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Montag, 30. Mai 2016

Of Witches and Devils - Tartini, Paganini, Locatelli (Dynamic)

Engelsreine Gesänge und teuflische Klänge – Musik ist oftmals auch mit einer Inszenierung verbunden; und schon in den vergangenen Jahr- hunderten nutzten Virtuosen gern alle Möglichkeiten, sich multimedial in Szene zu setzen. Mit dieser CD erinnern Luca Fanfoni und Luca Ballerini an drei exzellente Geiger, die nicht nur ihr Instrument, sondern auch diese Kunst offenbar ziemlich gut beherrschten. 
Allerdings hat die Legende um die berühmte Teufelstriller-Sonate von Giuseppe Tartini (1692 bis 1770) der Franzose Jérôme de Lalande ins Leben gesetzt. Er erzählte in seinem Buch Voyage en Italie 1769 erstmals von dem Traum des Musikers, in dem der Teufel wundervolle Musik gespielt haben soll – und Tartini sei nach dem Erwachen leider nicht in der Lage gewesen, mehr als Fragmente davon zu notieren. 
Pietro Antonio Locatelli (1695 bis 1764) schrieb ein Capriccio namens Labirinto Armonico, mit dem Hinweis: „Facilis aditus, difficilis exitus.“ Dieses Werk für Solo-Violine ist nicht unbedingt dämonisch, aber anspruchsvoll ist es allemal. 
Nicolò Paganini (1782 bis 1840) stand in dem Ruf, der Teufelsgeiger zu sein. Legenden gibt es über ihn ohne Ende; vermutlich wird er jedoch schlicht über einen langen Zeitraum besonders eifrig und besonders kreativ geübt haben, so dass er schließlich das Publikum mit Effekten und Techni- ken verblüffen konnte, die außer ihm damals keiner beherrschte – „Zauber- geigenkünste“, mit denen er die Leute „verhext“ haben soll. Die Musik dieses Virtuosen hat den größten Anteil auf dieser CD. Luca Fanfoni spielt, begleitet von Luca Ballerini, die „Nel cor più non sento“-Variationen, dazu das Adagio aus dem Violinkonzert Nr. 3 sowie natürlich die Variationen über ein Thema von Franz Süssmayr, die unter dem Titel Le Streghe bekannt wurden. Die Sonata a preghiera erklingt sogar in zwei Versionen. Die Originalversion, hier in Weltersteinspielung, interpretiert Fanfoni auf „Paganinis Violine“; nähere Angaben Fehlanzeige, was ich schade finde – da das Instrument von der Stadt Genua für die Aufnahme zur Verfügung gestellt wurde, darf man annehmen, dass es sich um die Cannone handeln könnte. 
Luca Fanfoni erweist sich als ein hervorragender Geiger mit einer sehr guten Technik und ausgeprägtem Sinn für musikalische Strukturen. Ihm zuzuhören, das macht wirklich Freude, zumal er mit seiner Geige von Goffredo Cappa aus dem Jahre 1690 auch ein phantastisches Instrument spielt. Zurücklehnen und genießen! 

Samstag, 27. Juni 2015

Tobias Feldmann, Violin (Genuin)

Ein junger Geiger stellt sich vor, und er setzt bereits mit der Auswahl der Stücke für seine Debüt-CD Akzente. Schon beim Blick auf das Programm wird deutlich: Tobias Feldmann, mehrfacher Wettbewerbssieger und ehemaliger Konzertmeister des Bundesjugendorchesters, macht keine halben Sachen. Was er hier kombi- niert, das ist wohlüberlegt und zeigt zugleich seinen sehr hohen An- spruch. Unterstützt wird Feldmann dabei von dem versierten Pianisten Boris Kusnezow. 
Die Sonate Nr. 3 in d-Moll op. 27, Ballade, von Eugène-Auguste Ysaye ist George Enescu gewidmet. Sie vereint den großen, zunächst etwas melancholischen Auftritt mit hochvirtuosen Passagen, neben denen Paganini verblasst. Neben dieses Werk für Violine solo stellt Tobias Feldmann die Sonate für Klavier und Violine Nr. 7 in c-Moll von Ludwig van Beethoven. Es ist ein düsteres Stück, in dem tragische Wucht und leidenschaftliche Ausbrüche immer wieder die melodische Idylle stören – und am Ende siegt die Dunkelheit. 
Béla Bartók schrieb seine Sonate für Violine solo Sz. 117 für Yehudi Menuhin. Der Komponist hatte den Geiger 1943 in einem Konzert mit einer Solo-Sonate von Johann Sebastian Bach gehört; mit diesem Klangbild in der Erinnerung schuf Bartók seine Sonate, die auch sein letztes vollendetes Werk wurde. Und natürlich spielt Feldmann im letzten Satz die Version mit den Vierteltönen. 
Ein wahres Feuerwerk an virtuosen Effekten zündet Franz Waxman in seiner Carmen-Fantasie. Der Komponist, der sehr viele Filmmusiken ge- schrieben hat, hat ein ausgesprochenes Faible sowohl für die dramatische Wirkung eines Werkes als auch für allerlei geigentechnische Raffinessen. Der Zuhörer, der immer die Opernmelodie im Ohr behält, kann diese Kapriolen genießen. Entstanden ist die Carmen-Fantasie für Jascha Heifetz. 
Tobias Feldmann agiert in all diesen doch sehr unterschiedlichen musi- kalischen Welten mit traumwandlerischer Sicherheit. Hier präsentiert sich ein junger Solist, von dem man für die Zukunft Großes erwarten darf. Denn er bietet nicht nur eine perfekte Technik, er gestaltet auch stilsicher, und er hat jenes gewisse musikalische Gespür, das man eben nicht erlernen kann. Ein tolles Debüt. Bravo! 

Montag, 28. Juli 2014

David: 20 Virtuoso Studies / & Caprices for Solo Violin (Naxos)

Kann man Klavier-Etüden von Ignaz Moscheles auch auf der Geige spielen? Ferdinand David (1810 bis 1873) ist dieses Kunststück gelungen. Er hat die Studien für das Pianoforte zur höhern Vollendung bereits ge- bildeter Klavierspieler bestehend aus: 24 characteristischen Tonstücken in den verschiedenen Dur- und Molltonarten op. 70 seines Freundes zu 20 Studien für Violine umgeformt – und die haben es in sich. „Auf den ersten Blick macht das Notenbild im Vergleich zu anderen und mit Effekt- haschereien angefüllten Violin-Etüden des 19. Jahrhunderts keinen allzu komplizierten Eindruck, auch, weil David selten Techniken wie Pizzicato oder Flageolett verwendet“, meint Reto Kuppel. Er hat die Studien nun bei Naxos erstmals eingespielt. „Als ich mich jedoch intensiver mit ihnen beschäftigte, offenbarten sie ihr verstecktes Geheimnis: die violinistische Umsetzung von Klaviertechnik, ein riskantes Experiment.“ Die Liste der technischen Schwierigkeiten, die Kuppel auflistet, ist lang. „Wo der Pianist beide Hände zum Greifen der Töne benutzen kann, muss der Geiger jeden Akkord mit dem Bogen neu anspielen“, meint der Geiger. „Häufig sind Melodie und Begleitung gemeinsam zu greifen. Die Klangfülle des mit Pedal gespielten Klaviers ist auf der Violine schwer imitierbar und führt zu ungewöhnlichem Arpeggio. Bei sehr vielen Stellen ist mehr als ein Finger unhörbar auf die Saiten zu legen. Ungewöhnliche Tonarten zwingen den Geiger häufig, die sonst gemiedene halbe Lage zu benutzen.“ 
Oftmals ist zudem ein rasantes Tempo erforderlich, damit die ange- strebten Effekte hörbar werden. „Es gibt Stücke, in denen die Grenze der motorischen Belastbarkeit auch eines durchtrainierten Violi- nisten mit solcher Leichtigkeit erreicht wird, dass nur äußerst spezialisiertes Üben eine Realisierung des Stücks ermöglicht, also Hochleistungssport, den keiner hören soll“, räumt Kuppel ein. „David scheint uns aus dem vorletzten Jahrhundert verschmitzt anzulächeln und zu sagen: ,Probiert das mal, Ihr werdet Euch wundern!'“ 
Kuppel wagt sich an dieses Werk, und man muss sagen: Das Experi- ment gelingt. Souverän und mit schönem Ton absolviert er kühne Läufe, halsbrecherische Akkordfolgen, Springbogenattacken und Doppelgriff-Querfeldeinritte. Doch anders als die bekannte Virtuosenliteratur sind die Werke Davids – und das gilt auch für die Sechs Capricen op. 9 – keine zirzensischen Schaustücke, sondern durchaus ernstzunehmende Miniaturen mit Charakter. Insofern ist es sehr erfreulich, dass sich Reto Kuppel an diese Aufgabe gewagt hat. Das Ergebnis überzeugt, bravo! 

Freitag, 2. Mai 2014

Guardian Angel (Channel Classics)

„This disc of solo violin music is a real mixture of some favourite pieces“, schreibt Rachel Podger im Geleitwort zu dieser CD. Die Geigerin spielt ihre Lieblingswerke. So erklingen neben einer Solo- sonate von Johann Georg Pisendel auch drei kurze Stücke von Nicola Matteis, einem Violinisten aus Neapel, der aber in London berühmt wurde.  Zu den Raritäten, die Podger für diese CD ausgewählt hat, gehören zudem zwei Solo- sonaten von Giuseppe Tartini.
„I adore Bach's Flute Partita and always knew it from afar, the way you know pieces written originally for an different instrument. I would often play it for fun as warm up (wich would disorient the flute player in the room!)
, meint die Violinistin. „When choosing the repertoire for this dics, I was keen to include a piece by Bach, and eventually had the idea of transposing the Flute Partita into G minor (the original key is A minor). It worked beautifully and as a piece is extremly rewarding and fun to play – I recommend it to all violinists.“ Ob tatsächlich all diese Werke für Violine „senza basso“ komponiert worden sind, ist eine Frage von eher akademischem Interesse. Denn Podger musiziert so fröhlich, dahinschwebend und leidenschaftlich, dass man ihr wirklich gern zuhört. Den Abschluss macht die berühmte Passacaglia aus den Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz von Biber. Ihr wurde in den Noten das Bild eines Schutzengels vorangestellt – und damit war auch gleich ein passender Name für diese CD gefunden. Sehr schön! 

Dienstag, 17. September 2013

Tartini: Sonatas for solo violin (Dynamic)

Einunddreißig undatierte Sonaten von Giuseppe Tartini (1692 bis 1770) enthält ein Manuskript, das sich heute im Archiv der Vene- randa Arca des Santo in Padua befindet. Sie sind vermutlich zwischen 1745 und 1750 entstan- den; Tartini hat sie zudem immer wieder überarbeitet, wie zahl- reiche Korrekturen auf den Seiten zeigen. 
15 dieser Werke für Violine solo stellt Crtomir Siskociv auf dieser Doppel-CD vor. Der Triester Geiger hat sich mit dem Schaffen seines berühmten Kollegen intensiv auseinandergesetzt. So macht er hörbar, dass Tartini – obwohl er gar nicht weit von Venedig entfernt lebte und wirkte – eine gänzlich andere Musik komponierte als sein Zeitgenosse Vivaldi. Um es auf den Punkt zu bringen: Seine Werke sind abwechslungsreich, aber auch stolz und ein bisschen verwegen. Simple Wiederholungen, Modulatio- nen ohne Überraschung oder die vordergründige Zurschaustellung von Virtuosität wird man in diesen Sonaten nicht finden. Wer daran sein Vergnügen hat, der wird diese Aufnahme lieben – zumal Siskovic wirklich hinreißend musiziert. 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Telemann: 12 Fantasies for Solo Viola (Berlin Classics)

Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) spielte, wie seinerzeit nicht unüblich, etliche Instrumente. Wir erfahren dies beispielsweise aus einem Schreiben, mit dem sich der Musiker 1712 in Frankfurt am Main um das Amt des Musikdirektors bewarb. Dem Stadtrat teilte er bei dieser Gelegenheit mit, dass er "hauptsächlich die Violine, sodann das Clavir, Flaute, Chalumeaux, Violoncello und Calchedon, wohl zu tractiren" wisse. In seinen Me- moiren ergänzt er die Aufzählung noch um Oboe, Blockflöte, Gambe, Posaune und Kontrabass. 
Diese Breite an Kenntnissen erleichterte es Telemann sicherlich, in seinen Kompositionen Instrumente nicht nur als Träger von Klang- farben, sondern auch gekonnt auf unterschiedlichem technischen Niveau einzusetzen. Nicht in erster Linie für den Virtuosen, sondern vor allem auch für die Hausmusik schrieb er seine Musik. 
Die besondere Liebe Telemanns galt wohl der Violine, die er mit einer Vielzahl von Werken bedachte - 22 Violinkonzerte, etliche Sonaten sowie ausgiebige Solopassagen in seinen Opern, Oratorien und Kanta- ten legen davon Zeugnis ab. Dieses Oeuvre krönte der Komponist schließlich mit den Zwölf Fantasien für Violine ohne Bass. Dieses Werk veröffentlichte er 1735 in Hamburg - 15 Jahre, nachdem Johann Sebastian Bach seine Sonaten und Partiten für Violine solo vollendet hatte. 
An Bach wird Telemann gemessen, und dabei kommt er nicht gut weg. Dem Director Musices der Stadt Hamburg aber wird diese gestrenge Elle nicht gerecht. Denn obzwar er auch Cantor am Johanneum und für die Kirchenmusik an den fünf Hauptkirchen zuständig war, führte Telemann die musikalische Tradition vollkommen anders weiter als sein Leipziger Kollege. Ihm ging es weniger um Kontrapunkt und Intensität des Ausdruckes als vielmehr um kunstvoll gestaltete Melo- dien und die Integration neuer musikalischer Ideen. 
So sind auch nur die ersten sechs Fantasien durch den Kontrapunkt geprägt. Die verbleibenden sechs Fantasien - der Komponist nannte sie Galanterien - erscheinen beschwingter, die einzelnen Sätze imitie- ren oftmals Tänze. Das Werk ist aber nicht nur in einen gelehrten und einen unterhaltsamen Teil gegliedert; auf zwei Fantasien in Dur folgt auch stets eine Fantasie in einer Moll-Tonart. 
Telemann variiert zudem die Struktur - er nutzt die traditionelle viersätzige Kirchensonate, ein weiteres Modell, bei dem auf einen langsamen zwei schnelle Sätze folgen, und eines, das wie ein Konzert einen langsamen Satz durch zwei schnelle Sätze einrahmt. Der Kom- ponist, so scheint es, erprobt in diesen kurzen Stücken in knapper Form die Ausdrucksmöglichkeiten der spätbarocken, fast schon galanten Violinmusik. 
"Obwohl Telemann seine zwölf Fantasien ursprünglich für Sologeige und nicht für Bratsche eingerichtet hat, glaube ich, mit der Brat- schenversion ein interessantes neues Licht auf sie zu werfen", sagt Ori Kam. Er hat kürzlich eine Aufnahme dieser Werke bei Berlin Classics vorgelegt. "Die Mittellage der Bratsche ermöglicht es dem Aufführenden, bis in die Lage der Geige hinauf- und in die des Cellos hinabzusteigen. Somit verleiht die Bratsche diesen Stücken, wie ich finde, ein breiteres Klangspektrum und macht sie noch reichhaltiger und schöner." 
Um die Fantasien auf der Bratsche spielen zu können, wurden sie um eine Quinte abwärts transponiert. So sind sie auf der Viola genau so auszuführen wie auf der Violine. Kam hält mit seiner Interpretation wunderbar die Balance zwischen Divertissement und Kunstanspruch. Der Solist begeistert mit seinem schönen, farbenreichen und kraft- vollen Ton, überragender Technik und atemberaubendem Sinn für die kleinen Details, die Musik erst zum Leben erwecken. Somit erweist sich diese CD als eine echte Bereicherung - bravo! und mehr, bitte. 

Dienstag, 29. Mai 2012

Birth of the Violin (Solo Musica)

Nach dem Ursprung der Violine forscht diese CD - mit einem gewissen Augenzwinkern. Denn anders als bei Birth of the Cello, wo Julius Berger auf einem wunder- vollen Amati-Violoncello, einem der ältesten noch spielfähigen Celli, zwei der ältesten bekannten Werke für dieses Instrument vorgestellt hat, lassen sich die ersten Kompositionen für Violine nicht so einfach identifizieren. 
Die Auswahl, die dann letzten Endes getroffen wurde, begründet Reinhard Goebel in einem launigen Begleittext, den man in den schön gestalteten Beiheft nachlesen kann. Der Geiger, der mit seinem Ensemble Musica Antiqua Köln so manches Werk aus dem Archiv zurück auf die Bühne gebracht hat, wirkte wohl auch als spiritus rector hinter dieser CD, wie man es sich besser kaum wünschen könnte. 
Birth of the Violin widmet sich also der Musik "vor Bach" - und stellt damit zugleich das Fundament vor, auf dem dieser seine Werke für Violine solo errichtet hat, diese staunenswerten Kathedralen des Klanges, die heute viele für einzigartig halten. Doch das waren sie nicht, meint Goebel. Und verweist auf die Violinsoli eines Johann Paul von Westhoff, eines Heinrich Ignaz Franz Biber, doch auch auf Werke von Bach-Zeitgenossen wie die einzige Solo-Sonate von Johann Georg Pisendel. Es erklingen auf dieser CD zudem eine Etüde von Francesco Gemiani, die erahnen lässt, wie seinerzeit ein Geiger geübt hat, eine Fantasia von Nicola Matteis, Furstemberg-Variationen von Louis-Gabriel Guillemain, und eine Partite für Violin Solo von Fried- rich Wilhelm Rust. Er war ein Schüler der Bach-Söhne, und versuchte, durch Innovation wettzumachen, was ihm an Tiefe mangelt. 
Rebekka Hartmann stellt all diese Werke vor. Dabei verwendet sie zwei unterschiedliche Instrumente - zum einen eine Stradivari aus dem Jahre 1675, zum anderen eine Violine, die Nicolo Amati 1669 gebaut hat, und die auch unter dem Namen The Rethi bekannt ist. Bei dem Werk von Rust setzt sie zudem einen "modernen" Geigenbogen ein. So wird auch die Entwicklung der Geige vom Barock, das einen süßen, obertonreichen Klang bevorzugte, hin zum romantischen Klangideal, das mehr Lautstärke, Tiefe und Kraft forderte, hörbar. 
Die Solistin zeigt sich technisch versiert, und dem Geist dieser Musik aus der Vergangenheit gegenüber offen. Das Ergebnis beeindruckt. 
"Dieses CD-Projekt war für mich eine der interessantesten Aufgaben meines bisherigen Musikerlebens. Ich entdeckte ein außergewöhn- liches Programm für Solo-Violine, welches mir zum größten Teil unbekannt war", resümiert Rebekka Hartmann. "Es erfüllt mich mit Stolz, hier diese Werke teils zum ersten Mal präsentieren zu dürfen."  Denn alle Werke mit Ausnahme jener Bibers und Pisendels erklingen auf dieser CD in Weltersteinspielung - und sie haben genug Format, um das Repertoire auch dauerhaft zu bereichern.