Eine Kollektion protestantischer Sakralmusik aus dem 17. Jahr- hundert hat das Ensemble Clematis auf dieser CD zusammengestellt. Die Werke entstammen überwiegend der Sammlung Düben; einige davon erklingen in Weltersteinspielung. Den Gesangspart hat der Counter- tenor Paulin Bündgen übernommen.
Immer wieder staunt man, welch hohes Niveau doch die Kirchenmusik damals hatte. David Pohle (1624 bis 1695) und Johann Theile (1646 bis 1724) beispielsweise waren Schüler von Heinrich Schütz; ihre Werke sind nicht weniger beeindruckend als die bekannten geistlichen Konzerte von Johann Christoph Bach (1642 bis 1703) oder Johann Michael Bach (1648 bis 1694). Doch auch längst vergessene Komponisten wie Johann Wolf- gang Franck, der in Ansbach am Hofe und in Hamburg am Gänsemarkt-Opernhaus tätig war, der Mühlhäuser Johann Rudolph Ahle oder Heinrich Schwemmer,der als Kantor in Nürnberg an St. Sebald wirkte, überraschen mit handwerklich gelungenen, ausdrucksstarken Kompositionen.
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Donnerstag, 6. September 2018
Freitag, 6. Juli 2018
Scheidt: Cantiones Sacrae (Carus)
Man staunt – doch bei den Werken von Samuel Scheidt (1587 bis 1654) sind offenbar noch immer Welt- ersteinspielungen möglich. Auf dieser CD jedenfalls sind etliche zu finden; und wer die Cantiones Sacrae selbst singen möchte: Die Notenausgaben sind ebenfalls bei Carus verfügbar.
Ganz einfach allerdings dürfte das nicht werden. Scheidt lässt durchweg doppelchörig musizieren, mit zwei vierstimmigen Chören, die Stimmen gern auch auf einen hohen und einen tieferen Chor verteilt. Musiziert wird prachtvoll nach italienischem Vor- bild, und die Stimmumfänge, vor allem im Sopran und im Bass, werden dabei gehörig ausgereizt.
Das Athesinus Consort Berlin, geleitet von Klaus-Martin Bresgott, hat damit keine Schwierigkeiten. Die Chorsänger, die vorzugsweise als Doppelquartett agieren, sind Profis, und sie bringen die notwendige Technik mit, um diese Motetten aufs Schönste zu präsentieren. Ergänzend erklingt zudem Die Stimme meines Freudes, eine zweiteilige Motette nach Texten des Hoheliedes und der Sprüche Salomos für zehn Stimmen und Violoncello von Frank Schwemmer (*1961). Dabei handelt es sich um ein Auftragswerk, das eigens für diese CD entstanden ist. Klangflächen und Rhythmisierung zeichnen dieses Werk aus, das einen spannungsvollen zeitgenössischen Kontrast zu Scheidts vom Kontrapunkt getragenen Kompositionen ergibt.
Ganz einfach allerdings dürfte das nicht werden. Scheidt lässt durchweg doppelchörig musizieren, mit zwei vierstimmigen Chören, die Stimmen gern auch auf einen hohen und einen tieferen Chor verteilt. Musiziert wird prachtvoll nach italienischem Vor- bild, und die Stimmumfänge, vor allem im Sopran und im Bass, werden dabei gehörig ausgereizt.
Das Athesinus Consort Berlin, geleitet von Klaus-Martin Bresgott, hat damit keine Schwierigkeiten. Die Chorsänger, die vorzugsweise als Doppelquartett agieren, sind Profis, und sie bringen die notwendige Technik mit, um diese Motetten aufs Schönste zu präsentieren. Ergänzend erklingt zudem Die Stimme meines Freudes, eine zweiteilige Motette nach Texten des Hoheliedes und der Sprüche Salomos für zehn Stimmen und Violoncello von Frank Schwemmer (*1961). Dabei handelt es sich um ein Auftragswerk, das eigens für diese CD entstanden ist. Klangflächen und Rhythmisierung zeichnen dieses Werk aus, das einen spannungsvollen zeitgenössischen Kontrast zu Scheidts vom Kontrapunkt getragenen Kompositionen ergibt.
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