Posts mit dem Label Brion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Oktober 2012

Sousa: Music for Wind Band 10 (Naxos)

John Philip Sousa (1854 bis 1932) sagte einmal, ein Marsch "should make a man with a wooden leg step out" - und daran hielt er sich auch konsequent. Der Musiker, der bereits mit 26 Jahren die U.S. Marine Band leitete, gilt zu Recht als König der Marschmusik. Viele seiner Werke, die freilich eher nach Operette klingen als preußisch-zackig, werden bis heute gespielt. Sie sind - nicht nur in den USA - noch immer bekannt und sehr be- liebt. 
Bei Naxos erschien kürzlich die zehnte CD der Sousa-Gesamtedition. Kurioserweise werden die beschwingten Stücke bei dieser Einspielung nicht von einer amerikanischen Band geblasen, sondern von der Königlich Norwegischen Marine-Band unter Leitung von Keith Brion, einem ausgewiesenen Sousa-Experten. 
Zu hören sind auf der CD erneut etliche populäre Märsche des Kom- ponisten, wie zum Beispiel Anchor and Star aus dem Jahre 1918 oder The Salvation Army March, der 1930 zum 50jährigen Gründungs- jubiläum der Heilsarmee von einem riesigen Orchester erstmals gespielt wurde. 
Das Konzertmedley Jazz America, entstanden 1925, kombiniert einige damals beliebte Melodien mit einem Stückchen aus Schuberts Unvollendeter. Ähnlich kurios erscheint Myrrha Gavotte, ein Werk, das Sousa 1876 schrieb, nachdem ihm ein Mentor beim wöchent- lichen Quartettspiel empfohlen hatte, in Europa Musik zu studieren - ein Rat, den Sousa letztendlich nicht befolgte. 
Die People Who Live in Glass Houses Suite von 1909 zeichnet ein musikalisches Bild von diversen alkoholischen Getränken und den Leuten, die sie konsumieren. Sousas Hang zur Humoreske zeigt auch Look for the Silver Lining aus dem Jahre 1922. Who's Who in Navy Blue schrieb Sousa 1920 für die Absolventen der US Naval Academy. Und weil er die Zuhörer mit seiner Musik derart begeisterte, wurde er ein Jahr später ehrenhalber ebenfalls zum Graduierten dieser Aus- bildungsstätte ernannt. 
Diese Klänge verscheuchen in der Tat selbst Regenwolken - oder lassen sie zumindest weniger grau aussehen. Sousa sorgt für gute Laune. Wer im Herbst unter Nieselwetter, Kälte und Düsternis leidet, der sollte mit dieser CD dagegen angehen - brillant musiziert wird obendrein! 

Sonntag, 21. August 2011

Sousa: Music for Wind Band 9 (Naxos)

Warum nur sorgt diese Musik der- art für gute Laune? Man kann sie nicht anhören, ohne an Schwung und Energie zuzulegen. John Philip Sousa (1854 bis 1932) gilt zu Recht als König der Marschmusik - und das, obwohl seine Werke eher wie Operette klingen als preußisch-zackig. 
Viele Werke des Komponisten sind bis heute präsent und, vor allem in den USA, sehr beliebt. Diese CD enthält beispielsweise seinen U.S. Field Artillery March aus dem Jahre 1917 - heute ist er der offizielle Marsch der US-Army. Wie in diesem Stück, sind auch in The Man behind the Gun von 1899 Ge- wehrschüsse zu hören. Dass Sousa jedoch durchaus auch romantisch aufspielen lassen konnte, zeigt Nymphalin aus dem Jahr 1880 - mit einem schnuckeligen Violinsolo, wie geschaffen für eine Geigerin, zumal sich damit ein "Girl-Boy-Duett" zwischen der Violine und dem Euphonium ergibt, einem tiefen Blasinstrument, das als "Violoncello der Blasmusik" gilt. Eine Rarität im Werk des Komponisten, die verrät, dass er offenbar mit der Geige ebenfalls bestens vertraut war. 
Bekannt ist auch der University of Illinois March von 1929, den Sousa für die Band dieser Uni komponiert hat, die von seinem Freund Austin Harding geleitet wurde. Die Hochschule erhielt übrigens auch wesentliche Teile seines Nachlasses.  Er wird dort als The Sousa Collection in Ehren gehalten, und bildet eine wichtige Quelle für die Forschung. 
Auf dieser CD werden die schmissigen Märsche nicht von einer ame- rikanischen Band geblasen, sondern vom Kongelige Norske Marines Musikkorps, der Königlich Norwegischen Marine-Band, einem von fünf professionellen Musikensembles der norwegischen Streitkräfte. Es wird hier geleitet von Keith Brion, einem ausgewiesenen Sousa-Experten - perfekt! Hörvergnügen pur, meine Empfehlung. 

Sonntag, 24. Oktober 2010

Sousa's Greatest Marches (Naxos)

John Philip Sousa (1854 bis 1932) ist der König der Marschmusik, ganz ohne Zweifel. Das liegt nicht nur an seinen Kompositionen. Unter seiner Leitung wurde die United States Marine Band zur offiziellen Kapelle des US-Präsiden- ten. Ab 1892 tourte er mit seinem eigenen Orchester durch die USA und Europa - und das so erfolg- reich, dass dieses Ensemble bald als beste Brass Band der Welt galt. Sogar ein Blasinstrument wurde nach ihm benannt - das Sousaphon, das auf seine Anregung hin aus der Tuba entwickelt wurde. 
Sousa schuf mehr als 130 Märsche. Einige davon sind so populär, dass sie selbst in Europa heute noch buchstäblich jedes Kind kennt.  So gilt The Stars and Stripes Forever  in den USA als eine Art zweite Nationalhymne. In Deutschland war das Stück jahrelang in der Fernsehwerbung als Erkennungsmelodie eines Reinigungsmittels präsent. Das Thema des Marsches Liberty Bell, benannt nach der Glocke in Philadelphia, wurde bekannt als Eröffnungsmusik für die Fernsehserie Monty Python's Flying Circus.
Zum Standardrepertoire von Blaskapellen in aller Welt gehören auch andere seiner Werke, wie Semper Fidelis, The Black Horse Troop March oder The Washington Post, komponiert 1889 im Auftrag der gleichnamigen Zeitung. Dieser Marsch machte Sousa berühmt - und auch die Washington Post, denn er war zugleich ein Two-Step, der ein weltweites Tanzfieber entfachte. Naxos sei Dank für die tolle 2-CD-Box mit 34 Märschen des Komponisten, wunderbar eingespielt von The Royal Artillery Band unter Keith Brion.