Als Weltersteinspielung sind jüngst bei dem Chemnitzer Label Auris Subtilis zehn Sinfonien von Carl Philipp Stamitz (1745 bis 1801) veröffentlicht worden. Auch das Notenmaterial dieser Werke ist ab sofort verfügbar. Damit können diese Kompositionen wieder aufgeführt werden.
Dass sie sich zu Stamitz' Lebzeiten großer Beliebtheit erfreuten (und von Verlegern ersten Ranges gedruckt wurden), verwundert nicht, wenn man diese Aufnahme angehört hat. „Was für eine Fülle an Melodien, feurigem Esprit in den schnellen Sätzen und empfindsame, das Herz anrührende Gedanken in den langsamen Sätzen!“, begeistert sich Normann Kästner für das Schaffen des Komponisten, über dessen Lebensweg in diesem Blog bereits an anderer Stelle ausführlich berichtet wurde.
„Über 50 Sinfonien hat er geschrieben“, resümiert Kästner, „dazu kommen weitere 30 konzertante Sinfonien mit verschiedenen Solo-Instrumenten.“ Allerdings ist auf CD nur sehr wenig davon zu finden. Dies zu ändern, tritt Kästner mit dem Ensemble Amadeus an, und spielte zehn Sinfonien ein, die allesamt durch die Mannheimer Schule geprägt sind.
Das Notenmaterial wurde eigens für dieses Projekt neu erstellt. Die Mühe hat sich gelohnt, denn Stamitz' Werke sind wirklich sehr attraktiv: „Es ist Unterhaltungsmusik im besten Sinne“, so Kästner, „geschrieben für ein Publikum, das sich an den Melodien und musikalischen Effekten ergötzte und berauschte.“
Die Einspielung war ein kühnes Unterfangen. Denn das Ensemble Amadeus besteht überwiegend aus Amateuren; sein Gründer und Leiter Normann Kästner verdient seine Brötchen als Mitarbeiter eines regionalen Kreditinstitutes. In Anbetracht dieser Voraussetzungen aber sind die zwei CD erstaunlich gut gelungen – und Stamitz' Musik ist in der Tat aller Mühe wert. Bravi!
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Mittwoch, 9. Januar 2019
Samstag, 13. Dezember 2014
Mendelssohn Bartholdy: Sechs Orgelsonaten op. 65 (Auris Subtilis)
„Es kommt bei diesen Sonaten auf richtige Wahl der Register sehr viel an“, so schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy seinerzeit im Vorwort zu den Sechs Sonaten für Orgel op. 65, „da aber jede der mir bekannten Orgeln in dieser Hinsicht eine eigene Behandlungsart erfordert, indem selbst die gleichnamigen Register nicht immer bei verschiedenen Instrumenten die gleiche Wirkung hervorbringen, so habe ich nur gewisse Grenzen, ohne Bezeichnung der Registernamen angegeben.“ Die Walcker-Orgel der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz, errichtet von dem Ludwigsburger Orgelbauer im Jahre 1883/84 und 1995 von der Bautzner Firma Hermann Eule Orgelbau restauriert, eignet sich klanglich für diese Musik ziemlich gut. Und Kirchenmusikdirektor Matthias Süß, mit „seinem“ Instrument bestens vertraut, registiert gekonnt und hat für Mendelssohns Orgelsonaten interessante Klangfarben gewählt. So wird diese CD auch ein klein wenig zu einem Orgelporträt, das natürlich romantische Klangvarianten heraus- stellt. Die Aufnahme ist rundum hörenswert.
Dienstag, 25. November 2014
Hubertusmesse auf Schloss Augustusburg (Auris Subtilis)
Wer bei dem Wort Hubertusmesse an Jagdhörner denkt, der ist auf der richtigen Spur: Hubertus von Lüttich, so berichtet die Legende, ritt einst an einem kirchlichen Feiertag statt zur Messe zur Jagd aus. Da erschien ihm ein mächtiger Hirsch mit einem Kru- zifix zwischen den Geweihstangen. Durch diese Vision bekehrt, wurde der Bischof von Lüttich schließlich zum Schutzpatron der Jagd.
Zur Hubertusmesse werden stilecht Parforcehörner geblasen – was nicht nur die Orgelmusik, sondern auch den Klang der Glocken eindrucksvoll zu ersetzen vermag; allerdings sind die Musiker, die sich auf dieses Instru- ment virtuos verstehen, heute extrem rar, so dass eine Hubertusmesse auf Originalinstrumenten gern etwas schräg klingt. Dieses Problem vermeiden die Musiker, die auf dieser CD zu hören sind: Die Studierenden der Horn- klasse um Professor Thomas Hauschild von der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig musizieren auf modernen Instrumenten, und sie spielen souverän und atemberaubend schön. Da stimmt jeder Ton; jede Phrase wird sensibel gestaltet und sorgsam aus- musiziert.
Die jungen Hornisten beginnen ihr Programm mit einem Echo-Kanon von Orlando di Lasso für Horn-Doppelquartett. Es folgt die Große St. Huber- tusmesse aus der Feder des berühmten Wiener Hornisten Karl Stiegler. Doch dabei belassen es die Musiker nicht. Hörner haben große Bedeutung beispielsweise in Wagners Ring der Nibelungen; Manfred Klier hat daraus 1985 eine Rheingoldfantasie für acht Hörner arrangiert. Und auch die Horn-Version zu Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss, in einer Version des amerikanischen Hornisten Richard Goldfaden, erklingt auf dieser CD. Der Arrangeur schrieb dazu: „Without a doubt, all hornists are intimately familiar with Strauss's piece. But the chances of being able to play it with an orchestra are slim. So, find nine other hor- nists and make wonderful music together, whenever you want to.“ Ein Gewinn ist das auch für den Zuhörer. Bravi!
Zur Hubertusmesse werden stilecht Parforcehörner geblasen – was nicht nur die Orgelmusik, sondern auch den Klang der Glocken eindrucksvoll zu ersetzen vermag; allerdings sind die Musiker, die sich auf dieses Instru- ment virtuos verstehen, heute extrem rar, so dass eine Hubertusmesse auf Originalinstrumenten gern etwas schräg klingt. Dieses Problem vermeiden die Musiker, die auf dieser CD zu hören sind: Die Studierenden der Horn- klasse um Professor Thomas Hauschild von der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig musizieren auf modernen Instrumenten, und sie spielen souverän und atemberaubend schön. Da stimmt jeder Ton; jede Phrase wird sensibel gestaltet und sorgsam aus- musiziert.
Die jungen Hornisten beginnen ihr Programm mit einem Echo-Kanon von Orlando di Lasso für Horn-Doppelquartett. Es folgt die Große St. Huber- tusmesse aus der Feder des berühmten Wiener Hornisten Karl Stiegler. Doch dabei belassen es die Musiker nicht. Hörner haben große Bedeutung beispielsweise in Wagners Ring der Nibelungen; Manfred Klier hat daraus 1985 eine Rheingoldfantasie für acht Hörner arrangiert. Und auch die Horn-Version zu Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss, in einer Version des amerikanischen Hornisten Richard Goldfaden, erklingt auf dieser CD. Der Arrangeur schrieb dazu: „Without a doubt, all hornists are intimately familiar with Strauss's piece. But the chances of being able to play it with an orchestra are slim. So, find nine other hor- nists and make wonderful music together, whenever you want to.“ Ein Gewinn ist das auch für den Zuhörer. Bravi!
Donnerstag, 20. November 2014
Orgellandschaft Sächsische Schweiz - Matthias Grünert (Auris Subtilis)
Den zweiten Orgelmarathon hat im vergangenen Sommer Matthias Grünert absolviert. Führte diese Wegstrecke, die allerdings eher an eine Pilgerreise als an einen Wett- kampf denken lässt, im Sommer 2013 in die Oberlausitz, so galt der Orgel- marathon 2014 den Instrumenten in der Sächsischen Schweiz. Sportlichen Ehrgeiz freilich muss man schon haben, wenn man sich an ein solches Projekt wagt – denn jede Orgel klingt anders, für jedes Instrument ist passende Musik auszusuchen. Und die vorliegende CD dokumentiert nur einen schmalen Ausschnitt aus dem Marathonprogramm – Kantor Grünert hat an sechs Tagen Konzerte auf insgesamt 42 Orgeln zwischen Pirna, Frauenstein, Sebnitz und Osek gespielt. Zehn dieser Orgeln sind nun auf der CD zu hören.
Die Orgellandschaft, die hier vorgestellt wird, ist erstaunlich bunt. Es sind kleine und große Orgeln aus vier Jahrhunderten, in den unterschiedlich- sten Dispositionen und mit sehr individuellen Klangfarben. Natürlich spielt Grünert auf der Orgel, die Gottfried Silbermann 1731 in Reinhardts- grimma errichtet hat, Musik von Johann Sebastian Bach. Doch gleich darauf folgt ein Marche Religieuse von Gustav Adolf Merkel (1827 bis 1885), vorgetragen auf der Jehmlich-Orgel aus dem Jahre 1869, die sich in der neugotischen katholischen Kirche St. Kunigunde in Pirna befindet.
Eine klangschöne kleine Orgel, von Johann Daniel Ranft aus Geising 1781 erbaut, befindet sich in der evangelisch-lutherischen Kirche Struppen. Dort erklang Musik von Georg Andreas Sorge (1703 bis 1778), der als Organist und Lehrer in Lobenstein wirkte und nicht nur als Komponist, sondern vor allem auch durch seine musiktheoretischen Schriften weithin bekannt wurde. Die jüngste und zweitgrößte Orgel der Sächsischen Schweiz be- findet sich in der evangelisch-lutherischen Stadtkirche von Königstein. Sie wurde 2007/2008 durch Georg Wünning, Großolbersdorf, erbaut. Dabei wurden Teile ihrer Vorgänger, insbesondere einer hochromantischen Jehmlich-Orgel aus dem Jahre 1851 und einer spätromantisch-orchestral disponierten Jehmlich-Orgel von 1907, erhalten und integriert. Auf diesem Instrument spielt Grünert Werke des englischen Musikdirektors Percy Eastman Fletcher (1879 bis 1932).
Immer wieder überrascht der Organist durch seine Musik-Auswahl. Grünert bereichert das Programm insbesondere durch eine Vielzahl von Werken englischer Komponisten, die hierzulande wenig bekannt sind. Mit den ausgewählten Stücken vermittelt er sehr geschickt einen Eindruck von den Klangmöglichkeiten und Qualitäten der jeweiligen Orgel. Der enga- gierte Kirchenmusiker ist eigentlich Kantor an der Dresdner Frauen- kirche. Man darf gespannnt sein, wohin der Orgelmarathon 2015 führen wird – und wünscht Matthias Grünert auch weiterhin Entdeckerfreude und Musizierlust!
Die Orgellandschaft, die hier vorgestellt wird, ist erstaunlich bunt. Es sind kleine und große Orgeln aus vier Jahrhunderten, in den unterschiedlich- sten Dispositionen und mit sehr individuellen Klangfarben. Natürlich spielt Grünert auf der Orgel, die Gottfried Silbermann 1731 in Reinhardts- grimma errichtet hat, Musik von Johann Sebastian Bach. Doch gleich darauf folgt ein Marche Religieuse von Gustav Adolf Merkel (1827 bis 1885), vorgetragen auf der Jehmlich-Orgel aus dem Jahre 1869, die sich in der neugotischen katholischen Kirche St. Kunigunde in Pirna befindet.
Eine klangschöne kleine Orgel, von Johann Daniel Ranft aus Geising 1781 erbaut, befindet sich in der evangelisch-lutherischen Kirche Struppen. Dort erklang Musik von Georg Andreas Sorge (1703 bis 1778), der als Organist und Lehrer in Lobenstein wirkte und nicht nur als Komponist, sondern vor allem auch durch seine musiktheoretischen Schriften weithin bekannt wurde. Die jüngste und zweitgrößte Orgel der Sächsischen Schweiz be- findet sich in der evangelisch-lutherischen Stadtkirche von Königstein. Sie wurde 2007/2008 durch Georg Wünning, Großolbersdorf, erbaut. Dabei wurden Teile ihrer Vorgänger, insbesondere einer hochromantischen Jehmlich-Orgel aus dem Jahre 1851 und einer spätromantisch-orchestral disponierten Jehmlich-Orgel von 1907, erhalten und integriert. Auf diesem Instrument spielt Grünert Werke des englischen Musikdirektors Percy Eastman Fletcher (1879 bis 1932).
Immer wieder überrascht der Organist durch seine Musik-Auswahl. Grünert bereichert das Programm insbesondere durch eine Vielzahl von Werken englischer Komponisten, die hierzulande wenig bekannt sind. Mit den ausgewählten Stücken vermittelt er sehr geschickt einen Eindruck von den Klangmöglichkeiten und Qualitäten der jeweiligen Orgel. Der enga- gierte Kirchenmusiker ist eigentlich Kantor an der Dresdner Frauen- kirche. Man darf gespannnt sein, wohin der Orgelmarathon 2015 führen wird – und wünscht Matthias Grünert auch weiterhin Entdeckerfreude und Musizierlust!
Donnerstag, 11. September 2014
Beethoven Debussy Chopin (Auris Subtilis)
„Der große Konzertflügel im Irmler Musiksaal der Otto-Friedrich-Universität war frei, es gab keine Tournee- und Konzertverpflichtun- gen, an der Freiburger Musikhoch- schule herrschten noch Weihnachts- ferien und Tonmeister Markus Gottschall hatte über Neujahr Zeit, unser Musizieren mit seiner mobilen Technik aufzunehmen. Rasch waren wir uns einig, Stufen unserer ge- meinsamen musikalischen Ent- deckungen festzuhalten“, schreiben die Musiker im Beiheft über die Entstehung ihrer CD. Matthias Ranft, Solo-Cellist der Bamberger Symphoniker, und die Pianistin Tomoko Oga- sawara musizieren offenbar schon seit längerem gemeinsam. Insbesondere die Cellosonate op. 69 von Ludwig van Beethoven spielen sie in berücken- der Eintracht, ein solches Ausmaß an künstlerischer Harmonie ist selten zu erleben. Zu hören sind zudem die Cellosonate op. 65, komponiert einst von Frédéric Chopin für seinen Freund Auguste-Joseph Franchomme, sowie die einzige Cellosonate von Claude Debussy.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Harfhorn (Auris Subtilis)
Der Böhmischen Harfe und dem Alphorn hat sich Stefan Weyh verschrieben. Der Musiker legt nun bei dem Chemnitzer Label Auris subtilis seine erste CD vor: Harfhorn. Dabei hat ihn eine ganze Schar von Kollegen unterstützt; allen voran zu nennen ist hier Sebastian Fischer als versierter Duopartner auf Alphorn, Büchel und Zink.
Die etwas archaische Gestaltung der CD-Hülle harmoniert perfekt mit den Klängen der geschichtsträchtigen Instrumente, deren Herkunft in einem kleinen Beiblatt erläutert wird. Das erweist sich als interessant, denn zwar stammen das Alphorn und seine gebogene Sonderform, das Büchel, aus dem Alpenraum. Die Böhmische Harfe aber ist offenbar im 18. Jahrhundert in Preßnitz im Erzgebirge ent- standen, und sie gelangte mit Wandermusikanten in den süddeut- schen Raum – aus der Klangwerkstatt Markt Wald im Allgäu kommt das Exemplar, das Weyh nun spielt.
Zu hören sind auf dieser CD sowohl Klassiker, jedem Musikfreund bekannt, als auch Kompositionen, die speziell für Stefan Weyh entstanden sind. Mir persönlich gefallen letztere besser, denn hier ist der Musiker ganz in seinem Element – sei es im Wirbel des Tau- wetterwindes, den Weyh in seiner ausdrucksstarken Musik kongenial erfasst, oder in der entzückenden Hirtenmusik für Stefan von Herta Lippold.
Die etwas archaische Gestaltung der CD-Hülle harmoniert perfekt mit den Klängen der geschichtsträchtigen Instrumente, deren Herkunft in einem kleinen Beiblatt erläutert wird. Das erweist sich als interessant, denn zwar stammen das Alphorn und seine gebogene Sonderform, das Büchel, aus dem Alpenraum. Die Böhmische Harfe aber ist offenbar im 18. Jahrhundert in Preßnitz im Erzgebirge ent- standen, und sie gelangte mit Wandermusikanten in den süddeut- schen Raum – aus der Klangwerkstatt Markt Wald im Allgäu kommt das Exemplar, das Weyh nun spielt.
Zu hören sind auf dieser CD sowohl Klassiker, jedem Musikfreund bekannt, als auch Kompositionen, die speziell für Stefan Weyh entstanden sind. Mir persönlich gefallen letztere besser, denn hier ist der Musiker ganz in seinem Element – sei es im Wirbel des Tau- wetterwindes, den Weyh in seiner ausdrucksstarken Musik kongenial erfasst, oder in der entzückenden Hirtenmusik für Stefan von Herta Lippold.
Mittwoch, 31. Juli 2013
Die Donati-Orgel in der Schlosskapelle Lichtenwalde (Auris subtilis)
Dass Orgeln umziehen, geschieht gar nicht so selten. Die Donati-Orgel allerdings, die sich nun in der Schlosskapelle im sächsischen Lichtenwalde befindet, hat eine bewegte Geschichte. Sie beginnt 1741, als eine Gräfin für die Stiftskirche Ebersdorf von dem Orgelbauer Johann Christoph Gottlob Donati ein solches Instrument anfertigen ließ. Und weil ihr der Klang der fertig- gestellten Orgel so gut gefiel, bestellte sie gleich noch eine weitere für ihre Schlosskapelle.
Die Ebersdorfer Orgel wurde Ende des 19. Jahrhunderts ausgetauscht; die in Lichtenwalde blieb erhalten, wurde aber im Krieg beschädigt. Die verbleibenden Orgelreste wurden schließlich in den 60er Jahren nach Ebersdorf umgesetzt und durch die Firma Eule, dem Zeitge- schmack folgend, wieder spielbar gemacht. Dabei wurde das Instru- ment sehr stark verändert.
In jüngster Vergangenheit wurde die Schlosskapelle sorgsam restau- riert. Dabei entstand die Idee, auch die Donati-Orgel wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückzuholen. Das war ein Problem, berichtet Orgelbauer Thomas Wolf, der den Auftrag dazu erhielt: „Die Orgel mit der tiefen Stimmung und somit zu großen bzw. zu langen Pfeifen passte nicht mehr in die kleine Kapelle.“
Die Unterstützung durch den Freistaat Sachsen sowie das Engagement einer Vielzahl von Sponsoren hat letztendlich die Rückkehr der Orgel und ihre Wiederherstellung ermöglicht. Auf dieser CD stellt Matthias Grünert, Kantor an der Dresdner Frauenkirche, nun das restaurierte Instrument und seine klanglichen Möglichkeiten vor. Dabei streicht er insbesondere die Stärken der Orgel geschickt heraus. Einige der Aufnahmen sind zudem bereits 2009, vor dem Umzug der Orgel, in Ebersdorf entstanden. So wird auch der Vergleich möglich.
Bei einigen Stücken musiziert Grünert zusammen mit der Sopranistin Jana Reiner. Ihre Stärke ist das nahezu vibratofreie Singen in langen, lyrischen Bögen. So gehört ihre Interpretation einiger Lieder aus Schemellis Gesangbuch zum Besten, was ich je dazu gehört habe. Auch Ich will den Herrn loben allezeit, ein Geistliches Konzert von Heinrich Schütz, gestaltet sie klug und singt sie exzellent. Die beiden italienischen Kirchenkantaten hingegen fallen dagegen deutlich ab; Dramatik liegt Reiner offenbar gar nicht. Humor aber haben die Beteiligten ganz sicher – der Marsch am Ende der CD ist ein 1A Schlusspunkt.
Die Ebersdorfer Orgel wurde Ende des 19. Jahrhunderts ausgetauscht; die in Lichtenwalde blieb erhalten, wurde aber im Krieg beschädigt. Die verbleibenden Orgelreste wurden schließlich in den 60er Jahren nach Ebersdorf umgesetzt und durch die Firma Eule, dem Zeitge- schmack folgend, wieder spielbar gemacht. Dabei wurde das Instru- ment sehr stark verändert.
In jüngster Vergangenheit wurde die Schlosskapelle sorgsam restau- riert. Dabei entstand die Idee, auch die Donati-Orgel wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückzuholen. Das war ein Problem, berichtet Orgelbauer Thomas Wolf, der den Auftrag dazu erhielt: „Die Orgel mit der tiefen Stimmung und somit zu großen bzw. zu langen Pfeifen passte nicht mehr in die kleine Kapelle.“
Die Unterstützung durch den Freistaat Sachsen sowie das Engagement einer Vielzahl von Sponsoren hat letztendlich die Rückkehr der Orgel und ihre Wiederherstellung ermöglicht. Auf dieser CD stellt Matthias Grünert, Kantor an der Dresdner Frauenkirche, nun das restaurierte Instrument und seine klanglichen Möglichkeiten vor. Dabei streicht er insbesondere die Stärken der Orgel geschickt heraus. Einige der Aufnahmen sind zudem bereits 2009, vor dem Umzug der Orgel, in Ebersdorf entstanden. So wird auch der Vergleich möglich.
Bei einigen Stücken musiziert Grünert zusammen mit der Sopranistin Jana Reiner. Ihre Stärke ist das nahezu vibratofreie Singen in langen, lyrischen Bögen. So gehört ihre Interpretation einiger Lieder aus Schemellis Gesangbuch zum Besten, was ich je dazu gehört habe. Auch Ich will den Herrn loben allezeit, ein Geistliches Konzert von Heinrich Schütz, gestaltet sie klug und singt sie exzellent. Die beiden italienischen Kirchenkantaten hingegen fallen dagegen deutlich ab; Dramatik liegt Reiner offenbar gar nicht. Humor aber haben die Beteiligten ganz sicher – der Marsch am Ende der CD ist ein 1A Schlusspunkt.
Montag, 31. Dezember 2012
Weihnachten in der Kreuzkirche Chemnitz (Auris Subtilis)
Die Innigkeit häuslicher Andacht und die Wucht des Orgelklangs verbindet diese CD, die im Juni 2010 in der Chemnitzer Kreuz- kirche eingespielt worden ist. Sie beginnt, wie könnte es anders sein, mit einem Präludium und der dazugehörigen Fuge von Johann Sebastian Bach, sehr hörenswert gespielt von Steffen Walther, Kantor und Organist des Gottes- hauses.
Es folgen drei Lieder aus dem Schemelli-Gesangbuch, die Pastorale E-Dur von César Franck, die Cinq Prères pour Chant et Orgue op. 231c von Darius Milhaud, die Weihnachtslieder op. 8 von Peter Cornelius und die Variationen über ein geistliches Volkslied op. 33 von Karl Hoyer.
Der Sänger Gotthold Schwarz wird stets begleitet durch die Orgel. Er ist auf sehr vielen CD zu hören, doch zumeist in Partien, die eigentlich einen "echten" Bass erfordern. Was da zu hören ist, das hat mich nicht begeistert. Hier ist er einmal tatsächlich als Bariton zu erleben, teilweise sogar in ziemlich hoher Lage - und ich muss sagen, dass ich angenehm überrascht bin, so unangestrengt, samtweich und elegant klingt seine Stimme. Mehr davon!
Es folgen drei Lieder aus dem Schemelli-Gesangbuch, die Pastorale E-Dur von César Franck, die Cinq Prères pour Chant et Orgue op. 231c von Darius Milhaud, die Weihnachtslieder op. 8 von Peter Cornelius und die Variationen über ein geistliches Volkslied op. 33 von Karl Hoyer.
Der Sänger Gotthold Schwarz wird stets begleitet durch die Orgel. Er ist auf sehr vielen CD zu hören, doch zumeist in Partien, die eigentlich einen "echten" Bass erfordern. Was da zu hören ist, das hat mich nicht begeistert. Hier ist er einmal tatsächlich als Bariton zu erleben, teilweise sogar in ziemlich hoher Lage - und ich muss sagen, dass ich angenehm überrascht bin, so unangestrengt, samtweich und elegant klingt seine Stimme. Mehr davon!
Sonntag, 9. Dezember 2012
Ein Kind ist uns geboren (Auris Subtilis)
Anspruchsvolle Chorsätze zur Weihnachtszeit präsentiert auf dieser CD der Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz unter Kantor Steffen Walther. Er hat dafür Werke ausgewählt von der Geistlichen Chormusik Heinrich Schütz' (1585 bis 1672) bis zu den Quatre motets pour le temps de Noel von Francis Poulenc (1899 bis 1963).
Altvertrautes, wie Nun komm, der Heiden Heiland in einem Satz von Johann Hermann Schein (11586 bis 1630), steht neben Überraschen- dem, wie den Chorsätzen von Ernst Pepping (1901 bis 1981), Heinrich Kaminski (1886 bis 1946) und Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901), dessen Drei Adventsmotetten op. 176 erklingen. Und auch lateinische Motetten des 16. Jahrhunderts sind zu hören, wie das berühmte O magnum mysterium von Adrian Willaert (um 1490 bis 1562) oder die Magnificat-Antiphon Hodie Christus natus est in der Vertonung durch Jan Pieterszon Sweelinck (1562 bis 1621).
Der Kammerchor der Chemnitzer Kreuzkirche singt sauber und ver- siert. Einzig ein wenig mehr Temperament würde man sich vielleicht von den Sängerinnen und Sängern wünschen - und von Kantor Steffen Walther, dass die nächste CD auch klanglich ein wenig Abwechslung bietet.
Altvertrautes, wie Nun komm, der Heiden Heiland in einem Satz von Johann Hermann Schein (11586 bis 1630), steht neben Überraschen- dem, wie den Chorsätzen von Ernst Pepping (1901 bis 1981), Heinrich Kaminski (1886 bis 1946) und Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901), dessen Drei Adventsmotetten op. 176 erklingen. Und auch lateinische Motetten des 16. Jahrhunderts sind zu hören, wie das berühmte O magnum mysterium von Adrian Willaert (um 1490 bis 1562) oder die Magnificat-Antiphon Hodie Christus natus est in der Vertonung durch Jan Pieterszon Sweelinck (1562 bis 1621).
Der Kammerchor der Chemnitzer Kreuzkirche singt sauber und ver- siert. Einzig ein wenig mehr Temperament würde man sich vielleicht von den Sängerinnen und Sängern wünschen - und von Kantor Steffen Walther, dass die nächste CD auch klanglich ein wenig Abwechslung bietet.
Samstag, 8. Dezember 2012
Nun singet und seid froh (Auris Subtilis)
Das Sächsische Hornquartett spielt alte sächsische Turmmusik, Advents- und Weihnachtslieder sowie erzgebirgische Weisen. Die vier Hornisten - Alan Korck, Mathis Stendike, Andreas Roth und Franz Streuber - musizieren sehr hörenswert. Doch im Mittelpunkt dieser CD stehen die Advents- geschichten von Barbara Bartos-Höppner. Das Büchlein, das Franz Streuber einst am Rande einer Konzertreise in Hannover auf einem Büchertisch entdeckt hatte, erzählt von den Kurrendesängern.
Sie heißen Martin, Karl, Christoph, Gottfried oder Hannes - und sie ziehen in der Vorweihnachtszeit von Haus zu Haus, um Weihnachts- lieder vorzutragen. In einer Zeit, als es noch kein Radio gab, war dies eine Möglichkeit für arme Schüler, sich einen Teller Suppe, Nasche- reien oder gar ein paar Geldstücke zu verdienen.
Die Knaben singen im Erzgebirge und auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, beim Bürgermeister, beim Schrankenwärter und beim Schäfer, im Stall und in der Fabrikantenvilla. Sogar auf dem Schiff singen sie, im Fremdenheim und im Lager der schwedischen Truppen, wohin sich die Kurrendeknaben am Luciafest wagen.
An jedem Tag versammeln sich die Kurrendesänger, bei jedem Wetter, und in jeder Gegend. So ist auch diese CD ein ganz besonderer Adventskalender, der durch die Lande und die Jahrhunderte reicht. Frank Höhnerbach liest die 24 Geschichten, und das Sächsische Hornquartett musiziert dazu. Und weil sie den Geist der Weihnacht in unsere Stuben bringt wie keine andere, ist diese CD meine ganz persönliche Empfehlung.
Insbesondere mit Kindern sollte man sich die Zeit dafür nehmen. Ich finde es wichtig, die Erinnerung daran wachzuhalten, dass selbst im reichen Europa noch heute viele Menschen nicht von Spielzeug und Elektronik träumen, sondern davon, satt in einer geheizten Stube zu sitzen. Auch das ist Weihnachten.
Sie heißen Martin, Karl, Christoph, Gottfried oder Hannes - und sie ziehen in der Vorweihnachtszeit von Haus zu Haus, um Weihnachts- lieder vorzutragen. In einer Zeit, als es noch kein Radio gab, war dies eine Möglichkeit für arme Schüler, sich einen Teller Suppe, Nasche- reien oder gar ein paar Geldstücke zu verdienen.
Die Knaben singen im Erzgebirge und auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, beim Bürgermeister, beim Schrankenwärter und beim Schäfer, im Stall und in der Fabrikantenvilla. Sogar auf dem Schiff singen sie, im Fremdenheim und im Lager der schwedischen Truppen, wohin sich die Kurrendeknaben am Luciafest wagen.
An jedem Tag versammeln sich die Kurrendesänger, bei jedem Wetter, und in jeder Gegend. So ist auch diese CD ein ganz besonderer Adventskalender, der durch die Lande und die Jahrhunderte reicht. Frank Höhnerbach liest die 24 Geschichten, und das Sächsische Hornquartett musiziert dazu. Und weil sie den Geist der Weihnacht in unsere Stuben bringt wie keine andere, ist diese CD meine ganz persönliche Empfehlung.
Insbesondere mit Kindern sollte man sich die Zeit dafür nehmen. Ich finde es wichtig, die Erinnerung daran wachzuhalten, dass selbst im reichen Europa noch heute viele Menschen nicht von Spielzeug und Elektronik träumen, sondern davon, satt in einer geheizten Stube zu sitzen. Auch das ist Weihnachten.
Samstag, 28. Juli 2012
Jana Büchner - Gedanken der Liebe (Auris Subtilis)
Es waren Zufälle, die die Chemnit- zer Sängerin Jana Büchner mit der Dresdner Pianistin Brita Wieder- anders und mit dem in Arizona lebenden Pianisten Eckart Sellheim zusammenführte. Doch in diesem Falle führte, wie so oft, die unver- hoffte Begegnung, die hastig auf einen Zettel gekritzelte Telefon- nummer zu einer künstlerischen Partnerschaft. Diese CD, berichtet die Sopranistin im Beiheft, ver- dankt der Zuhörer also nicht zu- letzt den "kleinen Launen des Schicksals" - denen freilich auch eine große Portion musikalische Kompetenz aufgeholfen hat.
Da wäre zunächst die Werkauswahl, die sich nicht allein mit bekann- ten Liedern prominenter Komponisten bescheidet - die drei Lieder von Fanny Hensel, die Jana Büchner denen ihres Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy zugesellt hat, hört man nicht gerade häufig. Büchner wählte zudem einige Lieder mit obligatem Horn, so Auf dem Strom von Franz Schubert, bei dem "Gesang, Horn und Klavier zu einem wahren Klanggemälde verschmelzen", so die Sängerin.
Der Dresdner Hornist Hans-Peter Fieber fügt sich mit seinem schlanken, eleganten Ton gut ein, und seinem großartigen Spiel, das sich aber nirgends in den Vordergrund drängt, lauscht man wirklich gerne. Bei den Recherchen zu Schuberts Lied stießen die Musiker zudem darauf, dass der Hornist, der einst Schuberts Werk mit uraufgeführt hatte, auch selbst zwei solche Lieder geschaffen hat: Joseph-Rodolphe Lewy, ausgebildet am Konservatorium in Paris, gehörte zu den ersten Virtuosen des neu erfundenen Ventilhorns. Auf dieser CD erklingt zum Abschluss, sehr passend, sein Lied Freund- schaft oder Liebe.
Dem schmetterlingsleichten, schön timbrierten Sopran von Jana Büchner liegen natürlich die Mozart-Lieder besonders gut. Es wird daher nicht verwundern, dass auf dieser CD etliche davon zu finden sind. Auch bei Schubert fand Büchner eine größere Anzahl Lieder, die sie ebenfalls sehr ansprechend gestaltet.
Dabei stehen ihr zwei erfahrene Liedbegleiter zur Seite. "Um dem (...) authentischen Klangbild der Entstehungszeit dieser Lieder nahe- zukommen, tauschten wir den brillanten Sound eines modernen Flügels gegen den warmen mattgoldnen Klang damals zeitgemäßer Hammerflügel", schreibt Jana Büchner, "wodurch meinem Empfin- den nach der menschlichen Stimme eine noch größere Präsenz im Bezug auf Ausdrucksintensität und Klanglichkeit zukommt, als dies ohnehin beim Liedgesang schon der Fall ist."
Der Leipziger Klavierbauer Martin Schwabe, spezialisiert auf histo- rische Tasteninstrumente, hat dafür zum einen den Nachbau eines Fortepianos nach einem Vorbild von Anton Walter, Wien 1795, zur Verfügung gestellt. Dieses Instrument stammt aus seiner eigenen Werkstatt. Dort wurde auch das zweite Fortepiano restauriert, ein Hammerflügel von Ignaz Pleyel, gebaut 1846 in Paris. Das ermöglicht einen spannenden Klangvergleich - doch auch sonst ist diese CD mit ihrem überzeugenden Konzept sehr hörenswert.
Da wäre zunächst die Werkauswahl, die sich nicht allein mit bekann- ten Liedern prominenter Komponisten bescheidet - die drei Lieder von Fanny Hensel, die Jana Büchner denen ihres Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy zugesellt hat, hört man nicht gerade häufig. Büchner wählte zudem einige Lieder mit obligatem Horn, so Auf dem Strom von Franz Schubert, bei dem "Gesang, Horn und Klavier zu einem wahren Klanggemälde verschmelzen", so die Sängerin.
Der Dresdner Hornist Hans-Peter Fieber fügt sich mit seinem schlanken, eleganten Ton gut ein, und seinem großartigen Spiel, das sich aber nirgends in den Vordergrund drängt, lauscht man wirklich gerne. Bei den Recherchen zu Schuberts Lied stießen die Musiker zudem darauf, dass der Hornist, der einst Schuberts Werk mit uraufgeführt hatte, auch selbst zwei solche Lieder geschaffen hat: Joseph-Rodolphe Lewy, ausgebildet am Konservatorium in Paris, gehörte zu den ersten Virtuosen des neu erfundenen Ventilhorns. Auf dieser CD erklingt zum Abschluss, sehr passend, sein Lied Freund- schaft oder Liebe.
Dem schmetterlingsleichten, schön timbrierten Sopran von Jana Büchner liegen natürlich die Mozart-Lieder besonders gut. Es wird daher nicht verwundern, dass auf dieser CD etliche davon zu finden sind. Auch bei Schubert fand Büchner eine größere Anzahl Lieder, die sie ebenfalls sehr ansprechend gestaltet.
Dabei stehen ihr zwei erfahrene Liedbegleiter zur Seite. "Um dem (...) authentischen Klangbild der Entstehungszeit dieser Lieder nahe- zukommen, tauschten wir den brillanten Sound eines modernen Flügels gegen den warmen mattgoldnen Klang damals zeitgemäßer Hammerflügel", schreibt Jana Büchner, "wodurch meinem Empfin- den nach der menschlichen Stimme eine noch größere Präsenz im Bezug auf Ausdrucksintensität und Klanglichkeit zukommt, als dies ohnehin beim Liedgesang schon der Fall ist."
Der Leipziger Klavierbauer Martin Schwabe, spezialisiert auf histo- rische Tasteninstrumente, hat dafür zum einen den Nachbau eines Fortepianos nach einem Vorbild von Anton Walter, Wien 1795, zur Verfügung gestellt. Dieses Instrument stammt aus seiner eigenen Werkstatt. Dort wurde auch das zweite Fortepiano restauriert, ein Hammerflügel von Ignaz Pleyel, gebaut 1846 in Paris. Das ermöglicht einen spannenden Klangvergleich - doch auch sonst ist diese CD mit ihrem überzeugenden Konzept sehr hörenswert.
Donnerstag, 26. April 2012
Hubertusmesse auf Schloss Augustusburg (Auris Subtilis)
Welche Bedeutung die Jagd einst für Sachsens Kurfürsten hatte, das ist noch heute am Schloss Augus- tusburg bei Chemnitz zu erkennen. Es war eines der Jagdschlösser der Wettiner, und diese CD soll seine klingende Visitenkarte werden. Sie dokumentiert einen Jagdbrauch, der in vielen europäischen Län- dern gepflegt wird: Alljährlich wird am Hubertustag, dem 3. Novem- ber, von Hornisten die Hubertus- messe geblasen - üblicherweise auf dem Parforcehorn.
Nun haben Hornstudenten der Hochschule für Musik "Felix Mendels- sohn Bartholdy" in Leipzig, Klasse Professor Thomas Hauschild, diesen Brauch aufgegriffen, und unter Leitung ihres Lehrers eine solche Hubertusmesse in Augustusburg eingespielt. Anna Euen, Hsin Ju Lee, Cosima Schneider, Abel Perez Armas, Konrad Balint, Benedikt Euler, Miguel Jesus Herrera, Jakob Knauer, Francesco Lillo und Andreas Pöche blasen gemeinsam mit ihrem Lehrer Le Rendez-vous de chasse, die berühmte Fantasie von Gioacchino Rossini, La grande Messe de Saint Hubert nach Jules Cantin, die Siegfriedfantasie für acht Hörner von Karl Stiegler, die Konzertante Musik für acht Hörner op. 78 von Jan Koetsier und Carnaval romain op. 9 von Hector Berlioz. Die jungen Musiker spielen wunderbar - perfekt im Ansatz, sauber intoniert, homogen und präzise, dynamisch differenziert. Eine der schönsten Horn-CD überhaupt - unbedingt anhören!
Nun haben Hornstudenten der Hochschule für Musik "Felix Mendels- sohn Bartholdy" in Leipzig, Klasse Professor Thomas Hauschild, diesen Brauch aufgegriffen, und unter Leitung ihres Lehrers eine solche Hubertusmesse in Augustusburg eingespielt. Anna Euen, Hsin Ju Lee, Cosima Schneider, Abel Perez Armas, Konrad Balint, Benedikt Euler, Miguel Jesus Herrera, Jakob Knauer, Francesco Lillo und Andreas Pöche blasen gemeinsam mit ihrem Lehrer Le Rendez-vous de chasse, die berühmte Fantasie von Gioacchino Rossini, La grande Messe de Saint Hubert nach Jules Cantin, die Siegfriedfantasie für acht Hörner von Karl Stiegler, die Konzertante Musik für acht Hörner op. 78 von Jan Koetsier und Carnaval romain op. 9 von Hector Berlioz. Die jungen Musiker spielen wunderbar - perfekt im Ansatz, sauber intoniert, homogen und präzise, dynamisch differenziert. Eine der schönsten Horn-CD überhaupt - unbedingt anhören!
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