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Freitag, 13. Dezember 2019

Ein Wintermärchen 2 (Deutsche Grammophon)

Weihnachten – das bedeutet Tannengrün und Kerzenschein, dazu ein wohlig prasselndes Kaminfeuer, den Duft von Plätzchen und Glühwein, und gemeinsames Musizieren. Das dachte sich auch der Berliner Komponist, Pianist und Produzent Christoph Israel. Er hat daher zwölf Festtagsklassiker neu arrangiert, und dann zum Mitspielen und Mitsingen eingeladen. 
Zu hören ist nun das Swonderful Orchestra unter Leitung von Catherine Larsen-Maguire. „Dieses Ensemble der besten Musiker Berlins wurde eigens für dieses Projekt zusammengestellt“, sagt Christoph Israel. „Ich bin sehr froh, dass ich mit diesem wunderbaren Orchester an diesem großartigen Ort arbeiten durfte. Nachdem die Studioarbeiten in der Jesus-Christus-Kirche abgeschlossen waren, bin ich mit den Instrumentalversionen in so illustre Weltstädte wie New York, Nashville, San Francisco oder Münster gereist, um den Gesang der einzelnen Sängerinnen und Sänger aufzunehmen.“ 
Und so geben Ute Lemper, Nadine Sierra, Kandace Springs, Max Raabe, Carolin Niemczyk (Glasperlenspiel), Michael Schulte, Götz Alsmann und Theo Bleckmann, und natürlich die Arrangements von Christoph Israel, den Weihnachtsklassikern jeweils einen ganz individuellen Charakter. Sie erklingen elegant-feierlich, fröhlich und beschwingt, andächtig, mitunter auch keck oder sehnsuchtsvoll. 
Komplettiert wird das abwechslungsreiche Programm durch stimmungsvolle Instrumentalversionen der bekannten Melodien. Das macht diese CD tatsächlich zum Wintermärchen – und wer sich gut auskennt, für den hat der Arrangeur noch eine ganz spezielle Einladung: „Ich liebe Rätselspiele“, so Christoph Israel, „und habe für Weihnachtsliedexperten wieder die eine oder andere Referenz zum Mitraten in die Stücke eingebaut.“ 

Freitag, 28. Juni 2019

25. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Aus aller Welt stammen die Sängerinnen und Sänger, die alljährlich im Berlin zu einer ganz besonderen Veranstaltung auftreten: Spenden sammeln und Gutes tun, lautet das Motto der Festlichen Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung, die nunmehr zum 25. Male in der Deutschen Oper Berlin stattgefunden hat. 
Auch in diesem Jahr wieder hat das Label Naxos einen Mitschnitt veröffentlicht, um dieses Anliegen zu unterstützen. Die Liste der Mitwirkenden ist lang, die Stimmen sind imposant, und das Programm wurde auch diesmal wieder mit Liebe zusammengestellt: Vom Blütenduett aus Léo Delibes Oper Lakme über das berühmte Casta diva aus Vincenco Bellinis Norma bis zum ebenso populären Dein ist mein ganzes Herz aus Franz Lehárs Operette Das Land des Lächelns bietet die Operngala viel Abwechslung. Man staunt immer wieder, aber es wird auch im 25. Jahr nicht langweilig, die beiden CD anzuhören. 
Das liegt natürlich auch mit an Moderator Max Raabe, der mit lakonisch-launigen Anmerkungen durch das Geschehen führt. Einen gewichtigen Part haben zudem einmal mehr Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Enrique Mazzola. Das Orchester eröffnet das Programm mit der Ouvertüre aus Leichte Kavallerie von Franz von Suppé, und es setzt mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauss auch schwungvoll den Schlusspunkt. Und der Chor der Deutschen Oper hat ebenfalls Gelegenheit, sich stimmstark zu präsentieren. Wer die Doppel-CD erwirbt, der kann nicht nur einen exzellenten Opernabend genießen, er unterstützt damit auch die Arbeit der Deutschen Aids-Stiftung. 

Freitag, 19. Januar 2018

24. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Eine Auswahl schöner Stimmen bietet alljährlich im Spätherbst die Deutsche Oper Berlin für ein ganz besonderes Benefiz-Event auf: Die Festliche Operngala sammelt Spenden für die Deutsche Aids-Stiftung – 2017 schon zum 24. Male. Und erneut hat  Naxos den Live-Mitschnitt umgehend auf zwei CD veröffentlicht. Wer sie erwirbt, der leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Spendensumme. 
Eröffnet wurde die Operngala am 4. November 2017 durch das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Leitung von Giacomo Sagripanti; es erklingt allerdings die Ouvertüre zu Nabucco von Giuseppe Verdi und nicht, wie es auf dem Cover zu lesen ist, La gazza ladra von Giacomo Rossini. Das bleibt aber die einzige Panne, die zu vermelden ist. 
Die Liste der Mitwirkenden ist, wie üblich, lang. Zu hören sind Sofia Fomina, Salome Jicia, Alisa Kolosova, Lisette Oropesa, Annika Schlicht, Golda Schultz, Iván Ayón Rivas, Thomas Blondelle, Ismael Jordi, Vitalij Kowaljow, Thomas Lehman, Jorge De León, Christoph Pohl und Alexander Vinogradov, und natürlich der Chor der Deutschen Oper Berlin. 
Die Moderation übernahm einmal mehr Max Raabe. Er fasst zwischen den einzelnen Stücken die Opernhandlungen in wenigen Sätzen zusammen, und sorgt damit immer wieder für Lacher im Publikum. Oper ist halt eine ernste Angelegenheit – aber nicht nur. 

Dienstag, 21. Februar 2017

23. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Ein Festival der schönsten Stimmen erleben und zugleich die Arbeit der Deutschen Aids-Stiftung unterstützen – dazu lädt alljährlich im Spätherbst die Deutsche Oper Berlin ein. Wer keine Gelegenheit hatte, 2016 die festliche Operngala mitzuerleben, der kann sich nun den Live-Mitschnitt dieser Veranstaltung anhören. Die 23. Operngala, dokumentiert einmal mehr bei Naxos, kann immer noch überraschen. So gelingt es Max Raabe in seiner Moderation, Opernhandlungen in Kürzestform zusammmenzufassen – mit bewährt staubtrockenem Humor. Er setzt damit eine Tradition fort, die sein hochverehrter Amtsvorgänger Vicco von Bülow,  bekannter unter seinem Künstlernamen Loriot, einst begründet hat. 
Große Stars sind in diesem Jahr nicht unter den Mitwirkenden; man muss aber feststellen, dass die Sängerinnen und Sänger wirklich gut sind. Und unter den ausgewählten Arien findet sich Populäres, wie die berühmte Auftrittsarie des Figaro aus dem Barbier von Sevilla, gesungen von Mattia Olivieri, neben weniger Bekanntem, wie dem Duett Au fond du temple saint aus Georges Bizets Oper Die Perlenfischer, vorgetragen von Michael Spyres und Edwin Crossley-Mercer. Zu hören sind zudem Lise Davidson, Maria Kataeva, Teresa Iervolino und Patrizia Ciofi, Levy Sekgapane, Gezim Myshketa und Stefano La Colla. Generell dominieren die Männerstimmen diesmal in dem sorgfältig zusammengestellten Programm. 
Das Orchester der Deutschen Oper unter Leitung von Ivan Repušić eröffnet die Gala mit einer Ouvertüre von Ferdinand Hérold – eine Entdeckung; zwar ist die Ballettmusik des elsässischen Komponisten zu La Fille mal gardée heute noch sehr präsent, aber seine einst sehr erfolgreiche Oper Zampa gehört mittlerweile zumindest auf deutschen Bühnen zu den Rari- täten. Das Finale gestaltet traditionell der Chor der Deutschen Oper – mit Carl Orffs Carmina Burana endet die Operngala einmal mehr mitreißend. Das Programm insgesamt ist so umfangreich, dass es nicht auf eine CD passte. Und wer die Doppel-CD erwirbt, der erhöht damit zugleich die Spendensumme, die auf der Veranstaltung eingeworben wurde. Eine gute Gelegenheit also, gute Musik zu hören, und damit zugleich Gutes zu tun. 

Sonntag, 4. Dezember 2016

Ein Wintermärchen - Weihnachtslieder aus Deutschland (Deutsche Grammophon)

Traditionelle deutsche Weihnachts- lieder hat Christoph Israel für diese CD in ein modernes Gewand gekleidet. „Die Vorweihnachtszeit artet leider meistens in Hektik und Stress aus. Die Musik soll dazu ein Kontrapunkt sein“, kommentiert der Max-Raabe-Pianist und Komponist. „Sie soll helfen, sich wieder auf den Ursprung dieses Festes zu besinnen, das ja etwas Feierliches, Fröhliches hat. Vielleicht haben deshalb schon manche gesagt, es klinge ein bisschen nach Märchen. Oder nach Film.“ 
Die ebenso einfalls- wie farbenreichen Arrangements, die Christoph Israel für diese CD geschaffen hat, interpretiert das renommierte Filmorchester Babelsberg. Als Gastmusiker tragen auch Flötist Andreas Blau, Geigerin Meesun Hong-Coleman und  Oboist Albrecht Mayer mit dazu bei, den altvertrauten Melodien zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Musiker polieren Klassiker auf wie Ihr Kinderlein kommet, Stille Nacht oder Leise rieselt der Schnee – und lassen sie wieder verführerisch-vorweihnachtlich funkeln. 
Einige wenige Lieder werden auch gesungen, wobei Thomas Quasthoff bei Süßer die Glocken nie klingen sein Debüt als Basso Profondo wagt. Sehr witzig. Zu hören sind zudem Cassandra Steen, Max Raabe und Gregor Meyle – mein persönlicher Favorit ist allerdings Morgen Kinder wird’s was geben mit Katharina Thalbach, die lustvoll daherbrabbelt, summt und brummelt, wie ein übermütiger Kobold. Einfach köstlich! 

Freitag, 15. April 2016

22. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Auch in diesem Jahr wieder erscheint bei Naxos ein Mitschnitt der Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung in der Deutschen Oper Berlin. Im November 2015 lockte diese Veranstaltung bereits in ihrer 22. Folge Opernfreunde und Spendenwillige. Geboten wird, in der bewährt launigen Moderation durch Max Raabe, ein Programm, das erstaunlicherweise nie langweilig wird. Das Erfolgsrezept: Neben bewährten Hits erklingen weniger bekannte Melodien aus bekannten Opern, und dazu einige Arien, die zwar ebenfalls das Publikum begeistern könnten, aber leider aus Werken stammen, die nur selten auf dem Spielplan zu finden sind. 
Auf der Liste der mitwirkenden Sänger finden sich weniger die großen Namen als vielmehr die vielversprechenden Talente. 2015 haben Dinara Alieva, Javier Camarena, Vincenzo Costanzo, Elsa Dreisig, Carmen Giannattasio, Margarita Gritskova, David Hansen, Nadia Krasteva, Alexey Markov und Roberto Tagliavini gesungen – großartig! Zu hören ist zudem Midori Seiler, Professorin für Barockvioline und -viola am Salzburger Mozarteum. Einen ebenso gewichtigen wie klangvollen Part haben einmal mehr Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der bewährten Leitung von Donald Runnicles. Wer die Doppel-CD erwirbt, der kann sich nicht nur über ein hinreißendes Gala-Programm freuen, er unterstützt damit auch die Arbeit der Deutschen Aids-Stiftung. 

Montag, 4. Februar 2013

19. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Auch in diesem Jahr führte wieder Max Raabe mit seinen notwendi- gen Bemerkungen zu dramati- schen Musikbeispielen - die ebenso von Sachverstand zeugen wie von einer gewissen Ironie - durch das Programm. Die Deutsche Aids-Stiftung hatte zur mittlerweile
19. Festlichen Operngala geladen - und das Publikum ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Kunstgenuss mit einer Spende für den guten Zweck zu verbinden. 

Die Solisten-Liste ist lang. Etliche der Sängerinnen und Sänger sind ausgesprochen renommiert - und auch die weniger prominenten sind hervorragend. Zu hören sind mit überwiegend sehr bekannten Opernarien Norah Amsellem, Thiago Arancam, Anna Bonitatibus, Pavol Breslik, Michael Fabiano, Vesse- lina Kasarova, Simone Kermes, Kristin Lewis, Sonia Prina, Artur Rucinski und Rachel Willis-Sörensen. Auch der Chor der Deutschen Oper Berlin unter William Spaulding leistet einen eigenständigen Beitrag - in diesem Jahr erklingt der berühmte Wach auf!-Chor aus Richard Wagners Meistersingern von Nürnberg. Und es musiziert das Orchester der Deutschen Oper Berlin, geleitet von Alain Altinoglu. Die vorliegende Doppel-CD vermittelt einen guten Eindruck davon, wie man mit Glanz und Glamour Gutes tun kann - und wer sie kauft, der leistet auch selbst einen Beitrag dazu. Denn wie in jedem Jahr fließt ein Teil der Einnahmen zur Unterstützung von Hilfsprojekten der Deutschen Aids-Stiftung in Berlin und Umgebung sowie in Südafrika. 

Donnerstag, 26. Januar 2012

18. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Ein Fest herrlicher Stimmen - das war erneut die Operngala, die im vergangenen Jahr zum achtzehn- ten Mal Spenden für die Deutsche Aids-Stiftung gesammelt hat. Vivica Genaux, Simone Kermes, Kristin Lewis, Adrianne Pieczonka, Anna Smirnova, Francesco Demu- ro, Alex Esposito, Teodor Ilincai, Dalibor Jenis und Antonio Poli sangen Arien, die jedem Opern- freund vertraut sind. Auch ein Duett erklingt - das Blumenduett aus Lakme von Léo Delibes, gesungen von Simone Kermes und Vivica Genaux. So bezaubernd, ja geradezu deliziös habe ich diesen Uralthit noch nie gehört. Und natürlich sind die beiden Sängerinnen auch solo noch einmal zu erleben - da warten echte Überraschungen, soviel sei verraten. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin musizierte präzise unter Generalmusikdirektor Donald Runniges, und auch der Chor der Deutschen Oper Berlin, geleitet von William Spaulding, ließ sich eindrucksvoll hören.
Durch die Gala führte mit frechen, aber sehr treffenden Kommentaren zur Handlung der jeweiligen Oper Max Raabe. Er erinnerte zudem liebevoll an seinen Vorgänger Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, der diese Operngala viele Jahre lang moderiert hat, und ihr bis zu seinem Tod im August 2011 eng verbunden blieb. 
Das große Engagement aller Beteiligten für diese Operngala ist noch beim Anhören der Aufzeichnung nachvollziehbar; hier wird eine Atmosphäre spürbar, die beeindruckt und begeistert. Das zeigt sich auch in Details wie dem ausgesprochen liebevoll gestalteten dicken Beiheft zu dem Mitschnitt dieses rundum gelungenen Abends, den Naxos kürzlich auf zwei CD vorgelegt hat. Wer diese Aufnahme erwirbt, der kann sich nicht nur an wundervoller Musik erfreuen, er unterstützt damit auch die Deutsche Aids-Stiftung. So tut man zugleich sich und anderen etwas Gutes. Und daher: Gleich doppelt meine Empfehlung! 

Freitag, 11. Februar 2011

17. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung (Naxos)

Die Deutsche Oper Berlin war Gast- geber der 17. Festlichen Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung. Das Sammeln von Spenden für den guten Zweck  liegt den Sängern und Musikern wirklich am Herzen - diesen Eindruck jedenfalls macht das an Stars und Höhepunkten reiche Programm, an dem sich vom Orchester über den Chor bis hin zum Kinderchor der Deutschen Oper Berlin auch alle Ensembles beteiligen. 
Als Solisten sind zu hören Joyce DiDonato, Amanda Echalaz, Christiane Karg, Kate Royal, Pretty Yende, Simon O'Neill, Saimir Pirgu, Matti Salminen und Andreas Scholl - letzterer gestaltet mit dem Cold Song aus Henry Purcells King Arthur ohne Zweifel den komödiantischen Höhepunkt des Abends. 
Dieser ist allerdings hart umkämpft, denn auch die Moderation durch Max Raabe hat einiges zu bieten. Die "notwendigen Bemerkungen zu dramatischen Musikbeispielen", die Raabe zwischen den einzelnen Stücken einstreut, sind in ihrer sprachlichen Prägnanz wie in ihrer rabenschwarzen Sicht auf die Gattung Oper kaum zu übertreffen. Selbst "echte" Opernfreunde, die von solchen Häppchenprogrammen ja eigentlich gar nichts halten, werden wohl schmunzeln, wenn er seine Sicht auf die - bekanntlich nur selten wirklich jugendfreien - Operngeschichten auf den Punkt bringt. Und da der Erlös aus dem Verkauf der CD ebenfalls der Deutschen Aids-Stiftung zugute kommt, sei diese hier doppelt empfohlen.