St. Florian aber blieb Bruckner verbunden; in der Gruft der Stiftskirche wurde er auch begraben, und Bruckner-Verehrer aus aller Welt pilgern bis heute nach St. Florian. Die Werke allerdings, die Bruckner während seiner Zeit in St. Florian schuf, werden bis heute wenig beachtet – einige sind wohl noch nicht einmal ediert. Das ändert sich erst jetzt; so hat Benjamin-Gunnar Cohrs die Notenedition für dieses CD-Projekt erstellt. Der Rias Kammerchor präsentiert Bruckners Missa Solemnis in Weltersteinspielung, unter Leitung von Łukasz Borowicz gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und Johanna Winkel, Sophie Harmsen, Sebastian Kohlhepp und Ludwig Mittelhammer als vorzüglichem Solistenquartett. Die historische Aufführungspraxis schließt in diesem Falle auch die ergänzenden Propriumsvertonungen von Robert Führer, Joseph Eybler und Johann Baptist Gänsbacher mit ein, die von Cohrs in aufwendigen Archivrecherchen ausfindig gemacht und ebenfalls mit ediert wurden. So gibt diese CD in einzigartiger Weise Auskunft über die Klangwelt, in der sich Bruckner einst in St. Florian bewegte. Sehr spannend!
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Dienstag, 18. Februar 2020
Bruckner: Missa Solemnis (Accentus)
Dem Augustinerstift St. Florian war Anton Bruckner (1824 bis 1896) sehr verbunden. Nach dem Tode seines Vaters, der Dorfschullehrer war und erst 46 Jahre alt, wurde er dort 1837 Sängerknabe. Drei Jahre später verließ er das Stift und absolvierte eine Lehrerausbildung; 1845 kehrte er dann als Schulgehilfe an der Pfarrschule, Gehilfe des Stiftsorganisten sowie als Musiklehrer der Sängerknaben nach St. Florian zurück. Die Missa Solemnis komponierte Bruckner 1854 zum Amtsantritt des neuen Prälaten Friedrich Mayr. Doch Bruckner blieb, wie schon seit 1850, provisorischer Stiftsorganist. 1855 starb der Organist des Linzer Domes; Bruckner bewarb sich, und wurde dessen Nachfolger.
St. Florian aber blieb Bruckner verbunden; in der Gruft der Stiftskirche wurde er auch begraben, und Bruckner-Verehrer aus aller Welt pilgern bis heute nach St. Florian. Die Werke allerdings, die Bruckner während seiner Zeit in St. Florian schuf, werden bis heute wenig beachtet – einige sind wohl noch nicht einmal ediert. Das ändert sich erst jetzt; so hat Benjamin-Gunnar Cohrs die Notenedition für dieses CD-Projekt erstellt. Der Rias Kammerchor präsentiert Bruckners Missa Solemnis in Weltersteinspielung, unter Leitung von Łukasz Borowicz gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und Johanna Winkel, Sophie Harmsen, Sebastian Kohlhepp und Ludwig Mittelhammer als vorzüglichem Solistenquartett. Die historische Aufführungspraxis schließt in diesem Falle auch die ergänzenden Propriumsvertonungen von Robert Führer, Joseph Eybler und Johann Baptist Gänsbacher mit ein, die von Cohrs in aufwendigen Archivrecherchen ausfindig gemacht und ebenfalls mit ediert wurden. So gibt diese CD in einzigartiger Weise Auskunft über die Klangwelt, in der sich Bruckner einst in St. Florian bewegte. Sehr spannend!
St. Florian aber blieb Bruckner verbunden; in der Gruft der Stiftskirche wurde er auch begraben, und Bruckner-Verehrer aus aller Welt pilgern bis heute nach St. Florian. Die Werke allerdings, die Bruckner während seiner Zeit in St. Florian schuf, werden bis heute wenig beachtet – einige sind wohl noch nicht einmal ediert. Das ändert sich erst jetzt; so hat Benjamin-Gunnar Cohrs die Notenedition für dieses CD-Projekt erstellt. Der Rias Kammerchor präsentiert Bruckners Missa Solemnis in Weltersteinspielung, unter Leitung von Łukasz Borowicz gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und Johanna Winkel, Sophie Harmsen, Sebastian Kohlhepp und Ludwig Mittelhammer als vorzüglichem Solistenquartett. Die historische Aufführungspraxis schließt in diesem Falle auch die ergänzenden Propriumsvertonungen von Robert Führer, Joseph Eybler und Johann Baptist Gänsbacher mit ein, die von Cohrs in aufwendigen Archivrecherchen ausfindig gemacht und ebenfalls mit ediert wurden. So gibt diese CD in einzigartiger Weise Auskunft über die Klangwelt, in der sich Bruckner einst in St. Florian bewegte. Sehr spannend!
Donnerstag, 1. Dezember 2016
Bach: Luther-Kantaten (Deutsche Harmonia Mundi)
Das Luther-Jahr hat soeben begon- nen – und schon sind die ersten CD auf dem Markt, die den Reformator und sein Erbe feiern. Ein sehr gelungenes Projekt präsentiert nun das Label Deutsche Harmonia Mundi: Christoph Spering hat das Reformationsjubiläum zum Anlass genommen, die dreizehn „Luther-Kantaten“ von Johann Sebastian Bach neu einzuspielen.
Das ist wahrlich eine würdige Form des Gedenkens: „Ich wünsche gewiß von Herzen, daß Jedermann die göttliche und vortreffliche Gabe, die Musik, sich einloben und angepriesen sein ließe. Wiewohl ich werde von der Menge und Größe ihrer guten Eigenschaften gleichsam überschüttet, daß ich weder Anfang, noch Ende, noch ein Maß meiner Rede finden kann; und bei der großen Menge des Lobes muß ich doch ein nüchterner und armseliger Lobredner derselben sein“, verkündete einst der Reforma- tor. Martin Luther, der im Jahre 1517 seine berühmten Thesen in Wittenberg an die Kirchentüre genagelt haben soll, mit den bekannten Folgen, hat nicht nur die Bibel übersetzt, viele theologische Streitschriften verfasst und unzählige Briefe in alle Himmelsrichtungen geschickt.
Luther wollte eine singende Kirche – und er hat daher Lieder für das Kirchenvolk geschrieben. Mitunter hat er einfach bekannten Melodien einen neuen Text gedichtet, der den Glauben, wie Luther ihn verstanden haben wollte, auf den Punkt bringt. Manchmal hat er aber auch ein komplettes Lied geschrieben; wie das bekannte Vom Himmel hoch da komm ich her. So sind mehr als 30 deutsche Kirchenlieder entstanden, die in Gesangbüchern abgedruckt und verbreitet wurden; etliche davon werden noch heute im Gottesdienst gesungen. Dazu trugen auch die Kirchenmusi- ker um „Urkantor“ Johann Walter sowie der nachfolgenden Generationen bei. Die Kantoren der evangelischen Kirche schätzten Luthers Lieder hoch und hielten sie über die Jahrhunderte in Chor- und Orgelsätzen, Bearbei- tungen und in Neuvertonungen präsent.
In dieser Tradition stand auch die Familie Bach. Mit Luthers Chorälen, wie Nun komm, der Heiden Heiland, Ein feste Burg ist unser Gott oder Mit Fried und Freud ich fahr dahin ist Johann Sebastian Bach in Thüringen aufgewachsen. Sie gehörten ebenso selbstverständlich zu den Grundlagen seines musikalischen Schaffens wie etwa die Regeln des Kontrapunktes.
Spering hat aus den mehr als 200 überlieferten Bach-Kantaten jene herausgesucht, die sich durch einen besonders engen Bezug zu Luthers Kirchenliedern auszeichnen. Einige davon hat Bach bereits in Mühlhausen und in Weimar komponiert; die meisten aber entstammen dem sogenann- ten Choralkantaten-Jahrgang, den Bach 1724/25 in seinem zweiten Leipziger Amtsjahr geschaffen hat. Mit einer Besetzung aus überwiegend jungen Vokalsolisten sowie seinen beiden Ensembles Chorus Musicus Köln und Das Neue Orchester hat Spering Bachs Kantaten erkundet.
Dafür hat er die Quellen sorgsam studiert, und dann für jedes einzelne Werk eine individuelle Interpretation erarbeitet. Im Beiheft wird kurz und nachvollziehbar erläutert, aus welchen Gründen Spering jeweils seine Entscheidungen getroffen hat. Oberster Grundsatz war, den Verstand zu gebrauchen – und Dogmen zu meiden. So besetzt Spering in den beiden früheren Kantaten Christ lag in Todes Banden (BWV 4; 1707) und Nun komm, der Heiden Heiland (BWV 61; 1714) sämtliche Stimmen solistisch. Ansonsten orientiert sich die Besetzung in Chor und Orchester bei den Leipziger Kantaten an den Vorschlägen, die Bach in seiner Denkschrift „Kurtzer, iedoch höchstnöthiger Entwurff einer wohlbestallten Kirchen Music“ von 1730 äußerte. Darin wünschte er sich für die Figuralmusik neben den Concertisten noch acht Ripienisten, also zusätzliche Sänger, die in den Chören die Solisten unterstützen.
Die Choräle sieht Christoph Spering als wesentliche Stücke, die die Gemeinde in die Kantaten mit einbeziehen. Das Publikum soll über den Text nachdenken – und deshalb wählt der Dirigent bewusst gemächliche Tempi, und lang ausgehaltene Fermaten als Ruhepunkte. Auch bei den Secco-Rezitativen setzt Spering ganz eigene Akzente; sie werden in einigen Kantaten nicht mit kurz angestoßenem und verklingendem Basston begleitet, sondern mit einem bleibenden, solide im Raum stehenden Generalbass-Fundament untersetzt – und zwar mit einem satten 16-Fuß-Fundament. Das klingt zunächst etwas altmodisch, aber es hat seine Reize, und ist durchaus eine Überlegung wert.
Auch die Orgel rückt Christoph Spering wesentlich stärker in den Mittel- punkt, als man das üblicherweise gewohnt ist: „Johann Sebastian Bach war nicht nur von seiner Ausbildung, sondern auch von seinem Selbst- verständnis her in erster Linie Organist“, begründet der Dirigent seine Entscheidung im Beiheft. Dazu passt eine kleine Truhenorgel, wie sie in der historischen Aufführungspraxis derzeit üblich ist, in der Tat schlecht. Und so darf bei dieser Einspielung die Orgel deutlich hervortreten. Sie bleibt trotzdem Continuo – aber ein markantes, interessantes. Das verwendete Instrument, über das man leider nichts erfährt, entspreche in seinen Dimensionen ungefähr dem Brustwerk des Leipziger Exemplars zu Bachs Zeiten, so Spering. Die Orgel wird mitunter durch ein Cembalo ergänzt; allerdings geschieht dies ebenfalls nicht durchgängig, sondern wohlüberlegt in ausgewählten Kantaten, was den Klang sehr reizvoll auffächert.
Die Vier-CD-Box hält also musikalisch so manche Überraschung bereit. Ein würdiger Auftakt zum Luther-Jahr – und ein spannender Beitrag zur Weiterentwicklung einer historischen Aufführungspraxis, die leider derzeit gelegentlich aus dem Blick verliert, dass Regeln kein Selbstzweck sind. Wenn aber ein Konzept zur reinen Lehre erstarrt, dann kann Provokation nur voranbringen.
Das ist wahrlich eine würdige Form des Gedenkens: „Ich wünsche gewiß von Herzen, daß Jedermann die göttliche und vortreffliche Gabe, die Musik, sich einloben und angepriesen sein ließe. Wiewohl ich werde von der Menge und Größe ihrer guten Eigenschaften gleichsam überschüttet, daß ich weder Anfang, noch Ende, noch ein Maß meiner Rede finden kann; und bei der großen Menge des Lobes muß ich doch ein nüchterner und armseliger Lobredner derselben sein“, verkündete einst der Reforma- tor. Martin Luther, der im Jahre 1517 seine berühmten Thesen in Wittenberg an die Kirchentüre genagelt haben soll, mit den bekannten Folgen, hat nicht nur die Bibel übersetzt, viele theologische Streitschriften verfasst und unzählige Briefe in alle Himmelsrichtungen geschickt.
Luther wollte eine singende Kirche – und er hat daher Lieder für das Kirchenvolk geschrieben. Mitunter hat er einfach bekannten Melodien einen neuen Text gedichtet, der den Glauben, wie Luther ihn verstanden haben wollte, auf den Punkt bringt. Manchmal hat er aber auch ein komplettes Lied geschrieben; wie das bekannte Vom Himmel hoch da komm ich her. So sind mehr als 30 deutsche Kirchenlieder entstanden, die in Gesangbüchern abgedruckt und verbreitet wurden; etliche davon werden noch heute im Gottesdienst gesungen. Dazu trugen auch die Kirchenmusi- ker um „Urkantor“ Johann Walter sowie der nachfolgenden Generationen bei. Die Kantoren der evangelischen Kirche schätzten Luthers Lieder hoch und hielten sie über die Jahrhunderte in Chor- und Orgelsätzen, Bearbei- tungen und in Neuvertonungen präsent.
In dieser Tradition stand auch die Familie Bach. Mit Luthers Chorälen, wie Nun komm, der Heiden Heiland, Ein feste Burg ist unser Gott oder Mit Fried und Freud ich fahr dahin ist Johann Sebastian Bach in Thüringen aufgewachsen. Sie gehörten ebenso selbstverständlich zu den Grundlagen seines musikalischen Schaffens wie etwa die Regeln des Kontrapunktes.
Spering hat aus den mehr als 200 überlieferten Bach-Kantaten jene herausgesucht, die sich durch einen besonders engen Bezug zu Luthers Kirchenliedern auszeichnen. Einige davon hat Bach bereits in Mühlhausen und in Weimar komponiert; die meisten aber entstammen dem sogenann- ten Choralkantaten-Jahrgang, den Bach 1724/25 in seinem zweiten Leipziger Amtsjahr geschaffen hat. Mit einer Besetzung aus überwiegend jungen Vokalsolisten sowie seinen beiden Ensembles Chorus Musicus Köln und Das Neue Orchester hat Spering Bachs Kantaten erkundet.
Dafür hat er die Quellen sorgsam studiert, und dann für jedes einzelne Werk eine individuelle Interpretation erarbeitet. Im Beiheft wird kurz und nachvollziehbar erläutert, aus welchen Gründen Spering jeweils seine Entscheidungen getroffen hat. Oberster Grundsatz war, den Verstand zu gebrauchen – und Dogmen zu meiden. So besetzt Spering in den beiden früheren Kantaten Christ lag in Todes Banden (BWV 4; 1707) und Nun komm, der Heiden Heiland (BWV 61; 1714) sämtliche Stimmen solistisch. Ansonsten orientiert sich die Besetzung in Chor und Orchester bei den Leipziger Kantaten an den Vorschlägen, die Bach in seiner Denkschrift „Kurtzer, iedoch höchstnöthiger Entwurff einer wohlbestallten Kirchen Music“ von 1730 äußerte. Darin wünschte er sich für die Figuralmusik neben den Concertisten noch acht Ripienisten, also zusätzliche Sänger, die in den Chören die Solisten unterstützen.
Die Choräle sieht Christoph Spering als wesentliche Stücke, die die Gemeinde in die Kantaten mit einbeziehen. Das Publikum soll über den Text nachdenken – und deshalb wählt der Dirigent bewusst gemächliche Tempi, und lang ausgehaltene Fermaten als Ruhepunkte. Auch bei den Secco-Rezitativen setzt Spering ganz eigene Akzente; sie werden in einigen Kantaten nicht mit kurz angestoßenem und verklingendem Basston begleitet, sondern mit einem bleibenden, solide im Raum stehenden Generalbass-Fundament untersetzt – und zwar mit einem satten 16-Fuß-Fundament. Das klingt zunächst etwas altmodisch, aber es hat seine Reize, und ist durchaus eine Überlegung wert.
Auch die Orgel rückt Christoph Spering wesentlich stärker in den Mittel- punkt, als man das üblicherweise gewohnt ist: „Johann Sebastian Bach war nicht nur von seiner Ausbildung, sondern auch von seinem Selbst- verständnis her in erster Linie Organist“, begründet der Dirigent seine Entscheidung im Beiheft. Dazu passt eine kleine Truhenorgel, wie sie in der historischen Aufführungspraxis derzeit üblich ist, in der Tat schlecht. Und so darf bei dieser Einspielung die Orgel deutlich hervortreten. Sie bleibt trotzdem Continuo – aber ein markantes, interessantes. Das verwendete Instrument, über das man leider nichts erfährt, entspreche in seinen Dimensionen ungefähr dem Brustwerk des Leipziger Exemplars zu Bachs Zeiten, so Spering. Die Orgel wird mitunter durch ein Cembalo ergänzt; allerdings geschieht dies ebenfalls nicht durchgängig, sondern wohlüberlegt in ausgewählten Kantaten, was den Klang sehr reizvoll auffächert.
Die Vier-CD-Box hält also musikalisch so manche Überraschung bereit. Ein würdiger Auftakt zum Luther-Jahr – und ein spannender Beitrag zur Weiterentwicklung einer historischen Aufführungspraxis, die leider derzeit gelegentlich aus dem Blick verliert, dass Regeln kein Selbstzweck sind. Wenn aber ein Konzept zur reinen Lehre erstarrt, dann kann Provokation nur voranbringen.
Samstag, 3. September 2016
Danzi: Der Berggeist (Carus)
Der Berggeist Rübezahl mag Menschen nicht. Zur Strafe für sein rücksichtsloses Benehmen wurde seine Gattin, die mildtätige Nixen- königin Erli, in den Tiefschlaf versetzt – und aufwachen wird sie erst, wenn eine Jungfrau den Zauber löst. Was tun? Rübezahl versucht es mit guten Taten. Er bringt verirrte Wanderer wohlbehalten nach Hause, und übergibt der Tochter obendrein ein Säckel, das ein Vermögen ent- hält.
Doch das Geld bringt Anne kein Glück, denn ihr Vater hält sich nun für einen reichen Mann, und will die Tochter mit dem Geldgeber verheiraten. Anne ist aber bereits verlobt – und gelobt ihrem Heinrich ewige Treue. Rübezahl hat alle Hände voll zu tun, die Verwicklungen zu lösen, die sich daraus ergeben. Und natürlich geht am Ende die Geschichte, die Franz Ignaz Danzi (1763 bis 1826) in seiner Oper Der Berggeist erzählt, gut aus.
Danzi wuchs in Mannheim auf. Seine Ausbildung erhielt er durch den Vater, einen exzellenten Cellisten, und durch den berühmten Abbé Vogler. Als die kurfürstliche Hofkapelle nach München umzog, blieb er zunächst in Mannheim. 1784 wurde er in München Nachfolger seines Vaters in der Position des Solo-Cellisten, später stieg er zum Vize-Kapellmeister auf. Nach einer Zwischenstation in Stuttgart wirkte er ab 1812 als Hofkapell- meister in Karlsruhe.
Auch wenn Danzi heute in erster Linie für seine Instrumentalmusik bekannt ist, war er doch der Oper sehr zugetan und auch ein passionierter Opernkomponist. Der Berggeist oder Schicksal und Treue wurde 1813 im Hoftheater Karlsruhe uraufgeführt. Danzi selbst nannte das Werk eine romantische Oper; allerdings ist diese, anders als beispielsweise Der Freischütz von Carl Maria von Weber, eher durch Ensembleszenen geprägt als durch Arien. Das Übersinnliche ist stets präsent. Und Danzi lässt seine Geister gern dramatisch vom Orchester umwittern, das, bei allen lieblichen Melodien, hier doch eher Farbe liefert.
Frieder Bernius hat mit Kammerchor und Hofkapelle Stuttgart dieses Opus aus dem Archivstaub erweckt und sich an die Weltersteinspielung gewagt. Die Rollen – und das sind ziemlich viele! – sind solide mit jungen Sängern besetzt, darunter mit Vincent Frisch sogar ein Knabensopran. Fürs heutige Theater wäre die Oper eher nichts, fürchte ich – aber musikhistorisch bedeutsam ist das Werk ohne Zweifel.
Doch das Geld bringt Anne kein Glück, denn ihr Vater hält sich nun für einen reichen Mann, und will die Tochter mit dem Geldgeber verheiraten. Anne ist aber bereits verlobt – und gelobt ihrem Heinrich ewige Treue. Rübezahl hat alle Hände voll zu tun, die Verwicklungen zu lösen, die sich daraus ergeben. Und natürlich geht am Ende die Geschichte, die Franz Ignaz Danzi (1763 bis 1826) in seiner Oper Der Berggeist erzählt, gut aus.
Danzi wuchs in Mannheim auf. Seine Ausbildung erhielt er durch den Vater, einen exzellenten Cellisten, und durch den berühmten Abbé Vogler. Als die kurfürstliche Hofkapelle nach München umzog, blieb er zunächst in Mannheim. 1784 wurde er in München Nachfolger seines Vaters in der Position des Solo-Cellisten, später stieg er zum Vize-Kapellmeister auf. Nach einer Zwischenstation in Stuttgart wirkte er ab 1812 als Hofkapell- meister in Karlsruhe.
Auch wenn Danzi heute in erster Linie für seine Instrumentalmusik bekannt ist, war er doch der Oper sehr zugetan und auch ein passionierter Opernkomponist. Der Berggeist oder Schicksal und Treue wurde 1813 im Hoftheater Karlsruhe uraufgeführt. Danzi selbst nannte das Werk eine romantische Oper; allerdings ist diese, anders als beispielsweise Der Freischütz von Carl Maria von Weber, eher durch Ensembleszenen geprägt als durch Arien. Das Übersinnliche ist stets präsent. Und Danzi lässt seine Geister gern dramatisch vom Orchester umwittern, das, bei allen lieblichen Melodien, hier doch eher Farbe liefert.
Frieder Bernius hat mit Kammerchor und Hofkapelle Stuttgart dieses Opus aus dem Archivstaub erweckt und sich an die Weltersteinspielung gewagt. Die Rollen – und das sind ziemlich viele! – sind solide mit jungen Sängern besetzt, darunter mit Vincent Frisch sogar ein Knabensopran. Fürs heutige Theater wäre die Oper eher nichts, fürchte ich – aber musikhistorisch bedeutsam ist das Werk ohne Zweifel.
Freitag, 25. März 2016
Bach: Matthäus-Passion (Carus)
Bachs Matthäus-Passion hat Frieder Bernius mit seinen beiden Ensembles, dem Kammerchor Stuttgart und dem Barockorchester Stuttgart, für Carus neu eingespielt. Diese Edition gibt es in zwei Varianten – als normale CD im Jewel-Case, und als limitierte Deluxe-Ausgabe im SACD-Format. Die Notenedition, die die Grundlage dieser Aufnahme bildet, ist ebenfalls bei Carus erschienen.
Die Matthäus-Passion gehört zu jenen Werken, die alle Jahre wieder von neuen Formationen mit mehr oder minder neuen Konzepten vorgestellt werden. Vergleicht man die Einspielung, die Bernius nun präsentiert, mit prägnanten Aufnahmen aus früheren Jahren, so wird man ziemlich enttäuscht sein: Glattpolierte Orchesterklänge, lieblos dahingeschluderte Da-capo-Arien, die gähnende Langeweile bereiten – so öde habe ich beispielsweise Ich will dir mein Herze schenken wirklich noch nie gehört – Chöre, die einfach nur laut sind statt eindrücklich, und, als Zugabe, satte Schlussritardandi bei fast jedem Stück. Einziger Lichtpunkt ist Tilman Lichdi in der Partie des Evangelisten. Schade drum! ich hatte mir von dieser exzellenten Besetzung wesentlich mehr erhofft.
Die Matthäus-Passion gehört zu jenen Werken, die alle Jahre wieder von neuen Formationen mit mehr oder minder neuen Konzepten vorgestellt werden. Vergleicht man die Einspielung, die Bernius nun präsentiert, mit prägnanten Aufnahmen aus früheren Jahren, so wird man ziemlich enttäuscht sein: Glattpolierte Orchesterklänge, lieblos dahingeschluderte Da-capo-Arien, die gähnende Langeweile bereiten – so öde habe ich beispielsweise Ich will dir mein Herze schenken wirklich noch nie gehört – Chöre, die einfach nur laut sind statt eindrücklich, und, als Zugabe, satte Schlussritardandi bei fast jedem Stück. Einziger Lichtpunkt ist Tilman Lichdi in der Partie des Evangelisten. Schade drum! ich hatte mir von dieser exzellenten Besetzung wesentlich mehr erhofft.
Mittwoch, 23. März 2016
Rolle: Matthäuspassion (cpo)
Es ist sehr verdienstvoll, dass cpo mittlerweile bereits mit der dritten Veröffentlichung an Johann Heinrich Rolle (1716 bis 1785) erinnert. Der Kantor und Organist hat nicht nur attraktive Musik geschrieben. Als sich der preußische Hof während des Siebenjährigen Krieges nach Magdeburg zurückzog, inklusive der exzellenten Hofkapelle, etablierte Rolle öffentliche Konzerte, die sehr beliebt waren und denen die Bürgerschaft ebenso wie der Adel lauschte.
Rolle war der Sohn eines Kantors, und wuchs zunächst in Quedlinburg, später in Magdeburg auf. Sein Vater übernahm die musikalische Ausbildung des Knaben, der in jungen Jahren bereits als Komponist und ab 1734 auch als Organist an der Magdeburger Petrikirche wirkte. 1737 begann Rolle in Leipzig mit dem Studium der Jurisprudenz. Ob er während seiner Studienjahre an der Pleiße auch musiziert hat, im Collegium musicum oder beispielsweise bei Kantaten- aufführungen, und ob er Bach kennengelernt hat, darüber ist nichts bekannt.
Nach dem Studium ging Rolle nach Berlin, eigentlich als Justitiar. Doch schon 1740 wurde er als Violinist und Bratschist Kammermusikus in der Hofkapelle Friedrichs II. 1746 erhielt der Musiker einen Ruf als Organist an die Hauptkirche St. Johannis in Magdeburg. Dort befand sich damals eine große dreimanualige Orgel von Arp Schnitger mit 62 Registern. Als sein Vater 1751 starb, wurde Rolle als Kantor am Altstädtischen Gymna- sium sowie als städtischer Musikdirektor dessen Amtsnachfolger.
Rolle hat eine große Anzahl an Liedern, Motetten, Kantaten, Oratorien und Passionsmusiken sowie diverse Instrumentalwerke komponiert. Nach einer Auswahl an Motetten sowie seinem Weihnachtsoratorium ist nun bei cpo auch die Matthäuspassion aus dem Jahre 1748 in Ersteinspielung erschienen. Sie erzählt das Passionsgeschehen in größeren dramatischen Szenen, wobei die einzelne Abschnitte nahtlos ineinander übergehen, gereiht durch Choralstrophen. In Arien und Chören wird zudem, ganz im Sinne der Aufklärung, das Evangelium kommentiert und erklärt.
Die Musik, die Rolle dafür geschaffen hat, ist ausgesprochen reizvoll, originell und wirklich gelungen. Solisten sind Ana-Marija Brkic, Sopran, Sophie Harmsen, Alt, die Tenöre Georg Poplutz, Evangelist, und Joachim Streckfuß, Petrus, sowie die Bassisten Thilo Dahlmann, Jesus, und Raimonds Spogis, Pilatus/Hohepriester. Mit Ausnahme von Streckfuß singen sie auch im Chor der Kölner Akademie, der bei dieser Aufnahme als Doppelquartett agiert – schlank, beweglich, ausdrucksstark und zugleich mit ausreichender Klangfülle. Unter Leitung von Michael Alexander Willens musiziert zudem das Orchester der Kölner Akademie. Und selbst wenn die Arien und die Rahmenchöre mitunter nach Graun klingen und ihre Texte für heutige Ohren etwas schwächeln - sie sind so knapp bemessen, kurz und kompakt, dass man darüber ganz gut hinweghören kann. Auch bei Bach ist schließlich nicht jede Textzeile die reine Poesie. In jedem Falle ist diese Matthäuspassion tatsächlich eine Entdeckung; sie macht sehr neugierig auf die anderen Werke Rolles. Seine Musik würde man gern auch im Konzert wieder hören.
Rolle war der Sohn eines Kantors, und wuchs zunächst in Quedlinburg, später in Magdeburg auf. Sein Vater übernahm die musikalische Ausbildung des Knaben, der in jungen Jahren bereits als Komponist und ab 1734 auch als Organist an der Magdeburger Petrikirche wirkte. 1737 begann Rolle in Leipzig mit dem Studium der Jurisprudenz. Ob er während seiner Studienjahre an der Pleiße auch musiziert hat, im Collegium musicum oder beispielsweise bei Kantaten- aufführungen, und ob er Bach kennengelernt hat, darüber ist nichts bekannt.
Nach dem Studium ging Rolle nach Berlin, eigentlich als Justitiar. Doch schon 1740 wurde er als Violinist und Bratschist Kammermusikus in der Hofkapelle Friedrichs II. 1746 erhielt der Musiker einen Ruf als Organist an die Hauptkirche St. Johannis in Magdeburg. Dort befand sich damals eine große dreimanualige Orgel von Arp Schnitger mit 62 Registern. Als sein Vater 1751 starb, wurde Rolle als Kantor am Altstädtischen Gymna- sium sowie als städtischer Musikdirektor dessen Amtsnachfolger.
Rolle hat eine große Anzahl an Liedern, Motetten, Kantaten, Oratorien und Passionsmusiken sowie diverse Instrumentalwerke komponiert. Nach einer Auswahl an Motetten sowie seinem Weihnachtsoratorium ist nun bei cpo auch die Matthäuspassion aus dem Jahre 1748 in Ersteinspielung erschienen. Sie erzählt das Passionsgeschehen in größeren dramatischen Szenen, wobei die einzelne Abschnitte nahtlos ineinander übergehen, gereiht durch Choralstrophen. In Arien und Chören wird zudem, ganz im Sinne der Aufklärung, das Evangelium kommentiert und erklärt.
Die Musik, die Rolle dafür geschaffen hat, ist ausgesprochen reizvoll, originell und wirklich gelungen. Solisten sind Ana-Marija Brkic, Sopran, Sophie Harmsen, Alt, die Tenöre Georg Poplutz, Evangelist, und Joachim Streckfuß, Petrus, sowie die Bassisten Thilo Dahlmann, Jesus, und Raimonds Spogis, Pilatus/Hohepriester. Mit Ausnahme von Streckfuß singen sie auch im Chor der Kölner Akademie, der bei dieser Aufnahme als Doppelquartett agiert – schlank, beweglich, ausdrucksstark und zugleich mit ausreichender Klangfülle. Unter Leitung von Michael Alexander Willens musiziert zudem das Orchester der Kölner Akademie. Und selbst wenn die Arien und die Rahmenchöre mitunter nach Graun klingen und ihre Texte für heutige Ohren etwas schwächeln - sie sind so knapp bemessen, kurz und kompakt, dass man darüber ganz gut hinweghören kann. Auch bei Bach ist schließlich nicht jede Textzeile die reine Poesie. In jedem Falle ist diese Matthäuspassion tatsächlich eine Entdeckung; sie macht sehr neugierig auf die anderen Werke Rolles. Seine Musik würde man gern auch im Konzert wieder hören.
Donnerstag, 11. August 2011
Zumsteeg: Die Geisterinsel (Carus)
Johann Rudoph Zumsteeg (1760 bis 1802) war der Sohn eines Kammerdieners des Herzogs von Württemberg. Im Alter von zehn Jahren wurde er in die Pflanzschu- le Carl Eugens aufgenommen, der diese Eliteschule gegründet hatte, um Künstler, Beamte und Militärs heranzuziehen, die dem Hof ver- pflichtet waren. Zumsteeg sollte zunächst Bildhauer werden, dann aber wurde seine musikalische Begabung erkannt und gefördert. Als er im September 1781 die Karlsschule verließ, fand er sofort Anstellung als Cellist und Kompo- nist bei Hofe.
Anders als sein Schulfreund Schiller, wusste sich der junge Musiker in Württemberg zu arrangieren. Und als sein einstiger Lehrer Augustin Maria Benedict Poli 1793 seinen Abschied nahm, wurde Zumsteeg sein Nachfolger im Amt des Hofkapellmeisters - mit einem Gehalt von immerhin 2300 Gulden.
Frieder Bernius hat nun mit seinem Kammerchor und der Hofkapelle Stuttgart ein Werk Zumsteegs wiederentdeckt, das zu den großen Erfolgen des Komponisten gehört: Das Singspiel Die Geisterinsel, 1798 in Stuttgart uraufgeführt und seinerzeit ungemein populär. So erbat die französische Kaiserin Josephine Beauharnais 1806 von Zumsteegs Witwe die Partitur, um das Stück übersetzen und in Paris aufführen zu lassen.
Das Libretto von Friedrich Hildebrand Freiherr von Einsiedel und Friedrich Wilhelm Gotters basiert auf Shakespeares Sturm, bearbeite- te diese Vorlage allerdings sehr frei, um sie operntauglich zu machen. Und Zumsteeg hat nicht nur Mozarts Opern in Stuttgart aufgeführt, sondern von seinem Wiener Kollegen offenbar auch allerhand gelernt. Es ist gewiss kein Zufall, dass Die Geisterinsel mitunter stark an Mo- zarts Zauberflöte erinnert.
Zauberopern - wenn möglich, mit aufwendiger Bühnentechnik - waren damals groß in Mode. Zumsteegs Singspiel ist aber nicht deshalb attraktiv. Interessant ist das Stück deshalb, weil es nicht in Sprech- texte, die die Handlung vorantreiben, und Arien, die der Reflexion dienen, zerfällt. Wenn es hier Dialoge gab, dann hat Bernius sie ge- strichen - und man vermisst sie nicht. Zumsteeg hat kühn durchkom- poniert, und schuf ausdrucksstarke Arien und Ensembles, die mit- unter noch die italienische Schule erkennen lassen, originelle Chöre sowie ausgedehnte Finalszenen. An ihnen wird freilich auch spürbar, dass Zumsteeg doch nicht Mozart war.
Gut gelungen sind ihm jedoch die Charakterisierung seiner Figuren mit musikalischen Mitteln sowie die Instrumentierung, die vor allem den Holzbläsern dankbare solistische Aufgaben beschert. Die Musiker der Hofkapelle Stuttgart spielen engagiert, und der Chor sowie die meisten Solisten können sich ebenfalls hören lassen. So ergänzt diese Weltersteinspielung bei Carus nicht nur unser Bild von der Oper der Frühromantik. Sie rückt auch das Schaffen eines Komponisten wieder in unseren Blick, der nicht umsonst von seinen Zeitgenossen als "Mozart Württembergs" gefeiert wurde.
Anders als sein Schulfreund Schiller, wusste sich der junge Musiker in Württemberg zu arrangieren. Und als sein einstiger Lehrer Augustin Maria Benedict Poli 1793 seinen Abschied nahm, wurde Zumsteeg sein Nachfolger im Amt des Hofkapellmeisters - mit einem Gehalt von immerhin 2300 Gulden.
Frieder Bernius hat nun mit seinem Kammerchor und der Hofkapelle Stuttgart ein Werk Zumsteegs wiederentdeckt, das zu den großen Erfolgen des Komponisten gehört: Das Singspiel Die Geisterinsel, 1798 in Stuttgart uraufgeführt und seinerzeit ungemein populär. So erbat die französische Kaiserin Josephine Beauharnais 1806 von Zumsteegs Witwe die Partitur, um das Stück übersetzen und in Paris aufführen zu lassen.
Das Libretto von Friedrich Hildebrand Freiherr von Einsiedel und Friedrich Wilhelm Gotters basiert auf Shakespeares Sturm, bearbeite- te diese Vorlage allerdings sehr frei, um sie operntauglich zu machen. Und Zumsteeg hat nicht nur Mozarts Opern in Stuttgart aufgeführt, sondern von seinem Wiener Kollegen offenbar auch allerhand gelernt. Es ist gewiss kein Zufall, dass Die Geisterinsel mitunter stark an Mo- zarts Zauberflöte erinnert.
Zauberopern - wenn möglich, mit aufwendiger Bühnentechnik - waren damals groß in Mode. Zumsteegs Singspiel ist aber nicht deshalb attraktiv. Interessant ist das Stück deshalb, weil es nicht in Sprech- texte, die die Handlung vorantreiben, und Arien, die der Reflexion dienen, zerfällt. Wenn es hier Dialoge gab, dann hat Bernius sie ge- strichen - und man vermisst sie nicht. Zumsteeg hat kühn durchkom- poniert, und schuf ausdrucksstarke Arien und Ensembles, die mit- unter noch die italienische Schule erkennen lassen, originelle Chöre sowie ausgedehnte Finalszenen. An ihnen wird freilich auch spürbar, dass Zumsteeg doch nicht Mozart war.
Gut gelungen sind ihm jedoch die Charakterisierung seiner Figuren mit musikalischen Mitteln sowie die Instrumentierung, die vor allem den Holzbläsern dankbare solistische Aufgaben beschert. Die Musiker der Hofkapelle Stuttgart spielen engagiert, und der Chor sowie die meisten Solisten können sich ebenfalls hören lassen. So ergänzt diese Weltersteinspielung bei Carus nicht nur unser Bild von der Oper der Frühromantik. Sie rückt auch das Schaffen eines Komponisten wieder in unseren Blick, der nicht umsonst von seinen Zeitgenossen als "Mozart Württembergs" gefeiert wurde.
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