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Montag, 30. Dezember 2019

Il giardino dei sospiri (Pentatone)

Tragische Schicksale werden besungen in den weltlichen Kantaten von Benedetto Marcello (1686 bis 1739), Leonardo Leo (1694 bis 1744) und Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759), die Magdalena Kožená gemeinsam mit dem Collegium 1704 unter Leitung von Václav Luks auf dieser CD präsentiert. 
Für ihr erstes Album bei dem audiophilen Label Pentatone kehrt die tschechische Mezzosopranistin zum Barock-Repertoire zurück, mit dem sie einst ihre Weltkarriere startete. „With this recording I would like to take you with me on a particularly exciting journey, not only because we uncovered some pieces which haven't been performed since they were first composed, but also because I could hardly imagine more passionate, savage, uninhibited yet loving and caressing companions for these desperate heroines than Václav Luks and the musicians of Collegium 1704“, schreibt Magdalena Kožená in ihrem Geleitwort. 
Il giardino dei sospiri, der Garten der Seufzer, lautet der Titel des Albums – doch die Klage ist nur eine der vielen Möglichkeiten für die Heldinnen, ihren Gefühlen Ausdruck zu geben. Die musikalischen Mini-Dramen bieten so der Sängerin Gelegenheit, die unterschiedlichsten Affekte auszuloten. Magdalena Kožená gestaltet die Arien und Rezitative mit betörend schöner, beweglicher Stimme – koloratursicher, eher reflektiert und mit Noblesse. Komplettiert wird das faszinierende Programm durch eine Arie von Francesco Gasparini (1661 bis 1727) sowie durch Sinfonien von Leonardo Vinci (1690 bis 1730) und Händel. 

Dienstag, 23. Februar 2016

Max Emanuel Cencic - Arie Napoletane (Decca)

Arien der neapolitanischen Schule präsentiert Max Emanuel Cencic auf seinem neuen Solo-Album bei dem Label Decca. Der Countertenor singt Werke von Alessandro Scarlatti, Nicola Porpora, Leonardo Leo, Leo- nardo Vinci und Giovanni Battista Pergolesi. Dabei wird er vom Ensemble Il Pomo d'Oro unter Leitung von Maxim Emelyanychev ebenso präzise wie temperamentvoll begleitet. 
Ein ganz erheblicher Anteil dieser Stücke, die ursprünglich für Kastraten komponiert worden sind, ist auf dieser CD in Weltersteinspielung zu hören. In den Koloraturen erscheint die Stimme von Cencic mittlerweile fast ein wenig zu schwer und zu dramatisch; dafür kann er in den lyrischen Stücken mit rundem Klang, perfekter Phrasierung und souveräner Gestaltung beeindrucken. 
Und als Zugabe bieten auch die Musiker eine Weltpremiere: Das Cembalo- konzert in D-Dur von Domenico Auletta (1723 bis 1753), das Solo über- nimmt Maxim Emelyanychev. Man lauscht erstaunt – aber dieses Werk klingt schon sehr nach Klassik. 

Montag, 9. April 2012

Concerto Köln - Italian Concertos (Capriccio)

Wer die wichtigsten Concertos von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741), ergänzt um einige Werke seiner Zeitgenossen Francesco Durante (1684 bis 1755), Leonardo Leo (1694 bis 1744) und erstaun- licherweise auch ein Violinkonzert von Giovanni Battista Pergolesi (1710 bis 1736) kennenlernen will, der sollte zu dieser 2-CD-Box greifen. Hier kann man erfahren, was seinerzeit das Publikum verzückte. Und das Ensemble Concerto Köln macht es auch dem heutigen Zuhörer leicht, sich für diese Werke zu begeistern. 

Montag, 26. Dezember 2011

Wie schön leuchtet der Morgenstern (Oehms Classics)

René Clemencic, Jahrgang 1928, hat sich seit vielen Jahren der sogenannten "Alten" Musik verschrieben. 1957 gründete der Österreicher sein Ensemble, das heutige Clemencic Consort, das in wechselnder Besetzung Werke aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock aufführt. 
Die vorliegende CD stellt Musik zur Weihnacht aus der Zeit des Barock vor;  die Auswahl reicht von der Orgelmusik des Straßburger Orga- nisten Bernhard Schmid (1536 bis 1592) über geistliche Stücke von Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz bis hin zu einem Largo aus der Sonata pastorale des Violon- cello-Virtuosen Salvatore Lancetti  - womit wir bereits im 18. Jahr- hundert wären. 
Das Programm kombiniert Gesang, Cembalo, Barockgitarre, Barock- cello sowie den Klang der barocken Prozessionsorgel aus Friesach zu einem akustischen Gruß aus einer fernen Zeit: "Durch eine Auswahl barocker Pastoralmusik und barocker geistlicher Gesänge wollen wir hier die weihnachtliche Welt der damaligen Zeiten Klang wer- den lassen", schreibt Clemencic in dem ansonsten nicht übermäßig informativen Beiheft. 
Dazu eignet sich das geschickt zusammengestellte Programm ziemlich gut; es bietet viele Stücke, die entdeckt werden wollen, und ist ab- wechslungsreich, aber es setzt eher auf höfische Klänge und verzich- tet auf eine allzu volkstümliche Anbetung des Jesuskindleins. Wer schöne Musik zum Anhören und Staunen sucht, der wird an dieser CD sein Vergnügen haben. 
Krisztina Jónás und Marelize Gerber, Sopran, und Armin Gramer, Contratenor, singen durchweg mit schlanken, gut geführten Stimmen, und gestalten ebenso schön wie Pierre Pitzl, Barockgitarre, Claudio Ronco und Emanuela Vozza, Barock-Violoncello. René Clemencic, der spiritus rector des Ensembles, ist an Orgel und Cembalo zu hören. Eine CD, die gänzlich auf Mitsumm-Weihnachtslieder verzichtet - und gerade damit Weihnachtsfreude verbreitet.