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Montag, 18. März 2019

Perfume of Italy (Christophorus)

Die Mandoline – eigentlich eine Instrumentenfamilie mit etlichen Angehörigen, von der eigentlichen Mandoline in ihren diversen regionalen Bauformen bis hin zur etwas größeren und tieferen Mandola – erfreute sich in Italien zu Beginn des 17. Jahrhunderts ganz enormer Beliebtheit. Auch in Paris schätzte man ihren lieblichen Klang, und reisende Virtuosen waren an vielen europäischen Höfen willkommen. Allerdings kam die Mandoline um 1790 wieder aus der Mode, und verschwand ebenso dezent aus dem Musikleben, wie sie einstmals gekommen war. 
Auf dieser CD präsentiert das Ensemble Artemandoline barocke Musik für das Instrument. Zu hören sind sowohl Originalwerke, wie die Sonata per mandolino e basso von Carlo Arrigoni (1697 bis 1744) oder eine Sonate von Domenico Scarlatti (1685 bis 1757), als auch geschickte Bearbeitungen. Dabei nutzen die Musiker barocke Mandolinen und Mandolen, sowie Barockgitarre und Renaissancelaute, Viola da gamba und Violone sowie das Cembalo. Ihr außerordentlich gut aufeinander abgestimmtes, virtuoses Spiel hätte die barocken Zeitgenossen ganz sicher begeistert; der Zuhörer heute darf sich auf eine gute Stunde anmutige Klänge freuen.

Montag, 14. März 2016

Italian Sonatas (Passacaille)

Die Mandoline erlebte im 18. Jahr- hundert in Norditalien eine Blütezeit. Dabei stieg das Instrument vom Tanzboden in die „richtige“ Musik auf. Doch insbesondere in Neapel entstanden Kompositionen, in denen die Mandoline anspruchsvolle solistische Aufgaben erhielt. 
Musik aus jener Zeit präsentieren auf dieser CD Duilio Galfetti, Mandoline, und Luca Pianca, Laute und Theorbe. Es erklingen Sonaten von Francesco Piccone (um 1685 bis um 1745), Ludovico Fontanelli (um 1682 bis 1748), Carlo Arrigoni (11697 bis 1744), Giovanni Battista Gervasio (um 1725 bis um 1785) und Domenico Scarlatti (1685 bis 1757). Als Zwischenspiele trägt Luca Pianca auf der Laute drei elegante Solostücke vor, die einem Manuskript des Bologneser Komponi- sten Filippo Della Casa aus dem Jahre 1759 entstammen. Sie setzen zwischen all den virtuosen Musikstücken, in denen typischerweise die Mandoline dominiert, kleine noble Ruhe-Inseln. Sehr gelungen. 

Dienstag, 24. November 2015

Sospiri d'amanti (Deutsche Harmonia Mundi)

Die Mandoline gilt heute weithin als ein Instrument für Freaks; lange Zeit hatte sie ihre Nische entweder in Folkbands, oder aber im Zupfinstru- mentenorchester. Dabei wurde die Mandoline einst sogar bei Hofe gespielt. Auf dieser CD präsentiert das Ensemble Artemandoline unter der Leitung von Juan Carlos Muñoz gemeinsam mit der Sopranistin Nuria Rial Musik aus jener Zeit. 
Um 1750 stand die italienische Oper beinahe in ganz Europa hoch im Kurs – lediglich in Frankreich konnte sie sich nicht durchsetzen. Doch von Neapel bis Wien und von Madrid bis nach St. Petersburg dominierte Musik aus Italien. Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich die Mandoline zu einem populären höfischen Instrument. Sie erklang in Konzerten und Serenaden ebenso wie in der Oper, in Kantaten, ja selbst in Oratorien. Man kann davon ausgehen, dass eine enorme Menge Gesangsstücke, die durch eine Mandoline begleitet werden, spätestens mit dem Beginn der Romantik dem Archivschlaf anheimgefallen sind.  
Das ist ein Verlust, wie diese CD beweist. Artemandoline hat für diese Aufnahme nicht nur zwei hinreißende, virtuose Concerti per mandolino von Carlo Arrigoni (1697 bis 1744) und von Johann Adolf Hasse (1699 bis 1783) herausgesucht, sondern auch jede Menge hörenswerte Arien von namhaften Komponisten von Johann Joseph Fux über Antonio Caldara, Georg Friedrich Händel bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozart, überwie- gend in Weltersteinspielungen. Musiziert wird gekonnt und mit Hingabe; Nuria Rial begeistert mit ihrem strahlenden, schlank geführten Sopran bei exzellenter Textverständlichkeit.