher, Cembalo, einige Konzerte Vivaldis eingespielt. Schon bei den ersten Tönen wird man überrascht feststellen, dass hier keineswegs eine beliebige weitere Vivaldi-Super-Audio-CD beginnt. Denn einerseits spielen die Musiker faszinierend frisch und beschwingt. Andererseits bemüht sich Steinmann, das Geheimnis dieser Werke zu ergründen: „,Concerti per flauto’ sind zweifelsohne Konzerte für Blockflöte“, meint der Solist. „Aber was ist denn Vival- dis ,flauto’ für eine Flöte?“
Im Beiheft berichtet Steinmann von seiner Suche nach dem richtigen Instrument, und erläutert seine Entscheidungen. Das Resultat: „Soviel ist sicher: die Schatten, wie auch die Flöten, verkürzen sich während des Vormittages, und werden, wie die Flöten, nach der Siesta und bis in die Nacht hinein wieder länger, um sich in Schlaf und Traum ganz zu verlieren.“ Auch die Einspielung ist pure Poesie, gegründet freilich auf grundsolidem Handwerk – außergewöhnlich, klangschön, und reich an Nuancen, Schattierungen und Klangfarben. Bravi!
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