Haben Sie schon einmal Musik von Efim Jourist gehört? Diesen Namen sollten sich insbesondere Tango-Fans merken. Die österreichischen Salonisten um den Violinisten Peter Gillmayr haben auf einer CD russische Tänze zusammengestellt. Und für diesen Komponisten formierten sie eigens ein weiteres Ensemble – Tango de Salón, mit Peter Gillmayr, Violine, Andrej Serkow, Bajan, Guntram Zauner, Gitarre, und Roland Wiesinger, Kontrabass.
Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, dass der ukrainische Bajan-Virtuose, geboren 1947 in Kamjanez-Podilskyj, erstklassige russische Konzert-Tangos geschaffen hat. Mit seinem Knopfakkordeon und dem Efim Jourist Quartett hat er diese ausdrucksstarken Stücke auch in Deutschland gespielt; dort lebte er seit 1992 mit seiner Familie, und er starb in Hamburg, viel zu früh, an seinem 60. Geburtstag. Seine Werke sind übrigens im Musikverlag Sikorski erschienen, und seine Aufnahmen bekommt man hier.
Ich jedenfalls finde seine Musik, die ganz selbstverständlich westliche und russische Traditionen verbindet, ausgesprochen hörenswert. Herzlichen Dank an die Musiker um Gillmayr – das war für mich eine Entdeckung!
Ansonsten haben die österreichischen Salonisten in ihrem Programm unter dem Titel Russisch Grün so manchen Ohrwurm eingespielt; die charmanten Arrangements dafür schrieben Gerrit Wunder und Uwe Rössler. Gekonnt mischen sie volkstümliche und sogenannte „ernste“ Musik. Musiziert wird mit Temperament, und mitunter auch mit einem Augenzwinkern.
Bekannte Melodien wie der Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester von Dmitri Schostakowitsch oder Sätze aus dem Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofieff stehen neben russischen Tänzen von Komponisten wie Alexej Kozlov oder Anatoli Novikov, und traditionellen Klängen wie Schwarze Augen oder Moskauer Nächte. Und natürlich darf auch der Tanz der Zuckerfee aus dem Nussknacker von Pjotr Iljitsch Tschaikowski nicht fehlen.
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Donnerstag, 18. Juli 2019
Donnerstag, 14. Juni 2018
Prokofiev: Childhood Manuscripts (Naxos)
Diese CD ermöglicht einen Blick in die Kinderstube eines großen Komponisten: Schon in jungen Jahren schuf Sergej Prokofjew (1891 bis 1953) etliche Werke, die er Pesenki nannte, kleine Lieder. Auch einen renommierten Lehrer hatte das begabte Kind. Als er neun Jahre alt war, hatten seine Eltern den kleinen Serjosha bei einem Besuch in Moskau Sergej Tanejew vorgestellt. Der Komponist empfahl ihnen, einen Musiklehrer für den Knaben anzustellen – und so engagierten die Prokofjews Reinhold Glière, der im Sommer 1902 die musikalische Ausbildung des talentierten Jungen übernahm. Dieser lernte fleißig. 1904, da war er gerade einmal 13 Jahre alt, wurde Sergej Student am Konservatorium in St. Petersburg. 1908 trat der junge Musiker erstmals öffentlich auf. 1914 schloss er das Studium ab, nachdem er sein erstes Klavierkonzert vorgestellt hatte.
Alexandre Dossin hat eine Auswahl kleiner Klavierstücke zusammen- gestellt, die es dem Hörer ermöglicht, die Entwicklung des Musikers in seinen frühen Jahren zu beobachten. Man kann die Fortschritte verfolgen, die der kleine Serjosha auf dem Klavier macht, und den Zuwachs an musikalischer Phantasie und kompositorischer Kompetenz.
Die Old Grandmother's Tales op. 31 schrieb Prokofjew 1918 in New York, heftig vom Heimweh befallen, was man auch hört. Auch die Sechs Stücke op. 52, aus dem Jahre 1931 beruhen auf früheren Kompositionen, wie dem Ballett Der verlorene Sohn, und runden so den Eindruck ab, den Dossin vom Frühwerk des Komponisten vermittelt. Der Pianist, der aus Brasilien stammt und am Moskauer Konservatorium studiert hat, überzeugt durch seine außerordentlich differenzierte Gestaltung der sehr unterschiedlichen Werke.
Alexandre Dossin hat eine Auswahl kleiner Klavierstücke zusammen- gestellt, die es dem Hörer ermöglicht, die Entwicklung des Musikers in seinen frühen Jahren zu beobachten. Man kann die Fortschritte verfolgen, die der kleine Serjosha auf dem Klavier macht, und den Zuwachs an musikalischer Phantasie und kompositorischer Kompetenz.
Die Old Grandmother's Tales op. 31 schrieb Prokofjew 1918 in New York, heftig vom Heimweh befallen, was man auch hört. Auch die Sechs Stücke op. 52, aus dem Jahre 1931 beruhen auf früheren Kompositionen, wie dem Ballett Der verlorene Sohn, und runden so den Eindruck ab, den Dossin vom Frühwerk des Komponisten vermittelt. Der Pianist, der aus Brasilien stammt und am Moskauer Konservatorium studiert hat, überzeugt durch seine außerordentlich differenzierte Gestaltung der sehr unterschiedlichen Werke.
Sonntag, 1. April 2018
Duo Gurfinkel Concertante (Avi-Music)
Gute Laune haben mir die Zwillings- brüder Daniel und Alexander Gurfinkel mit ihrer Debüt-CD beschert. Sie sind Klarinettisten in der dritten Generation; schon ihr Großvater Arkadi Gurfinkel war ein Klarinettenvirtuose, und ihr Vater Michael Gurfinkel musiziert als Solo-Klarinettist im Israel Symphony Orchestra und an der Israeli Opera.
Auf dieser CD präsentieren Daniel und Alexander Gurfinkel Virtuosenmusik für Klarinettenduo und Sinfonieorchester; begleitet werden sie vom Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus unter Leitung seines experimentier- freudigen GMD Evan Alexis Christ. Zu hören sind Introduction et Rondo capricciosa a-Moll op. 28 von Camille Saint-Saëns, das Duo Concertant op. 33 von Carl Baermann, das Divertimento Il Convegno op. 76 von Amilcare Ponchielli, die Carmen-Fantasie von Georges Bizet, eine Suite aus Romeo und Julia von Sergej Prokofjew, und eine Fantasie über das Thema aus Rhapsodie in Blue von George Gershwin, durchweg in ansprechenden Arrangements. Etliche davon hat Eugene Levitas geschrieben.
Den beiden Solisten geben diese Bearbeitungen Gelegenheit, sowohl Brillanz als auch Musikalität zu beweisen. Ihr Zusammenspiel ist exquisit, und Sinn für Humor haben sie offensichtlich auch. So ist diese CD vom ersten bis zum letzten Ton ein Genuss – mir hat diese Einspielung großes Vergnügen bereitet.
Auf dieser CD präsentieren Daniel und Alexander Gurfinkel Virtuosenmusik für Klarinettenduo und Sinfonieorchester; begleitet werden sie vom Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus unter Leitung seines experimentier- freudigen GMD Evan Alexis Christ. Zu hören sind Introduction et Rondo capricciosa a-Moll op. 28 von Camille Saint-Saëns, das Duo Concertant op. 33 von Carl Baermann, das Divertimento Il Convegno op. 76 von Amilcare Ponchielli, die Carmen-Fantasie von Georges Bizet, eine Suite aus Romeo und Julia von Sergej Prokofjew, und eine Fantasie über das Thema aus Rhapsodie in Blue von George Gershwin, durchweg in ansprechenden Arrangements. Etliche davon hat Eugene Levitas geschrieben.
Den beiden Solisten geben diese Bearbeitungen Gelegenheit, sowohl Brillanz als auch Musikalität zu beweisen. Ihr Zusammenspiel ist exquisit, und Sinn für Humor haben sie offensichtlich auch. So ist diese CD vom ersten bis zum letzten Ton ein Genuss – mir hat diese Einspielung großes Vergnügen bereitet.
Donnerstag, 25. Januar 2018
Living on the edge (Genuin)
Das Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen – vorgetragen von einem Posaunen-Ensemble? Trombone Unit Hannover beweist auf dieser CD, dass so etwas möglich ist. Frederic Belli, Mateusz Dwulecki, Karol Gajda, Lars Karlin, Angelos Kritikos, Tomer Maschkowski, Tobias Schiessler, Mateusz Sczendzina und Michael Zühl haben neben dem Zyklus Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgski auch Musik aus Sergej Prokofjews Ballett Romeo und Julia sowie die populäre Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel eingespielt. Dabei wurden sie unterstützt durch den Posaunisten Yuval Wolfson sowie Martin Hennecke, Dominik Minsch und Johannes Walter am Schlagzeug. Ein irrwitziges Programm – und trotzdem klingt das alles so soft, so entspannt und so rund, als wäre dieses Repertoire ein Spaziergang.
Doch ganz so einfach ist das offenbar nicht: „Leben an der Kante“, so haben die Mitglieder der Trombone Unit Hannover ihr zweites Album genannt. Veröffentlicht haben sie es fünf Jahre nach dem ersten, pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Bläserensembles. „Aus End-Zwanzigern sind Mitt-Dreißiger geworden, die Zahl der Familienväter ist von einem auf vier gestiegen und die Mitgliederzahl im ,Trombone Unit Kindergarten' hat sich ebenfalls von drei auf neun erhöht“, so beschreibt Frederic Belli die Veränderungen, die sich in diesem Zeitraum ergeben haben.
Eine Herausforderung ist es ohnehin, das Musizieren in einem Ensemble, dessen Mitglieder über ganz Deutschland verstreut leben und arbeiten. Und auch das Programm, das Trombone Unit sich für diese CD ausgesucht hat, ist ohne Zweifel „on the edge“. Verantwortlich ist dafür nicht zuletzt Lars Karlin, der Arrangeur. „Was die Stücke betrifft, die ich für die Trombone Unit geschrieben habe, so hätte ich sie niemals für irgendein anderes Ensemble schreiben können“, räumt der Posaunist ein. „Niemand hätte so etwas akzeptiert! Viele der späteren Arrangements sind so nah an der Grenze sowohl der musikalischen als auch der technischen Möglichkeiten, dass ich mich selbst frage, wie das enden soll.“
Seine Bearbeitungen, so Karlin, sollen möglichst wie das Original klingen – und so will der Musiker auch möglichst wenig aus der originalen Partitur weglassen. Das bringt für Blechbläser einige Probleme mit sich: „Diese Person ist verantwortlich für unmenschliche Höhen und Tiefen auf unseren Instrumenten, technische Passagen, die weder auf den ersten, noch auf den zweiten oder dritten Blick möglich zu sein scheinen“, so wiederum Frederic Belli. „Er schreibt als Anweisung in den Noten zum Beispiel ,Jetzt oder nie!' oder ,wenn der erste Alt stirbt, spiele die nächst höhere Stimme' oder ,spiele das hohe F nur, wenn Du die Kraft dazu hast :-)'.“
„Als Arrangeur der Trombone Unit versuche ich Musik zu schreiben, die für das Ensemble auf den ersten Blick immer zu schwer aussieht. Nach mehrmaligem Durchspielen wird dann klar, dass sie doch machbar und irgendwann für die Spieler sogar ganz normal ist. Mit der Zeit erkennen das auch die Ensemblemitglieder“, meint wiederum Karlin. „Die Grenzen sind immer fließend, wenn man bereit ist, das Ensemble ein wenig anzustoßen.“
Diese Neckereien verbergen ein wenig den Ehrgeiz, trotz aller Schwierigkeiten erstklassige Qualität zu erreichen. Und das hat schon auch seine Tücken, wie die Musiker verraten. So entstand die Bläserversion der Bilder einer Ausstellung seinerzeit für ein Konzert im Jahre 2009 auf Wunsch von Frederic Belli.
Karlin zweifelte sehr daran, dass Ravels bombastische Orchestrierung auf acht Posaunen zu übertragen sein wird. Versuch macht klug, so der Musiker: „Also besorgte ich mir die Partitur und fing an. Ich begann spät und arbeitete Tag und Nacht, eine ganze Woche lang. Frederic weckte mich jeden Morgen per Telefon, so dass ich mit dem Arrangieren fortfahren konnte. Die Transkription wurde rechtzeitig fertig... zwei volle Tage vor dem Konzert!“, erinnert sich Lars Karlin. „Ich werde gar nicht erst versuchen, das Gesicht von Tobias zu beschreiben,als er seine Partie der Altposaune I bei der ersten Probe übte. Unvergesslich...“ Der Aufwand freilich lohnt sich. Denn die Klangpracht, die das Ensemble aufbieten kann, ist unvergleichlich.
Doch ganz so einfach ist das offenbar nicht: „Leben an der Kante“, so haben die Mitglieder der Trombone Unit Hannover ihr zweites Album genannt. Veröffentlicht haben sie es fünf Jahre nach dem ersten, pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Bläserensembles. „Aus End-Zwanzigern sind Mitt-Dreißiger geworden, die Zahl der Familienväter ist von einem auf vier gestiegen und die Mitgliederzahl im ,Trombone Unit Kindergarten' hat sich ebenfalls von drei auf neun erhöht“, so beschreibt Frederic Belli die Veränderungen, die sich in diesem Zeitraum ergeben haben.
Eine Herausforderung ist es ohnehin, das Musizieren in einem Ensemble, dessen Mitglieder über ganz Deutschland verstreut leben und arbeiten. Und auch das Programm, das Trombone Unit sich für diese CD ausgesucht hat, ist ohne Zweifel „on the edge“. Verantwortlich ist dafür nicht zuletzt Lars Karlin, der Arrangeur. „Was die Stücke betrifft, die ich für die Trombone Unit geschrieben habe, so hätte ich sie niemals für irgendein anderes Ensemble schreiben können“, räumt der Posaunist ein. „Niemand hätte so etwas akzeptiert! Viele der späteren Arrangements sind so nah an der Grenze sowohl der musikalischen als auch der technischen Möglichkeiten, dass ich mich selbst frage, wie das enden soll.“
Seine Bearbeitungen, so Karlin, sollen möglichst wie das Original klingen – und so will der Musiker auch möglichst wenig aus der originalen Partitur weglassen. Das bringt für Blechbläser einige Probleme mit sich: „Diese Person ist verantwortlich für unmenschliche Höhen und Tiefen auf unseren Instrumenten, technische Passagen, die weder auf den ersten, noch auf den zweiten oder dritten Blick möglich zu sein scheinen“, so wiederum Frederic Belli. „Er schreibt als Anweisung in den Noten zum Beispiel ,Jetzt oder nie!' oder ,wenn der erste Alt stirbt, spiele die nächst höhere Stimme' oder ,spiele das hohe F nur, wenn Du die Kraft dazu hast :-)'.“
„Als Arrangeur der Trombone Unit versuche ich Musik zu schreiben, die für das Ensemble auf den ersten Blick immer zu schwer aussieht. Nach mehrmaligem Durchspielen wird dann klar, dass sie doch machbar und irgendwann für die Spieler sogar ganz normal ist. Mit der Zeit erkennen das auch die Ensemblemitglieder“, meint wiederum Karlin. „Die Grenzen sind immer fließend, wenn man bereit ist, das Ensemble ein wenig anzustoßen.“
Diese Neckereien verbergen ein wenig den Ehrgeiz, trotz aller Schwierigkeiten erstklassige Qualität zu erreichen. Und das hat schon auch seine Tücken, wie die Musiker verraten. So entstand die Bläserversion der Bilder einer Ausstellung seinerzeit für ein Konzert im Jahre 2009 auf Wunsch von Frederic Belli.
Karlin zweifelte sehr daran, dass Ravels bombastische Orchestrierung auf acht Posaunen zu übertragen sein wird. Versuch macht klug, so der Musiker: „Also besorgte ich mir die Partitur und fing an. Ich begann spät und arbeitete Tag und Nacht, eine ganze Woche lang. Frederic weckte mich jeden Morgen per Telefon, so dass ich mit dem Arrangieren fortfahren konnte. Die Transkription wurde rechtzeitig fertig... zwei volle Tage vor dem Konzert!“, erinnert sich Lars Karlin. „Ich werde gar nicht erst versuchen, das Gesicht von Tobias zu beschreiben,als er seine Partie der Altposaune I bei der ersten Probe übte. Unvergesslich...“ Der Aufwand freilich lohnt sich. Denn die Klangpracht, die das Ensemble aufbieten kann, ist unvergleichlich.
Dienstag, 31. Oktober 2017
Russian Classics (Genuin)
Auf die musikalische Reise nach Südamerika folgt nun eine weitere, die nach Osten führt: Russische Klassiker präsentiert die Sächsische Bläserphilharmonie unter ihrem Leiter Thomas Clamor in höchst ansprechenden Arrangements auf ihrer neuen CD, die jüngst bei dem Leipziger Label Genuin erschienen ist.
Die Ouvertüre stammt von Michail Glinka (1804 bis 1857), der mit Ruslan und Ljudmila eine der schönsten Märchenopern überhaupt geschaffen hat. Dmitri Schostako- witsch (1906 bis 1975) hat nicht nur gewichtige Sinfonien geschrieben, sondern auch zahlreiche kleinere Musikstücke, wie Filmmusiken. Einige davon fasste er in den 50er Jahren zu Suiten zusammen. Hier sind einige dieser wunderbaren Werke zu hören, aus der Suite für Varieté-Orchester und aus der Stechfliege-Suite.
Das Capriccio Italien von Peter Tschaikowski (1840 bis 1893) spiegelt Italien aus russischer Perspektive; unter heiteren Klängen lauert latent die Melancholie. Auch die Suite zu dem Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofjew (1891 bis 1953) verweist auf Italien; allerdings ist die Mandoline des Morgentanzes eine nahe Verwandte der Balalaika.
Es ist sehr interessant, wie diese bekannten Melodien klingen, wenn sie nur mit Bläsern besetzt sind: Die Motive der Julia wirken eher noch fragiler, und auch die Konfrontation zwischen Montagues und Capulets erscheint in dieser Version klanglich zugespitzt. Die Sächsische Bläserphilharmonie kann durchaus in herrlichen Melodien schwelgen – aber sie verliert sich nicht darin. Musiziert wird auf den Punkt, rhythmisch prägnant, mit berückendem Piano, aber bei Bedarf auch mit kräftigen Akzenten. Und wie farbenreich die Bläser klingen können, das ist auch beim letzten Stück auf dieser CD noch einmal zu erleben: Igor Strawinskys (1882 bis 1971) Ballett Der Feuervogel liefert ein märchenhaftes Finale. Bravi!
Die Ouvertüre stammt von Michail Glinka (1804 bis 1857), der mit Ruslan und Ljudmila eine der schönsten Märchenopern überhaupt geschaffen hat. Dmitri Schostako- witsch (1906 bis 1975) hat nicht nur gewichtige Sinfonien geschrieben, sondern auch zahlreiche kleinere Musikstücke, wie Filmmusiken. Einige davon fasste er in den 50er Jahren zu Suiten zusammen. Hier sind einige dieser wunderbaren Werke zu hören, aus der Suite für Varieté-Orchester und aus der Stechfliege-Suite.
Das Capriccio Italien von Peter Tschaikowski (1840 bis 1893) spiegelt Italien aus russischer Perspektive; unter heiteren Klängen lauert latent die Melancholie. Auch die Suite zu dem Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofjew (1891 bis 1953) verweist auf Italien; allerdings ist die Mandoline des Morgentanzes eine nahe Verwandte der Balalaika.
Es ist sehr interessant, wie diese bekannten Melodien klingen, wenn sie nur mit Bläsern besetzt sind: Die Motive der Julia wirken eher noch fragiler, und auch die Konfrontation zwischen Montagues und Capulets erscheint in dieser Version klanglich zugespitzt. Die Sächsische Bläserphilharmonie kann durchaus in herrlichen Melodien schwelgen – aber sie verliert sich nicht darin. Musiziert wird auf den Punkt, rhythmisch prägnant, mit berückendem Piano, aber bei Bedarf auch mit kräftigen Akzenten. Und wie farbenreich die Bläser klingen können, das ist auch beim letzten Stück auf dieser CD noch einmal zu erleben: Igor Strawinskys (1882 bis 1971) Ballett Der Feuervogel liefert ein märchenhaftes Finale. Bravi!
Montag, 12. Juni 2017
András Schiff piano Live (Melodija)
„Contest stage has never been part of my world“, bekannte einst András Schiff. „In fact, life would be much better without music contests. Why? Naturally, music in not a kind of sports. It cannot be measured in seconds, metres or kilograms.“
Dennoch hat der Philosoph unter den Musikern, Jahrgang 1953, einst selbst an etlichen Wettbewerben teilgenommen und auch Rekorde gebrochen. So wurde er bereits im Alter von 14 Jahren Student an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest – der jüngste, den die Hochschule jemals hatte. Ein Jahr später gewann er seinen ersten Preis in einem ungarischen TV-Wettbewerb.
Diese CD dokumentiert seine Beteiligung an einem der berühmtesten Wett- bewerbe überhaupt: 1974 musizierte András Schiff beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Er errang dort einen vierten Preis; gewonnen hat damals Andrei Gawrilow.
Sämtliche Wettbewerbsbeiträge wurden mitgeschnitten. Das Programm, das András Schiff seinerzeit gespielt hat, wurde nun bei Melodija veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, dass der Pianist schon in diesen jungen Jahren sehr eigene Wege ging. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Stücke, soweit sie den Wettbewerbsteilnehmern überlassen war. Doch auch bei der Interpretation wird deutlich, dass es Schiff schon damals nicht darum ging, sein Publikum mit einem Feuerwerk an Brillanz zu überwäl- tigen - man höre nur die Liszt-Konzertetüde.
Dennoch hat der Philosoph unter den Musikern, Jahrgang 1953, einst selbst an etlichen Wettbewerben teilgenommen und auch Rekorde gebrochen. So wurde er bereits im Alter von 14 Jahren Student an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest – der jüngste, den die Hochschule jemals hatte. Ein Jahr später gewann er seinen ersten Preis in einem ungarischen TV-Wettbewerb.
Diese CD dokumentiert seine Beteiligung an einem der berühmtesten Wett- bewerbe überhaupt: 1974 musizierte András Schiff beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Er errang dort einen vierten Preis; gewonnen hat damals Andrei Gawrilow.
Sämtliche Wettbewerbsbeiträge wurden mitgeschnitten. Das Programm, das András Schiff seinerzeit gespielt hat, wurde nun bei Melodija veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, dass der Pianist schon in diesen jungen Jahren sehr eigene Wege ging. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Stücke, soweit sie den Wettbewerbsteilnehmern überlassen war. Doch auch bei der Interpretation wird deutlich, dass es Schiff schon damals nicht darum ging, sein Publikum mit einem Feuerwerk an Brillanz zu überwäl- tigen - man höre nur die Liszt-Konzertetüde.
Dienstag, 23. August 2016
In Residence (Genuin)
Was für ein Sound! Inspiriert durch seine Arbeit in Venezuela mit dem Venezuelan Brass Ensemble, grün- dete Thomas Clamor, nach langen Jahren als Trompeter bei den Berliner Philharmonikern heute ein interna- tional gefragter Dirigent und Leiter der Sächsischen Bläserphilharmonie sowie künstlerischer Leiter der Deutschen Bläserakademie, im Jahre 2010 gemeinsam mit Karl Schagerl ein ganz besonderes Orchester, über Nationen und Grenzen hinweg: Das European Brass Ensemble. Mehr als 150 Musiker aus 24 verschiedenen Nationen haben sich bereits an der Arbeit in dem Elite-Ensemble beteiligt, das im Stift Melk seine Heimstätte gefunden hat. Das Stift, das zum Unesco-Welterbe gehört, und die dortigen Benediktiner haben quasi die Schirmherrschaft für das Orchester übernommen. Seine Arbeit wird zudem durch das Land Niederösterreich finanziell unterstützt.
Einen besseren Botschafter als das European Brass Ensemble kann man sich kaum vorstellen. Schon beim ersten Stück, der genialen Stift Melk Fanfare, komponiert für diese Bläserformation von dem Jazzmusiker James Morrison, der darin auch selbst die Piccolo-Trompete spielt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Denn nicht nur Morrison, sondern das gesamte Ensemble spielt sensationell. Das Label Genuin schwärmt von einer „Phalanx aus Edelmetall“ – und mir fehlen die Superlative, um dieses Musikerlebnis angemessen zu beschreiben. Phänomenal! Unbedingt anhören!
Einen besseren Botschafter als das European Brass Ensemble kann man sich kaum vorstellen. Schon beim ersten Stück, der genialen Stift Melk Fanfare, komponiert für diese Bläserformation von dem Jazzmusiker James Morrison, der darin auch selbst die Piccolo-Trompete spielt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Denn nicht nur Morrison, sondern das gesamte Ensemble spielt sensationell. Das Label Genuin schwärmt von einer „Phalanx aus Edelmetall“ – und mir fehlen die Superlative, um dieses Musikerlebnis angemessen zu beschreiben. Phänomenal! Unbedingt anhören!
Montag, 25. Januar 2016
Music for Brass Septet 3 - Septura (Naxos)
Musik aus Russland und aus der Sowjetunion präsentieren die Bläser von Septura auf ihrer jüngsten CD. Arrangiert haben die Stücke Simon Cox und Matthew Knight, die Gründer und künstlerischen Leiter des Ensembles. Das ist durchaus ein Wagnis, denn die CD beginnt mit dem Quartett Nr. 8 op. 110 von Dmitri Schostakowitsch. Es gilt als das persönlichste Werk des Kompo- nisten, der seine Signatur D-Es-C-H im Notentext an prominenter Stelle hinterlassen hat. Entstanden ist es 1960 in Gohrisch, einem Kurort im Elbsandsteingebirge; eigentlich sollte Schostakowitsch dort an einer Filmmusik über die Bombardierung Dresdens arbeiten.
Der Komponist war, als er dieses Werk schrieb, in hörbar mieser Stimmung. Man hatte ihn genötigt, in die KPdSU einzutreten, weil man ihn zum Vorsitzenden des sowjetischen Komponistenverbandes machen wollte. Außerdem quälte ihn ein Rückenleiden. Und auch wenn das Quartett dann mit der Widmung „Im Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg“ veröffentlicht wurde, verrät die Musik, mit einer Vielzahl von Zitaten, was Schostakowitsch wirklich im Sinn hatte. In einem Brief berichtete er Isaak Glikman, einem engen Vertrauten, er habe „ein niemandem nützendes und ideologisch verwerfliches Quartett geschrieben. Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst eines zu schreiben. Man könnte auf seinen Einband auch schreiben: ‚Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartetts’.“
Man staunt, wie gut sich aus diesem Streichquartett ein Werk für Bläser formen lässt, und wie dezent Septura hier agiert. Und es ist nicht einfach, neben einem solchen Schwergewicht noch weitere Musik passend zu einem Programm zusammenzustellen. Die sieben Bläser lösen dieses Problem mit einem Blick in die Musikgeschichte: Neben Schostakowitsch tritt Sergej Prokofjew mit einer Suite aus den Zehn Stücken für Klavier op. 12 und dem bekannten Marsch aus Die Liebe zu den drei Orangen op. 33.
Aus dem vorrevolutionären Russland, aber dennoch ziemlich modern, sind die sechs ausgewählten Preludes von Alexander Scriabin. Sie werden ergänzt durch vier der sechs Stücke für Klavier zu vier Händen op. 11 von Sergej Rachmaninoff – und natürlich darf auch seine Vocalise op. 34 Nr. 14 nicht fehlen.
Septura erweist sich einmal mehr als eines der besten europäischen Blechbläserensembles. Alan Thomas und Simon Cox, Trompete in B, Huw Morgan, Trompete in Es, Matthew Gee und Matthew Knight, Posaune, Dan West, Bass-Posaune und Peter Smith, Tuba, musizieren exzellent und bestens aufeinander eingestellt. Insofern kann man diese dritte CD der Briten erneut empfehlen – und darf auf die Fortsetzung gespannt sein, die sicherlich bald folgen wird.
Der Komponist war, als er dieses Werk schrieb, in hörbar mieser Stimmung. Man hatte ihn genötigt, in die KPdSU einzutreten, weil man ihn zum Vorsitzenden des sowjetischen Komponistenverbandes machen wollte. Außerdem quälte ihn ein Rückenleiden. Und auch wenn das Quartett dann mit der Widmung „Im Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg“ veröffentlicht wurde, verrät die Musik, mit einer Vielzahl von Zitaten, was Schostakowitsch wirklich im Sinn hatte. In einem Brief berichtete er Isaak Glikman, einem engen Vertrauten, er habe „ein niemandem nützendes und ideologisch verwerfliches Quartett geschrieben. Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst eines zu schreiben. Man könnte auf seinen Einband auch schreiben: ‚Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartetts’.“
Man staunt, wie gut sich aus diesem Streichquartett ein Werk für Bläser formen lässt, und wie dezent Septura hier agiert. Und es ist nicht einfach, neben einem solchen Schwergewicht noch weitere Musik passend zu einem Programm zusammenzustellen. Die sieben Bläser lösen dieses Problem mit einem Blick in die Musikgeschichte: Neben Schostakowitsch tritt Sergej Prokofjew mit einer Suite aus den Zehn Stücken für Klavier op. 12 und dem bekannten Marsch aus Die Liebe zu den drei Orangen op. 33.
Aus dem vorrevolutionären Russland, aber dennoch ziemlich modern, sind die sechs ausgewählten Preludes von Alexander Scriabin. Sie werden ergänzt durch vier der sechs Stücke für Klavier zu vier Händen op. 11 von Sergej Rachmaninoff – und natürlich darf auch seine Vocalise op. 34 Nr. 14 nicht fehlen.
Septura erweist sich einmal mehr als eines der besten europäischen Blechbläserensembles. Alan Thomas und Simon Cox, Trompete in B, Huw Morgan, Trompete in Es, Matthew Gee und Matthew Knight, Posaune, Dan West, Bass-Posaune und Peter Smith, Tuba, musizieren exzellent und bestens aufeinander eingestellt. Insofern kann man diese dritte CD der Briten erneut empfehlen – und darf auf die Fortsetzung gespannt sein, die sicherlich bald folgen wird.
Montag, 9. November 2015
Peter und der Wolf in Hollywood (Deutsche Grammophon)
Peter und der Wolf – das ist doch uncool, befanden unsere Jungs. Doch dann erspähten sie diese CD auf meinem Schreibtisch: Ein Junge und ein Roboter? Können wir uns das mal anhören?? Es funktioniert! Die Deutsche Grammophon hat das vertraute Werk von Sergej Prokofjew in die Gegenwart geholt.
Mit Hilfe einer Rahmenerzählung wird die alte Geschichte aus Russland ins moderne Kalifornien verlegt: In der neuen Vorgeschichte, die ebenfalls durch klassische Musik begleitet wird, fliegt der kleine Waisenjunge Peter von Russland nach Los Angeles, wo er von seinem Großvater aufgenommen wird – einem alternden Hippie, der in Hollywood lebt und als Gärtner für einen Filmstar arbeitet. Dort wächst Peter nun auf, am Rande der Glitzerwelt; seine Freunde sind ein kleiner Vogel und eine zahme Ente. Und dann bricht aus dem Zoo ein Wolf aus. Der Rest der Geschichte ist bekannt, allerdings bringen am Ende nicht die Jäger das gefangene Raubtier wieder in den Zoo, sondern die Paparazzi, die vorher wild um sich schießen mit ihren Kameras: Was für eine Story!
Eingespielt wurde die neue Version vom Bundesjugendorchester unter Alexander Shelley, und erzählt von den Rockstars Campino – in der deutschsprachigen Version – und Alice Cooper, in englischer Sprache. Die Deluxe-Hardcover-Version erhält ein 48seitiges Booklet mit einer bunten Bilderwelt. Außerdem gibt es die App zur CD, für alle, die es ganz modern und interaktiv lieben. Spannende Unterhaltung, nicht nur für Kinder, und eine beeindruckende Musikauswahl, professionell gespielt von den besten jungen deutschen Nachwuchsmusikern. Sie sind die eigentlichen Stars dieser Aufnahme – und dass sie das Musikstudium erst noch vor sich haben, lässt einen schon staunen. Bravi!
Mit Hilfe einer Rahmenerzählung wird die alte Geschichte aus Russland ins moderne Kalifornien verlegt: In der neuen Vorgeschichte, die ebenfalls durch klassische Musik begleitet wird, fliegt der kleine Waisenjunge Peter von Russland nach Los Angeles, wo er von seinem Großvater aufgenommen wird – einem alternden Hippie, der in Hollywood lebt und als Gärtner für einen Filmstar arbeitet. Dort wächst Peter nun auf, am Rande der Glitzerwelt; seine Freunde sind ein kleiner Vogel und eine zahme Ente. Und dann bricht aus dem Zoo ein Wolf aus. Der Rest der Geschichte ist bekannt, allerdings bringen am Ende nicht die Jäger das gefangene Raubtier wieder in den Zoo, sondern die Paparazzi, die vorher wild um sich schießen mit ihren Kameras: Was für eine Story!
Eingespielt wurde die neue Version vom Bundesjugendorchester unter Alexander Shelley, und erzählt von den Rockstars Campino – in der deutschsprachigen Version – und Alice Cooper, in englischer Sprache. Die Deluxe-Hardcover-Version erhält ein 48seitiges Booklet mit einer bunten Bilderwelt. Außerdem gibt es die App zur CD, für alle, die es ganz modern und interaktiv lieben. Spannende Unterhaltung, nicht nur für Kinder, und eine beeindruckende Musikauswahl, professionell gespielt von den besten jungen deutschen Nachwuchsmusikern. Sie sind die eigentlichen Stars dieser Aufnahme – und dass sie das Musikstudium erst noch vor sich haben, lässt einen schon staunen. Bravi!
Samstag, 7. November 2015
Pictures at an Exhibition - Michael Korstick (Gramola)
Russische Klaviermusik interpretiert Michael Korstick auf einer CD, die vor gut 15 Jahren aufgezeichnet wurde und nun bei Gramola wieder zugäng- lich ist. Der Pianist spielt Modest Mussorgkis berühmte Bilder einer Ausstellung, ergänzt durch die Dumka c-Moll op. 59 von Peter Tschaikowski, die Lesginka aus
den Etudes d'exécution transcen- dante op. 11 von Sergej Ljapunow – ein technisch irrwitzig anspruchs- volles Stück – sowie die Klavier- sonate Nr. 8 B-Dur op. 84 von Sergej Prokofjew.
Wer Korsticks Einspielungen kennt, der wird erstaunt sein, wie zurück- haltend der Pianist insbesondere bei den Bildern einer Ausstellung mit Klangfarben agiert und wie sehr er Temperamentsausbrüche vermeidet. Nicht Illustration, sondern Impression scheint Korstick wichtig zu sein. So verzichtet er auf die Promenade zwischen den Bildern sechs und sieben, um einen großen Spannungsbogen aufzubauen. Im Großen Tor von Kiew greift er partiell auf die Urfassung des Komponisten zurück. In Gnomus hingegen spielt er eine eigene Bearbeitung, die klanglich an Ravels Orchesterfassung erinnert. Kann man sicherlich alles machen, es wirkt aber seltsam unterkühlt. Mein persönlicher Favorit auf der CD ist Ljapunows Lesginka – das ist phantastische Musik, die mich nun sehr neugierig Ausschau halten lässt nach den anderen Etudes.
den Etudes d'exécution transcen- dante op. 11 von Sergej Ljapunow – ein technisch irrwitzig anspruchs- volles Stück – sowie die Klavier- sonate Nr. 8 B-Dur op. 84 von Sergej Prokofjew.
Wer Korsticks Einspielungen kennt, der wird erstaunt sein, wie zurück- haltend der Pianist insbesondere bei den Bildern einer Ausstellung mit Klangfarben agiert und wie sehr er Temperamentsausbrüche vermeidet. Nicht Illustration, sondern Impression scheint Korstick wichtig zu sein. So verzichtet er auf die Promenade zwischen den Bildern sechs und sieben, um einen großen Spannungsbogen aufzubauen. Im Großen Tor von Kiew greift er partiell auf die Urfassung des Komponisten zurück. In Gnomus hingegen spielt er eine eigene Bearbeitung, die klanglich an Ravels Orchesterfassung erinnert. Kann man sicherlich alles machen, es wirkt aber seltsam unterkühlt. Mein persönlicher Favorit auf der CD ist Ljapunows Lesginka – das ist phantastische Musik, die mich nun sehr neugierig Ausschau halten lässt nach den anderen Etudes.
Samstag, 3. Oktober 2015
Pictures (Genuin Classics)
Kann man das legendäre Ballett der Küken in ihren Eierschalen auf dem Horn spielen? Das Ensemble German Hornsound kann, wie diese CD beweist. Für diese Einspielung im Breitwandformat präsentiert sich das Hornquartett in Version 8.1 – Christoph Eß, Sebastian Schorr, Stephan Schottstädt und Timo Steininger musizieren gemeinsam mit Carsten Duffin, Ralph Ficker, Martin Grom, Christian Lampert und dem Schlagzeuger Simon Rössler, der auch Klavier und Celesta spielt. Beteiligt war zudem Dirigent Hannes Krämer, der mit sicherer Hand musikalische Präzision garantiert.
Den Hornisten gelingt es tatsächlich, mit dem oft und gern bearbeiteten Werk von Modest Mussorgski zu verblüffen. Das liegt zum einen an dem überraschend wandlungsfähigen Hornsound. Klanglich wartet diese CD mit ganz erstaunlichen Kontrasten auf. Dazu trägt auch ihr Konzept mit bei – denn Mussorgskis Promenaden führen nicht nur von Bild zu Bild, sie leiten den Hörer auch zu einigen großen Werken aus der russischen Musiktradition, wie Mussorgskis gespenstischer Nacht auf dem kahlen Berge, Walzer und Tanz aus der zweiten Varieté-Suite von Dmitri Schostakowitsch, sowie bekannten Melodien aus zwei Ballettmusiken – Sergej Prokofjews Romeo und Julia und Peter Tschaikowskis Nuss- knacker. Nach Tanz der Zuckerfee und Blumenwalzer folgt dann ein atemberaubendes Finale – mehr sei hier nicht verraten. Diese acht Hornisten jedenfalls spielen jedes Orchester mühelos an die Wand. Dabei hat jeder einzelne Instrumentalist eine höchst individuelle Stimme; die Arrangements sind faszinierend, und sie sind passgenau für die Mitwir- kenden gearbeitet. Soviel Können und Leidenschaft kann man gar nicht genug loben. Unbedingt anhören!
Den Hornisten gelingt es tatsächlich, mit dem oft und gern bearbeiteten Werk von Modest Mussorgski zu verblüffen. Das liegt zum einen an dem überraschend wandlungsfähigen Hornsound. Klanglich wartet diese CD mit ganz erstaunlichen Kontrasten auf. Dazu trägt auch ihr Konzept mit bei – denn Mussorgskis Promenaden führen nicht nur von Bild zu Bild, sie leiten den Hörer auch zu einigen großen Werken aus der russischen Musiktradition, wie Mussorgskis gespenstischer Nacht auf dem kahlen Berge, Walzer und Tanz aus der zweiten Varieté-Suite von Dmitri Schostakowitsch, sowie bekannten Melodien aus zwei Ballettmusiken – Sergej Prokofjews Romeo und Julia und Peter Tschaikowskis Nuss- knacker. Nach Tanz der Zuckerfee und Blumenwalzer folgt dann ein atemberaubendes Finale – mehr sei hier nicht verraten. Diese acht Hornisten jedenfalls spielen jedes Orchester mühelos an die Wand. Dabei hat jeder einzelne Instrumentalist eine höchst individuelle Stimme; die Arrangements sind faszinierend, und sie sind passgenau für die Mitwir- kenden gearbeitet. Soviel Können und Leidenschaft kann man gar nicht genug loben. Unbedingt anhören!
Dienstag, 10. März 2015
Grigory Sokolov (Melodija)
Aufnahmen mit dem russischen Pianisten Grigory Sokolov sind Raritäten. Der Musiker, der als derzeit weltbester Pianist gilt, hat schon sehr lange keine Studio- aufnahmen mehr gemacht, und auch Live-Mitschnitte sind nicht besonders viele verfügbar. Das russische Label Melodija hat nun seine Schatz- kammern geöffnet – und einige dieser Aufzeichnungen aus den Archiven geholt. Darunter befindet sich auch ein ganz besonderes Tondokument: Aufnahmen jenes Konzerts, mit dem Sokolov seinerzeit 1966 im Alter von nur 16 Jahren die Goldmedaille des Tschaikowski-Wettbewerbs gewann. Er spielte damals die Etüde op. 25, Nr. 11 von Frédéric Chopin und die Etüde op. 8, Nr. 10 von Alexander Skrjabin. Die beiden CD enthalten zudem einen Mitschnitt von Schumanns Carnaval op. 9 aus dem Jahre 1967, Schuberts a-Moll-Klaviersonate D784 sowie eine weitere Chopin-Etüde und eine Mazurka, aufgezeichnet 1969, dazu Skrjabins Sonate Nr. 9, op. 68, Fragmente aus dem Ballett Petruschka von Igor Strawinsky, sowie die Klaviersonaten Nr. 7 und 8 von Sergej Prokofjew.
Auch wenn Sokolov heute noch wesentlich klarer strukturiert – seine unentwegte Suche nach dem Kern eines jeden Werkes, nach der ange- messenen Interpretation ist bei diesen frühen Aufnahmen bereits zu spüren. Es ist sehr erfreulich, dass man diesem grandiosen Pianisten in Zukunft (hoffentlich!) öfters zuhören kann. Einige seiner Konzertauftritte von seiner Studienzeit bis hinein in die 80er Jahre jedenfalls sind nun auf diesen beiden CD zu erleben.
Auch wenn Sokolov heute noch wesentlich klarer strukturiert – seine unentwegte Suche nach dem Kern eines jeden Werkes, nach der ange- messenen Interpretation ist bei diesen frühen Aufnahmen bereits zu spüren. Es ist sehr erfreulich, dass man diesem grandiosen Pianisten in Zukunft (hoffentlich!) öfters zuhören kann. Einige seiner Konzertauftritte von seiner Studienzeit bis hinein in die 80er Jahre jedenfalls sind nun auf diesen beiden CD zu erleben.
Dienstag, 7. Februar 2012
Prokofiev: Romeo and Juliet (Decca)
In der Ballett Edition des Labels Decca erschien kürzlich eine Einspielung des Balletts Romeo und Julia von Sergej Prokofjew mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vladimir Ashkenazy aus dem Jahre 1991. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine Gesamtauf- nahme der Ballettmusik - was schon an sich eine ziemliche Rari- tät ist; meistens erscheinen auf CD nur die Suiten oder Kombinationen daraus.
Ashkenazy hat sich bereits als Pianist intensiv mit dem Werk Prokofjews beschäftigt. So hat er alle seine Klavierkonzerte eingespielt, und eine Klaviertranskription von Romeo und Julia. Es war daher nur konsequent, dass er sich dann als Dirigent noch einmal diesem Ballett zugewendet hat. Seine Interpre- tation erweist sich als durchdacht und klar strukturiert; sie ist tänze- risch und farbenreich, kostet aber auch die dramatischen Momente aus. Aus diesem Grunde kann diese Aufnahme hier empfohlen werden.
Ashkenazy hat sich bereits als Pianist intensiv mit dem Werk Prokofjews beschäftigt. So hat er alle seine Klavierkonzerte eingespielt, und eine Klaviertranskription von Romeo und Julia. Es war daher nur konsequent, dass er sich dann als Dirigent noch einmal diesem Ballett zugewendet hat. Seine Interpre- tation erweist sich als durchdacht und klar strukturiert; sie ist tänze- risch und farbenreich, kostet aber auch die dramatischen Momente aus. Aus diesem Grunde kann diese Aufnahme hier empfohlen werden.
Montag, 12. Dezember 2011
Loriots Peter und der Wolf / Karneval der Tiere (Deutsche Grammophon)
Ein Klassiker zum Liebhaben: Loriots augenzwinkernde Texte, frei nach Sergej Prokofjew und - sehr einfühlsam - als Kommentar zu Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens.
Über die 64 Uhus, die im Orchester spielen und von einem Marabu dirigiert werden, und über die zwei Eichhörnchen, die dazu auf dem Klavier herumspringen, werden sich wohl noch Generationen köst- lich amüsieren. Es sind charmante, bezaubernde Texte, voll Poesie und auch ein bisschen frech, unnachahmlich gesprochen von Loriot höchstselbst.
Die Musik zu Peter und der Wolf spielt das English Chamber Orchestra unter Daniel Barenboim; auch da findet sich nichts, was das Vergnü- gen trübt. Für den Karneval der Tiere erfolgte seinerzeit die Über- nahme eines Bandes aus dem Jahre 1960 von Decca; es musizieren Julius Katchen und Gary Graffman, Klavier, Kenneth Heath, Violon- cello und das London Symphony Orchestra unter Skitch Henderson. Diese Aufnahme hat, trotz Remastering, unüberhörbar ihre Jährchen auf dem Buckel. Das wirkt hier allerdings nicht wirklich störend, weil man ohnehin mehr auf die Worte Loriots lauscht.
Und weil man davon nie genug hören kann, hat die Deutsche Gram- mophon diese Edition um Max und Moritz von Wilhelm Busch er- gänzt, einzigartig vorgetragen ebenfalls von Vicco von Bülow. Eine gewisse geistige Verwandtschaft ist da unüberhörbar. Und noch etwas wird einem schlagartig klar, im Zeitalter der Mario Barths: Loriots wundersamer Humor, er wird uns fehlen.
Über die 64 Uhus, die im Orchester spielen und von einem Marabu dirigiert werden, und über die zwei Eichhörnchen, die dazu auf dem Klavier herumspringen, werden sich wohl noch Generationen köst- lich amüsieren. Es sind charmante, bezaubernde Texte, voll Poesie und auch ein bisschen frech, unnachahmlich gesprochen von Loriot höchstselbst.
Die Musik zu Peter und der Wolf spielt das English Chamber Orchestra unter Daniel Barenboim; auch da findet sich nichts, was das Vergnü- gen trübt. Für den Karneval der Tiere erfolgte seinerzeit die Über- nahme eines Bandes aus dem Jahre 1960 von Decca; es musizieren Julius Katchen und Gary Graffman, Klavier, Kenneth Heath, Violon- cello und das London Symphony Orchestra unter Skitch Henderson. Diese Aufnahme hat, trotz Remastering, unüberhörbar ihre Jährchen auf dem Buckel. Das wirkt hier allerdings nicht wirklich störend, weil man ohnehin mehr auf die Worte Loriots lauscht.
Und weil man davon nie genug hören kann, hat die Deutsche Gram- mophon diese Edition um Max und Moritz von Wilhelm Busch er- gänzt, einzigartig vorgetragen ebenfalls von Vicco von Bülow. Eine gewisse geistige Verwandtschaft ist da unüberhörbar. Und noch etwas wird einem schlagartig klar, im Zeitalter der Mario Barths: Loriots wundersamer Humor, er wird uns fehlen.
Donnerstag, 22. September 2011
Prokofiev: Suite from Romeo and Juliet (Naxos)
Romeo und Julia, das berühmte Ballett von Sergej Prokofjew, in einer Fassung für Bratsche und Klavier? Wer wagt denn das? Das Beiheft - wie bei Naxos üblich eher ein Beiblatt, aber dennoch sehr informativ - gibt Auskunft: Dieses Arrangement stammt von Wadim Wassiljewitsch Borisowski (1900 bis 1972), einem berühmten russi- schen Bratscher und Mitbegründer des legendären Beethoven-Quar- tetts. Fünf Jahre nach seinem Exa- men am Moskauer Konservato- rium wurde er dort selbst Professor, und er unterrichtete eine Viel- zahl junger Musiker, so dass er als der Stammvater der russischen Viola-Schule gilt.
Borisowski hat mehr als 250 Werke aus unterschiedlichen Epochen der Musikgeschichte für sein Instrument oder die Viola d'amore bearbeitet, darunter - im Einvernehmen mit dem Komponisten - auch eine Suite aus Prokofjews Romeo und Julia. Sie bestand zunächst aus acht Sätzen für Viola und Klavier; einige Jahre später fügte Borisowski noch weitere fünf hinzu. Für zwei davon wird eine zweite Viola benö- tigt. Das wird nicht verblüffen, denn Prokofjews Stück ist ziemlich komplex. Desto erstaunlicher erscheint es, wie perfekt diese Musik im Arrangement wiedergegeben wird. Das klingt tatsächlich, als wäre dieses Werk für diese Besetzung entstanden. Man mag sich aber nicht ausmalen, was das für die Solisten bedeutet - insbesondere der Brat- schenpart muss eine tour de force sein.
Matthew Jones bewältigt ihn souverän, und auch Rivka Golani an der zweiten Viola sekundiert derart versiert, dass man nur staunen kann. Der warme Klang der Bratsche passt ohnehin ausgezeichnet zu dieser Musik. Michael Hampton ist den beiden Streichern am Klavier ein engagierter Partner. Das Ergebnis ist grandios. Diese CD gehört zu meinen persönlichen Jahresfavoriten. Unbedingt anhören!
Borisowski hat mehr als 250 Werke aus unterschiedlichen Epochen der Musikgeschichte für sein Instrument oder die Viola d'amore bearbeitet, darunter - im Einvernehmen mit dem Komponisten - auch eine Suite aus Prokofjews Romeo und Julia. Sie bestand zunächst aus acht Sätzen für Viola und Klavier; einige Jahre später fügte Borisowski noch weitere fünf hinzu. Für zwei davon wird eine zweite Viola benö- tigt. Das wird nicht verblüffen, denn Prokofjews Stück ist ziemlich komplex. Desto erstaunlicher erscheint es, wie perfekt diese Musik im Arrangement wiedergegeben wird. Das klingt tatsächlich, als wäre dieses Werk für diese Besetzung entstanden. Man mag sich aber nicht ausmalen, was das für die Solisten bedeutet - insbesondere der Brat- schenpart muss eine tour de force sein.
Matthew Jones bewältigt ihn souverän, und auch Rivka Golani an der zweiten Viola sekundiert derart versiert, dass man nur staunen kann. Der warme Klang der Bratsche passt ohnehin ausgezeichnet zu dieser Musik. Michael Hampton ist den beiden Streichern am Klavier ein engagierter Partner. Das Ergebnis ist grandios. Diese CD gehört zu meinen persönlichen Jahresfavoriten. Unbedingt anhören!
Samstag, 25. September 2010
Sibelius: Violin Concerto, Humoresques; Prokofiev: Violin Concerto No. 1 (EMI Classics)
Das Label inszeniert Vilde Frang, Jahrgang 1986, wie eine Fee - hinterm Baum hervortretend, im weißen Gewand, das Haar lang herabwallend. Doch Vorsicht: Diese junge Dame hat eine Geige in der Hand, und sie kann deutlich mehr als nur bis drei zählen.
Für ihr Debütalbum hat die Norwe- gerin zwei Violinkonzerte ausge- wählt, die man nicht eben über- mäßig häufig zu hören bekommt. Das Violinkonzert in d-Moll op. 47 von Jean Sibelius gilt als sperrig und technisch außerordentlich anspruchsvoll. Auch das Violinkon- zert Nr. 1 in D-Dur op. 19 von Sergej Prokofjew steht nicht eben in dem Ruf, zu den Publikumsfavoriten zu gehören. Warum also tut sich Frang solche Klassiker an, die doch noch fast als "modern" gelten? Die Antwort ist einfach: Weil sie es kann. Das feinste Pianissimo und das süffigste Vibrato, die dramatisch-pathetische große Linie und verschmitztes Pizzicato nebst einer umfangreichen Palette an Klangfarben und Nuancen - Frang beherrscht ihr Instru- ment virtuos, und gestaltet zudem pfiffig. Das macht diese CD zu einem absoluten Hörvergnügen. Brava!
Freitag, 28. Mai 2010
Grand Sonatas for Flute (Genuin)
Der Titel dieser CD trügt. Denn von den drei Sonaten, die Hans-Udo Heinzmann und Elisaveta Blumina hier eingespielt haben, wurde nur eine ursprünglich für Flöte kompo- niert. Gabriel Pierné (1863-1937), ein Zeitgenosse Faurés, Debussys und Ravels, schrieb seine Sonate op 36. eigentlich für den Geiger Jacques Thibaud. Das freilich will man kaum glauben, wenn man die Fassung für Flöte und Klavier hört. Das Werk verlangt vor allem dem Pianisten einiges ab. Denn wie ein Sonnenstrahl, der sich in kleinen Wellen spiegelt, schwebt die Flöte über dem Klangteppich des Klaviers, hochvirtuos gestaltet von Elisaveta Blumina. Auch Hans-Udo Heinzmann begeistert durch sein farbenreiches, differenziertes Spiel.
Leider merkt man dem zweiten Stück, der Sonate d-Moll op. 21 von Niels Wilhelm Gade (1817-1890) ihre Herkunft von der Violine doch deutlich an. Gade war ein Freund Schumanns, und kurzzeitig Mendelssohns Nachfolger am Gewandhaus. Dem vom romantischen Geist durchtränkten Werk vermag ich wenig abzugewinnen.
Die Sonate D-Dur op. 94 von Sergej Prokofjew hingegen erweist sich als echte Entdeckung. Denn sie war mir bislang nur als Violinsonate geläufig. Dass dieses heitere Werk mit seinen klaren, doch nur scheinbar schlichten Strukturen ursprünglich für Flöte entstanden ist, erweist sich als erfreuliche Überraschung.
Sonntag, 7. März 2010
Prokofiev: Romeo and Juliet for Brass Band (Naxos)
Die Eikanger-Björsvik Band spielt Prokofjews berühmte Ballettmusik: Romeo und Julia for Brass Band - geht das denn? Es ist ein großes Vergnügen, der Eikanger-Björsvik Band zu lauschen, die hier von Bjarte Engeset geleitet wird und bis hin zum feinsten Pianissimo rundum souverän musiziert - fantastisch! Aus dem Booklet erfährt man dann so nebenbei, dass es sich bei dieser Brass Band, die ohne Zweifel zu den besten der Welt gehört, um eine Amateurformation handelt. Man staunt, und wundert sich - wie müssen dann erst die norwegischen Profis spielen?!
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