Andreas Hammerschmidt neben Friedrich Hollaender, Samuel Scheidt und Heinrich Schütz neben Hanns Eisler – auf dieser Doppel-CD bringt die Lautten Compagney höchst unterschiedliche Musikstücke zusammen. Zwei Jahreszahlen verbinden die Zeithorizonte: 1618 begann der Dreißigjährige Krieg, und 1918 endete der Erste Weltkrieg. Beide verwüsteten ganze Regionen Europas und brachten die Menschen in Not und Elend.
„Angst“, „Katastrophe“, „Vergäng- lichkeit“ und „Sehnsucht“ stehen als Überschriften über den vier Kapiteln, in denen die Musiker um Wolfgang Katschner sowohl Barockmusik als auch Klänge aus dem frühen 20. Jahrhundert miteinander kombiniert haben. Sopranistin Dorothee Mields gibt sowohl den Klageliedern als auch der Hoffnung auf Frieden und auf ein friedvolles Leben Stimme. Sie singt ergreifend und berührend, wobei mir ihr engelsreiner Gesang freilich besser zu den barocken Melodien zu passen scheint als zu den doch oft recht ruppigen Liedern aus dem Berlin der 20er Jahre. Großartig sind die Arrangements von Bo Wiget und Ensembleleiter Wolfgang Katschner. Eisler, Hollaender und Satie in frühbarockem Klanggewand - das ist sehr spannend.
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Freitag, 25. Oktober 2019
Freitag, 27. November 2015
Martin Luther - Ein feste Burg ist unser Gott (Rondeau)
Dem Reformator Martin Luther waren Lieder wichtig – und deshalb schrieb er selbst fürs Kirchenvolk mehr als 30 Lieder – nach Psalmversen, nach liturgischen Stücken, zur Unterweisung der Gläubigen und zur Erbauung. Gemeinsam mit Johann Walter, dem evangelischen Urkantor, schuf Luther durch die neue Ordnung des Gottesdienstes auch Raum für eine neue Kirchenmusik – und gleich noch das passende Gesangbuch dazu.
Luther wollte eine singende Gemeinde, die nicht nur im Gottesdienst munter anstimmte, sondern auch in der häuslichen Andacht, oder aber zur Tröstung der Kranken und Sterbenden. Bis zum heutigen Tage sind insbesondere die Luther-Choräle in der evangelischen Kirche lebendig und beliebt. Auf dieser CD stellen der Kammerchor der Frauenkirche Dresden und die Instrumenta Musica unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert sieben Lieder Luthers vor. Dabei wird zugleich deutlich, wie breit und differenziert die Ideen des Reformators in der Zeit nach der Reformation aufgegriffen wurden. Denn die Choräle, die Martin Luther geschaffen hat, wurden von Heinrich Schütz, Hans Leo Hassler, Michael Praetorius und vielen anderen namhaften Musikern bearbeitet.
Nun komm, der Heiden Heiland, Vom Himmel hoch, da komm ich her, Gelobet seist du, Jesu Christ, Christ lag in Todesbanden, Komm, Heiliger Geist, Herre Gott, Vater unser im Himmelreich sowie der heimliche Hymnus der protestantischen Kirche, Ein feste Burg ist unser Gott, erklingen jeweils in verschiedenen Versionen. Den Anfang macht jeweils ein Orgelchoral von Samuel Scheidt aus dem Görlitzer Tabulaturbuch von 1650. Es folgen Choralsätze, Motetten, Bicinien oder Geistliche Konzerte; zum Abschluss erklingt dann zudem noch einmal eine Choralbearbeitung für die Orgel. Für jeden Choral Martin Luthers hat Grünert genau fünf Varianten ausgewählt; eine davon stammt immer von Michael Praetorius, ebenso wie die Zwischenmusiken, für die der Kantor Tanzsätze aus Praetorius' Terpsichore (1612) herausgesucht hat.
Luther wollte eine singende Gemeinde, die nicht nur im Gottesdienst munter anstimmte, sondern auch in der häuslichen Andacht, oder aber zur Tröstung der Kranken und Sterbenden. Bis zum heutigen Tage sind insbesondere die Luther-Choräle in der evangelischen Kirche lebendig und beliebt. Auf dieser CD stellen der Kammerchor der Frauenkirche Dresden und die Instrumenta Musica unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert sieben Lieder Luthers vor. Dabei wird zugleich deutlich, wie breit und differenziert die Ideen des Reformators in der Zeit nach der Reformation aufgegriffen wurden. Denn die Choräle, die Martin Luther geschaffen hat, wurden von Heinrich Schütz, Hans Leo Hassler, Michael Praetorius und vielen anderen namhaften Musikern bearbeitet.
Nun komm, der Heiden Heiland, Vom Himmel hoch, da komm ich her, Gelobet seist du, Jesu Christ, Christ lag in Todesbanden, Komm, Heiliger Geist, Herre Gott, Vater unser im Himmelreich sowie der heimliche Hymnus der protestantischen Kirche, Ein feste Burg ist unser Gott, erklingen jeweils in verschiedenen Versionen. Den Anfang macht jeweils ein Orgelchoral von Samuel Scheidt aus dem Görlitzer Tabulaturbuch von 1650. Es folgen Choralsätze, Motetten, Bicinien oder Geistliche Konzerte; zum Abschluss erklingt dann zudem noch einmal eine Choralbearbeitung für die Orgel. Für jeden Choral Martin Luthers hat Grünert genau fünf Varianten ausgewählt; eine davon stammt immer von Michael Praetorius, ebenso wie die Zwischenmusiken, für die der Kantor Tanzsätze aus Praetorius' Terpsichore (1612) herausgesucht hat.
Freitag, 2. Mai 2014
Verklingend und ewig - Raritäten aus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Rondeau)
Raritäten aus Beständen der Her- zog August Bibliothek Wolfenbüttel haben Mädchenchor und Knaben- chor Hannover gemeinsam mit der Capella Augusta Guelferbytana im Großen Sendesaal des Norddeut- schen Rundfunks für eine ganz besondere CD eingespielt, die dann bei dem Leipziger Label Rondeau Production erschienen ist. Dabei handelt es sich um die Begleit-CD zu der Ausstellung „Verklingend und ewig. Tausend Jahre Musik- gedächtnis 800 – 1800“. Sie beschäftigte sich mit der Wechselbeziehung zwischen Musik-Notation und Klang. Und weil sich das nur mit dem Notentext schlecht zeigen lässt, liefert diese CD sozusagen den Sound zum Dokument.
Aus den tausend Jahren Musikgeschichte wiederum haben die Aus- stellungsmacher für die CD den Zeitraum um die Entstehung der Herzog August Bibliothek und – im Kontrast zum Wolfenbütteler Hof – Zeugnisse aus protestantischen Städten ausgewählt. Dabei handelt es sich um sogenannte Leichpredigten – Druckschriften, die Auskunft geben über den Lebensweg und das Sterben von Bürgern und Adli- gen.
Oftmals berichten sie zudem über die Beisetzungsfeierlichkeiten. So sind in etlichen dieser Dokumente auch Funeralmusiken abgedruckt, Kompositionen, die speziell für die Beerdigung geschrieben worden sind. Das sind teilweise einfache Strophenlieder, mitunter aber auch aufwendige Werke. So schuf Christoph Heinrich Pfefferkorn für die 1701 im thüringischen Tonna verstorbene Sabine Elisabeth von Brandenstein, seine Patentochter, eine Arie, darinnen die seeligst-Verstorbene von der noch lebenden Frau Schwester, und diese von jener, betrübten Abschied nimt. Andreas Hammerschmidt findet sich hier neben Johann Erasmus Kindermann und Sophie Elisabeth Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg neben der italienischen Musikerin Maddalena Caulana.
Mädchenchor und Knabenchor Hannover, geleitet von Gudrun Schröfel und Jörg Breiding, singen routiniert und ausgesprochen klangschön. Das gilt auch für die Chorsolisten – hier kann man unmittelbar hören, dass sich eine sorgfältige Stimmbildung und die frühzeitige musikalische Unterweisung wirklich auszahlt. Die beiden Chöre werden ihrem Ruf als führende europäische Ensembles einmal mehr gerecht. Bravi.
Aus den tausend Jahren Musikgeschichte wiederum haben die Aus- stellungsmacher für die CD den Zeitraum um die Entstehung der Herzog August Bibliothek und – im Kontrast zum Wolfenbütteler Hof – Zeugnisse aus protestantischen Städten ausgewählt. Dabei handelt es sich um sogenannte Leichpredigten – Druckschriften, die Auskunft geben über den Lebensweg und das Sterben von Bürgern und Adli- gen.
Oftmals berichten sie zudem über die Beisetzungsfeierlichkeiten. So sind in etlichen dieser Dokumente auch Funeralmusiken abgedruckt, Kompositionen, die speziell für die Beerdigung geschrieben worden sind. Das sind teilweise einfache Strophenlieder, mitunter aber auch aufwendige Werke. So schuf Christoph Heinrich Pfefferkorn für die 1701 im thüringischen Tonna verstorbene Sabine Elisabeth von Brandenstein, seine Patentochter, eine Arie, darinnen die seeligst-Verstorbene von der noch lebenden Frau Schwester, und diese von jener, betrübten Abschied nimt. Andreas Hammerschmidt findet sich hier neben Johann Erasmus Kindermann und Sophie Elisabeth Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg neben der italienischen Musikerin Maddalena Caulana.
Mädchenchor und Knabenchor Hannover, geleitet von Gudrun Schröfel und Jörg Breiding, singen routiniert und ausgesprochen klangschön. Das gilt auch für die Chorsolisten – hier kann man unmittelbar hören, dass sich eine sorgfältige Stimmbildung und die frühzeitige musikalische Unterweisung wirklich auszahlt. Die beiden Chöre werden ihrem Ruf als führende europäische Ensembles einmal mehr gerecht. Bravi.
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Freue dich, du Tochter Zion (Carus)
Es muss nicht immer Bach sein, meint Holger Speck – und präsen- tiert mit dem Vocalensemble Rastatt sowie dem Barockorche- ster Les Favorites eine beachtliche Auswahl frühbarocker Advents- und Weihnachtsmusiken. Es sind zumeist wenig bekannte Werke von Komponisten wie Johann Hermann Schein, Andreas Hammerschmidt, Johannes Eccard oder Michael Praetorius.
Und mit Also hat Gott die Welt geliebt von Johann Rosenmüller sowie O anima mea von Christoph Bernhard sind sogar zwei Welt- ersteinspielungen darunter. Der Chor singt die alten Stücke hinreißend. Und auch die Solisten Maria Bernius und Felicitas Erb, Sopran, sowie Tenor Jan Kobow sowie die Instrumentalisten sorgen für eine große Portion Klangpracht und Feststimmung. Bravi!
Und mit Also hat Gott die Welt geliebt von Johann Rosenmüller sowie O anima mea von Christoph Bernhard sind sogar zwei Welt- ersteinspielungen darunter. Der Chor singt die alten Stücke hinreißend. Und auch die Solisten Maria Bernius und Felicitas Erb, Sopran, sowie Tenor Jan Kobow sowie die Instrumentalisten sorgen für eine große Portion Klangpracht und Feststimmung. Bravi!
Freitag, 12. Juli 2013
Hammerschmidt: Also hat Gott die Welt geliebt (Carus)
Einmal mehr hat das Ensemble Gli Scarlattisti sich Werken von Andreas Hammerschmidt (1611/12 bis 1675) und Johann Rosenmüller (1619 bis 1684) zugewandt. Erschienen ist bei Carus bereits eine ähnliche CD mit Vokalmusik für die Adventszeit und das Weihnachtsfest. Die vorliegende Aufnahme enthält nun vor allem Psalmvertonungen in Form von groß besetzten Motetten sowie anspruchs- voll vertonten geistlichen Konzerten. Es wird erneut deutlich, dass sowohl Hammerschmidt als auch Rosen- müller in die Gruppe der großen lutherischen Kirchenkomponisten vor Bach gehören. Das Ensemble Gli Scarlattisti überzeugt durch makellose Intonation und Professionalität. Auch bei der Arbeit an dieser zweiten Einspielung konnten die Sänger und Musiker um Jochen Arnold eine Hammerschmidt-Edition nutzen, die im Carus-Verlag erschienen ist.
Samstag, 6. Juli 2013
Hammerschmidt: Dialoge, Concerti & Madrigale (Christophorus)
„Wes ist der Toon / der Klang / und die so schönen Weysen? / Hör' ich Herrn Hammerschmied? Er leyhet ja die Hand / Vnd spielt was alle Welt / was alle Zeit wird preisen / So lange man noch spielt / und singen bleibt bekandt: / Der heilgen Wörter Krafft von oben rab Jhn rüret / Durchflammet Hertz und Geist / so / daß er hier stimmt an / Was mehr als Menschlich ist / und solche Lust gebieret / Die uns bald ausser uns in Himmel reissen kann. / Leb / O leb edles Werck / und theil uns deine Gaben / Wie du thust / reichlich aus: Du / du verschaffsts allein / Daß wier noch uff der Erd in dier den Himmel haben / Vnd können Menschen und zugleich auch Engel seyn.“ Mit solchen Versen priesen seine Zeitgenossen einst Andreas Hammerschmidt (1611/12 bis 1675).
Er stammte aus dem böhmischen Brüx, doch schon in jungen Jahren kam er nach Sachsen, weil seine (protestantische) Familie aus ihrer – nun wieder katholischen – Heimat vertrieben wurde. In Freiberg absolvierte Hammerschmidt eine musikalische Ausbildung, die ihn in die Lage versetzte, 1633 Organist am Hofe der Grafen von Bünau im Schloss Weesenstein zu werden. Ein Jahr später erhielt er die Orga- nistenstelle an der Petrikirche in Freiberg, und 1639 ging er nach Zittau, wo er den Rest seines Lebens als Organist an der Johannis- kirche wirkte.
Hammerschmidt hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, veröffent- licht in einer Vielzahl von Sammeldrucken. Das Ensemble Movimento hat für diese CD daraus ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Es ist zu wünschen, dass diese CD dazu beiträgt, diesen Schütz-Zeitgenossen und seine beeindruckende Musik wieder bekannt zu machen. Hammerschmidt hat viel zu bieten, und diese schöne Einspielung wird hoffentlich zur seiner Wiederentdeckung beitragen.
Er stammte aus dem böhmischen Brüx, doch schon in jungen Jahren kam er nach Sachsen, weil seine (protestantische) Familie aus ihrer – nun wieder katholischen – Heimat vertrieben wurde. In Freiberg absolvierte Hammerschmidt eine musikalische Ausbildung, die ihn in die Lage versetzte, 1633 Organist am Hofe der Grafen von Bünau im Schloss Weesenstein zu werden. Ein Jahr später erhielt er die Orga- nistenstelle an der Petrikirche in Freiberg, und 1639 ging er nach Zittau, wo er den Rest seines Lebens als Organist an der Johannis- kirche wirkte.
Hammerschmidt hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, veröffent- licht in einer Vielzahl von Sammeldrucken. Das Ensemble Movimento hat für diese CD daraus ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Es ist zu wünschen, dass diese CD dazu beiträgt, diesen Schütz-Zeitgenossen und seine beeindruckende Musik wieder bekannt zu machen. Hammerschmidt hat viel zu bieten, und diese schöne Einspielung wird hoffentlich zur seiner Wiederentdeckung beitragen.
Freitag, 7. Dezember 2012
Hammerschmidt: Machet die Tore weit (Carus)
"Des Edlen Schwanes Thon hat nun hier aufgehöret, / Weil Er vor Gottes Thron der Engel Chor vermehret. (...) Der Deutschen Ehre, Ruhm und Zier, / Amphion ruht und schläft allhier. / Ach! Orpheus wird nicht mehr gehört / den Zittau vorhin hat geehrt", so war es auf dem Grabstein des Orga- nisten und Komponisten Andreas Hammerschmidt (1611 bis 1675) zu lesen.
Er war in Böhmen zur Welt gekom- men, doch flohen seine Eltern 1626 vor der Gegenreformation nach Freiberg in Sachsen. Über Kindheit und Jugend Hammerschmidts ist nichts bekannt; seine erste Stelle erhielt er 1633 als Organist bei Graf Rudolf von Bünau auf Schloss Weesenstein. Bereits ein Jahr später wurde Hammerschmidt Organist der Freiberger Petrikirche. Später ging er als Organist nach Zittau, wo er bis an sein Lebensende wirkte.
Das umfangreiche Werk, das seinem Urheber Ansehen und auch Wohlstand brachte, ist noch nicht vollständig erschlossen. Für die vorliegende Aufnahme konnte Gli Scarlattisti unter Jochen Arnold auf eine Edition zurückgreifen, die im Carus-Verlag erschienen ist.
Die CD konzentriert sich auf Vokalmusik für die Adventszeit und das Weihnachtsfest. Sie beginnt mit Hammerschmidts berühmter sechs- stimmiger Motette Machet die Tore weit, enthält weiter unter anderem zwei Vertonungen des Magnificats, Fürchtet euch nicht, ein geistliches Konzert für zwei Soprane und Generalbass in bester Schütz-Tradition, auf das - wie eine Antwort - das doppelchörige Ehre sei Gott in der Höhe folgt. Hammerschmidts geistliche Kompositionen sind an das Wort eng gebunden, sie setzen es in Musik um und legen es mit musikalischen Mitteln kunstvoll aus. Ähnliches lässt sich auch für das Magnificat feststellen, das Johann Rosenmüller (1619 bis 1684) in lateinischer Sprache vertonte. Dieses Werk wurde ebenfalls mit auf- genommen, und rundet die CD sehr schön ab.
Das Ensemble Gli Scarlattisti begeistert mit makelloser Intonation, professioneller Geläufigkeit und stimmlicher Strahlkraft. Wer Lust auf eine Entdeckung im Bereich der eher "klassischen" Weihnachtsmusik hat, der sollte diese Hammerschmidt-Einspielung unbedingt anhören - es lohnt sich.
Die CD konzentriert sich auf Vokalmusik für die Adventszeit und das Weihnachtsfest. Sie beginnt mit Hammerschmidts berühmter sechs- stimmiger Motette Machet die Tore weit, enthält weiter unter anderem zwei Vertonungen des Magnificats, Fürchtet euch nicht, ein geistliches Konzert für zwei Soprane und Generalbass in bester Schütz-Tradition, auf das - wie eine Antwort - das doppelchörige Ehre sei Gott in der Höhe folgt. Hammerschmidts geistliche Kompositionen sind an das Wort eng gebunden, sie setzen es in Musik um und legen es mit musikalischen Mitteln kunstvoll aus. Ähnliches lässt sich auch für das Magnificat feststellen, das Johann Rosenmüller (1619 bis 1684) in lateinischer Sprache vertonte. Dieses Werk wurde ebenfalls mit auf- genommen, und rundet die CD sehr schön ab.
Das Ensemble Gli Scarlattisti begeistert mit makelloser Intonation, professioneller Geläufigkeit und stimmlicher Strahlkraft. Wer Lust auf eine Entdeckung im Bereich der eher "klassischen" Weihnachtsmusik hat, der sollte diese Hammerschmidt-Einspielung unbedingt anhören - es lohnt sich.
Samstag, 10. Dezember 2011
Christmas - The Netherlands Bach Society (Channel Classics)
Weihnachten mit The Netherlands Bach Society - wobei sich das Ensemble diesmal nicht die Mühe gemacht hat, eine CD einzuspielen. Dies ist eine Kompilation aus sechs älteren Veröffentlichungen, die sämtlich von der Kritik hoch gelobt wurden, wie das Beiheft belegt.
Wie nicht zuletzt der Name des von Jos van Veldhoven geleiteten En- sembles vermuten lässt, sind unter den musikalischen Häppchen, die hier zum Menü kombiniert wur- den, ziemlich viele aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Ob man allerdings das Magnificat in Einzelsätzen hören möchte, vermischt mit diversen Weihnachtsliedern und Einzelteilen aus der h-Moll-Messe, das mag jeder selbst entscheiden.
Wie nicht zuletzt der Name des von Jos van Veldhoven geleiteten En- sembles vermuten lässt, sind unter den musikalischen Häppchen, die hier zum Menü kombiniert wur- den, ziemlich viele aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Ob man allerdings das Magnificat in Einzelsätzen hören möchte, vermischt mit diversen Weihnachtsliedern und Einzelteilen aus der h-Moll-Messe, das mag jeder selbst entscheiden.
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