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Montag, 14. November 2016
Vojago - Vulkan Quartett (Tyxart)
Gehobene Salonmusik ist die Spezia- lität des Vulkan Quartetts, gegründet 2009 durch den Tenor Arpad Vulkan gemeinsam mit drei Musikerkollegen des Theaters Regensburg. Sándor Galgóczi spielt von Anbeginn in diesem Ensemble die Geige; zur Besetzung gehören heute zudem der Pianist und Arrangeur Hans Martin Gräbner sowie der Kontrabassist Frank Wittich. Auf dieser CD präsentiert das Vulkan Quartett ein Programm, das sich durch eine große Portion südliche Sonne und Temperament auszeichnet. Ein besonderer Schwerpunkt sind dabei, neben Hits aus Italien, Werke von Carlos Gardel.
Freitag, 5. Dezember 2014
Grützmacher: Vortragsstücke und Etüden für Cello (Musicaphon)
Drei große Cellisten hat die Familie Grützmacher hervorgebracht. Friedrich Wilhelm Grützmacher (1832 bis 1903) stammte aus Dessau und war ein Enkelschüler von Justus Johann Friedrich Dotzauer (1783 bis 1869). Grützmacher debütierte 1849 in Leipzig und wurde sofort Solo- cellist des Gewandhausorchesters. 1860 wurde er nach Dresden abge- worben, wo er bis zu seinem Tode als Solist, Orchester- und Kammermu- siker, Komponist und Herausgeber sowie als Musikpädagoge und Vor- stand des Tonkünstlervereins tätig war. Grützmacher unterrichtete zahlreiche Schüler; einige davon wurden berühmte Cellisten. Und er schuf die berühmt-berüchtigte Etüdensamm- lung Technologie des Violoncellospiels op. 38.
„Veröffentlicht ursprünglich in zwei Bänden (Nr. 1 bis 12 ohne, Nr. 13 bis 24 mit Daumenaufsatz), findet sie immer noch Verwendung für besonders fortgeschrittene Studenten, kommt aber gegen die ,Hohe Schule des Violoncellospiels' von David Popper sowohl in Popularität als auch in pädagogischem Wert nicht wirklich an“, schreibt Martin Rummel im Beiheft zu dieser CD. „Anders als Popper beschränkt sich Grützmacher pro Etüde nicht auf ein instrumentaltechnisches Problem, sondern geht vielmehr scheinbar als Komponist an die Sache heran, was unweigerlich zur Aneinanderreihung von mehreren instrumentaltechnischen Schwie- rigkeiten innerhalb einer Etüde führt.“
Das macht die Stücke einerseits knifflig – andererseits aber auch attraktiv, wie Rummel mit dieser Einspielung zeigt. Der Cellist hat für diese CD elf Etüden aus Grützmachers Sammlung ausgewählt. Und wenn er auch an ihren pädagogischen Qualitäten zweifelt, so hat Rummel doch ganz offenkundig an ihren virtuosen Effekten sein Vergnügen. Ergänzt wird das Programm durch einige Salonstücke Grützmachers für Violoncello und Klavier, wie die Fantaisie Hongroise op. 7, die Rummel gemeinsam mit der Pianistin Gerda Guttenberg vorträgt. Es sind hörenswerte Werke, die es durchaus verdient hätten, wieder mehr gespielt zu werden. Die sogenannte Virtuosenmusik sorgt doch immer wieder für Überraschungen.
„Veröffentlicht ursprünglich in zwei Bänden (Nr. 1 bis 12 ohne, Nr. 13 bis 24 mit Daumenaufsatz), findet sie immer noch Verwendung für besonders fortgeschrittene Studenten, kommt aber gegen die ,Hohe Schule des Violoncellospiels' von David Popper sowohl in Popularität als auch in pädagogischem Wert nicht wirklich an“, schreibt Martin Rummel im Beiheft zu dieser CD. „Anders als Popper beschränkt sich Grützmacher pro Etüde nicht auf ein instrumentaltechnisches Problem, sondern geht vielmehr scheinbar als Komponist an die Sache heran, was unweigerlich zur Aneinanderreihung von mehreren instrumentaltechnischen Schwie- rigkeiten innerhalb einer Etüde führt.“
Das macht die Stücke einerseits knifflig – andererseits aber auch attraktiv, wie Rummel mit dieser Einspielung zeigt. Der Cellist hat für diese CD elf Etüden aus Grützmachers Sammlung ausgewählt. Und wenn er auch an ihren pädagogischen Qualitäten zweifelt, so hat Rummel doch ganz offenkundig an ihren virtuosen Effekten sein Vergnügen. Ergänzt wird das Programm durch einige Salonstücke Grützmachers für Violoncello und Klavier, wie die Fantaisie Hongroise op. 7, die Rummel gemeinsam mit der Pianistin Gerda Guttenberg vorträgt. Es sind hörenswerte Werke, die es durchaus verdient hätten, wieder mehr gespielt zu werden. Die sogenannte Virtuosenmusik sorgt doch immer wieder für Überraschungen.
Donnerstag, 3. März 2011
Salon de Vienne (Gramola)
Wer eine CD mit "schöner" Violin- musik sucht, die man auch der Groß- oder der Schwiegermutter schenken kann, der sollte sich Salon de Vienne vormerken. Dass es Thomas Albertus Irnberger, Violine, und Jörg Demus, Klavier, allerdings keineswegs nur um schmissige Salonstücke geht, wird schon beim ersten Blick auf die ausgewählten Werke deutlich.
Die CD bietet neben "Klassikern" wie Schön Rosmarin, Liebesleid und Liebesfreud sowie einem Unga- rischen Tanz von Johannes Brahms und der Frasquita-Serenade von Franz Léhar in Transkriptionen von Fritz Kreisler oder dem Ischler Walzer in A-Dur von Johann Strauß Sohn durchaus auch weniger bekanntes, wie die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók, die Romantischen Stücke op. 75 von Antonín Dvorak oder die Romanze für Violine und Klavier op. 51 von Carl Goldmark. Zugleich bemühen sich die beiden Musiker, in ihrer Auswahl einen Blick auf das überaus facettenreiche musikalische Leben im Wien der Jahrhundertwende zu ermöglichen.
Darin sind sie sehr erfolgreich, und sie überzeugen nicht nur durch die geschickte Zusammenstellung von Werken von Brahms bis Mahler, sondern auch durch ihre Musizierkultur, die wirklich Freude macht.
Die CD bietet neben "Klassikern" wie Schön Rosmarin, Liebesleid und Liebesfreud sowie einem Unga- rischen Tanz von Johannes Brahms und der Frasquita-Serenade von Franz Léhar in Transkriptionen von Fritz Kreisler oder dem Ischler Walzer in A-Dur von Johann Strauß Sohn durchaus auch weniger bekanntes, wie die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók, die Romantischen Stücke op. 75 von Antonín Dvorak oder die Romanze für Violine und Klavier op. 51 von Carl Goldmark. Zugleich bemühen sich die beiden Musiker, in ihrer Auswahl einen Blick auf das überaus facettenreiche musikalische Leben im Wien der Jahrhundertwende zu ermöglichen.
Darin sind sie sehr erfolgreich, und sie überzeugen nicht nur durch die geschickte Zusammenstellung von Werken von Brahms bis Mahler, sondern auch durch ihre Musizierkultur, die wirklich Freude macht.
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